Vergesslichkeit oder gar beginnende Demenz wurde erstellt von gast
13 Juli 2012 13:06
- gast
0 Beiträge seit
16 August 2026
16 August 2026
Ich stelle seit ca 3 Wochen bei meiner Mutter eine erhöhte Vergesslichkeit fest. Doch zunächst kurz zu ihrem Krankheitsverlauf.
2003 wurde ein Plasmozytom diagnostiziert und zunächst mit einer ambulanten Chemo und anschließender autologer Stammzelltherapie erfolgreich behandelt. Sie war dann rund 7,5 Jahre ohne Befund.
Seit Anfang diesen Jahres ist die Krankheit wieder mit erhöhten Leichtketten im Blut bzw. Urin nachgewiesen.
Meine Mutter ist mittlerweile 77 Jahre. Sie hat seit Februar d. J. 4 Zyklen Revlimid 15mg mit je 20mg Dexa pro Woche eingenommen.
Sie hat das Revlimid und Dexa in den voranliegenden Monaten so "lala" vertragen. Es kam immer wieder zu Nebenwirkungen, wie starkem Juckreiz, Magenschmerzen, Erbrechen, und gegen Ende eines jeden Zyklus Revlimid zu einer schweren Erschöpfung bis hin zu fast 70-90% Schlaf am Tag!
Zwischendrin musste sie aufgrund einer Zahnextraktion und auch eines gebrochenen Rückenwirbels mehrmals die Therapie aussetzen, aber alles in allem hat sie das alles relativ gut überstanden. Die Blutwerte haben sich m. E. relativ schnell wieder erholt; Ihr Onkologe meinte sie sind wieder im "Bereich eines gesunden Menschen".
Das Einzige was mich wahnsinnig sorgt ist, dass sie seit ca 3 Wochen Dinge vergisst, verwechselt und sehr sehr unruhig ist, weil sie diesen Zustand selber verspürt.
Der Onkologe verordnete daraufhin eine 4-wöchige Therapiepause. Wir wollten herausfinden, ob das irgendwie mit der Therapie und Revlimid zusammenhängen kann. Ich habe in dieser Zeit nur eine minimale Besserung der Vergesslichkeit festgestellt. Wir haben dann wieder mit Revlimid begonnen, um die Blutwerte weiter zu stabilisieren. Die Dosis wurde dazu auf 10mg Revlimid und wöchentlich 8mg Dexa reduziert. Bei der ersten Einnahme kam es sofort wieder zu starkem Juckreiz, so dass die Therapie nach nur 5 Einnahmen wieder unterbrochen wurde.
Hat von Euch jemand ähnliche Erfahrungen rund um Revlimid und Dexa? Kam es hier zu ähnlichen Reaktionen wie Vergesslichkeit?
Wie kann ich herausfinden, ob es sich nicht doch um eine beginnende Altersdemenz handeln könnte? Danke für Eure Tipps.
Und Euch Allen weiterhin viel Kraft und Zuversicht!
LG Dorit
2003 wurde ein Plasmozytom diagnostiziert und zunächst mit einer ambulanten Chemo und anschließender autologer Stammzelltherapie erfolgreich behandelt. Sie war dann rund 7,5 Jahre ohne Befund.
Seit Anfang diesen Jahres ist die Krankheit wieder mit erhöhten Leichtketten im Blut bzw. Urin nachgewiesen.
Meine Mutter ist mittlerweile 77 Jahre. Sie hat seit Februar d. J. 4 Zyklen Revlimid 15mg mit je 20mg Dexa pro Woche eingenommen.
Sie hat das Revlimid und Dexa in den voranliegenden Monaten so "lala" vertragen. Es kam immer wieder zu Nebenwirkungen, wie starkem Juckreiz, Magenschmerzen, Erbrechen, und gegen Ende eines jeden Zyklus Revlimid zu einer schweren Erschöpfung bis hin zu fast 70-90% Schlaf am Tag!
Zwischendrin musste sie aufgrund einer Zahnextraktion und auch eines gebrochenen Rückenwirbels mehrmals die Therapie aussetzen, aber alles in allem hat sie das alles relativ gut überstanden. Die Blutwerte haben sich m. E. relativ schnell wieder erholt; Ihr Onkologe meinte sie sind wieder im "Bereich eines gesunden Menschen".
Das Einzige was mich wahnsinnig sorgt ist, dass sie seit ca 3 Wochen Dinge vergisst, verwechselt und sehr sehr unruhig ist, weil sie diesen Zustand selber verspürt.
Der Onkologe verordnete daraufhin eine 4-wöchige Therapiepause. Wir wollten herausfinden, ob das irgendwie mit der Therapie und Revlimid zusammenhängen kann. Ich habe in dieser Zeit nur eine minimale Besserung der Vergesslichkeit festgestellt. Wir haben dann wieder mit Revlimid begonnen, um die Blutwerte weiter zu stabilisieren. Die Dosis wurde dazu auf 10mg Revlimid und wöchentlich 8mg Dexa reduziert. Bei der ersten Einnahme kam es sofort wieder zu starkem Juckreiz, so dass die Therapie nach nur 5 Einnahmen wieder unterbrochen wurde.
Hat von Euch jemand ähnliche Erfahrungen rund um Revlimid und Dexa? Kam es hier zu ähnlichen Reaktionen wie Vergesslichkeit?
Wie kann ich herausfinden, ob es sich nicht doch um eine beginnende Altersdemenz handeln könnte? Danke für Eure Tipps.
Und Euch Allen weiterhin viel Kraft und Zuversicht!
LG Dorit
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dietmar antwortete auf Vergesslichkeit oder gar beginnende Demenz
13 Juli 2012 13:24
- dietmar
0 Beiträge seit
16 August 2026
16 August 2026
Hallo Dorit,
Deine Frage werde ich Dir nicht beantworten können, da ist neben onkologischem wohl auch neurologisch-psychiatrisches Fachwissen gefragt. Aber ein paar Gedanken will ich beitragen. So habe ich die Erfahrung gemacht, in intensiven Behandlungsphasen sehr auf die Behandlung und das unmittelbare Befinden fokussiert zu sein und des öfteren zu meiner Verwunderung damit konfrontiert zu sein, diese oder jenes habe man mir doch gesagt, bis hin dazu, dass ich ganze Anrufe, die ich erhalten habe, vergessen habe.Finde ich erstaunlich, aber nicht besorgniserregend. Außerdem kann ich mir vorstellen, dass die erneute Konfrontation mit der Krankheit nach längerer behandlungsfreier Zeit auch viel Aufmerksamkeit, bewußt und unbewußt, bindet, und dass da manche andere Sachen in den Hintergund, sozusagen "vergessen", kommen. Vermutlich gibt es noch andere, nicht auf Demenz beruhende Erklärungen, aber wie gesagt letztlich müssen da wohl Fachleute ran zur Klärung.
LG Dietmar
Deine Frage werde ich Dir nicht beantworten können, da ist neben onkologischem wohl auch neurologisch-psychiatrisches Fachwissen gefragt. Aber ein paar Gedanken will ich beitragen. So habe ich die Erfahrung gemacht, in intensiven Behandlungsphasen sehr auf die Behandlung und das unmittelbare Befinden fokussiert zu sein und des öfteren zu meiner Verwunderung damit konfrontiert zu sein, diese oder jenes habe man mir doch gesagt, bis hin dazu, dass ich ganze Anrufe, die ich erhalten habe, vergessen habe.Finde ich erstaunlich, aber nicht besorgniserregend. Außerdem kann ich mir vorstellen, dass die erneute Konfrontation mit der Krankheit nach längerer behandlungsfreier Zeit auch viel Aufmerksamkeit, bewußt und unbewußt, bindet, und dass da manche andere Sachen in den Hintergund, sozusagen "vergessen", kommen. Vermutlich gibt es noch andere, nicht auf Demenz beruhende Erklärungen, aber wie gesagt letztlich müssen da wohl Fachleute ran zur Klärung.
LG Dietmar
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Inci antwortete auf Vergesslichkeit oder gar beginnende Demenz
13 Juli 2012 23:01
- Inci
0 Beiträge seit
16 August 2026
16 August 2026
Hi Dorit,
siehe hierzu zwei Beiträge heute auf der Internetseite des Berliner Zeitung "Tagesspiegel" zu der Meldung über die vermeintliche Demenzerkrankung des Autors Garcia Marquez sowie über die Spätfolgen nach Krebs "Geheilt, aber nicht gesund".
Gruß
Inci
siehe hierzu zwei Beiträge heute auf der Internetseite des Berliner Zeitung "Tagesspiegel" zu der Meldung über die vermeintliche Demenzerkrankung des Autors Garcia Marquez sowie über die Spätfolgen nach Krebs "Geheilt, aber nicht gesund".
Gruß
Inci
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gast antwortete auf Vergesslichkeit oder gar beginnende Demenz
15 Juli 2014 09:54
- gast
0 Beiträge seit
16 August 2026
16 August 2026
Hallo Ihr alle,
meine Mutter (81 Jahre) ist seit letztem Jahr an Multiplem Myelom erkrankt. Festgestellt wurde diese Erkrankung im November 2013. Sie wurde erst mit Velcade + Dexametason behandelt. Sie sprach aber auf diese Behandlung nicht wie erhofft an. Nun bekommt sie 25 mg Revlimid (tgl. 3 Wochen lang dann 1 Wo. Pause) + 40 mg Dexametason (1x wöchentl.). Wir sind im 4. Zyklus. Seit Beginn der Behandlung mit Revlimid fällt mir sehr stark auf, dass meine Mutter unheimlich vergesslich geworden ist mit teilweise drastischen Ausfällen.
Der Onkologe meinte, dass das eine beginnende Demenz sei. Dies denke ich aber nicht, da meine Mutter vor der Behandlung geistig völlig fit war. Nun ist sie aber so beschaffen, dass ich sie kaum mehr alleine lassen kann. Sie wurde auch plötzlich inkontinent. Der Urologe meint dazu, dass das Gehirn nicht mehr in der Lage sei, den Schliessmuskel zu steuern.
Ich frage mich, ob ein Überleben dieser Erkrankung bei so einem alten Menschen noch unbedingt gewollt ist (d. h. Weiterbehandlung mit Revlimid) und meine Mutter so würdelos dahinvegetieren soll oder ob wir die Behandlung abbrechen sollen.
Ich weiss nicht, ob es Studien dazu gibt inwieweit Revlimid auf das Gehirn wirkt. Ich habe auch nicht die Zeit dazu, dauernd im I-Net zu recherchieren. Ich bin aber der Meinung, dass die Auswirkungen auf das Gehirn unter der Behandlung mit Revlimid entweder nicht untersucht wurden oder verschwiegen werden.
LG, Daniela
meine Mutter (81 Jahre) ist seit letztem Jahr an Multiplem Myelom erkrankt. Festgestellt wurde diese Erkrankung im November 2013. Sie wurde erst mit Velcade + Dexametason behandelt. Sie sprach aber auf diese Behandlung nicht wie erhofft an. Nun bekommt sie 25 mg Revlimid (tgl. 3 Wochen lang dann 1 Wo. Pause) + 40 mg Dexametason (1x wöchentl.). Wir sind im 4. Zyklus. Seit Beginn der Behandlung mit Revlimid fällt mir sehr stark auf, dass meine Mutter unheimlich vergesslich geworden ist mit teilweise drastischen Ausfällen.
Der Onkologe meinte, dass das eine beginnende Demenz sei. Dies denke ich aber nicht, da meine Mutter vor der Behandlung geistig völlig fit war. Nun ist sie aber so beschaffen, dass ich sie kaum mehr alleine lassen kann. Sie wurde auch plötzlich inkontinent. Der Urologe meint dazu, dass das Gehirn nicht mehr in der Lage sei, den Schliessmuskel zu steuern.
Ich frage mich, ob ein Überleben dieser Erkrankung bei so einem alten Menschen noch unbedingt gewollt ist (d. h. Weiterbehandlung mit Revlimid) und meine Mutter so würdelos dahinvegetieren soll oder ob wir die Behandlung abbrechen sollen.
Ich weiss nicht, ob es Studien dazu gibt inwieweit Revlimid auf das Gehirn wirkt. Ich habe auch nicht die Zeit dazu, dauernd im I-Net zu recherchieren. Ich bin aber der Meinung, dass die Auswirkungen auf das Gehirn unter der Behandlung mit Revlimid entweder nicht untersucht wurden oder verschwiegen werden.
LG, Daniela
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Rosemarie antwortete auf Vergesslichkeit oder gar beginnende Demenz
15 Juli 2014 12:26
- Rosemarie
-
245 Beiträge seit
18 November 2009
18 November 2009
Hallo,
melde mich zu diesem Thema wieder mal zu Wort.
Auch ich spüre diese Nebenwirkung der Chemo. Wurde 2013 im Feb. autolog Transplantiert. Ich erhielt aber kein Revlimid sonder Velcade. Meine Vermutung ist, dass dies mit den Chemotherapeutika zusammen hängt.
Ich schick mal diesen Link mit. Wenn man im Internet sucht findet man auch in der Ärzte Zeitung einen Artikel dazu.
Von den Ärzten allerdings hat niemand auf die auswirkung aufs Hirn hingewiesen. Ich bin selbständig und kämpfe gegen die Vergesslichkeit mit Notitz Zetteln. Aber selbst da vergesse ich drauf zu schauen. Hmmm. Das ist nicht schön.
Aber ich denk mir lieber vergesslich als tot!
Ist ja klar, dass solch eine intensive Behandlung Ihre Spuren hinterlässt. Ich versuch damit zu leben und schiebs halt auf mein Chemo Hirn. Ist ja manchmal ganz praktisch:)
Lieber Gruß an alle Vergesslichen
melde mich zu diesem Thema wieder mal zu Wort.
Auch ich spüre diese Nebenwirkung der Chemo. Wurde 2013 im Feb. autolog Transplantiert. Ich erhielt aber kein Revlimid sonder Velcade. Meine Vermutung ist, dass dies mit den Chemotherapeutika zusammen hängt.
Ich schick mal diesen Link mit. Wenn man im Internet sucht findet man auch in der Ärzte Zeitung einen Artikel dazu.
Von den Ärzten allerdings hat niemand auf die auswirkung aufs Hirn hingewiesen. Ich bin selbständig und kämpfe gegen die Vergesslichkeit mit Notitz Zetteln. Aber selbst da vergesse ich drauf zu schauen. Hmmm. Das ist nicht schön.
Aber ich denk mir lieber vergesslich als tot!
Ist ja klar, dass solch eine intensive Behandlung Ihre Spuren hinterlässt. Ich versuch damit zu leben und schiebs halt auf mein Chemo Hirn. Ist ja manchmal ganz praktisch:)
Lieber Gruß an alle Vergesslichen
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Margret antwortete auf Vergesslichkeit oder gar beginnende Demenz
15 Juli 2014 12:27
- Margret
0 Beiträge seit
16 August 2026
16 August 2026
Hallo Daniela, es wäre schön, wenn du dich hier richtig anmelden würdest. Der Gastzugang wurde hundertfach benutzt, so dass eine sinnvolle Zuordnung Frage/Person/Antwort nicht möglich ist.
Vielen Dank!
Vielen Dank!
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