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12 Aug. 2020 23:17 - 12 Aug. 2020 23:22
  • Mapoli
  • 1735 Beiträge seit
    18 Juni 2011
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Hallo Marion,

im Laufe der Erkrankung habe ich erlebt, dass es immer wieder solche Phasen gibt. Mal kommt man gut mit der Erkrankung klar, mal nicht. Manchmal kann es auch an den Medikamenten liegen, jeder reagiert anders darauf. Ich selbst habe gemerkt, das "Altlasten" durch die Erkrankung verstärkt hervortreten. Du bist also nicht alleine. Ich finde es auch ganz normal, dass Du nun mehr Nähe zu Deiner Mutter suchst. Du bist in einer lebensbedrohlichen Situation, so sieht es zumindest Deine Psyche. Da gehen alle Alarmsignale an. Da ist es ganz normal, dass Du bei Deiner Mutter Sicherheit suchst. Du bist nicht alleine! Dein Mann solltet sich selbst Hilfe suchen, wenn er mit der Situation nicht klar kommt. Für die Angehörigen ist es nicht weniger schwierig, als für uns. Sie leisten sehr viel. Aber sie dürfen auf keinen Fall uns Patienten dafür verantwortlich machen. Du hast schon genug zu leiden, Du darfst nun nicht auch noch Schulgefühle bekommen. Es ist seine Aufgabe, sich Kraft zu holen. Vielen Angehörigen hilft auch ein Gespräch bei einem Psychologen oder gute Gespräche mit Freunden, Sport usw...

Mir hat es geholfen, regelmäßig zu einem Psychologen zu gehen. Manchmal muss man da etwas suchen, es ist ja wichtig, zu vertrauen. Wie auch Prijo es beschreibt, war ich zuerst auch bei einer Psychonkologin in der Praxis meines Hämatoonkologen. Es muss aber kein Psychoonkologe sein, eine Traumatherapeut kann auch sehr hilfreich sein. So eine Diagnose löst schließlich unter Umständen ein schweres Trauma aus! Regelmäßige Termine helfen da sicher viel.

Mir hilft auch sehr die Meditation. Hier einen guten Link aus den "Neuigkeiten" hier auf der Webseite : www.myelom.org/neuigkeiten/615-podcast-k...taere-onkologie.html
Auch Yoga ist sehr hilfreich, hier findest Du zwei Videos dazu, mit denen man selbständig üben kann: www.trauma-institut.eu/traumasensitives-yoga

Kennst Du die achtsamkeits Meditation nach "Kabath Zinn"? Such mal im Internet, es gibt Übungen dazu auf vielen Seiten. Es ist ähnlich, wie der erste Link, allerdings ein ganzes Übungsprogramm.

Alles Gute und denke daran, wir sitzen alle in einem Boot. Die Forschung geht immer weiter.

Ma
Letzte Änderung: 12 Aug. 2020 23:22 von Mapoli. Begründung: Link

12 Aug. 2020 18:46
  • Pirjoinkeri
  • 133 Beiträge seit
    09 Mai 2012
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Hallo Marion,

Ich hatte 2012, als ich die Diagnose bekam, eine zeitlang eine Psychologische Praxis besucht, dann kam ich lange Zeit gut zurecht.

Jetzt gehe ich wieder seit 1,5 Jahren hin. Allerdings zu jemand anders, da meine damalige Psychoonkologin in Rente gegangen ist.
Ich finde es sehr hilfreich dort meine dunkelsten Gedanken loszuwerden und mit jemandem darüber zu sprechen, der nicht emotional mit mir verbunden ist. Kann ich dir herzlich empfehlen. Hole dir Hilfe, es ist wunderbar.

VG Pirjo

12 Aug. 2020 16:09
  • Landos
  • Autor
  • 142 Beiträge seit
    29 Juni 2020
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Hallo zusammen,
Habe heute wieder keinen guten Tag, bin viel am weinen. Komme mit meiner Krebserkrankung nicht klar. Habe immer Angst das der Krebs zurück kommt Und das ich überhaupt Krebs bekommen habe ,ich kann oft nichts an andres denken. Mein Mann hat gesagt er kann langsam nicht mehr, weil ich immer so negativ bin und ihn auch mit runter ziehe. Habe oft Sehnsucht nach meiner Mama obwohl ich schon 51 bin. Ich kann ja auch nicht dauernd bei meinen Eltern sitzen .Beneide meinen Bruder da er mit seiner Familie bei meinen Eltern im Haus wohnt, haben angebaut.

Wie macht ihr denn es so , wenn das grübeln und die Ängste überhand nehmen.
Ich nehme schon antidepressiva und Hatte in der Klinik mit der Psychologin gesprochen.

Danke,Gruß Marion