AMMonline

     

Revlimid-Therapie steht bevor wurde erstellt von bernd
10 Juni 2010 19:19
  • bernd
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hallo,

meine Werte sind jetzt doch etwas schlechter geworden:
-IGG von 2500 auf 3200
-Lambda frei von 43 auf 58 mg/dl
-GE von 8,5 auf 9,7
-HB 10,7
-Krea 1,0
-B2Mik 3,5
und vor allem ist die Zacke der Elektophorese wohl deutlich angestiegen.
Also rät mein Onkologe mir zur Revlimid-Therapie mit 1x40mg Dexa.
Ich habe mir zwar noch eine Blutuntersuchung am 26.6 erbeten, und dann wird auch noch einmal ganzköpergeröngt, aber wenn sich die Verschlechterung erhärten sollte, dann wird wohl mit der Therapie begonnen.
Bis jetzt habe ich einiges Positive über Revlimid gehört, möchte aber denn auf euren Rat und gemachte Erfahrungen damit nicht verzichten.
Welche Wirkungen hat oder hatte diese Therapie auf die Werte,
welche Nebenwirkungen sind bei euch jeweils aufgetaucht?
Das alles interessiert mich jetzt natürlich!

Ich bin froh, dass es dieses Forum gibt!

Gruß an alle!
bernd

Caro antwortete auf Revlimid-Therapie steht bevor
10 Juni 2010 19:39
  • Caro
  • 692 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Hallo Bernd,

schade, dass Du jetzt doch noch mehr Therapie machen musst.

Mein LG hat letztes Jahr von Aug. - Nov. Revlimid bekommen mit niedrig dosiertem Dexa. (1 x wöchentlich 40 mg).
Nebenwirkungen hatte er keine, außer dass die Leukos und die Erythrozyten stark runtergegangen sind und die IgG (er hat MM Typ IgA). Er hat deshalb zum Winter hin 2 x Privigen (menschliches IgG) bekommen, um die Abwehrkräfte zu stärken.

Er sollte dann die Revlimid-Therapie nach dem 4. Zyklus beenden, weil seine Blutwerte das MM betreffend so gut waren. Allerdings ist sein MM wohl asekretorisch geworden.

Im 4. Zyklus bekam er dann heftigsten Hautausschlag am ganzen Körper, sah aus wie Masern. Daraufhin wurde der 4. Zyklus abgebrochen, obwohl unser Onkologe der Meinung war, das käme nicht vom Revlimid ???
:evil:

Wir werden es wohl nicht erfahren.

Dir wünsche ich alles Gute und das das Revlimid den gewünschten Erfolg bringt.

LG Caro

bernd antwortete auf Revlimid-Therapie steht bevor
11 Juni 2010 08:23
  • bernd
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hallo Caro

danke für deine schnelle Antwort. Meine Frage: Wie gehts deinem LG denn heute? Und was unternimmt man mit ihm nach dem Abbruch der Revlimid-Therapie?

Liebe Grüße

bernd

Leo antwortete auf Revlimid-Therapie steht bevor
11 Juni 2010 09:18
  • Leo
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hallo Bernd,

ich hatte eine Mitpatientin in Köln unter Cetuximab
was bei Ihr gar nicht angeschlagen hat.. Sie ist dann auf
Revlimid 10 mg umgestiegen und ist nach dem 8 Zyklus
seit Mai 09 in kompl. Remission.

Ich habe Revlimid über 14 Monate, an den Tagen 1, 9 17
20 mg Dexa, erhalten, bis dann die Werte wieder anstiegen, ohne
jede Nebenwirkung.

Ich drücke dir ganz fest die Daumen

Leo

Kuddel57 antwortete auf Revlimid-Therapie steht bevor
11 Juni 2010 11:08
  • Kuddel57
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hallo Bernd,

Revlimid, 25 mg, schlug bei mir sehr gut an und hatte keine Nebenwirkungen.
Das Dexa mit 40 mg machte mir jedoch erhebliche Probleme und wurde deshalb von mir auf zunächst 24 und dann 16 mg reduziert. Mein Onkologe nahm diese eigenmächtige Änderung bei Betrachtung der guten Werte gelassen zur Kenntnis.

Ich wünsche Dir eine ähnlich gute Verträglichkeit und vor allem Wirksamkeit des Mittels.

Liebe Grüße

Jürgen

Caro antwortete auf Revlimid-Therapie steht bevor
11 Juni 2010 17:08
  • Caro
  • 692 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Hallo Bernd,

bei meinem LG ist das ja alles ein bisschen schwer zu kontrollieren, weil die Blutwerte Ig's und Leichtketten immer in Ordnung waren seit der SZT. Im Dez. 09 hatte er nach Absetzen Revlimid dann eine nicht enden wollende Erkältung mit Husten und ab Mitte Januar fing sein AZ sich an laufend zu verschlechtern. Mitte Feb. 10 zeigte dann das MRT Becken, dass sich da innerhalb des Knochenmarks das MM weiter in Becken, Sitzbein, Schambein etc. ausgebreitet hat und es wurde mit dem 1. Zyklus Velcade, Caelyx und niedrig Dexa begonnen. Die 3. Gabe Velcade wurde dann ausgesetzt, weil die Thrombos so abgeschmiert sind. 2. Zyklus begonnen, dito. Nur sein Zustand wurde immer schlimmer, er zitterte am ganzen Körper, nach in ein paar Wochen 8 kg ab (nur noch 64 kg bei 1.80), war schwach, hatte Luftnot. Lunge röntgen + CT ohne Ergebnis. Waren dann aus lauter Verzweiflung bei Prof. Einsele, der aber meinte dass diese Symptome MM untypisch seien, man solle mal gründlicher nach was anderem schauen. Durch Zufall wurde dann beim EGK vor Bronchoskopie ein Puls von 186 entdeckt, eine Trachyarrythmie absoluta und später ein M. Basedow. Also massive Schilddrüsenüberfunktion. Seit die behandelt wird geht es ihm von Tag zu Tag besser, das Zittern ist weg und er hat schon ein paar kg wieder drauf. Chemo bekommt er im Moment gar nicht, bis sein Zustand sich stabilisiert hat. IG's etc sind ja immer normal, jetzt wird demnächst nochmal ein MRT Becken gemacht, um zu schauen was abgeht. Dann werden sich unsere Onkologen wohl mit Prof. Einsele bezüglich der nächsten Therapie beraten, sollte diese denn erforderlich sein.

LG und viel Erfolg mit der Therapie

Caro