AMMonline

     

kaese2002 antwortete auf Wassereinlagerung
21 Juli 2021 12:47
  • kaese2002
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hallo

Ich habe mich in diesem Forum angemeldet, da meine Großmutter an genau diesem Problem leidet und ich auf der Suche nach Alternativen Meinungen bin. Ich muss am Anfang direkt sagen, dass ich Angehöriger einer Patientin bin und mich mit Fachbegriffen in keinster Weise auskenne. Ich kenne das Krankheitsbild und weiß über bisherige Krankenhausaufenthalte Bescheid.

Im Februar dieses Jahres wurde durch einen Onkologen in München eine schwache Chemotherapie begonnen, welche nach 5 Sitzungen alle 4 Wochen jetzt im Juli auf eine Therapie mit Behandlung in jeder Woche umgestellt wurde. Da meine Großmutter parallel massiv an Diabetes leidet, wurde uns erklärt, dass eines der Medikamente in den ersten Tagen nach der Behandlung den Zucker verrückt spielen lassen kann. Zudem gibt es auch Nierenprobleme und der Kaliumwert ist öfter Thema. Ab dem Zeitraum vom April ist eine stetige Gewichtszunahme zu verzeichnen. Wir sprechen hier bei gesunder Ernährung über einen Anstieg von 80kg auf bis zu 97kg in 3 Monaten. Die Folge sind massive Atemnot und Schmerzen. Aktuell befindet sich meine Großmutter im Krankenhaus und dieses Problem ist aktuell von den Ärzten nicht in den Griff zu bekommen. Nach mehreren CT´s, Ultraschalls und anderen Untersuchungen heißt es, dass es sich nicht um Wassereinlagerungen handelt.

Das Problem der Gewichtszunahme gab es im Jahr 2020 mehrfach. Bei damaligen Krankenhausaufenthalten wurden mehrmals Bluttransfusionen verabreicht, welche meines Erachtens nach die Nierenfunktion verbessert haben und in Folge die Einlagerungen beseitigen konnten. Da ich bei Arztgesprächen immer nur "Wir wissen nicht woher das kommt" höre, möchte ich in Zukunft aktiver Möglichkeiten zu Behandlung kommunizieren, um den Ärzten weiter zu helfen. Die Chemotherapie wurde diese Woche abgebrochen.

Für Anregungen wäre ich sehr dankbar.

LG M.

Mapoli antwortete auf Wassereinlagerung
21 Juli 2021 21:12 - 21 Juli 2021 21:15
  • Mapoli
  • 1728 Beiträge seit
    18 Juni 2011
Hallo M / kaese2002,

es tut mir sehr leid, dass die Ärzte bei Deiner Großmutter so ratlos sind. Wenn es bei Ihr bereits eine Nierenproblematik gibt, ist es natürlich besonders wichtig, das das Myelom behandelt wird, um die Niere weiterhin zu unterstützen. Haben die Ärzte in der Klinik Erfahrung mit dem Multiplen Myelom? Gibt es einen Nepfrologen in der Klinik? Wenn es keinen Myelomspezialisten gibt, würde ich beim Arztgespräch erfragen, ob man ganz zeitnah Kontakt mit einem Myelomzentrum aufnehmen kann. Versuche, direkt den zuständigen Oberarzt oder Chefarzt auf der Station diesbezüglich zu sprechen. Die Stationsärzte sind mit unserer doch recht seltenen Erkrankung manchmal überfragt, was ihnen nicht zu verdenken ist.

Bluttransfusionen kann man nicht unbegrenzt geben, da sollten alle Faktoren vorher abgeklärt werden. Es kann zu hohen Eiseneinlagerungen kommen, die nur schwer zu beheben sind. Ich kann mir auch nicht vorstellen, da sie die Nierenfunktion verbessern würden. Sie können den HB Wert verbessern und damit vielleicht die Luftnot vermindern. Dies aber nur, wenn der HB auch viel zu niedrig sein sollte. Oder meintest Du Blutwäsche (Dialyse)? Ob bei Deiner Oma die Gewichtszunahme durch Wassereinlagerungen entstanden sind, sollten die Ärzte erkennen können. Du schreibst ja, das sie das ausgeschlossen haben. Mit dem CT werden sie geschaut haben, ob sie Wasser in der Lunge hat, wegen der Luftnot. Aber Gewebewasser kann es ja auch sein. Das werden die Ärzte sicherlich auch untersucht haben, oder? In welcher Abteilung liegt sie?

Liebe Grüße und alles Gute für Deine Großmutter
Ma
Letzte Änderung: 21 Juli 2021 21:15 von Mapoli.