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Ergebnisse nach Revlimid-Darzalex Therapie wurde erstellt von Eilbacher
02 Sep. 2020 15:22
  • Eilbacher
  • 260 Beiträge seit
    29 Oktober 2009
Hallo Ihr Lieben,
ich mache nun seit zum6.Mal wöchentlich die Erhaltungstherapie mit Darzalex,20 mg Revlimid und am Tag von Darzalex 20 mg Dexamethason.
Heute hatte ich Gespräch mit meiner Onkologin.Die freien Leichtketten,Kappa,sind seit Anfang der Therapie wieder gesunken noch gestiegen,sondern mit 178 stabil geblieben.
Ich bin etwas gefrustet,da ich von einigen Mitpatienten gehört habe,dass ihre Werte unter Darzalex schnell rückläufig waren.
Meine Ärztin meinte,man müsse noch 2 Zyklen abwarten und dann erneut die Werte abnehmen und dann überlegen,wie es weiter geht.Sie hat wohl beobachtet, dass es manchmal etwas dauert,bis die Therapie wirkt.
Habt Ihr da Erfahrungen?
Herzliche Grüße, Birgit

02 Sep. 2020 18:25
  • Marianne
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hallo Birgit,
ich habe gerade 8x Darzalex + Dexa hinter mir. Die Kappa- Werte sind nach der 1. Infusion sofort von 3000 auf 1000 gesunken. Da dümpeln sie nun vor sich hin, ohne daß sie nennenswert beeinflusst werden. Bei einer vorhergehenden gleichen Therapie 2016 waren die Werte bis ca. 50 gesunken.
Mein Onkologe will die Behandlung nun im 4-wöchigen Rhythmus fortsetzen. Ich bin mal gespannt wie das wird. Ich versuche, mir erstmal keine allzu großen Sorgen zu machen.
Vielleicht schaffst Du das auch!

Liebe Grüße
Marianne

07 Sep. 2020 16:53
  • Karsten
  • 483 Beiträge seit
    22 April 2010
Ich hatte heute den 9. Zyklus mit Dara und die Werte sind mehr als im Keller. IGG ist nur noch 2,3, leichtketten auch nur noch 2.
Die Immunfixation ist negativ, also zur Zeit mal wieder kein Nachweis vom Myelom.
Da der Onko, nicht auf Dara verzichten möchte, habe ich ihm zwei Vorschläge gemacht. Entweder die Revlimiddosis senken oder ich verlängere die Pause um eine weitere Woche, was 2 Wochen Pause nach jeder Packung bedeutet. Damit war er sofort einverstanden und wenn sich bei den Werten auch dadurch nichts ändert, evtl. 3 Wochen Pause, nach jeder Packung.

Gruß in die Runde

07 Sep. 2020 20:30
  • Eilbacher
  • 260 Beiträge seit
    29 Oktober 2009
Hallo,
Scheint so zu sein,dass bei den meisten Patienten Darzalex schnell wirkt,dass heißt,die Werte gehen,wenn es wirkt,schnell nach unten.
Ich habe jetzt 6 Mal Darzalex mit Revli bekommen und die Werte sind nur stabil geblieben,nicht untergegangen.Leider.Meine Ärztin meinte,manchmal dauere es....Mal sehen,so ganz habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben,hatte sehr auf das Darzalex gebaut.
Donnerstag,7.Infusion,dann werden die Werte nochmal abgenommen.Ansonsten neu überlegen.
Hsr jemand von Euch ähnliche Erfahrungen gemacht?
Schönen Abend noch in die Runde,Birgit

08 Sep. 2020 10:56
  • UndineD.
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hallo Birgit,
nach meinen Infos gibt es da nichts was es nicht gibt.
Zunächst mal wirkt Dara ja nur bei knapp 30% der Patienten überhaupt. Bei mir damals recht schnell, ich war begeistert, aber nur leichter langsamer Rückgang der Werte. Dann wirkte es plötzlich gar nicht mehr, die Werte stiegen sogar unter der Therapie. Es war allerdings nur Dara Mono.
Mit Rev zusammen soll es ja grandios wirken- insgesamt. Habe von Mitpatienten gehört, die absolut nichts damit erreicht haben, bei anderen erst späte zögerliche Wirkung.
Gib der Sache noch ein bisschen Chance. Wenn es dann nicht besser wird, braucht man sich allerdings nicht ewig den Strapazen auszusetzen, dann muss neu geplant werden. Es ist ja bei dir die Frage, ob Dara überhaupt etwas bewirkt. Kann durchaus sein, dass der Stillstand allein auf Rev zurückzuführen ist. Wie gesagt, Dara wirkt bei 2/3 nicht!
Das ist der Nachteil einer jeden Kombi- Theapie, dass niemand genau zu sagen vermag, was nun wieviel gewirkt hat. Aber natürlich ist es der übliche Weg, bei mir werden die Mono- Theapien gemacht um die Risiken u. NW zu verringern.
Und da wären wir wieder bei dem Thema: Wenn doch für jeden Patienten eine genau passende Therapie gemacht würde! Wahrscheinlich noch lange utopisch schon aus Kostengründen.
Alles Gute!
Undine

08 Sep. 2020 20:46
  • daw
  • 68 Beiträge seit
    24 April 2020
Das würde ich so nicht ganz stehen lassen wollen. Richtig ist, dass Daratumumab nur in ca. 30 Prozent der Fälle als Monotherapie eine partielle Remission oder besser hervorruft. Drei Anmerkungen dazu:
1. Partielle Remission heißt ja, dass M-Protein und die anderen MM-Parameter um mehr als 50 Prozent zurückgegangen sind. Mir sind aber keine Studienergebnisse bekannt, die die große Gruppe derer, die keine PR erlangt haben genauer aufschlüsselt. Was ist, wenn bspw. viele, die keine PR erreicht haben, durch Daratumumab beispielsweise einen 45 Prozent Rückgang des M-Proteins verzeichnet haben? In diesem hypothetischen Fall würde ich das auch schon als Erfolg ansehen. Leider weiß ich das nicht genau, weil mir hier die Daten fehlen.
2. Viele Studien haben festgestellt, dass Daratumumab Synergieeffekte zu anderen Medikamenten besitzt. Bspw. wurde festgestellt, dass Cyclophosphamid in niedriger Dosierung das CD47-Antigen (Fress mich nicht) reduziert, so dass die Wirkung der makrophagen induzierten Toxizität auf die MM Zellen dramatisch erhöht wird, wenn Cyclophosphamid und Daratumumab kombiniert werden. Die Wirkung von Daratumumab ist dann entsprechend wesentlich höher als 30 Prozent. Hier mal eine Google Übersetzung: „Abgesehen von seiner alkylierenden Wirkung hat Cyclophosphamid wichtige immunmodulatorische Wirkungen mit niedrigen Dosen, die regulatorische T-Zellen selektiv eliminieren können, was zur Immunaktivierung führt. In mehreren MM-Studien führte die Zugabe von Cyclophosphamid zu bemerkenswerten Ergebnisverbesserungen. Bei der Analyse von Knochenmarksproben von Patienten beobachteten wir eine signifikante Reduktion von CD47, das Antigen „Iss mich nicht“ auf MM-Zellen und einen Anstieg von CD64 auf Knochenmarkmakrophagen, was auf einen stärker aktivierten Phänotyp 24 Stunden nach Cyclophosphamid Bortezomib Dexamethason-Exposition hinweist . Diese Ergebnisse legen nahe, dass MM-Zellen nach Behandlung mit Cyclophosphamid und DARA anfälliger für Phagozytose durch Makrophagen sind. In Verbindung mit diesem Szenario beobachteten wir 24 Stunden nach der Behandlung einen signifikanten Anstieg der TNF- & agr; - und IFN- & ggr; -Spiegel im Serum, was mit einer proinflammatorischen Antitumorreaktion übereinstimmt.“ Quelle: www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6595251/
3. Anderes Beispiel: Es wurde in Studien belegt, dass die Kombination von Daratumumab mit Lenalidomid oder Bortezomib deutlich besser ist. Hier spielen dann andere Synergieeffekte eine Rolle. Die Castor- und Pollux Studien belegen dies. Die Zugabe von Daratumumab zu Bortezomib und Dexa verringern das Progressions- bzw. Stereberisiko um 67%. Bei Zugabe von Daratumumab zu Lenalidomid und Dexa um 63%. www.trillium.de/zeitschriften/trillium-k...tion-zugelassen.html

Wie man sieht, sollte man nicht ganz verzweifeln und auf das Ansprechen von „nur 30 Prozent“ in der Monotherapie schauen. Die Sache ist viel komplexer und es besteht berechtigte Hoffnung das Daratumumab noch besser ist als gedacht.

@Elibacher: Wenn Daratumumab + Lenalidomid bei Dir nicht richtig wirkt, dann sprich doch mal mit Deiner Ärztin, ab nicht Dara-VCd bei Dir besser geeignet ist. Hier gibt es auch eine Studie mit beeindruckenden Ergebnissen: www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6593455/
Nach 4 Zyklen Dara-VCd hatten 35% eine PR, 40% eine VGPR und 5% eine CR. Nach 8 Zyklen hatten 26% eine PR, 47% eine VGPR und 9% eine CR.

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