AMMonline

     

13 Juli 2016 19:17
  • kaktusengel
  • 0 Beiträge seit
    16 August 2026
Hallo,
mein Vater befindet sich z. Zt. zur zweiten autol. Transplantation in Würzburg. Wie bei der ersten Transplantation hat er sich wieder einen Infekt zugezogen. Nun ist das ja nicht selten und fast zu erwarten. Was mich ein wenig irritiert ist, dass Besucher nur einen Mundschutz aufsetzen müssen, aber keinen Schutzkittel beim Betreten des Zimmers. Pflegerisch bedeutet Umkehrisolation Mundschutz, Kittel und Handschuhe für die Krankenschwestern.
Mich würde es interessieren, wie die Hygienemaßnahmen für Angehörige in den anderen euch bekannten Kliniken aussehen.
Wird ein Schutzkittel gewünscht oder nur Mundschutz?
Herzlichen Dank
Claudia

13 Juli 2016 22:57
  • klaus99
  • 468 Beiträge seit
    05 Februar 2014
Hallo Claudia,
das wird tatsächlich unterschiedlich gehandhabt. Bei mit hat weder das Pflegepersonal noch mein Besuch einen Mundschutz oder einen Kittel getragen. Ich durfte auch mein Zimmer ohne Mundschutz und Kittel verlassen. Nur wenn ich die Station verlassen habe, um z.B. einen Spaziergang auf dem Gelände der Klinik zu machen (was übrigens sogar gewünscht war) musste ich einen Mundschutz tragen. Wert wurde auf die intensive Handdesinfektion gelegt.
Ich habe es auch ohne Infektion überstanden.
Es gibt zwischenzeitlich auch schon Kliniken (z.B. Heidelberg), wo der Patient unter gewissen Voraussetzungen diese Phase der Therapie ambulant zu Hause verbringen darf.
Gruß
Klaus

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myelom.online
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13 Juli 2016 23:27
  • joseph
  • 0 Beiträge seit
    16 August 2026
Hi Claudia

Ich kann da leider nicht mitreden, da ich die HD ambulant gemacht habe und immer zuhause war, auch während der Aplasiephase mit Taxi hin.........Kontrolle und ab nach Hause

LG

Joseph

14 Juli 2016 08:56
  • Rosemarie
  • 245 Beiträge seit
    18 November 2009
Hallo Claudia,

meine Erfahrung war, das Pflegepersonal, der Reinigungsdienst , die Ärzte und auch die Besucher, die ich auf meinen Mann beschränkte. Alle mussten Mundschutz, Kittel und Handschuhe tragen wenn sie in mein Zimmer kamen. Für mich selbst war nur Mundschutzpflicht wenn ich mein Zimmer verließ. Ich war in einer Klinik 5 Min. von einem See entfernt. Am See bzw. draußen durfte ich den Munschutz entfernen. Ich hatte draußen ja keinen engen Kontakt zu anderen Menschen. Laut Aussage des Arztes war die Ansteckungsgefahr in der Klinik und durch Besucher am größten. Das war auch der Grund weshalb ich die ganze Klinkzeit, dies waren 16 Tage meine Kinder bat mich nicht zu besuchen. Da die Enkelkinder immer etwas aus dem Kindergarten mitbringen konnten. Auch ich kam durch diese Phase ohne Infektion durch. Hatte aber auch keine Angst vor Ansteckung. Ich war so viel wie möglich draußen was mir selbst sehr gut tat. Anscheinend gibt es auch von Klink zu Klinik unterschiede was diese Maßnahmen betrift. wobei ich denke dass es hier sicher auch allgemeine Empfehlungen gibt, die allgemein gültig sind. Wenn Du irgendwie Bedenken hast dann besprich das doch mit den Verantwortlichen in der Klink.
Ich wünsche Dir und Deinem Mann, dass Ihr da gut durch kommt. Vermutlich bin ich da schon sehr resistent, was Keime anbelangt. Ich hab auch zu Hause nach der Entlassung keine besonderen Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Das übliche halt. Die erste Zeit nur das gegessen was ich schälen oder kochen kann. Keine frischen Salate auch wenn sie mich noch so angemacht haben. Das war ungefähr 2 Wochen. Länger hab ich das nicht ausgehalten auf Salat und frisches Obst zu verzichten. Ging alles gut.
Herzliche Grüße aus den gerade regenreichen Allgäu
Rosemarie

14 Juli 2016 12:41 - 14 Juli 2016 12:42
  • christine
  • 0 Beiträge seit
    16 August 2026
Hallo Claudia,

ich habe die HD i Norwegen "bekommen, gemacht" oder "ertragen"und hier habe ich nie einen Arzt oder Patienten mit Mundschutz gesehen - ausser bei der Melphalangabe und Stammzellrückgabe.

Hände desinfizieren tun natürlich alle. Ich würde vor vielen Besuchen trotzdem abraten. Engste Familie reicht und die müssen ja nun nicht über dem Patienten "hängen" und sollten auch nur kommen, wenn sie keine ansteckenden Treffen hinter sich haben. KiGa finde ich auch grenzwertig..... Aber eine erwachsene Tochter die mit dem Flugzeug anreist, den Zug nimmt, über den vollen Bahnhof rennt und dann ihren Vater herzlich umarmt, "hat es womöglich auch schon in sich". :blink:
Letzte Änderung: 14 Juli 2016 12:42 von christine.

14 Juli 2016 13:05
  • Margret
  • 0 Beiträge seit
    16 August 2026
Dass die Maßnahmen von Klinik zu Klinik verschieden sind, ist unbestritten. Neben den Maßnahmen der Klinik hat aber doch jeder seinen gesunden Menschenverstand, den man unabhängig davon einsetzen darf!

Es handelt sich nur um eine relativ kurze Zeit der besonderen Gefährdung und vom Gelingen der SZT hängt für das (Über)Leben so viel ab - da kann man sich doch mal zurücknehmen! Zumal es vielen Patienten ohnehin nicht sehr gut geht und sie froh sind, auch mal ihre Ruhe zu haben. Die moderne Technik bietet doch mit Handy, Laptop, Skype und Whatsapp reichlich Kontaktmöglichkeiten, die man als Alternative einsetzen kann.

Ich habe mir für ein paar Euros im Sanitätshaus wegwerfbare Überzieher für die Schuhe geholt (möchte gar nicht wissen, was man an den Schuhsohlen so reinschleppt), den von der Klinik bereitgestellten Mundschutz brav getragen und mir immer gründlich die Hände desinfiziert. Auf weiteren Besuch durch die Familie & Co haben wir in der kurzen und bedeutsamen Phase verzichtet, statt dessen die moderne Technik genutzt.

Auch diese Phase geht vorüber - hoffentlich mit bestem Ergebnis.

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