AMMonline

     

11 Mai 2014 01:28
  • Pat
  • 0 Beiträge seit
    16 August 2026
Wieder mal ein Lebenszeichen von uns bzw mir und ich melde mich tatsächlich meistens nur wenn es Probleme gibt.

Ich lese aber fleißig mit - zu mehr reicht es im Moment oft nicht.

Die letzten Wochen waren nicht so einfach und gestern habe ich dann tatsächlich gesehen wie schlecht es läuft, aber alles der Reihe nach.

Meine Mutter hatte vor 4 Wochen wieder sehr dicke Füße. Hausarzt ist ein wenig radikal und hat ihr eine (zu!) starke Entwässerung mit 4x40mg Lasix verordnet. Der Wirkstoff darin, das Furosemid wirkt sich gelegentlich auch negativ aus Anämien aus bzw ruft diese hervor. In der Vergangenheit hatten wir mit leichter Dosierung aber keinerlei Probleme.

Es kam wie es kommen musste und diese Entwässerung hat zu Durchfall geführt. Ich habe leider zu lange gewartet und das nicht gleich in Relation gezogen. Erst nach einigen Tagen habe ich beschlossen das abzusetzen - meine Mutter hat von dieser ganzen Prozedur starken Schaden genommen.

Eben deshalb flugs ein Blutbild in Auftrag gegeben wegen Elektrolyte etc. Myelomwerte etc eigentlich nur als Beiwerk. Am Tag der Abnahme ging es meiner Mutter auch recht gut. Seither (ca. 1 Woche) wieder sehr schlecht. Sehr blass, hat sicher 1 kg abgenommen und schläft die meiste Zeit. Auch ein wenig verwirrt etc.

Jedenfalls habe ich am MO den Befund geholt und mich hat der Schlag getroffen. Das Hämoglobin ist auf 6,6 Einheiten gesunken. Ich begreife das nicht, da das Hämoglobin seit der letzten Bluttransfusion im November 2013 natürlich gesunken ist, aber zB im Februar 8,1 war. Der Ausgangswert im November war irgendwas um die 9,6.

Ich dachte aber der Hämoglobinwert sei schon bei 7,1 und war zuerst von den 6,6 nicht so erschreckt, aber dann habe ich nachgesehen. Vielleicht kann auch das Epoetin nach hinten losgehen. Ich weiß es nicht. Ich versuche im Moment alle Möglichkeiten auszuschöpfen das HB zu boosten.

Obwohl wir im März im Spital waren, habe ich nur Myelomwerte und also keine Befunde für März, April für das Hämoglobin, Hämatokrit etc.

Kacke! Ich glaube nicht an einen Zufall. Natürlich frisst das Myelom das gute Blut weg, aber warum plötzlich so schnell. Ich glaube sehr wohl, daß es da einen Zusammenhang mit dem Durchfall geben könnte.

Ebenfalls ist nun klar, daß nach 9 Wochen Epoetin das Mittel nicht nur nicht wirkt, sondern nichtmal den Verfall bremst. Das gibt's doch alles nicht.

Auf der Haben-Seite. Die Myelomwerte sind seit Ende 2012 nahezu unverändert. Man beachte vorallem, daß keine Behandlung mehr stattfindet.

Ich hoffe sie bekommt Blut im Krankenhaus und hat vielleicht noch ein paar Monate, aber mein Optimismus von Jänner/Februar ist verflogen...und statistisch ist im August Schluss.

So geht es mir und uns...

Was für eine miese Krankheit.

Pat




11 Mai 2014 11:01
  • joseph
  • 0 Beiträge seit
    16 August 2026
Hi Pat

Die Verwirrtheit könnte eine Nebenwirkung vom Lasix sein, zuviel Entwässert führt gerne zu einem Austrocknen oder zu Dickflüssigkeit des Blutes, somit wird das Hirn wenig durchblutet:roll:

Zusätzlich der Durchfall, hat das Ganze noch beschleunigt

Holt euch so schnell wie mögliche Hilfe in der Klinik

Liebe Grüsse

Joseph

11 Mai 2014 22:18
  • Pat
  • 0 Beiträge seit
    16 August 2026
Hallo Joseph,

ruf morgen natürlich gleich in der Klinik an.
Gestern und heute ging es ein wenig besser - ändert aber nichts.

Melde mich bei Neuigkeiten.

lg
Pat

20 Mai 2014 00:37
  • Pat
  • 0 Beiträge seit
    16 August 2026
Der worst case ist wie befürchtet eingetroffen:

Am DO zum Termin ins Krankenhaus - Hämoglobin runter auf 6,1.

Onkologe sehr freundlich und Mutter bekommt am gleichen Tag noch Blutkonserven - gleich 3 Stück.

Bei der 3. und letzten kommt es zu Komplikationen. Ihr wird schlecht und sie klagt über Nierenschmerzen.

Ich schaffe es trotzdem den Oberarzt zu überzeugen Mutter nach Hause zu nehmen, da ich sie nicht im Krankenhaus will.

Am nächsten Tag geht es ihr immer noch schlecht - gegen Abend geht es ihr endlich wieder besser und was passiert?

Richtig! Sie rutscht aus und bricht sich eine Rippe.

Da auch Flüssigkeit in der Lunge am Röntgen zu sehen ist, muss ich sie dort lassen.

Am nächsten Tag ist sie noch ganz normal, aber seit vorgestern ist wieder alles so wie im Krankenhaus vor 6 Monaten. Total verwirrt und schwach und zum vergessen.

Angeblich kommt sie übermorgen raus, aber es passiert sicher noch ein Unglück.

Man hat sie dort natürlich sofort wieder auf Antidepressiva und anderes Zeugs gesetzt. Zusammen mit dem Schmerzmittel scheint es ihr ordentlich zuzusetzen.

Immer wieder toll wie überrascht Ärzte sind, daß solche Medikamente beim Patienten nicht so gut ankommen.

Bitte drückt uns die Daumen, daß wir das noch ein Mal hinkriegen.

So ein Mist.

lg
Pat


20 Mai 2014 02:22
  • abifiz
  • 0 Beiträge seit
    16 August 2026
Arme Pat,


es trifft mich hart, was Du alles um die Erkrankung und die Schmerzen Deiner Mutter mitmachen mußt!

Falls Deine Mutter wieder zuhause ist und noch schwach und etwas verwirrt, dann hat die penible Vorbeugung vor einem erneuten Sturz oberste Priorität.

Den Zusammenhang mit einer Notwendigkeit mit der Behandlung mit einem Antidepressivum zum jetzigen Zeitpunkt erschließt sich mir nicht unmittelbar. Bist Du Dir sicher?

Was ich ich Dir nahelegen möchte, wäre ein Gespräch mit den Behandlern, um festzulegen was zur Unterstützung der Nierenfunktion gemacht, bzw. unbedingt unterlassen werden sollte. Diesem Punkt bitte ich Dich eine gewisse Priorität einzuräumen. Sind noch Schmerzen da? Es wäre nämlich auch wichtig, durch Reduzierung von Unruhe, Schmerzen, allzu vielen Neueindrücken die geistige Restabilisierung zu unterstützen.

Was wäre, wenn Du abends Deiner Mutter Kinderbücher vorlesen würdest? Das hilft häufig beiden Seiten im erstaunlichen Maße.

Auch wäre es wichtig zu eruieren, ob es für Deine Mutter noch Belastungen aus der Vergangenheit gibt, über welche sie "auflösend" sprechen möchte.

Ich denke an Euch.


abifiz

23 Mai 2014 00:17
  • Jeanny150765
  • 1161 Beiträge seit
    17 Juni 2010
Hallo Pat


Dich haben wir hier ja fast übersehen...
Mist...was da mit Deiner Mutter schon wieder passiert ist..
Ich verstehe immer garnicht,warum man Ihr gleich wieder Antidrepessiva verordnet?????????????Weshalb denn?????
Das mit dem Rippenbruch tut mir leid,aber ich glaube,das ist das "kleinere" Übel.Wasser in der Lunge hört sich auch nicht so gut an.
Ich hoffe sehr für Euch,das die Blutkonserven wieder ein wenig Aufschub bringen,das der Rippenbruch schnell verheilt und das Sie schnell nach Hause kann,denn dann muss Sie ja sicher nicht solche Pillen schlucken.Mir kommt das sehr seltsam vor.Als ob man Sie ruhig stellen will.

Berichte bitte weiter und ich hoffe,das es Deiner Mutter bald etwas besser geht.


LG
Jeanny

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