Vortrag ueber MM in Bologna wurde erstellt von archiv
18 Juni 2009 23:12
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15 August 2026
15 August 2026
Dies ist der erste Beitrag dieses Themas, verfasst von "sergio" am 18. Juni 2009 um 23:12 Uhr.
Hallo,
gestern hielten die MM Experten in Bologna eine kleine Konferenz, 17-19.30 mit verschiedenen Beitraegen ueber die Krankheit.
Ein Beitrag ueber die Strategien bei Patienten <65, bei Patienten >65, Begleittherapien, Biologie der Krankheit, ich gehe nicht in die Einzelheiten da die meisten wenn nicht alle von Euch, ueber fast alles wissen was dort besprochen wurde.
Einige nennenswerte Punkte:
1) Die Biologin meinte es laeuft bei Ihnen jetzt ein Projekt zur molekularen Feststellung des Karotyps, ich denke das ist eine sehr genaue Chromosemneanalyse um festzustellen, bei welchen deletionen oder tranaslokationen die besten Therapien sind, Die Auswertung wird aber noch dauern.
2) Ab Herbst dieses Jahres werden sie in der Lage sein, die Durchflusszytometrie durchzufuehren, die erlaubt, die Qualitae und Tiefe einer CR oder sCR festzulegen, oder ob evtl. eine molekulare Remission erreicht wurde, Bei Studien ist das bei einigen wenigen Patienten der Fall, prognostisch ist das ein sehr gutes Zeichen, es ist zwar sehr schwieirig aber mit den neuen Medikamenten wahrscheinlicher.
3) Prof. Cavo, einer der Experten, auf eine Frage einer Dame die in CR ist und fragte ob und wie lange das anhaelt...meinte, aufgrund ihrer Erfahrung und ihrer Patienten und das langfristige Andauern einer CR, sind 15% der Patienten nach 15 Jahren noch in CR, aber ALLE diese Patienten hatten anfaenglich keine Chromosomendeletionen oder translokationen! Das war und ist eine sehr wichtige Aussage.
4) Es laeuft jetzt hier eine Studie, von Turing geleitet in der bei Patienten unter 65 geteset wird: Die uebliche SZT im Vergleich zu Therapie nur mit Lenalidomid und Dexa um zu sehen ob die SZT wirklich Vorteile bringt im Vergleich zum Einsatz der neuen Medikamente.
Das war so das wichtigste.
Gruss aus einer wieder viel zu heissen Toskana!
Sergio
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archiv antwortete auf Vortrag ueber MM in Bologna
18 Juni 2009 23:12
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Dies ist der erste Beitrag dieses Themas, verfasst von "sergio" am 18. Juni 2009 um 23:12 Uhr.
Hallo,
gestern hielten die MM Experten in Bologna eine kleine Konferenz, 17-19.30 mit verschiedenen Beitraegen ueber die Krankheit.
Ein Beitrag ueber die Strategien bei Patienten <65, bei Patienten >65, Begleittherapien, Biologie der Krankheit, ich gehe nicht in die Einzelheiten da die meisten wenn nicht alle von Euch, ueber fast alles wissen was dort besprochen wurde.
Einige nennenswerte Punkte:
1) Die Biologin meinte es laeuft bei Ihnen jetzt ein Projekt zur molekularen Feststellung des Karotyps, ich denke das ist eine sehr genaue Chromosemneanalyse um festzustellen, bei welchen deletionen oder tranaslokationen die besten Therapien sind, Die Auswertung wird aber noch dauern.
2) Ab Herbst dieses Jahres werden sie in der Lage sein, die Durchflusszytometrie durchzufuehren, die erlaubt, die Qualitae und Tiefe einer CR oder sCR festzulegen, oder ob evtl. eine molekulare Remission erreicht wurde, Bei Studien ist das bei einigen wenigen Patienten der Fall, prognostisch ist das ein sehr gutes Zeichen, es ist zwar sehr schwieirig aber mit den neuen Medikamenten wahrscheinlicher.
3) Prof. Cavo, einer der Experten, auf eine Frage einer Dame die in CR ist und fragte ob und wie lange das anhaelt...meinte, aufgrund ihrer Erfahrung und ihrer Patienten und das langfristige Andauern einer CR, sind 15% der Patienten nach 15 Jahren noch in CR, aber ALLE diese Patienten hatten anfaenglich keine Chromosomendeletionen oder translokationen! Das war und ist eine sehr wichtige Aussage.
4) Es laeuft jetzt hier eine Studie, von Turing geleitet in der bei Patienten unter 65 geteset wird: Die uebliche SZT im Vergleich zu Therapie nur mit Lenalidomid und Dexa um zu sehen ob die SZT wirklich Vorteile bringt im Vergleich zum Einsatz der neuen Medikamente.
Das war so das wichtigste.
Gruss aus einer wieder viel zu heissen Toskana!
Sergio
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archiv antwortete auf Vortrag ueber MM in Bologna
19 Juni 2009 10:06
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15 August 2026
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Dies ist eine Antwort zu diesem Thema, verfasst von "Sabine W." am 19. Juni 2009 um 10:06 Uhr. Die Antwort bezieht sich auf den Beitrag von "sergio" geschrieben am 18. Juni 2009 um 23:12 Uhr.
Hallo Sergio,
habe heute meinen Fragen-Tag! Dein Artikel ist sehr interessant aber für mich nicht gut verständlich. Ich bin in einer CR und hätte die Frage dieser Dame auch so gestellt. Jetzt frage ich mich wie erkennt man diese "Chromosomendeletionen- bzw. translokationen"? Stehen die irgendwo oder muß man da nachfragen oder neu bestimmen?
Danke für die Informationen schon im voraus und
ganz liebe Grüße an alle die hier lesen von
Sabine W.
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archiv antwortete auf Vortrag ueber MM in Bologna
19 Juni 2009 12:24
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15 August 2026
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Dies ist eine Antwort zu diesem Thema, verfasst von "sergio" am 19. Juni 2009 um 12:24 Uhr. Die Antwort bezieht sich auf den Beitrag von "Sabine W." geschrieben am 19. Juni 2009 um 10:06 Uhr.
Sabine,
da Du ja eine SZT schon hinter dir hast, hat man dir sicher bei der Diagnose auch Knochenmarkuntersuchung oder auch Knochenstanze gemacht um zu untersuchen wie stark dein Knochenmark von den kranken Zellen befallen war.
Geichzeitig wird auch eine molekular-zytogenetischen Analyse vorgenommen, bei der ebenfalls prognostisch relevante Parameter bestimmt werden.
Gleichzeitig sollte auch die FISH-Analyse stattfinden um evtl. Deletion und Translokation der verschiedenen Chromosomen festzustellen.
Das ganz vereinfacht dargestellt. Ich denke schon, dass das auch bei dir durchgefuehrt wurde. Schaue in Deinen Dokumenten nach oder frage dann Deinen Arzt oder die Klinik, dir diese Daten mitzuteilen.
Es gibt verschieden Ratgeber die diese infos bereitstellen, ein sehr guter ist der den du unter dem link www.myelom.at/de/information/literatur.htm
findest, der Myelom Hilfe Oesterreich,
Multiples Myelom, Die wichtigsten Laborwerte, Ratgeber fuer Patienten und Familienangehoerige
Gruss Sergio
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archiv antwortete auf Vortrag ueber MM in Bologna
19 Juni 2009 18:34
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15 August 2026
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Dies ist eine Antwort zu diesem Thema, verfasst von "sophie" am 19. Juni 2009 um 18:34 Uhr. Die Antwort bezieht sich auf den Beitrag von "sergio" geschrieben am 18. Juni 2009 um 23:12 Uhr.
Hallo,
die Berichte von Rudi und Sergio über Chromosonenanalysen sind sehr interessant.
Ich habe meine Ergebnisse, die vor 1 jahr durchgeführt wurden in Form einer Knochenmarkuntersuchung, angesehen.
Da steht: Nachweis einer Delektion in 13q.
Kein Onkologe hat jemals mit mir darüber gesprochen.
Wenn ich das richtig verstehe, dann müßte ich noch eine FISH-Analyse machen? Was ist das und wie wird das durchgeführt?
Jetzt verstehe ich auch warum die Therapien bei mir nicht den gewünschten Erfolg bringen.
Im Nov. 07 hatte ich eine SZT die nur 1 Jahr anhielt.
Seit Januar 09 fing ich mit der Velcade/ Dexa.
Habe gerade den 7. Zyklus beendet. 8 sind geplant. Nach den Werten zu urteilen, werde ich in keine CR kommen.
Sergio war schon im 1. Zyklus in CR.
Da frage ich mich, was ist danach? Wie lange wird es andauern?
Nach mein Verständnis ist es doch wichtig die richtigen Delektionen festzustellen um die passende Therapie zu wählen
oder? Dann kann man sich event. die SZT ersparen.
Vielen Dank für die Informationen und
liebe Grüße
Sophie
Habe gerade den 7. Zyklus hinter mir
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archiv antwortete auf Vortrag ueber MM in Bologna
19 Juni 2009 19:55
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Dies ist eine Antwort zu diesem Thema, verfasst von "Rudi S" am 19. Juni 2009 um 19:55 Uhr. Die Antwort bezieht sich auf den Beitrag von "sophie" geschrieben am 19. Juni 2009 um 18:34 Uhr.
Hallo,
Konventionelle Chromosomenanalyse und Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH)
Im Vergleich zu anderen malignen hämatologischen Erkrankungen zeichnet sich das Plasmozytom in vitro durch eine sehr geringe mitotische Aktivität aus, wodurch die konventionelle Chromosomenuntersuchung erschwert wird und in der Regel nur in 30-40 % der Fälle ein chromosomal aberranter Zellklon nachgewiesen werden kann. Trotzdem sollte sie aber in jedem Fall eine Chromosomenuntersuchung versucht werden, da nur sie - im Falle ihres Gelingens - einen Überblick über sämtliche chromosomale Aberrationen erlaubt. Typischerweise liegt ein sehr komplexer Karyotyp mit mehr als 10 Aberrationen in etwa der Hälfte der Fälle und sogar mehr als 20 Aberrationen in etwa 10 % der Fälle vor.
In Ergänzung zur konventionellen Chromosomendiagnostik gebührt der FISH-Analyse anhand von Interphase-Kernen ein besonderer Stellenwert in der Plasmozytom-Diagnostik. Mit Chromosomen-spezifischen Zentromer-Sonden oder Locus-spezifischen Sonden können bei 88-97 % aller Plasmozytome chromosomale Veränderungen nachgewiesen werden. Diese betreffen am häufigsten Gewinne der Chromosomen 3, 7, 9, 11 und 15 sowie Verluste von Chromosom 1, 13 und 22. Von herausragender prognostischer Bedeutung sind dabei partielle oder komplette Verluste des Chromosoms 13, die in 40-50 % der Fälle nachzuweisen und mit einem aggressiveren Krankheitsverlauf assoziiert sind. Rearrangements der schweren Kette der Immunglobuline (IGH) mit unterschiedlichen Partnergenen sind ebenfalls häufige Ereignisse beim Plasmozytom. Mit bis zu 30 % am häufigsten wird dabei die Translokation t(11;14)(q13;q32), gefolgt von der t(4;14)(p16;q32) in 15-20 % und der t(14;16)(q32;q23) in 2-10 % der Fälle gefunden. Nach den bisher vorliegenden Daten ist die t(11;14) mit einer günstigen Prognose assoziiert, während die t(4;14) und die t(14;16) mit einem eher ungünstigen Krankheitsverlauf einhergehen. Weitere Aberrationen mit prognostischer Relevanz sind 17p- und 11q-Deletionen, welche gleichfalls mittels geeigneter Sonden einer FISH-Analyse zugänglich sind.
Untersuchungsmaterial:
1,5 ml Knochenmark aus der Biopsie
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