AMMonline

     

Optimist antwortete auf Therapieplan
07 März 2015 10:08
  • Optimist
  • 92 Beiträge seit
    22 Dezember 2014

@ klaus 99
Ich habe meinen „Chemiebaukasten“ (Ernährungsplan und meine Ergänzungsmittel ) grundsätzlich mit meinen mich betreuenden Ärzten (Hausarzt, Onkologe, Heilpraktikerin) abgestimmt .
Das gilt auch für meinen Versuch mit bis zu 100 bitteren Aprikosenkernen, gemahlen im Müsli in 3 Mahlzeiten über den Tag verteilt . Das ist jetzt keine Empfehlung.
Vorher habe ich immer ausführlich im Internet recherchiert und meine Meinung dazu gebildet. Fernsehbeiträge, Radiosendungen und Medienberichte sind für mich unhinterfragt kaum meinungsbildend.
Meinen bösartigen Prostatakrebs Gleasonscore 4 + 4 (also 10 vor 12) von 5 + 5 (danach kommt der Tod) , von dem nach Operation vor fast 4 Jahren und Bestrahlung vor 3 Jahren noch positive Schnittstellen zurückgeblieben sind, habe ich bisher dank Schul- und Komplementärmedizin sehr gut in den Griff bekommen. Mein PSA –wert ist fast bei Null.
Nur meine Meinung:
Die Komplementärmedizin heilt kaum, aber sie mildert die Nebenwirkungen der Schulmedizin oft beträchtlich und verschafft mir Vitalität und Sicherheit. Deshalb wird diese Vorgehensweise auch von meinen betreuenden Ärzten unterstützt oder zumindest geduldet.
Das muss aber keiner nachmachen.
Auch die Schulmedizin ist nicht unfehlbar: Mein Multiples Myelom wurde auf Grund meiner Vorerkrankung nach einem MRT im Okt. 2014 als Primärtumor Prostastametastasen diagnostiziert.
Mein alter Hausarzt wollte mir noch bis zum Wechsel im August 2014 Misteltherapie verordnen.
Erst mein jetziger Hausarzt hat durch Veranlassung eines IGG – Tests im Nov. 2014 eine unverzügliche Überweisung zum Onkologen veranlasst.
Ich glaube nicht, dass ich verantwortungslos mit mir umgehe. Ich bin aber neugierig und auch für Alternativangebote offen.

@ Rudi , Jetzt hast Du mir einiges vorweggenommen. Danke !
Ich glaube nicht, dass wir so unterschiedlicher Meinung sind . Den medizinischen Bereich decken Du, Christine und Joseph Ihr mit Eurem jahrelangen Fach- und Erfahrungswissen sehr professionell ab. Ich möchte in diesem Forum den Gedanken Komplementärmedizin (insbesondere Ernährung, Naturheilmittel und Vitalstoffe) , aus meiner bisherigen eigenen nur 3-jährigen Erfahrung ein wenig beleben.
Auch Du, Joseph und einige andere im Forum haben sich mit dem Thema mehr oder weniger vertraut gemacht und eigene Erfahrungen gesammelt. Es muss ja keiner nachmachen.
Hinter meinen Berichten steckt keine Euphorie. Ich schreibe auch keine Märchen. Ich habe klaus99 schon meinen Hintergrund geschildert. Mir selber hat alles, was ich bisher einvernehmlich mit Hausarzt, Heilpraktikerin und Urologe und Onkologe gemacht habe, abgesehen von dem finanziellen Aufwand, nicht geschadet.
Und ich habe das gute Gefühl nichts ausgelassen zu haben. Das verschafft mir meinen Optimismus. Das macht mir meinen Gang durch die Stammzelltherapie nach Ostern auch leichter.

Unser MM haben wir nun einmal. Jeder muss für sich das Beste daraus machen.

Ich bin kein Feind der Schulmedizin und kein alleiniger Befürworter der Naturheilkunde. Beide machen oft unhaltbare Aussagen und Versprechungen. Darum sollte alles hinterfragt werden.
Ich nehme für mich sowohl Schulmedizin als auch Komplementärmedizin in Anspruch .


@Joseph
Da habe ich ja was losgetreten! Ich habe wohl nicht über die Folgen nachgedacht.
Aber ich bin ja erst 2 Monate dabei. Das wird noch dauern bis ich mich hier eingefügt habe.
Deinen Beitrag kann ich allerdings so nicht stehen lassen.
Ich habe Deinen Beitrag v. 05.01.2013 14:29 zu Vitamin B17 gelesen.
Daher kann ich allerdings Deine Meinung dazu nachvollziehen. Die darin geschilderte Erfahrung könnte aber doch eine gewisse Befangenheit bzgl . der bitteren Aprikosenkerne ausgelöst haben.
Du schreibst:
Hier geht es um Blausäure , wo ===> Nach der Einnahme von amygdalinhaltigen Lebensmitteln oder Zubereitungen besteht die Gefahr der tödlichen Vergiftung durch Blausäure. Tödliche Vergiftungsfälle durch Aprikosenkerne sind in der toxikologischen Literatur gut belegt.
Die Aussage ist mir ein wenig zu dünn. So spricht der Schulmediziner der jeden Wirkstoff einzeln analysiert. Bitte nenn mir doch die gut belegten Literaturquellen.
Nachweisliche Todesfälle durch bittere Aprikosenkerne, Vitamin B 17, Laetril oder Amygdalin sind mir nicht bekannt und werden meines Wissens wissenschaftlich nicht belegt , aber gerne behauptet. Insbesondere durch Rückschluss auf die einzelnen chemischen Bestandteile.
Bitte lese den vorletzten Abschnitt : „Dennoch eine Warnung „
unter folgender Internetadresse:

www.alternativheilung.eu/html/vitamin_b17.html

sowie nachfolgend den Auszug: Das B 17 Molekül setzt sich aus zwei Glukoseeinheiten nebst Benzahldehyd und Zyanid zusammen …. . In seiner natürlich gebundenen Form sind sie chemisch inaktiv und haben keinerlei Wirkung auf lebendes Gewebe. Das macht es möglich zumindest über den Tag verteilt 100 Aprikosenkerne zu vertilgen. Vitamin B 17 verträgt sich aber nicht mit Salvestrole. Darum habe ich bittere Aprikosenkerne zur Zeit abgesetzt. Meine normale Tagesdosis hat bis dahin 30 Aprikosenkerne betragen.
Ich schreibe ja nur meinen Erfahrungsbericht; verlange von keinem, dass er es nachmacht und will ja demnächst gerne dazuschreiben: „Bitte nicht nachmachen“.

Bittere Aprikosen enthalten sehr viele Vitalstoffe: (hat Rudi schon geschrieben)
www.bittere-aprikosenkerne.de/seite_118.html

Vielleicht nur ein Fake:
Www.youtube.com/watch?v=eTIL70ZIMDs

Von mir aus können wir das Thema in Deinem Sinne damit beenden. Ich hatte es auch nur beiläufig erwähnt und aus meiner Sicht keine Empfehlung ausgesprochen.
Ich wünsche allen Forumsteilnehmern
weiterhin gute Genesung
und ein schönes sonniges Wochenende


Arno


joseph antwortete auf Therapieplan
07 März 2015 13:12
  • joseph
  • 0 Beiträge seit
    16 August 2026
Hi Arno

Hier im Forum gabs schon mal einen Vergiftungsfall durch Aprikosenkerne, denke, wir können leicht auf einen zweiten Fall verzichten

Aprikosenkerne war schon XXXmal Thema
www.myelom.org/patientenforum.html?tx_mmforum_pi1 [action]=list_post&tx_mmforum_pi1[tid]=1786

Liebe Grüsse

Joseph

Optimist antwortete auf Therapieplan
29 März 2015 15:17
  • Optimist
  • 92 Beiträge seit
    22 Dezember 2014
Hi lieber Forumsteilnehmer,

hier ein kurzer Zwischenbericht:

Am 26.03.2015 habe ich meine Induktionstherapie beendet.

Bis auf kleine Nebenwirkungen wie geschwollene Unterschenkel und ab und zu rote Wangen habe ich die 4 Zyklen problemlos erlebt.

Die geschwollenen Unterschenkel sind wohl lt. Gefäßarzt dem Dexmethason zu verdanken.
Außerdem habe ich mir bei der Physiotherapie einen der linken Oberschenkelmuskel gezerrt. :x

Diagnose: Stauungssyndrom , keine Thrombose.
Die Zerrung war im Blutbild erkennbar und hat zu einer zusätzlichen Schwellung geführt. Jetzt soll ich 4 Wochen lang Stützstrümpfe tragen. Außerdem soll ich viel laufen.

Ich kann ja mit den Enkelkindern fangen spielen. Die werden sich freuen, wenn der Opa mit Stützstrümpfen sie nicht mehr einholen kann.

Mein Hausarzt war mit meiner Entwicklung auch sehr gut zufrieden.

Am 10.04.2015 soll die abschließende Blut- und Urinuntersuchung erfolgen.

Ich bin auf die Ergebnisse gespannt.

Gute Genesung wünscht

Arno

Barmu antwortete auf Therapieplan
29 März 2015 16:44
  • Barmu
  • 0 Beiträge seit
    16 August 2026
Hallo Arno,
da bist du ungefähr genauswo weit wie mein Mann, bei ihm finden die Abschlussuntersuchungen am 13. April, allerdings stationär, statt. Anschl. wird dann entscheiden, wann die Stammzellentnahme sein wird. Die Induktionszyklen hat er ganz gut vertragen. Ich hoffe nun mal, dass die Werte sich viel verbessert haben. Bei den Untersuchungen zwischen den Zyklen wurden nur die normalen Blutbildwerte und der IgG-Wert-Wert bestimmt.
Ich wünsche dir von Herzen gute Ergebnisse und weiterhin einen vollen Therapieerfolg
Alles Gute von Bärbel

Optimist antwortete auf Therapieplan
29 März 2015 19:49
  • Optimist
  • 92 Beiträge seit
    22 Dezember 2014
Hallo Bärbel,

Dir und Deinem Mann wünsche ich ebenfalls gute Werte und gute Erholung in den nächsten 2 therapiefreien Wochen.

Gute Genesung

wünscht

Arno

Optimist antwortete auf Therapieplan
16 Apr. 2015 13:35
  • Optimist
  • 92 Beiträge seit
    22 Dezember 2014
Hi,
Am Freitag dem 10. 04. 2015 wurde mir mein Blut abgenommen und ich habe meinen 24 Std-Urin abgegeben.
Heute habe ich die letzten Blutwerte bekommen.
Nachfolgend die am 28. 11. 2014e festgestellten bedenklichen Blutwerte und die am 10. 04. 2015 festgestellten Werte.
Normal 24.11.14 10.04.15

Hämoglobin HGB g/dl 11.05 bis 16.5 11.2 10.0
Leukozyten/WBC10^9/l 3.5.-10.00 5.2 3.3
Thrombozyten /PLT 0^9/l 100 - 400 222 163
Erythrozyten/RBC ^12/l 3.5 bis 5.50 3.78 3,36
Hämotokrit/HCT % 35 bis 55 32.8 30.6
Granolozythen % 35 bis 80 81.2 56.1
Lymphozyten % 15 - 50 14.3 37.0
Neutrophile % 50 bis 70 78.0
Gesamteiweiss mg 6.5 bis 8.5 10.5 6.4
IGA g/L 0.70- 4.00 0.6 0.2
IGG g/L 7.0-16.0 46.8 7.3
IGM g/L 0.40-2.30 0.4 0.1
Albumin % 55.5 bis 66.1 43.6 62.5
beta 2 - Globulin 3.2-6.5 2.9 4.2
gamma Globulin % 11.8-18.1 34.6 10.2
Ferritin ng/ml 30-400 496
beta-2-Mikroglobin 1.29-2.70 4.1
Freies Kappa quant im 3.3-19.4 160 12.60
Freies Lamda quant im 5.7-26.3 5.6 6.7
Kapp/Lamda Verhältnis 0.26-1.65 28.6 1.88
dFLC mg/l 154 5.9
Kappa Leichtkette im 1.7-3.7 13.3 1.99
Lamda Leichtkette im 0.9-2.1 0,2 0.194
Immufixation im Serum positiv positiv

Ich habe nur die nicht normgerechten Werte vom 24.11.2014 und deren Veränderungen am 10.04.2015 aufgeführt.

Einige Werte wurden am 10.04.2015 nicht mehr ausgewertet.

Ich habe die Zahlen von Excel nach Word und dann hier rein kopiert. Das sieht im Entwurf noch gut aus. Leider ist in der Vorschau und somit wohl auch in der Darstellung alles zusammengerückt.:bang: Damit ist alles ziemlich unübersichtlich.:bang:

Ich werde mir die Analyse der Blutwertveränderungen nächste Woche in der Uniklinik geben lassen.

Vermutlich gehe ich am 21. bzw. 22. 04.2015 für ca. 3 Wochen in die Uniklinik Münster zur STZT.

Vermutlich mit zytotoxischer Stammzellmobilisierung.

Die wollen mich gleich stationär aufnehmen.

Soweit meine bisherigen Informationen.

Viele Grüsse


Arno