AMMonline

     

Flo antwortete auf Ein neuer Ansatz??
05 Mai 2015 21:41
  • Flo
  • 92 Beiträge seit
    14 Februar 2015
Hallo Joseph,

Denke du hast recht, es geht nur um Forschungsgelder, denn Geld regiert die Welt.
Also sagen wir mal 20.000.000 der Deutschen sind über 50 (es kommen aber immer welche dazu Jahr um Jahr Überalterung der Bevölkerung) von diesen statistischen 20.000.000 haben 1-3% ein MGUS (Mittelwert 2%)
20.000.000 x 2% = 400.000
Von dieser Statistischen Ziffer gehen im Jahr 1-3% in ein MM über
Sagen wir mal 1,5%
Also 400.000 x 1,5% = 6000 (statistisch)
Es kommt immer darauf an mit welcher Startmenge gerechnet wird.
Da Deutschland und Europa immer älter werden, steigen auch rechnerisch die Zahlen.
Ob es jetzt wirklich so viele sind oder nicht, dass können wohl nur ganz wenige Leute sagen (wenn überhaupt).
Bitte nicht steinigen, ist nur ein Rechenbeispiel.
(Wieviele ein MGUS haben aus der Bevölkerung kann nur schlecht geschätzt oder schlecht hochgerechnet werden, hier wären mal die genauen Zahlen interessant, da aber nur wenige Leute und das per Zufall darauf getestet werden, werden wir die Zahl nie erfahren) somit könnte man auch feststellen, wiviele genau in ein MM übergehen.
Viele liebe Grüße
Flo

Margret antwortete auf Ein neuer Ansatz??
06 Mai 2015 09:08
  • Margret
  • 0 Beiträge seit
    16 August 2026
Der höhere Anteil älterer Menschen in der Bevölkerung spielt bei der Anzahl der neuen MM-Fälle eine starke Rolle. Krebs ist nun mal eine Alterserkrankung - mit jedem Lebensjahr steigt das statistische Risiko.

Hinzu kommen dürften immer weiter verbesserte Diagnose-Methoden und bessere Schulung und Sensibilisierung der Mediziner, insbesondere der Orthopäden. Wie viele MM-Patienten früher als Osteoporose-Patienten eingestuft wurden, wie viele MM-Fälle im hohen Alter völlig unerkannt blieben, weiss niemand.

Angesichts über 500.000 neuen(!) Krebserkrankungen p.a. in Deutschland ist der Anstieg der MM-Patienten verschwindend gering. Das MM macht unverändert nur rd. 1% aus. Die "großen" Krebsarten (Lunge, Darm, Brust, Prostata) beherrschen überdeutlich das Bild.

Die Hoffnung, dass mehr Forschungsgelder in die kleinen Krebsarten wie das MM fliessen, halte ich daher für weit überzogen.

Mapoli antwortete auf Ein neuer Ansatz??
06 Mai 2015 18:21
  • Mapoli
  • 1728 Beiträge seit
    18 Juni 2011
Zu Euren schon genannten Gründen möchte ich noch hinzufügen, dass die massive Verwendung von gefährlichen Pestiziden und Herbiziden in der 60er und 70er Jahren dazu geführt hat, dass nun viele Patienten die damals Kind waren heute am MM erkrankt sind. Das sind Patienten, die nun zwischen 45 und 55 Jahren alt sind.
Damit ist es nicht mehr allein die Erkrankung "älterer" Patienten. Und dadurch werden es viel mehr Patienten. Das hat man mir schon vor 4 Jahren in Würzburg gesagt.
Und ich könnte mir vorstellen, das Tschernobyl auch sein übriges dazu beigetragen hat.

LG
Ma

Margret antwortete auf Ein neuer Ansatz??
06 Mai 2015 18:40
  • Margret
  • 0 Beiträge seit
    16 August 2026

Mapoli schrieb: ...dass die massive Verwendung von gefährlichen Pestiziden und Herbiziden in der 60er und 70er Jahren dazu geführt hat, dass nun viele Patienten die damals Kind waren heute am MM erkrankt sind.


Mein Mann stammt aus dem Schwarzwald - von dort, wo wir Urlaub gemacht haben. Natur pur - nur Wald und Berge.

Ich komme aus dem Ruhrgebiet der 50-er und 60-er Jahre, als Umweltschutz ein Fremdwort war.

Er starb mit 56, ich bin gesund.

So viel zum Thema "Umwelteinflüsse als Krebsauslöser".

Flo antwortete auf Ein neuer Ansatz??
06 Mai 2015 22:08
  • Flo
  • 92 Beiträge seit
    14 Februar 2015

joseph schrieb: Die Überschrift vom Tread fand ich gut, um diese Info reinzusetzen

Forschungsallianz gegen Knochenmarkkrebs:

Neuer Wirkstoff soll erkrankte Immunzellen im Knochenmark blockieren

www.journalonko.de/newsview.php?id=8228


Hallo Joseph,

das verstehe ich jetzt nicht, ist dass ein Mittel was aufhält und einen in dauer Remision versetzt oder gar heilt oder den Prozess verzögert?
Ist dass nicht auch dass Mittel an dem in England geforscht wird?
Gruß
Flo

Mapoli antwortete auf Ein neuer Ansatz??
06 Mai 2015 22:33
  • Mapoli
  • 1728 Beiträge seit
    18 Juni 2011
Hallo liebe Margret,
das gehört jetzt vielleicht nicht wirklich hierher, ich muss es aber zu den Beiträgen vorhin mal eben loswerden:

Ja, da hast Du sicher recht, man kann nicht immer alles auf die Umwelteinflüsse schieben. Es sind immer viele Faktoren, die zusammen treffen verantwortlich, wie auch eine familiäre Neigung zur Karzinogonese. Und manchmal ist es vielleicht einfach auch nur Pech, wenn es einen trifft.
Mir hilft es manchmal aber auf etwas zu schimpfen, was eine gewisse Mitschuld trägt. Das Hilft Luft abzulassen. :)

Und der wunderschöne Schwarzwald war auch damals nicht wirklich so sauber – der Schein trügt. Leider kann man die Belastung ja oft nicht sehen und nur manchmal riechen.

Hier einige Beispiele:
(Quelle teilweise: www.bund-rvso.de/umweltgeschichte-region...ichte-oberrhein.html )

Bei der Chemieproduktion in Frankreich in Huningue (Hüningen) bei Basel fallen nach 1945 große Mengen des giftigen Insektizides Lindan an. Hochgiftige lindanverunreinigte Abfälle wurden oberirdisch auf Halde gelagert und vom Wind verweht.

Das "aussichtsreichste Uran-Vorkommen Westdeutschlands" wird 1957 im Krunkelbachtal bei Menzenschwand am Südhang des Feldbergs entdeckt. Bis 1991 werden ca. 100 000 Tonnen Uranerz abgebaut. Das radioaktive Erz, aus dem Bomben und Energie gewonnen werden, löst nicht zuletzt bei der Weiterverarbeitung in Ellweiler Krebserkrankungen aus.

21. Januar 1969
Reaktorunfall und Kernschmelze im Schweizer AKW Lucens

Dann die Pestizid und Herbizitbelastung im Elsass bei den Winzern……

usw.

Magret, ich bin ganz Deiner Meinung, das ist nicht alles Schuld. Aber sicher auch nicht ganz unschuldig. Sorry, ich muss mir heute einfach mal Luft machen, auf all die Umweltsünder. :oops:

Liebe Grüße
Ma