Samenqualität bzw. Schwangerschaft nach HD möglich? wurde erstellt von gast
26 Dez. 2009 20:27
- gast
0 Beiträge seit
15 August 2026
15 August 2026
Hallo!
Ich habe eine Frage.
Mein Mann hat vor 1 Jahr, nach Diagnose von MM im III. Stadium, eine HD mit ST bekommen. Seit dem ist er in CR.
Hat jemand Erfahrung oder etwas darüber gehört, ob die Zeugung eines Kindes danach überhaupt noch auf normalem Weg möglich ist?
Vielen Dank im Voraus!
Sabine
Ich habe eine Frage.
Mein Mann hat vor 1 Jahr, nach Diagnose von MM im III. Stadium, eine HD mit ST bekommen. Seit dem ist er in CR.
Hat jemand Erfahrung oder etwas darüber gehört, ob die Zeugung eines Kindes danach überhaupt noch auf normalem Weg möglich ist?
Vielen Dank im Voraus!
Sabine
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joseph antwortete auf Samenqualität bzw. Schwangerschaft nach HD möglich?
27 Dez. 2009 00:19
- joseph
0 Beiträge seit
15 August 2026
15 August 2026
Hi Sabine
Es muss nicht unbedingt sein, dass dein Mann zu 100% steril wurde durch die HD mit autologer SZT, es könnte sein, aber man hört doch sehr oft, dass dieses nicht der Fall ist
Wenns eine Allogene SZT war, könnte es sogar vorkommen, dass sich die Blutgruppe deines Mannes sich dem Spender anpasst hat, das heisst, ein Voruntersuchung vor einer eventuellen gedachten Schwangerschaft wäre dringends an zu raten, betreffend der Kompatibilität der "Neuen Blutgruppen-Paarung",
ansonsten, probieren geht über studieren !!!
Liebe Grüsse
Joseph
Es muss nicht unbedingt sein, dass dein Mann zu 100% steril wurde durch die HD mit autologer SZT, es könnte sein, aber man hört doch sehr oft, dass dieses nicht der Fall ist
Wenns eine Allogene SZT war, könnte es sogar vorkommen, dass sich die Blutgruppe deines Mannes sich dem Spender anpasst hat, das heisst, ein Voruntersuchung vor einer eventuellen gedachten Schwangerschaft wäre dringends an zu raten, betreffend der Kompatibilität der "Neuen Blutgruppen-Paarung",
ansonsten, probieren geht über studieren !!!
Liebe Grüsse
Joseph
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Margret antwortete auf Samenqualität bzw. Schwangerschaft nach HD möglich?
27 Dez. 2009 09:15
- Margret
0 Beiträge seit
15 August 2026
15 August 2026
Liebe Sabine,
den tröstlichen Worten von Joseph muss ich widersprechen:
Fast alle Chemotherapie-Patienten, egal ob Männer oder Frauen, sind danach komplett steril. Dies gilt insbesondere für Patienten nach Hochdosis-Chemo. In fast allen Fällen ist diese Sterilität irreversibel, bleibt lebenslang. Bei vielen Männern kommt eine starke bis komplette Impotenz hinzu. Bei Frauen, die noch in jüngerm Alter sind, ist danach eine Hormonersatztherapie nötig, um nicht den gesamten Organismus Jahrzehnte zu früh in die Menopause zu schicken und um die damit verbundenen Risiken zu vermeiden. Soweit die Fakten.
Angesichts der zumeist tödlichen Bedrohung bei Krebserkrankungen wägt man trotz dieser bekannten Folgen ja auch als Patient zu Gunsten der Behandlung ab. Über das speziuelle Risiko wird auf den Aufklärungsbögen zur Chemo deutlich hingewiesen. Da man aber keine Alternative hat...
Es kann zwar immer mal vorkommen, dass einzelne Patienten einfach Glück haben und ohne Beeinträchtigungen weiterleben können - dies sind aber Ausnahmen. Insofern ist eine vorangegangene (Hochdosis)Chemotherapie eben auch kein (!) Ersatz für eine sichere Empfängnisverhütung.
Der Test, ob genügend lebensfähige und gesunde Spermien vorhanden sind, ist simpel und kann in jedem Labor durchgeführt werden - wendet euch einfach an eure Ärzte. Danach habt ihr Gewissheit - welche auch immer.
Deinem Mann wünsche ich weiteren langen Erhalt der CR - das scheint mir wichtiger, als die Zeugungsfrage... (Bitte entschuldige meine offenen Worte dazu.)
Liebe Grüße,
Margret
den tröstlichen Worten von Joseph muss ich widersprechen:
Fast alle Chemotherapie-Patienten, egal ob Männer oder Frauen, sind danach komplett steril. Dies gilt insbesondere für Patienten nach Hochdosis-Chemo. In fast allen Fällen ist diese Sterilität irreversibel, bleibt lebenslang. Bei vielen Männern kommt eine starke bis komplette Impotenz hinzu. Bei Frauen, die noch in jüngerm Alter sind, ist danach eine Hormonersatztherapie nötig, um nicht den gesamten Organismus Jahrzehnte zu früh in die Menopause zu schicken und um die damit verbundenen Risiken zu vermeiden. Soweit die Fakten.
Angesichts der zumeist tödlichen Bedrohung bei Krebserkrankungen wägt man trotz dieser bekannten Folgen ja auch als Patient zu Gunsten der Behandlung ab. Über das speziuelle Risiko wird auf den Aufklärungsbögen zur Chemo deutlich hingewiesen. Da man aber keine Alternative hat...
Es kann zwar immer mal vorkommen, dass einzelne Patienten einfach Glück haben und ohne Beeinträchtigungen weiterleben können - dies sind aber Ausnahmen. Insofern ist eine vorangegangene (Hochdosis)Chemotherapie eben auch kein (!) Ersatz für eine sichere Empfängnisverhütung.
Der Test, ob genügend lebensfähige und gesunde Spermien vorhanden sind, ist simpel und kann in jedem Labor durchgeführt werden - wendet euch einfach an eure Ärzte. Danach habt ihr Gewissheit - welche auch immer.
Deinem Mann wünsche ich weiteren langen Erhalt der CR - das scheint mir wichtiger, als die Zeugungsfrage... (Bitte entschuldige meine offenen Worte dazu.)
Liebe Grüße,
Margret
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AndreasR antwortete auf Samenqualität bzw. Schwangerschaft nach HD möglich?
27 Dez. 2009 12:17
- AndreasR
0 Beiträge seit
15 August 2026
15 August 2026
Liebe Sabine,
ich stimme Margret zu: Nach meinem Wissen liegt in fast allen Fällen nach einer so intensiven Behandlung, wie sie bei deinem Mann durchgeführt wurde, eine Unfruchtbarkeit vor. Aber das lässt sich ja bei einem Urologen leicht überprüfen.
Sollten bei deinem Mann die von Margret erwähnten Erektionsprobleme auftreten, dann sind diese zum Glück in der Regel temporär und reversibel. Und es gibt heute ja die entsprechenden Medikamente, um da Abhilfe zu schaffen.
Andreas
ich stimme Margret zu: Nach meinem Wissen liegt in fast allen Fällen nach einer so intensiven Behandlung, wie sie bei deinem Mann durchgeführt wurde, eine Unfruchtbarkeit vor. Aber das lässt sich ja bei einem Urologen leicht überprüfen.
Sollten bei deinem Mann die von Margret erwähnten Erektionsprobleme auftreten, dann sind diese zum Glück in der Regel temporär und reversibel. Und es gibt heute ja die entsprechenden Medikamente, um da Abhilfe zu schaffen.
Andreas
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gast antwortete auf Samenqualität bzw. Schwangerschaft nach HD möglich?
28 Dez. 2009 09:52
- gast
0 Beiträge seit
15 August 2026
15 August 2026
Vielen Dank für die Antworten, wir werden das mal checken lassen.
Hätte ja sein können, das es hier im Forum schon Fälle gibt, die sich auch mit diesem Thema beschäftigen, denn leider sind es ja auch immer wieder jüngere Leute, die am MM erkranken.
@Margret: Auch wir hoffen auf einen weiteren langen Erhalt der CR - das scheint selbstverständlich auch uns wichtiger. Aber wenn man Mitte Dreißig ist, dann ist die Zeugungsfrage auch eine sehr wichtige Frage, denn das Leben besteht ja nicht nur aus dem MM und irgendwann ist die Zeit für Kinder abgelaufen und wenn dies ein Herzenswunsch ist, dann ist das auch sehr wichtig! Vielleicht steht diese Frage nicht mehr so im Mittelpunkt, wenn man schon ein gewisses Alter überschritten hat oder bereits Kinder hat (Bitte entschuldige auch du meine offenen Worte).
Ich wünsche allen für das neue Jahr ganz, ganz viel Gesundheit und Zufriedenheit!!!
Sabine
Hätte ja sein können, das es hier im Forum schon Fälle gibt, die sich auch mit diesem Thema beschäftigen, denn leider sind es ja auch immer wieder jüngere Leute, die am MM erkranken.
@Margret: Auch wir hoffen auf einen weiteren langen Erhalt der CR - das scheint selbstverständlich auch uns wichtiger. Aber wenn man Mitte Dreißig ist, dann ist die Zeugungsfrage auch eine sehr wichtige Frage, denn das Leben besteht ja nicht nur aus dem MM und irgendwann ist die Zeit für Kinder abgelaufen und wenn dies ein Herzenswunsch ist, dann ist das auch sehr wichtig! Vielleicht steht diese Frage nicht mehr so im Mittelpunkt, wenn man schon ein gewisses Alter überschritten hat oder bereits Kinder hat (Bitte entschuldige auch du meine offenen Worte).
Ich wünsche allen für das neue Jahr ganz, ganz viel Gesundheit und Zufriedenheit!!!
Sabine
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gast antwortete auf Samenqualität bzw. Schwangerschaft nach HD möglich?
28 Dez. 2009 10:03
- gast
0 Beiträge seit
15 August 2026
15 August 2026
Hallo, ich bins nochmal, Sabine!
Bin bei meinen Internetrecherchen auf folgende Doctorarbeit gestoßen, die vielleicht für die, die sich auch mit dem Thema beschäftigen, interessant sein wird:
Hochdosis-Chemotherapie mit anschließender
autologer Stammzelltransplantation
Von der Medizinischen Fakultät der
Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen
zur Erlangung des akademischen Grades eines Doktors
der Medizin genehmigte Dissertation
vorgelegt von
Stefan Wilop
aus Kempen
Berichter: Herr Universitätsprofessor
Dr. med. R. Osieka
Herr Universitätsprofessor
Dr. med. C. Mittermayer
Tag der mündlichen Prüfung: 16.09.2002
Diese Dissertation ist auf den Internetseiten der Hochschulbibliothek online verfügbar
Durch die Hochdosis-Chemotherapie kommt es bei vielen Patienten zu Einschränkungen
der Fertilität. In einer Studie von Sanders et al. wurde dieser Aspekt an 331 Patienten
untersucht, die durch Hochdosis-Chemotherapie mit anschließender allogener
Knochenmarktransplantation behandelt wurden. Von 176 Frauen wiesen nur 57 nach der
Transplantation wieder einen normalen Zyklus auf, 25 davon wurden während der
Nachbeobachtungszeit schwanger. Bei nur 75 der 155 Männern war anschließend eine
Produktion vitaler Spermien festzustellen. Dabei wurden 28 Partnerinnen der behandelten
Männer schwanger. Eine erhöhte Rate an Spontanaborten wurde nicht festgestellt, jedoch
wurden acht von 44 Kindern der transplantierten Frauen vor der 37.
Schwangerschaftswoche entbunden. Von den 55 Lebendgeburten der Partnerinnen der
transplantierten Männer wurden nur zwei vor der 37. SSW entbunden [77].
Bin bei meinen Internetrecherchen auf folgende Doctorarbeit gestoßen, die vielleicht für die, die sich auch mit dem Thema beschäftigen, interessant sein wird:
Hochdosis-Chemotherapie mit anschließender
autologer Stammzelltransplantation
Von der Medizinischen Fakultät der
Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen
zur Erlangung des akademischen Grades eines Doktors
der Medizin genehmigte Dissertation
vorgelegt von
Stefan Wilop
aus Kempen
Berichter: Herr Universitätsprofessor
Dr. med. R. Osieka
Herr Universitätsprofessor
Dr. med. C. Mittermayer
Tag der mündlichen Prüfung: 16.09.2002
Diese Dissertation ist auf den Internetseiten der Hochschulbibliothek online verfügbar
Durch die Hochdosis-Chemotherapie kommt es bei vielen Patienten zu Einschränkungen
der Fertilität. In einer Studie von Sanders et al. wurde dieser Aspekt an 331 Patienten
untersucht, die durch Hochdosis-Chemotherapie mit anschließender allogener
Knochenmarktransplantation behandelt wurden. Von 176 Frauen wiesen nur 57 nach der
Transplantation wieder einen normalen Zyklus auf, 25 davon wurden während der
Nachbeobachtungszeit schwanger. Bei nur 75 der 155 Männern war anschließend eine
Produktion vitaler Spermien festzustellen. Dabei wurden 28 Partnerinnen der behandelten
Männer schwanger. Eine erhöhte Rate an Spontanaborten wurde nicht festgestellt, jedoch
wurden acht von 44 Kindern der transplantierten Frauen vor der 37.
Schwangerschaftswoche entbunden. Von den 55 Lebendgeburten der Partnerinnen der
transplantierten Männer wurden nur zwei vor der 37. SSW entbunden [77].
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