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Revlimid und COVID wurde erstellt von Emi
12 Feb. 2021 17:14
  • Emi
  • 230 Beiträge seit
    17 Dezember 2015
Hallo Liebe Forumsmitglieder,
seit langem war ich nicht mehr hier. Einfach, weil uns das MM momentan toll in Ruhe lässt. Mein Mann nimmt Rev (15g) ohne Dex seit langem mittlerweile als Dauertherapie mit sehr guter Verträglichkeit und stabilen Werten. Wir leben unser Familienleben vollkommen normal. Die Kinder sind mittlerweile schon 12 und 8 Jahre alt. Die Anfangsdiagose war übrigens Nov 2015. Dies kurz als Mutmacher für alle Neuen (insbesondere neuen Familien). Es kann auch so laufen.
Jetzt hat mein Mann sich jüngst wohl irgendwie mit COVID angesteckt (wir haben uns testen lassen, weil wir meine Eltern besuchen wollten, da stand plötzlich bei ihm positiv). Ich und die Kinder sind alle drei negativ. Das ist dahingehend interessant, als dass er bis aufs Einkaufen (was er auch noch macht und wo er natürlich sehr vorsichtig ist) und den eh schon sehr hygienischen Arztbesuchen sonst außer uns quasi niemanden trifft. Meine Erwartung war ja immer, dass die Kinder ihn mal anstecken. Tja so ist das also. Es war aber wie gesagt ein Zufllsbefund und momentan merkt man ihm gar nix an. Toi Toi Toi dass das so bleibt.
Aber, was ich eigentlich erzählen wollte: der Onkologe empfiehlt Revlimid trotz Infektion weiter zu nehmen. Zum einen sicher, weil er ja keinerlei Symptome derzeit hat. Zum anderen, weil der Wirkstoff von Revlimid als Medikament gegen COVID gerade heiß diskutiert wirde und wohl derzeit in den USA in einer großen Studie getestet wird (ich glaube, man findet dieses TRial hier: clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT04361643 )
Na das ist doch mal was ;-) Und wenns mich erwischt, klau ich ihm die Tabletten...
Drückt uns die Daumen,
LG
Emi

We don't know how strong we are until being strong is the only choice we have.

Mimau antwortete auf Revlimid und COVID
12 Feb. 2021 18:12
  • Mimau
  • 194 Beiträge seit
    15 Oktober 2017
Hallo Emi, schön das es deinem Mann so gut geht ! Das macht Mut ! 6 Jahre ist schon was.
Ich hoffe so oder ähnlich läuft es auch bei mir ;-).
Das hört man oft, das ein Familienmitglied wohl infiziert ist, der Rest der Familie aber nicht. Warum auch immer. Bei einer Influenza packt es zumeist alle.

Wurde der positive Test bestätigt ? Weil.... die Zuverlässigkeit dieser Test soll ja auch nicht immer gegeben sein.

Am Anfang dachte ich auch, wenn unsereins erwischt wird dann wird es übel. Aber um so mehr Infos über Covid zur Verfügung standen, um so weniger Angst blieb übrig.
Respekt ja. Angst Nein.

Aber Revlimid als Flächendeckendes mittel gegen Covid. Das würde ein ziemlich teures Vergnügen ;-).
Alles Gute und ich fang mal an mit Daumen drücken.

Halte Sie uns auf dem Laufenden. Ist ja doch sehr Interessant.

Emi antwortete auf Revlimid und COVID
12 Feb. 2021 18:28
  • Emi
  • 230 Beiträge seit
    17 Dezember 2015
:-) ja ich halt auf den Laufenden.
Und ja, das wäre ein teurer Spaß...
Mal sehen, ob die Generika-Front langsam was ändern kann.
www.fiercepharma.com/pharma/after-patent...ettlement-dr-reddy-s

Da auch nochmal ein Lob an die gesetzliche KV, die alles seit Jahren klaglos zahlt TOP
Gruß
Emi

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miregal antwortete auf Revlimid und COVID
12 Feb. 2021 19:46
  • miregal
  • 1025 Beiträge seit
    17 Mai 2019
Revli id ist die Cashcow von Celgene, darüber hinaus Pom. Allein mit Revlimid machen sie mehr als 10 MRD Umsatz. Und das bei Herstellungskosten im cent Bereich. Patente machen's möglich. Falls es wirklich ein Covid heilmittel wird dürfte es drastisch günstiger werden.

tomytom antwortete auf Revlimid und COVID
13 Feb. 2021 12:04 - 14 Feb. 2021 09:46
  • tomytom
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Ich denke nicht das es sich als Standard Therapeutikum durchsetzen könnte. Aber abwarten, immerhin, Lenalidomid verhindert eine überschießende Abwehrreaktion. Das ließe eine Hypothese zu, ob Pat. mit Revlimid-Einnahme einen gewissen Schutz gegen Corona haben?!! Wäre ja witzig.... ㋡
Aber gut, es gibt derart viele Medikamente die erforscht werden, da ist die Lenalidomid nur ein Beispiel von vielen weiteren Kandidaten die auf ihre Umzuwidmung' hin untersucht werden. Hier eine Liste vom Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (VFA), wo Lenalidomid (noch) nicht aufgelistet ist, aber viele weitere bekannte Wirkstoffe werden untersucht:
www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/wor...usinfektion-covid-19
Ein Blick darauf lohnt, vlt. ist ein Wirkstoff dabei, der euch bekannt ist.
Viel Glück.
Freue mich über weitere Neuigkeiten hins. Lenalidomid gegen Covid19... lg tomytom ♟
Letzte Änderung: 14 Feb. 2021 09:46 von tomytom.

Mapoli antwortete auf Revlimid und COVID
13 Feb. 2021 16:51
  • Mapoli
  • 1728 Beiträge seit
    18 Juni 2011
Hallo Emi,

schön, dass Du uns von Euren Erfahrungen mit COVID unter Revlimid berichtet hast. Das nimmt ein wenig Druck aus der Angst, die ja alle Myelompatienten täglich seit der Pandemie mit sich herumtragen. Auch Dein Bericht über die lange krankheitsfreie Zeit ist sehr erfreulich.

Eine Anmerkung zum negativen Covid Test der Familienmitglieder habe ich allerdings: Wenn die Infektion schon einige Tage zurück liegt, kann es sein, dass beim Test im Rachen nichts mehr festgestellt wird. Das bedeutet nicht, das Du oder die Kinder es nicht gehabt haben! Es kann sein, dass bei Euch im Rachenbereich einfach nicht mehr genug Virenlast vorhanden war oder die Stäbchen bei den Kindern nicht weit genug im Hals eingeführt wurden. Für falsch negative Tests gibt es leider viele Ursachen!
Vorsicht ist nach wie vor geboten.

Zum Revlimid: In Würzburg sagte man mir schon im Sommer, dass man vermutet, dass durch die Revlimid Einnahme (wie auch durch andere Immunsystem drückende Substanzen) die gefürchtete überschießende Immunreaktion bei einer Coviderkrankung ausbleiben kann.

Gut, dass es Deinem Mann trotz positivem Test soweit gut geht :-). Ich drücke fest die Daumen, dass es so bleibt. Es freut mich sehr, dass sein MM so gut unter Kontrolle ist. Weiterhin alles Gute für Euch!

Liebe Grüße
Ma