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Micha88 antwortete auf Befinden nach ASZT
23 Apr. 2023 12:00
  • Micha88
  • 153 Beiträge seit
    23 September 2015
Hallo Ranu,
was meinst mit geistiger Einschränkung? Wenn es um Gedächnisprobleme geht, das ist vollkommen normal und ich hatte bei mir auch das Gefühl, dass sie nicht unmittelbar nach der HD auftraten, sondern sich erst nach und nach einstellten! Mir fallen viele Dinge, z.B. Namen und Bezeichnungen nicht mehr ein, als wenn ein Loch im Kopf ist. Ich habe jetzt täglich wieder mit Vokabeltraining angefangen (Fremdsprachen) und muss erstaunt feststellen, das lernen klappt sehr gut, eigentlich kein Unterschied zu vorher! Außerdem hilft mir das Lösen von Kreuzworträtseln sehr gut, das Gedächtnis zu trainieren. Auf meiner Reha gab es auch Angebote, „kognitives Training“, quasi spielerisches Gedächnistraining, das ist auch sehr hilfreich. Zu der Psyche haben ja schon viele etwas geschrieben, auch ich habe anfangs damit zu kämpfen gehabt. Ich denke, das ist normal, wenn man körperlich so eingeschränkt ist. Ich denke dann immer, das andere noch ein viel schlimmeres Schicksal haben, z.B. durch einen unerwarteten schweren Schlaganfall! Es ist vielleicht ein langer Weg, aber ich bin der festen Meinung, das man (fast) zu seiner Verfassung von vor der aSZT zurückkehren kann. Ich habe z.b. jetzt wieder mit Fitnesssport und Joggen begonnen, wenn auch sehr behutsam, aber das war Weihnachten noch undenkbar. Also Kopf hoch, es wird schon!
LG Michael

Viele Grüße
Michael

Erstdiagnose 11/2015
z.Zt. 3 Wochen nach CAR-T Therapie

Mapoli antwortete auf Befinden nach ASZT
23 Apr. 2023 14:06
  • Mapoli
  • 1728 Beiträge seit
    18 Juni 2011
Hallo Ranu,
genau wie Michael es beschrieben hat, kam es bei mir auch nach erst einigen Wochen. Es zu akzeptieren, ist schon die halbe Miete. Du hast eine sehr anstrengende Behandlung hinter Dir und Dein Körper, aber auch die Seele hat das noch nicht verarbeitet. Das benötigt Zeit und Ruhe. Mache schöne Dinge, die Dir Freude machen und ärgere Dich nicht, wenn es nicht klappt. Ich habe mri z.B. beim Lesen eines Romans immer Notizen zu den Protagonisten gemacht, dies als Lesezeichen immer dabei gehabt. Wenn ich das Buch am nächsten Tag zur Hand genommen habe, wusste ich oft nicht mehr, wer wer ist. So konnte ich wieder gut dem Geschehen folgen. Das hilft mir immer noch sehr. Auch Memory spielen, scrabbel oder Spiele wie "wordle" im Internet sind hilfreich. Dazu viele kleine Spaziergänge an der frischen Luft.
Wie schon mehrfach geschrieben wurde, ist ein Psychoonkologe hilfreich, oder aber auch ein Traumapsychologe, denn sowohl die Erkrankung als auch die ganze Prozedur der Behandlung kann traumatisch sein.
Sehr hilfreich fand ich einen online Kurs zu Fatigue, der von der Krebsgesellschaft organisiert wurde. Dort wurde vieles beschrieben und es hat sehr geholfen, mir das klar zu machen und die dort erlernten Strategien zu üben.

Auch hier in den beiden Broschüren steht einiges dazu:
www.myelom.org/component/jdownloads/?tas...id=22&m=0&Itemid=101
www.myelom.org/component/jdownloads/?tas...id=22&m=0&Itemid=101

Liebe Grüße
Ma

miregal antwortete auf Befinden nach ASZT
23 Apr. 2023 15:07
  • miregal
  • 1025 Beiträge seit
    17 Mai 2019
Hallo Ranu,
ich weiß es nicht mehr genau. Ich glaube 6-8 Wochen. Ich war nach der HD 4 Wochen in der Klinik. Dort habe ich die Reha beantragt. Also einige Wochen nachdem ich zuhause war. War 3 Wochen in Triberg im Schwarzwald. Hab mich dort blendend erholt. Sport unter Gleichgesinnten hilft. Nebenan war ein Freibad. Anfangs konnte ich nur eine halbe Bahn ohne Pause schwimmen. Zuletzt 1000m unter 50 Minuten. Auch Radfahen, was im Scharzwald nicht ganz einfach ist, klappte bis zu 40km. Also setze dir Ziele, was du erreichen willst , muss nicht Leistungssport sein. Spazierengehen, eine Reise machen im Wohnmobil oder Ferienhaus (wg. d. Immunsuppresion), um auf andere Gedanken zu kommen.

Ranu antwortete auf Befinden nach ASZT
24 Apr. 2023 11:25
  • Ranu
  • 133 Beiträge seit
    04 März 2020
Hallo zusammen,
ich habe mich so sehr über eure Rückmeldungen gefreut!! Die vielen Ideen und Anregungen....vielen Dank! Außerdem habt ihr mir Mut gemacht, neues zu wagen.
Ich mache nun jeden Tag einen Spaziergang in der Natur und wenn mein Mann Zeit hat, fahren wir in den Wald. Das tut mir richtig gut. Im Mai hat er Urlaub, vielleicht gibt es dann die Möglichkeit ein paar Tage weg zu fahren. Den Rehaantrag stelle ich auf jeden Fall und hoffe, dass ich bis Sommer wieder kräftiger bin.
Für den Notfall kann ich mich an die Psychoonkologin in der Klinik wenden. Bei niedergelassenen Psychologen und Therapeuten einen Platz zu bekommen ist ja äußerst schwierig. Ich muss mich auch noch informieren, was für mich passen würde Psychoonkologin, Traumatherapeutin, Körpertherapeutin.....
Im Alltag versuche ich durch kleine Tätigkeiten im Haushalt mein Gedankenkarussell zu stoppen. Das gelingt mehr oder weniger gut, doch ich bleibe dran.

Liebe Grüße an euch und vielen Dank!
Ranu

Stani antwortete auf Befinden nach ASZT
24 Apr. 2023 14:25
  • Stani
  • 371 Beiträge seit
    23 Mai 2021
Liebe Ranu,

Das sogenannte chemobrain hatte übrigens mein Mann auch. Da Walnüsse eine gute Wirkung auf das Gehirn haben, bekam er eine Weile hauptsächlich diese und nach und nach besserte sich das. Außerdem immer einen Teelöffel bis Esslöffel voll hochwertiges Leinöl, besser Algenöl in Quark, Tomatesaft oder Smoothie, wie Du es gut runter bekommst. Omega-3- Versorgung!
Kurzurlaub ist super Idee! Raus! Was anderes! Leben schnuppern!

Alles Gute Dir- Eva

Ranu antwortete auf Befinden nach ASZT
27 Mai 2023 08:59
  • Ranu
  • 133 Beiträge seit
    04 März 2020
Guten Morgen,
ich habe nochmal eine Frage an euch. Meine SZT ist inzwischen 10 Wochen her. Noch immer strengt mich alles sehr an. Körperlich und auch geistig. Nach 2 Telefonaten gestern war der Tag gelaufen. Ich war nur noch müde. Es wird insgesamt eher schlechter als besser. Ichfrage mich, kann das sein? Mache ich etwas falsch, fordere ich zu viel von mir?
Gruß und schöne Pfingsten wünsche ich euch.
Ranu