AMMonline

     

rudi antwortete auf Bisphosphonate
12 Juli 2014 11:37
  • rudi
  • 2203 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Hallo Chiara,
Wenn der Kreatininwert schon leicht erhöht ist, dann ist es wichtig die Bisphosphonat Infusion nicht zu schnell reinlaufen zu lassen.
Bei Zometa und auch Bondronat gibt der Hersteller ja eine Infusionszeit von nur 15 Minuten an. Aber das ist nicht gut für die Nieren. Ich habe mir die Infusionen immer mindestens in 60 Minuten geben lassen. Auch wenn die Ärzte das Infusionszimmer schnell für den nächsten Patienten frei haben wollen, sollte man sich nicht durch eine zu schnelle Infusionsgabe rausschmeissen lassen.

Und am besten vor der Infusion und danach viel trinken um die Nieren gut zu spülen.

LG
Rudi

Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com

elisea antwortete auf Bisphosphonate
01 Aug. 2014 22:43
  • elisea
  • 0 Beiträge seit
    16 August 2026
Chiara,
das ist so eine Sache mit den Bisphos. Wir brauchen sie, aber alles kann auch Nebenwirkungen haben. Ich habe der Entscheidung der Ärzte und ihrem Verantwortungsbewußtsein vertraut. Hat man denn eine andere Wahl??? Andere Kenntnisse??? Jeder Körper reagiert doch anders bei Chemo, Bispho, Nebenwirkungen usw.
Doch ich vermisse, dass man vorher vom Fachmann nicht auf Eventualitäten hingewiesen wird. Aber auch da ist jeder anders, einer möchte informiert, der andere in Ruhe gelassen sein. Habe mir vorgenommen, mich tiefgründiger zu informieren, aber ob das für die Psyche gut ist?
Wie sehr Infos wichtig sind, das las ich in den "Beipackzetteln" zu den Bisphos, die ich mir von meinem Apotheker jetzt 4 Jahre danach ausdrucken ließ. Das empfehle ich wirklich allen, auch einmal diese einzuholen beim Apo und ruhig reinzulesen. Hatte 6 Jahre anfangs Zometa und dann auf eigenen Wunsch Pamidronat, weil ich irgendwo gelesen hatte, dass Pami weniger Kieferosteonekrosen in Folge haben soll. Inzwischen und jetzt einige Jahre nach den Infusionen glaube ich, dass man bei jedem Bispho der Gefahr ausgesetzt ist, wenn andere noch unbekannte Dinge dazu kommen. In den Beipackzetteln hört es sich nämlich alles sehr , sehr ähnlich an, hinsichtlich eventueller Folgen.
Wir können ja nicht vergleichen, wie die Zeit ohne Bisphos gewesen wäre. Ich würde sie wieder nehmen, wenn es denn wieder sein muß, mit Sch. in der Hose :o
Alles Gute elisea
Gruß in die Runde und allen weiter sonnige Tage.
Achtet auf die Infusionszeit im Beipackzettel

Volker07 antwortete auf Bisphosphonate
03 Aug. 2014 22:20
  • Volker07
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    16 August 2026
Welche Bisphosphonate ?
Ein mir bekannter klinischer Oberarzt sagte: Pamidronsäure (zB Aredia) und Zoledronsäure (zB Zometa) sind gleich potent. Aber Pamidronsäure wird über mindestens 90 Minuten infudiert und Zoledronsäure über mindestens 15 Minuten (aber wg. der Nierenbelastung mindestens über 30 Minuten) infudiert. Ich selber wurde nach ca. zwei Jahren Aredia plötzlich auf Zometa umgestellt. Geht halt schneller. Die Geschichte mit der Kiefernekrose soll angeblich ein US-Problem sein; ob Aredia oder Zometa die größere Wahrscheinlichkeit hat, zur Kiefernekrose zu führen, ist in Europa nicht untersucht worden. Fieber nach der Infusion habe ich nie gehabt.Im Patientenheft der IMF steht außerdem noch, dass man bei Zometa auch auf den Femur (Hüftknochen) achten soll! Von Bondronat weiß ich nichts.
Beste Grüße
Volker

Bernard antwortete auf Bisphosphonate
04 Aug. 2014 10:59
  • Bernard
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    16 August 2026

Volker07 schrieb: Die Geschichte mit der Kiefernekrose soll angeblich ein US-Problem sein;


Diese Aussage verstehe ich nicht. :( (!?!) In diesem Forum gibt es MM´ler mit Problemen aufgrund von Kiefernekrose nach Biphosphonaten.
Noch was: Die Bifis nützen doch nur um die Osteoklastenaktivität einzuschränken. Warum man sie bei nicht aktivem MM (im Rezidiv) gibt bleibt mir schleierhaft.
Hat jemand eine plausible Erklärung?
gruß
bernard


Caro antwortete auf Bisphosphonate
04 Aug. 2014 11:37
  • Caro
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    23 Oktober 2009
Hallo Bernard,

ich kann nur vermuten, dass das als Vorbeugung gegeben wird. Die meisten Rezidive beginnen mit Knochenveränderungen ohne dass zunächst irgendetwas im Blut nachweisebar ist. (Nonsekretorische Rezidive). Mein Lebensgefährte hatte z.B. eine pathologische Jochbeinfraktur, mit extramedullärer Austreibung, obwohl er nach allen anderen Werten nach wie vor in CR war.

@Volker: Der Femur ist nicht der Hüftknochen, sondern der lange Oberschenkelknochen.

LG Caro

Volker07 antwortete auf Bisphosphonate
04 Aug. 2014 19:46
  • Volker07
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    16 August 2026
Hallo Bernard,
im IMF-Handbuch von 2011/2012 steht auf Seite 38, unten:"dass die Häufigkeit der Osteonekrose des Kiefers dramatisch im Abnehmen begriffen ist, wahrscheinlich durch die verbesserte Dentalhygiene". Das bezieht sich auf das Jahrestreffen der American Society oft Hematology.
Hallo Caro,
da habe ich als Nicht-Mediziner "aus der Hüfte geschossen"! Natürlich hast du recht. Auf Seite 39 des oben erwähnten Handbuches steht:"Ab Oktober 2010 werden subtrochantäre Frakturen des Femur auf Veranlassung der FDA in der Packungsbeilage für alle Bisphosphonate als mögliche Nebenwirkungen angeführt." Soll aber erst ab einer Behandlungsdauer von mehr als fünf Jahren eine Rolle spielen.

Beste Grüße Volker