Strahlentherapie oder operativer Eingriff bei Osteolysen? wurde erstellt von Sohn
12 Feb. 2014 23:00
- Sohn
0 Beiträge seit
16 August 2026
16 August 2026
Hallo zusammen,
mein Vater 71 Jahre wurde vor 2 Wochen mit Lungenentzündung und Verdacht auf Lungenembolie ins Krankenhaus eingeliefert. Es war zum Glück keine Lungenembolie. - Nachdem er vor 9 Tagen schon fast entlassen war, wurden noch weitere Untersuchungen durchgeführt, die ergaben, dass es eine starken Verdacht auf MM gibt. - Auslöser waren fleckige Stellen bei allen Wirbelkörpern beim CT, das wegen der Lungenentzündung gemacvht wurde. Alle Blutwerte sprechen dafür. Er bekam zwei Mal Zoledronsäure, was die Blutwerte wohl schon etwas verbessert haben.- Vorgerstern wurde eine Biopsie im Beckenkamm gemacht, die Ergebnisse dauern natürlich 10 Tage.
Ein Ganzkörper CT vom vergengenen Freitag hat ergeben (Anruf heute), dass bei der linken Hüftpfanne akute Bruchgefahr durch Osteolyse besteht. Morgen hat er einen Termin beim Unfallchirurgen, der dann entscheiden soll, ob eine OP in Betracht kommt oder eine Strahlentherapie. Für die mögliche Strahlentherapie hätte er schon übermorgen einen Termin.
Nach dem ersten Schock der wahrscheinlichen Prognose überrascht uns jetzt die große Eile - zumal das Krankenhaus nicht den besten Ruf genießt. - Falls sich die Prognose bestätigt (wovon ich nach allem was ich hier gelesen habe ausgehe) wollten wir auf alle Fälle nach Heidelberg, um eine zweite Meinung einzuholen und eventuell auch dort die Therapie machen zu lassen. (HD ist nur 1 h weg).
Meine Fragen - Ist das schnelle Handeln notwendig? Wäre eine Strahlentherapie schon ein Therapie gegen den Krebs oder dient das nur dem Knochenerhalt?? Sollten wir dafür auch schon besser nach HD??? Mein Vater ist Privatpatient, und da kommt es einem manchmal schon so vor, dass das Krankenhaus ihn gerne als Kunden binden möchte...
Vielen Dank allen die mir in meiner etwas überforderten Situation Rat geben können.
mein Vater 71 Jahre wurde vor 2 Wochen mit Lungenentzündung und Verdacht auf Lungenembolie ins Krankenhaus eingeliefert. Es war zum Glück keine Lungenembolie. - Nachdem er vor 9 Tagen schon fast entlassen war, wurden noch weitere Untersuchungen durchgeführt, die ergaben, dass es eine starken Verdacht auf MM gibt. - Auslöser waren fleckige Stellen bei allen Wirbelkörpern beim CT, das wegen der Lungenentzündung gemacvht wurde. Alle Blutwerte sprechen dafür. Er bekam zwei Mal Zoledronsäure, was die Blutwerte wohl schon etwas verbessert haben.- Vorgerstern wurde eine Biopsie im Beckenkamm gemacht, die Ergebnisse dauern natürlich 10 Tage.
Ein Ganzkörper CT vom vergengenen Freitag hat ergeben (Anruf heute), dass bei der linken Hüftpfanne akute Bruchgefahr durch Osteolyse besteht. Morgen hat er einen Termin beim Unfallchirurgen, der dann entscheiden soll, ob eine OP in Betracht kommt oder eine Strahlentherapie. Für die mögliche Strahlentherapie hätte er schon übermorgen einen Termin.
Nach dem ersten Schock der wahrscheinlichen Prognose überrascht uns jetzt die große Eile - zumal das Krankenhaus nicht den besten Ruf genießt. - Falls sich die Prognose bestätigt (wovon ich nach allem was ich hier gelesen habe ausgehe) wollten wir auf alle Fälle nach Heidelberg, um eine zweite Meinung einzuholen und eventuell auch dort die Therapie machen zu lassen. (HD ist nur 1 h weg).
Meine Fragen - Ist das schnelle Handeln notwendig? Wäre eine Strahlentherapie schon ein Therapie gegen den Krebs oder dient das nur dem Knochenerhalt?? Sollten wir dafür auch schon besser nach HD??? Mein Vater ist Privatpatient, und da kommt es einem manchmal schon so vor, dass das Krankenhaus ihn gerne als Kunden binden möchte...
Vielen Dank allen die mir in meiner etwas überforderten Situation Rat geben können.
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Mapoli antwortete auf Strahlentherapie oder operativer Eingriff bei Osteolysen?
12 Feb. 2014 23:23
- Mapoli
-
1728 Beiträge seit
18 Juni 2011
18 Juni 2011
Hallo!
Ob ich wirklich Rat geben kann weiß ich nicht. Akute Bruchgefahr ist sicher ernst und es sollte bald etwas unternommen werden. Trotzdem würde ich bei den Bedenken, die Ihr habt auf jeden Fall eine Zweitmeinung einholen. Vielleicht geht das ja auch telefonisch. Die Befunde könnten ja per Mail nach Heidelberg geschickt werden.
Alles Gute für Deinen Vater.
LG
Ma
Ob ich wirklich Rat geben kann weiß ich nicht. Akute Bruchgefahr ist sicher ernst und es sollte bald etwas unternommen werden. Trotzdem würde ich bei den Bedenken, die Ihr habt auf jeden Fall eine Zweitmeinung einholen. Vielleicht geht das ja auch telefonisch. Die Befunde könnten ja per Mail nach Heidelberg geschickt werden.
Alles Gute für Deinen Vater.
LG
Ma
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Caro antwortete auf Strahlentherapie oder operativer Eingriff bei Osteolysen?
13 Feb. 2014 13:45
- Caro
692 Beiträge seit
23 Oktober 2009
23 Oktober 2009
Hallo Sohn,
mit akuter Bruchgefahr ist nicht zu spaßen. Die Strahlentherapie hilft hierbei auch gegen das MM, allerdings nur an der Stelle, was aber richtig und wichtig sein kann, damit es nicht zum Bruch kommt.
Zoledronsäure = Zometa hilft eigentlich nur zum Knochenstärken, davon können die Blutwerte normalerweise nicht besser werden.
Wenn HD so nah ist, würde ich sehen, dass ich schnell einen Termin bekomme, das MM ist immer noch eine recht seltene Erkrankung und Voraussetzung für eine gute Behandlung Erfahrung auf dem Gebiet.
Wenn Du Kontaktdaten brauchst, kannst Du mir eine PM schicken.
Herzliche Grüße auch an Deinen Vater
Caro
mit akuter Bruchgefahr ist nicht zu spaßen. Die Strahlentherapie hilft hierbei auch gegen das MM, allerdings nur an der Stelle, was aber richtig und wichtig sein kann, damit es nicht zum Bruch kommt.
Zoledronsäure = Zometa hilft eigentlich nur zum Knochenstärken, davon können die Blutwerte normalerweise nicht besser werden.
Wenn HD so nah ist, würde ich sehen, dass ich schnell einen Termin bekomme, das MM ist immer noch eine recht seltene Erkrankung und Voraussetzung für eine gute Behandlung Erfahrung auf dem Gebiet.
Wenn Du Kontaktdaten brauchst, kannst Du mir eine PM schicken.
Herzliche Grüße auch an Deinen Vater
Caro
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joseph antwortete auf Strahlentherapie oder operativer Eingriff bei Osteolysen?
13 Feb. 2014 14:48
- joseph
0 Beiträge seit
16 August 2026
16 August 2026
Hallo Sohn
Willkommen im Forum
Aufregung und Stress sind ganz normale Begleiterscheinung, solcher Diagnosen
Zweitmeinung in Heidelberg wäre angebracht, wo du schon schreibst ==> - zumal das Krankenhaus nicht den besten Ruf genießt
Betreffend : Bestrahlung
Wenn Bruchgefahr besteht, sollte schnellst möglich reagiert werden, natürlich sind Bestrahlungen lokal begrenzt , das heisst , wenn Beckenbestrahlung, das hilft nix bei Wirbel, aber es hilft innerhalb ein paar Tagen den Krebs vorort zu stoppen.
2 mal Zometa ???? innerhalb 14 Tage !!!!!.......... (aufpassen, dass dein Vater nicht zuviel Bisphosphonate bekommt)
Das schnelle Handeln erscheint mir als absolut notwendig
LG
Joseph
Willkommen im Forum
Aufregung und Stress sind ganz normale Begleiterscheinung, solcher Diagnosen
Zweitmeinung in Heidelberg wäre angebracht, wo du schon schreibst ==> - zumal das Krankenhaus nicht den besten Ruf genießt
Betreffend : Bestrahlung
Wenn Bruchgefahr besteht, sollte schnellst möglich reagiert werden, natürlich sind Bestrahlungen lokal begrenzt , das heisst , wenn Beckenbestrahlung, das hilft nix bei Wirbel, aber es hilft innerhalb ein paar Tagen den Krebs vorort zu stoppen.
2 mal Zometa ???? innerhalb 14 Tage !!!!!.......... (aufpassen, dass dein Vater nicht zuviel Bisphosphonate bekommt)
Das schnelle Handeln erscheint mir als absolut notwendig
LG
Joseph
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Sohn antwortete auf Strahlentherapie oder operativer Eingriff bei Osteolysen?
13 Feb. 2014 22:22
- Sohn
0 Beiträge seit
16 August 2026
16 August 2026
Vielen Dank für eure Rückmeldungen - ich finde es toll, wie schnell man ein Feedback bekommt!
Als Ergänzung: Wir sind zur Zeit in Kaiserslautern im Krankenhaus - Chefarzt für den Bereich der Onkologie Prof. Dr. Hartmut Link. - Hat jemad Erfahrung in KL mit MM?
@ Josph: Das Zometa hat der je 4mg innerhalb von 4 tagen bekommen. - Warum sollte man darauf achten, dass es nicht zu viel ist?
@ Caro: wenn ich es richtig verstanden habe, sind die Kalziumwerte im Blut deutlich besser geworden
Aktuelles: Ich war heute mit meinem Vater im Krankenhaus - zuerst beim Unfallchirurgen. - Eine OP an der Hüfte kommt zurzeit nicht in Frage. Am oberen Schambeinast ist der Knochen aber schon weit aufgelöst und auch die Beckenschaufel ist befallen. Eine OP wäre aber eine große OP mit Beckenteilersatz und fast 100%iger Infektionsgefahr... Dabei würde sich der Ersatz aber auch mit der Zeit lockern und im Moment ist der Knochen auch gar nicht stabil genug, um da irgendetwas zu machen. (Keine OP hört sich für mich erst einmal gut an...) 3 Monate nach der Strahlenbehandlung will der Chirurg sich die Sache dann noch einmal anschauen.
Wir sind dann noch einmal bei der Oberärztin aus der Onkologie gewesen: Das Ganzkörper CT hat ergeben, dass weite Teile der Knochen befallen sind, sie hatte sich die Biopsie auch angeschaut und es ist klar, dass es MM ist. Morgen soll mein Vater noch ein MRT an der Halswirbelsäule gemacht bekommen und hat ein Gespräch mit der leitenden Ärztin der Strahlenmedizin zu einem Vorgespräch für die Strahlenbehandlung, mit der man nächste Woche eventuell schon anfangen könnte... Anfang kommender Woche ist der Chefarzt der Onkologie da (nur Mo und Di), hat aber keinen Gesprächstermin frei, so dass wir nächsten Donnerstag einen Termin bei der Oberärztin haben, mit der wir heute schon gesprochen haben, um mit den Ergebnissen der Biopsie und MRT über eine weitere Behandlung (wird wohl auf Chemo hinauslaufen) zu sprechen. - Wir haben Heidelberg bei der Ärztin angesprochen - sie arbeiten mit HD bei Studien zusammen, aber natürlich können wir uns eine Zweitmeinung einholen .
Meine Frage: Wann und wie macht man das? - Erst das Gespräch am Donnerstag abwarten - oder schon parallel nach HD? - Bekommt man dann alle Unterlagen?? Oder schicken sie die auf Wunsch auch direkt nach HD??? Soll mein Vater schon mit Bestrahlung in Kaiserslautern anfangen? oder erst einmal Gespräch in HD abwarten???
Vielen Dank für eure Antworten!
Als Ergänzung: Wir sind zur Zeit in Kaiserslautern im Krankenhaus - Chefarzt für den Bereich der Onkologie Prof. Dr. Hartmut Link. - Hat jemad Erfahrung in KL mit MM?
@ Josph: Das Zometa hat der je 4mg innerhalb von 4 tagen bekommen. - Warum sollte man darauf achten, dass es nicht zu viel ist?
@ Caro: wenn ich es richtig verstanden habe, sind die Kalziumwerte im Blut deutlich besser geworden
Aktuelles: Ich war heute mit meinem Vater im Krankenhaus - zuerst beim Unfallchirurgen. - Eine OP an der Hüfte kommt zurzeit nicht in Frage. Am oberen Schambeinast ist der Knochen aber schon weit aufgelöst und auch die Beckenschaufel ist befallen. Eine OP wäre aber eine große OP mit Beckenteilersatz und fast 100%iger Infektionsgefahr... Dabei würde sich der Ersatz aber auch mit der Zeit lockern und im Moment ist der Knochen auch gar nicht stabil genug, um da irgendetwas zu machen. (Keine OP hört sich für mich erst einmal gut an...) 3 Monate nach der Strahlenbehandlung will der Chirurg sich die Sache dann noch einmal anschauen.
Wir sind dann noch einmal bei der Oberärztin aus der Onkologie gewesen: Das Ganzkörper CT hat ergeben, dass weite Teile der Knochen befallen sind, sie hatte sich die Biopsie auch angeschaut und es ist klar, dass es MM ist. Morgen soll mein Vater noch ein MRT an der Halswirbelsäule gemacht bekommen und hat ein Gespräch mit der leitenden Ärztin der Strahlenmedizin zu einem Vorgespräch für die Strahlenbehandlung, mit der man nächste Woche eventuell schon anfangen könnte... Anfang kommender Woche ist der Chefarzt der Onkologie da (nur Mo und Di), hat aber keinen Gesprächstermin frei, so dass wir nächsten Donnerstag einen Termin bei der Oberärztin haben, mit der wir heute schon gesprochen haben, um mit den Ergebnissen der Biopsie und MRT über eine weitere Behandlung (wird wohl auf Chemo hinauslaufen) zu sprechen. - Wir haben Heidelberg bei der Ärztin angesprochen - sie arbeiten mit HD bei Studien zusammen, aber natürlich können wir uns eine Zweitmeinung einholen .
Meine Frage: Wann und wie macht man das? - Erst das Gespräch am Donnerstag abwarten - oder schon parallel nach HD? - Bekommt man dann alle Unterlagen?? Oder schicken sie die auf Wunsch auch direkt nach HD??? Soll mein Vater schon mit Bestrahlung in Kaiserslautern anfangen? oder erst einmal Gespräch in HD abwarten???
Vielen Dank für eure Antworten!
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Sohn antwortete auf Strahlentherapie oder operativer Eingriff bei Osteolysen?
15 Feb. 2014 00:39
- Sohn
0 Beiträge seit
16 August 2026
16 August 2026
Neuste Entwicklungen: Heute war mein Vater zur Vorbesprechung in der Strahlenmedizin. Am Dienstag sollte das Gebiet markiert werden und dann bald mit der Strahlentherapie (erst einmal 20, nach 15 kann entschieden werden, dass auch noch 10 stärkere gemacht werden könnten) begonnen werden... Im Anschluss ging es nochmals in die Onkologie. - Da kam (auf einmal?) ein Neurochirurg dazu: Die Schäden an der Hüfte seine zwar stark aber nur von statischer Bedeutung. - Im Brustwirbelkörper 1 gibt es auch größere Läsionen, die wäre viel gefährlicher (aus dem Bericht geht hervor, dass auch im Halswirbelkörper 7 Probleme gibt). Dort müssten die Metastasen operativ entfernt werden - Erst danach sollte bestrahlt werden, dann an Hüfte und im oberen Bereich BWS... Der Chefarzt ist am Montag im Haus, dann werden wir angerufen.
Es wirkt auf mich, dass das alles schlecht organisiert und abgesprochen ist und so nach und nach raus kommt...Ist das normal???
Außerdem hat mein Vater (nach 2,5 Wochen Antibiotika wegen der Lungenentzündung, die letzten 2 Tage ohne Antibiotika) wieder höhere Temperatur - 38,2 rektal. DIe Ärztin wollte ihn gleich da behalten und intravenös Antibiotika geben - er wollte nicht und hat jetzt nochmal 2 Sorten Antibiotika bekommen, muss sich aber melden, wenn es nicht hilft und dann ins Krankenhaus.
Ich habe den Eindruck, dass der Zeitdruck wächst, etwas zu tun und eine Zweitmeinung von HD dadurch rein organisatorisch schwieirger wird... zumal mein Vater heute zum ersten Mal richtig feritg ist - körperlich und auch psychisch...
Was ist da wichtiger??
Danke für euer Mitdenken
Es wirkt auf mich, dass das alles schlecht organisiert und abgesprochen ist und so nach und nach raus kommt...Ist das normal???
Außerdem hat mein Vater (nach 2,5 Wochen Antibiotika wegen der Lungenentzündung, die letzten 2 Tage ohne Antibiotika) wieder höhere Temperatur - 38,2 rektal. DIe Ärztin wollte ihn gleich da behalten und intravenös Antibiotika geben - er wollte nicht und hat jetzt nochmal 2 Sorten Antibiotika bekommen, muss sich aber melden, wenn es nicht hilft und dann ins Krankenhaus.
Ich habe den Eindruck, dass der Zeitdruck wächst, etwas zu tun und eine Zweitmeinung von HD dadurch rein organisatorisch schwieirger wird... zumal mein Vater heute zum ersten Mal richtig feritg ist - körperlich und auch psychisch...
Was ist da wichtiger??
Danke für euer Mitdenken
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