AMMonline

     

  • lmc
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026

Hallo an alle,
ich habe gerade die neuen Nachrichten über Revlimid (Lenalidomid) gelesen.

"Das pharmazeutische Unternehmen Celgene, das Revlimid in den Vereinigten Staaten und
international vermarktet, hat am 21. Juni bekanntgegeben, dass es den Zulassungsantrag für
Revlimid als Initialtherapie für neu diagnostizierte Myelompatienten und als
Erhaltungstherapie in Europa zurückgezogen hat."

Mein Mann gehört zu denen der als neu diagnostizierte Myelompatient eine Initialtherapie mit Revlimid bekommen hat und eine Erhaltungstherapie sollte er ab nächste Woche bekommen(wir haben Termin am 10.07.) Die Nachricht hat mich sehr beunruhigt ,da der Mauro ein Studienpatient ist (DSMM XII):(
Weiss jemand mehr?Über eure Antworte würde ich mir sehr freuen! Mein Mann weiss darüber noch nichts:roll:;ich will ihm nicht um sonst vielleicht beunruhigen.
Vielen vielen Dank für eure Zeit.

LG Claudia

  • jürgenk
  • 459 Beiträge seit
    25 August 2011
Hallo Claudia

Bedeutet der Rückzug bei Erhaltung und in der Erstlinientherapie nicht die Rücknahme vom Markt? Das wäre ein Hammer für mich. Immerhin bekomme ich das Zeug nun schon mindestens seit 2007. Warte mal ab, was der Onkologe am Dienstag dazu sagt. Speziell als Patient in einer Studie wird Dein Mann über die relevanten Veränderungen schneller informiert, als es für die Allgemeinheit zu erwarten ist. Ganz sicher hat man für ihn auch schon eine alternative Therapie im Angebot.
Einen Grund zur Beunruhigung für Dich sehe ich auch nicht. Celgene hat aus welchem Grund auch immer, reagiert bevor Dein Mann ein möglicherweise risikobehaftetes Medikament in der Erhaltung bekam.
Halt uns über die Ergebnisse am Dienstag auf dem Laufenden.
LG
Jürgen

  • joseph
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hi Jürgen

====> Textauszug ==> Der europäische Zulassungsantrag wurde aufgrund von Bedenken, die die europäischen
Behörden bezüglich der Verbindung zwischen Revlimid (Lenalidomid) und Zweitmalignomen zum Ausdruck gebracht haben, zurückgezogen.

www.myelom.org/fileadmin/Daten/Therapien...0622_MB_Revlimid.pdf

Kompletter Text steht hier im Forum

Liebe Grüsse

Joseph


  • jürgenk
  • 459 Beiträge seit
    25 August 2011
Hallo Joseph
Danke für den Link.
Der darunter zu findende Text verwirrt mich allerdings.
Es heißt dort:
---Sowohl in Europa als auch in den Vereinigten Staaten ist die einzige offiziell genehmigte Anwendung von Revlimid die Myelombehandlung für Patienten, die mindestens eine vorherige Therapie erhalten haben.---
Nichts dagegen, da gehöre ich zu.
Aber was ist dann eine Erhaltungstherapie? Denn dafür wurde die ebenfalls zurück gezogen.
---Das pharmazeutische Unternehmen Celgene, das Revlimid in den Vereinigten Staaten und international vermarktet, hat am 21. Juni bekanntgegeben, dass es den Zulassungsantrag für Revlimid als Initialtherapie für neu diagnostizierte Myelompatienten und als Erhaltungstherapie in Europa zurückgezogen hat.---
Nach meinem Verständnis ist damit Revlimd bisher zur Erhaltung zugelassen und diese Zulassung nimmt Celgene nun mit dem Antrag wegen der beschriebenen Gefahr zurück.
Am 20. Juli bekomme ich mein neues Rezept oder erfahre mehr über die Neuerungen.
LG
Jürgen

08 Juli 2012 21:05
  • GiselaKöenig
  • 378 Beiträge seit
    26 Oktober 2009
Hallo,
Ich kenne mich da zwar nicht aus, aber ich denke das alle Patienten die zur Zeit in einer Studie sind das Rev. weiter bekommen, auch in einer Erhaltungstherapie, aber nur in der entsprechenden Studie. In dem Link von Joseph steht unter anderem dass sie weitere Infos sammeln müssen und woher sollte die Firma die weiteren Infos bekommen? Bis das Mittel wieder zur Zulassung gebracht wird, werden evtl. sogar neue Studien laufen.
Warten wir mal bis nächste Woche.
Viele Grüße
Gisela

  • leopoldi
  • 1197 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Hallo beisammen,

ich hatte ähnliche Fragen, als ich die Neuigkeit diese Tage gelesen hatte.

Aber ich lieg doch nicht falsch? Es wurden lediglich die Zulassungsanträge für Initial- und Erhaltunstherapien zurückgenommen. Darunter fallen für mich die Erhaltungstherapien nach der ersten Autologen? Patienten, die schon mindestens eine Vorbehandlung hatten, und Revlimid im Rezidiv erhalten, sind meiner Auffassung nach davon nicht betroffen?

Zu denken gibt das Ganze trotzdem. Die Nebenwirkungen werden ja bei einem vorbehandelten Patienten nicht harmloser, nur mit zunehmender Anzahl an Behandlung werden die Alternativen weniger und muss der Patient risikobereiter werden.

LGe
Monika

~ Wenn Du meinst auf der Schattenseite zu sein, denk dran - die Erde dreht sich ~