AMMonline

     

18 Jan. 2020 09:47
  • Jo
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    15 August 2026
Liebe Foristen,
alle haben wir mit einer geschwächten Immunabwehr zu tun. Unserer Krankheit geschuldet werden weniger gute Abwehrzellen im Knochenmark gebildet und wir sind daher - besonders in den Wintermonaten - viel anfälliger bei Kontakt mit Viren und Bakterien. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Leider tragen unsere gegen unsere Krankheit gerichteten Medikamente auch dazu bei, indem sie unsere Darmgesundheit negativ beeinflussen. Was hat denn unserer Darm mit der Immunabwehr zu tun, was mit ständigen Erkältungen, ständigem Husten und Infektionen? . Ganz viel!!! Denn 70 % aller Immunabwehrzellen befinden sich in unserem gesunden Darm. Wir müssen also unseren Darm besonders pflegen. Chronischer Durchfall ist ein Anzeichen dafür, dass nicht nur die Darmmschleimhäute sondern damit verbunden auch unsere Immunabwehr nachhaltig gestört ist. Was können wir tun, um Durchfälle daher unbedingt zu vermindern oder zu vermeiden? Wir haben hier ja schon im Faden Revlimid einige Hilfen diskutiert , um das überschüssige Wasser, das entsteht, wenn die Darmschleimhäute die Nahrung nicht mehr richtig verwerten können und "dicht machen" z.B. Flohsamenschalen, die ein hervorragendes Wasserverbindungsvermögen haben. Das mildert aber leider nur die Symptome, ändert nichts an den Ursachen. Wer Darmprobleme hat, muss unbedingt zur Ernährungsberatung! Was können wir tun, um unsere Darmmschleimhäute vor den schädlichen Einflüssen der Medis zu schützen, damit die Darmschleimhautzellen wieder vernünftig arbeiten? Meine Ernährungsberaterin hat mir jetzt Inulin neben einer probiotischen Ernährung empfohlen. Das soll das reinste Wellnessprogramm für die Darmschleimhautzellen sein. Da scheint es eine ganz besondere Affinität zu geben, Inulin legt sich scheinbar nicht nur schützend auf die Schleimhautzellen. es ist auch das beste und gesündeste "Futter". Was allerdings alles zerstört, sind Antibiotika, orale Chemotherapie oder verschiedene andere Medis in hohen Konzentrationen. Da unser Revlimid sehr wichtig zur Modulation unseres Immunsystems ist, müssen wir unbedingt eine Dosis finden, welche für unseren Darm noch verträglich ist, sonst wird auch dieses "Wundermedikament" einen kontraproduktiven Einfluß auf unsere Behandlung haben.

Franziska123 antwortete auf Ursachen der geschwächten Immunabwehr
18 Jan. 2020 10:43
  • Franziska123
  • 535 Beiträge seit
    08 August 2018
.......ganz genau so sieht es aus


Jeanny

Eilbacher antwortete auf Ursachen der geschwächten Immunabwehr
18 Jan. 2020 15:23
  • Eilbacher
  • 260 Beiträge seit
    29 Oktober 2009
Lieber Jo,
wie nimmst Du denn das Inulin?
Nimmst du dann trotzdem noch Flohsamenschalen?
Gruss Birgit

18 Jan. 2020 18:18
  • Jo
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    15 August 2026
Hallo Birgit,
das Inulin ist ja lieblich und eher geschmacksneutral. Es kann - weil hitzebeständig - auch in heiße Getränke (Kaffee, Tee) oder auch in Suppen, Soßen eingestreut werden. Ich streue mir auch gern etwas in einen zuckerfreien probiotische Joghurt. Ich finde, es stört wirklich nirgendwo. Wichtig wäre vielleicht - so die Empfehlung- mit kleinen Dosen den Darm daran zu gewöhnen ( z..B. mit einem gestrichenen Teelöffel (5g) und dann langsam auf 15 g zu steigern, weil die Darmschleimhautzellen nun richtig aktiv werden und es daher zu leichten Blähungen kommen kann; daran wird sich der Darm aber super gern gewöhnen! Jeder wird dann sicher für sich die optimale Wohlfühldosis finden.
Wie gesagt, meine Durchfälle sind durch die probiotische Nahrungsumstellung, dem Inulin und die Dosisreduzierung von Revlimid Geschichte; auch andere Verdächtige, die man für den Durchfall mit verantwortlich gemacht hat (Kaffee, Milch, Milchprodukte, Gluten) sind für mich - da ich keine Allergene gegen diese Substanzen entwickle, wieder im Speiseplan. Trotzdem sollte ich natürlich darauf achten, dass das Darmmilieu nicht zu sauer wird (Fleisch, Kaffee, Wein, Bier, zuckerhaltige Lebensmittel nur in Maßen), viel Gemüse und Obst, aber das ist ja wahrscheinlich ohnehin schon bei allen von uns angekommen. Ich wünsche jedenfalls allen von euch eine durchfallfreie Therapie, lgJo

18 Jan. 2020 18:44 - 18 Jan. 2020 19:54
  • Jo
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Flohsamenschalen brauche ich persönlich zur Zeit zwar nicht mehr, würde sie aber immer wieder gern nehmen, wenn der Stuhl nicht geschmeidig ist. Der von den Flohsamenschalen abgesonderte Schleim macht besonders im Dickdarm den Nahrungsrestbrei sehr geschmeidig. Ich würde es nicht prophylaktisch sondern nach Bedarf nehmen. Es ist ein gutes Produkt, wenn man es benötigt, beseitigt aber die Ursache nicht. LG Jo
Letzte Änderung: 18 Jan. 2020 19:54 von Jo.

19 Jan. 2020 10:01
  • Rudolfo
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    15 August 2026
Hallo Jo, hallo zusammen,
danke für den Tipp. Habe die Revlimid Dosis 10 mg anfangs gut vertragen, jetzt nach ca. 4 Monaten auch Magen-Darmprobleme wie Durchfall. Ich werde das mit dem Inulin mal ausprobieren und berichten, ob ich mich eurer Empfehlung anschließen kann. Leider sind die Leichtketten trotz des Revlimid leicht gestiegen, mein Onkologe will die nächsten zwei Bluttests bei der Zometa Infusion abwarten, um eventuell einen neuen Therapieplan abzustimmen.
LG Rudolfo