AMMonline

     

Schanko antwortete auf Vergesslichkeit
05 Jan. 2020 14:25
  • Schanko
  • 48 Beiträge seit
    11 August 2016
Danke Yoshi für deine ehrliche Antwort.

LG. Beate

Schanko antwortete auf Vergesslichkeit
05 Jan. 2020 14:39
  • Schanko
  • 48 Beiträge seit
    11 August 2016
Hallo Nicole
Danke für deine Rückmeldung. Ich glaube ich sollte lernen das nicht zu hoch zu bewerten und zu akzeptieren. Bei der nächsten Kontrolluntersuchung werde ich den Arzt mal darauf ansprechen.

LG Beate

Jo antwortete auf Vergesslichkeit
05 Jan. 2020 19:53 - 05 Jan. 2020 20:02
  • Jo
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Ihr Lieben Foristen,
einen Zusammenhang mit Vergesslichkeit und Revlimid herzustellen, ist schon denkbar, dazu lassen sich leider keine Daten finden. Wir wissen allerdings, dass Revlimid die feinen Gefäßneubildungen unterdrückt, was auch dazu führen kann, dass die feinen Nervenenden zu wenig mir Blut sprich Sauerstoff versorgt werden; dies wiederum kann zum Absterben einzelner Nervenzellbereiche führen. Was Revlimid im Gehirn anstellt, ist wohl kaum erforscht zumindest konnte ich nichts finden. Was man aus der Gehirnforschung durch Schlaganfallspatienten weiß, wie man sein Kurzzeitgedächnis trainieren kann, somit andere Bereiche die Funktionen übernehmen können, könnte uns hier vielleicht auch helfen. Natürlich bekommen wir es mit der Angst, wenn wir zur Küche marschieren, um Salz zu holen und auf dem Weg zur Küche dieses Anliegen wieder vergessen haben. Hier gibt es aus der Gehirnforschung einen Trick, damit dies uns nicht so häufig passiert. Wahrscheinlich habt ihr euch sicher schon einmal gewundert, wie sich einige Kinder unendliche Zahlenreihen kurzzeitig merken können. Das ist keine Hexerei, es sind auch keine Wunderkinder, vielmehr werden mehrere Gehirnbereiche beim Behalten mit einbezogen z.B. In dem sie die Zahlen zu Bildern, die Bilder zu Geschichten ausschmücken, geht nichts mehr verloren. Das kann man trainieren. Vielleicht hilft es dem einen oder anderen daher bei den kleinen Aktivitäten ( das Salz aus der Küche holen, das Glas in den Spüler zu stellen, die Rechnung in den Ordner abzuheften etc) wenn wir versuchen, diese kleinen Aktionen aktiver von Beginn an mit kleinen Bildern und Geschichten zu verbinden. Klar, Kopfrechnen oder entsprechende Merkspiele helfen natürlich auch. Wer selbst musiziert, trainiert automatisch diese Fähigkeiten. In diesem Sinne - bevor wir nichts genaueres Wissen - und wir auf Revlimid angewiesen sind, vielleicht eine kleine Hilfe LG Jo
Letzte Änderung: 05 Jan. 2020 20:02 von Jo.

Schanko antwortete auf Vergesslichkeit
06 Jan. 2020 12:53
  • Schanko
  • 48 Beiträge seit
    11 August 2016
Hallo Jo
Vielen Dank . Mein Mann übt jetzt mit Sudoku, mal sehen ob es klappt. Ich glaube das ich Vll. Zu ungeduldig bin, nur so kenn ich ihn gar nicht.

LG. Beate

Jo antwortete auf Vergesslichkeit
06 Jan. 2020 14:17
  • Jo
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hallo Beate, Sodoku ist sicherlich ein Spiel, dass den Intellekt fordert, hilft wahrscheinlich aber weniger für Dinge, die wir kurzzeitig vergessen.

Um ein Beispiel zu nennen, wenn ich mir vornehme, Salz aus de Küche zu holen, denke ich auf dem Weg meist an etwas ganz anderes und habe es in der Küche vielleicht vergessen. Wenn das selten passiert, ist das sicher auch noch normal, nicht jeder ist multitaskingfähig. Wenn wir uns allerdings darüber erschrecken, passiert uns das vielleicht ungewöhnlich häufig. Wenn wir nun auf dem Weg in die Küche aktiv an das Salz denken und es z.B. mit einem Bild assoziieren ( z.B.dass der Salzstreuer auf einer roten Ampel steht und das Salz etwas herunterrieselt), haben wir mehrere Gehirnbereiche verknüpft, wir vergessen es bis zu Küche nicht mehr. Das kann dem einen oder anderen vielleicht helfen, sich Dinge kurzfristig zu merken. LG Jo

Logopädin antwortete auf Vergesslichkeit
06 Jan. 2020 19:55
  • Logopädin
  • 422 Beiträge seit
    06 Februar 2016
Liebe Beate,
ich denke, SUDOKU ist gut für die Konzentration - und mangelnde Konzentration könnte durchaus der Grund für die Vergesslichkeit deines Mannes sein.
Außerdem brauchen unterschiedliche Menschen unterschiedliche Strategien gegen Vergesslichkeit.
Jos Strategie ist durchaus bewährt und funktioniert auch - aber man muss dazu gerne in Bildern denken.
Für mich z.B. geht das gar nicht. Als "Ohrenmensch" kann ich mich damit einfach nicht anfreunden. Tatsächlich haben mir in der größten Vergesslichkeitsphase ( nach der HD ) Kreuzworträtsel ( ist sonst auch nicht mein Ding ) geholfen. Es war ganz lustig über einem untergegangenen Schiff mit 7 Buchstaben und einem "T " am Anfang minutenlang zu brüten ( was soll das denn sein? Kennt doch kein Mensch :woohoo:)
Mein Humor hat mich dabei vor Verzweiflung bewahrt.
Die Vergesslichkeit deines Mannes ist ja eigentlich auch eher dein Problem als seines. Ihn scheint es weniger zu stören als dich - wenn ich dich recht verstanden habe.
Vielleicht geht es eher um deine Verarbeitung der Krankheit deines Mannes. Er ist nicht mehr derselbe und das ist schmerzhaft.
In diesem Zusammenhang bin ich meinem Ehemann überaus dankbar, dass er mich immer so nimmt, wie ich bin. Und nicht versucht, die "alte" Nicole wieder zu bekommen - denn die gibt es nicht mehr.
Es tut gut, dass er über meine jetzigen Unzulänglichkeiten mit mir lachen kann - und nicht kritisiert.
Es ist als Patientin alles schon schwer genug mit der Krankheit...
Liebe Grüße
Nicole