AMMonline

     

Knochenschmerzen durch Chemo wurde erstellt von Pat
09 Juli 2012 21:04
  • Pat
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    15 August 2026
Seit dem Beginn des 3.Zyklus leidet meine Mutter unter starken Beckenschmerzen.Das Myelom reagiert anscheinend aggressiv auf die Behandlung - Werte sinken weiter.

Mir ist klar, dass Osteolysen und Blutbild nicht Hand in Hand gehen müssen.
Doch mache ich mir natürlich große Sorgen, dass das MM mit meiner Mama kurzen Prozess macht.

Zurecht?

Jeanny150765 antwortete auf Knochenschmerzen durch Chemo
09 Juli 2012 21:09
  • Jeanny150765
  • 1161 Beiträge seit
    17 Juni 2010
Hi Pat,

deine Mutter ist nun im 3.Zyklus.Jetzt stellen sich so langsam die Nebenwirkungen ein.
Die Chemo ist einfach ein massiver Eingriff in den ganzen Körper.
Wenn die Werte weiter am sinken sind,ist das doch ein gutes Zeichen,das die Therapie anschlägt.
Ich wünsche alles Gute und tapferes Durchhalten.Es kommt wieder anders,wenn es geschafft ist.
Und die Ärzte passen doch auch auf.

LG
Jeanny

Pat antwortete auf Knochenschmerzen durch Chemo
09 Juli 2012 21:53
  • Pat
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Aber Knochenschmerzen sind doch keine Nebenwirkung der Chemo, oder?

Caro antwortete auf Knochenschmerzen durch Chemo
09 Juli 2012 21:59
  • Caro
  • 692 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Hi Pat,

bekommt deine Mutter Bisphosphonate wie Zometa z.B.? Davon können auch Knochenschmerzen kommen, was aber bedeutet, dass die Knochen sich wieder aufbauen. Aber auf alle Fälle beim Arzt nachfragen und ggfalls. entsprechende Schmerzmittel.

LG Caro

gast antwortete auf Knochenschmerzen durch Chemo
10 Juli 2012 02:58
  • gast
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hallo Pat,
Erst einmal wollte ich mich für Deinen tollen Blog bedanken. Da ich im Moment ein paar Sorgen habe, raubt es mir den Schlaf und suche Abwechslung. Die Mischung aus Wortwitz, Kämpfergeist und guter Analytik haben mir gut gefallen.
Jetzt zu Deinem Thema. Ich finde Du machst ein wichtiges Thema auf. Meine Mutter ist auch vom MM betroffen und wenn Du die Krankheitsgeschichte guter Teil lesen möchtest dann unter Der Rubrik Gedanken zum Leben (und Tod) Stichwort 6 Jahre Mitt. MM gut Leben findest Du mehr.
Letztes Jahr Stand ja nach dem 80. Geburtstag die Chemotherapie an und wir haben für meine Mutter Lenalidomid rausgehandelt. Das ist ein 3 wöchiger Zyklus, dann 7 Tage Pause. Ich habe mit dem Arzt Gottseidank eine unübliche Dosierung für den ersten Zyklus herausgehandelt 15 mg statt 25 mg. Am Anfang war alles tippitoppi, dann kamen zum Ende üble Knochenschmerzen dazu. Wir alle dachten das wären Lebenwirkungen des Medikaments und sie verschwanden auch wieder in der Einnahme freien Zeit. Alles klar dachte ich und habe die Nebenwirkung gleich an die Firma gemeldet. Die müssen nämlich jeden Verdachtsfall aufnehmen. Beim zweiten Zyklus hat der Onkologe die Dosis nocheinmal reduziert und die Schmerzen waren zunächst weg. Alles klar dachte ich und fand mich bestätigt, niedrige Dosis und alles passt. Aber wieder in etwa zur selben Zeit kamen die Schmerzen wieder. Jetzt habe ich leider versagt... Meine mutter wollte dann nicht mehr und hat erst einmal die therapie abgebrochen, statt starke Schmerzmittel zu nehmen. Außerdem hat das Lena die leichtesten runtergeprügelt als ob kein morgen gäbe. Erst mal wieder Pause war angesagt und wir haben ein gutes Weihnachten verbracht. Nur Abbrechen und nix machen rächt sich. Ich habe mich in der Zeit mit dem Thema Ansprechen, Knochenschmerzen und Tumorlysesyndrom eingängig beschäftigt, da mir eine Sache nicht aus dem Kopf ging. Kann es sein, dass wenn 2Bedingungen gelten, hohe Tumorlast und sehr gutes Ansprechen zusammenkommen, dass es dann zu brutalen Knochenschmerzen kommen kann? Vor zwei Monaten hat dann meine Mutter wegen mittlerweile schlechten Nierenwerten und schlechtem Allgemeinzustand die nächste Chemotherapie bekommen, diesmal sollten es 4 Zyklen Bendamustin sein. Nach dem ersten Zyklus hat meine Mutter wieder so höllische Schmerzen bekommen, dass diesmal ohne Morphin nix mehr ging. mein erster Gedanke war Bendamustin scheint ja scheiße gut zu wirken, aber bitte zu welchem Preis? meine Mutter bekommt also die zweit Infusion und obwohl privat wollten sie sie am Donnerstag loswerden, da sie aber Gottseidank lieber Schutzengel infektzeichen hatte noch zur Beobachtung behalten. Am Wochenende passierte was nicht passieren darf: Krämpfe, herzrhythmusstörungen wegen rekompensierte Niereninsuffizienz aufgrund von akutem Nierenversagen. Ich möchte mir nicht ausmalen wenn das zu Hause passiert wäre... Jetzt weiß ich es muß Engel geben, so viel Glück im Unglück ist nicht berechenbar. So aber jetzt zu Deinem Thema: hohe Tumorlast heißt oft starke Resistenz gegen die Medikamente, ergo Leichtketten runterprügeln findet nicht statt, frühes Krankeitsstadium kannste Leicchtketten prügeln sind ja nicht so viele... Aber gutes Ansprechen auf die Therapie und hohe Tumorlast ist ganz schlecht. Was bei meiner Mutter noch hinzukommt, die Wirbelsäulen MRTs, CTs sind zwar typisch für MM, aber erklären nicht die dramatischen Rückenschmerzen. Ich stelle mir das so vor das ist wie bei Star War's als die Todessterne vernichtet werden, durch die massive Zellzerstörung kommt es an den befallendsten Stellen zu üblen Schmerzen, das Thema Tumorlysesyndrom erspare ich Dir das ist im Moment nur unser Problem.
Frag doch mal nach, ob es unbedingt sein muss die Leichtketten so runterzuprügeln oder ob eine Dosisreduktion evtl. Möglich wäre, dann gute Schmerzmittel bloß nicht vor Morphin Angst haben, extrem gut auf die Niere achten. Ansonsten sehen die Zeichen gut aus, dass die Therapie gut anschlägt und Deine Mutter wie meine Mutter nach erfolgreicher Therapie einen 2. Frühling erlebt. Ich Drücke Dir jedenfalls ganz fest die Däumchen Tag und Nacht...)
Lg Simone

MarcWen antwortete auf Knochenschmerzen durch Chemo
10 Juli 2012 12:27
  • MarcWen
  • 364 Beiträge seit
    09 Juni 2011
Hallo Pat,

nicht immer vom Schlimmsten ausgehen. Sei gewiss, dass die vielen Medikamente dem Körper odentlich zusetzen, positiv aber sicher auch negativ. Speziell im Knochenmark ist während der Chemo viel in Bewegung, da bleibt keine Zelle auf der anderen. :roll:

Also ich zur Stammzellengewinnung im KH war bekam ich plötzlich Schmerzen im unteren Rücken, hatte schon Bammel, dass es die Nieren sind. Den Arzt darauf angesprochen, der nahm mir dann die Ängste und meinte, dies wäre normal, das kommt vom Knochenmark.

Aber ich kann dich verstehen, bei jedem Ziehen oder Knochnschmerzen bekommt man teils Panik und stellt sich immer so einen Käse mit vielen Löchern vor. :(