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UndineD. antwortete auf Massives Belastungssyndrom durch MM
17 Mai 2020 17:18 - 17 Mai 2020 17:18
  • UndineD.
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    10 September 2026
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Liebe Marianne,
du bist absolut nicht allein mit deinen Problemen! Du gehörst zu denen, die sie sich eingestehen und etwas dagegen tun. Das sehe ich absolut positiv.
Ich bin davon überzeugt, dass eine AKU so gut ist wie der Arzt der sie vornimmt. Ebenso ist eine Psychotherapie so gut wie der Therapeut. Und dann muss natürlich die Chemie stimmen.
Vor Cannabis haben viele zu Unrecht Angst. Das ist bei weitem harmloser als viele harte Medis die uns ohne zu zögern verabreicht werden. Zumal es ärztlich verordnet zusammengemixt wird und man die richtige Menge nimmt. Ich spüre davon nur etwas Müdigkeit. War mal eine Woche verreist- versehendlich ohne- da durfte ich erfahren, wieviel mehr Schmerzen ich hatte und wie schlecht ich schlafen konnte. Aber von Rausch o. ähnlich keine Spur!
Dara hatte ich auch als Monotherapie, ich hatte keine Probleme dabei mit de Psyche. Allerdings schlimme mit Velcade! Ich erfuhr erst später, dass dieses bei relativ vielen Patienten schwere Depris auslöst oder solche verstärkt. Natürlich vertragen es auch viele ohne Problem, so ist jeder eben anders.
Wenn du dich viel draußen in der Natur bewegst, so ist das jedenfalls richtig.
Es ist halt immer ein Ausprobieren, was einem hilft und was nicht. Hast du schon Schüssler Salz Nr. 7 probiert? Das wirkt entspannend und Schlaf fördernd u. gegen Kopfschmerzen. Jetzt bei meiner heftigen Migräne hat es nicht ausgereicht, ansonsten hat mir das oft geholfen.
Mir wollte man letztes Jahr im KH Antidepressiva aufzwingen, bei unerklärten Wahnsinns- Nervenschmerzen und Querschnitt. Sollte ich den damit vergessen, oder was? Jedenfalls habe ich mich geweigert, ich wollte das die Ursache gefunden wird. Ist nur bedingt gelungen, aber der Querschnitt und die Schmerzen wurden mit Bestrahlung beseitigt.
Marianne, ich bin auch nicht immer tapfer, ich weine auch und schlage gegen die Wand- bringt aber nichts! Ich würde wohl alles probieren was keine großen NW hat. Und wer heilt hat recht, d.h. was mir geholfen hat, war für mich richtig.
Wünsche dir, dass du deinen Weg findest!
L.G.
Undine
Letzte Änderung: 17 Mai 2020 17:18 von UndineD..

Marianne antwortete auf Massives Belastungssyndrom durch MM
17 Mai 2020 14:02
  • Marianne
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    10 September 2026
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Liebe Undine, liebe(r) Kundry,
vielen, lieben Danke für eure Antworten.
Erst mal ist es ein gutes Gefühl, mit dem Psycho-Stress nicht alleine zu sein. Aber ich habe schon so viel ausprobiert,um meine Seele zu stärken. Es gestaltet sich in meinem
Fall auch überaus schwierig. Mit Antidepressiva komme ich nicht zurecht, zu viele Nebenwirkungen - vielleicht aufgrund einiger Vorerkrankungen und meines Alters. Akupunktur habe ich schon oft probiert, aber immer ohne Erfolg.
Eine Psychotherapie habe ich zur Zeit. Aber leider nicht beim Psyo-Onkologen (gibt es ganz wenige). Leider passieren mir solche Tiefs immer wieder, und ich fühle mich dann so hilflos und dem ausgeliefert.
Das letzt mal hatte ich diese massiven Probleme vor 1 1/2 Jahren während den Daratumumab Behandlungen. Mein Onko hat dann die Therapie beendet. Und trotzdem hat es 6 Monate gedauert, bis der Spuk vorbei war - einfach so. Aber nun weiß ich wenigstens, daß das Darzalex nicht schuld war.
Jetzt hoffe ich,daß es diesmal nicht so lange dauert. Ich muß mich wohl weiter "durchwurschteln" mit pflanzlichen- homöopathischen-,manchmal Schmerz- und Schlafmitteln und hin und wieder eine Tavor (vertrage ich am besten).
Cannabis wäre vielleicht noch ein Versuch. Aber ich fürchte die Nebenwirkung! Mal sehen! Am besten tut es mir, draußen in der Natur zu sein. Das entspannt mich und macht mich froh. Das hilft auch gegen die Isolation in der Wohnung.

Undine, ich habe Deine Beiträge hier regelmäßig verfolgt und ich bewundere Dich, wie tapfer und stark Du das ganze Leid meisterst. Super, daß die Akup. bei Dir so super wirkt. Migräne über so lange Zeit raubt einem ja auch jede Lebensqualität.- Muß furchtbar sein.

Dir und Kundry alles, alles Gute
Marianne

Kundry antwortete auf Massives Belastungssyndrom durch MM
16 Mai 2020 15:53
  • Kundry
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    10 September 2026
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Hallo Marianne,
Psychotherapeuten müssen glaube ich offene Sprechstunden anbieten oder es gibt auch die Terminservicestellen der Krankenkassen. So bin ich in einer akuten Situation schnell an Psychotherapie gekommen.
Antidepressiva helfen ja sehr gut, so hat mich nach Diagnose des MM das vom Neurologen verschriebene Cymbalta (Duloxetin) aus dem Keller geholt. (nach gründlicher neurologischer Untersuchung)
Dann nutze ich meinen Krankenkassenbeitrag für die Osteopathie, weil ich auch Probleme mit Kopfschmerzen, Verspannungen und eingeschränkter Beweglichkeit hatte bzw. habe.
Auf jeden Fall würde ich mich zum Psychiater oder Neurologen überweisen lassen.
Ich kann gut verstehen, dass du ungern noch ein weiteres Medikament nimmst.
Alles Gute
Kundry

UndineD. antwortete auf Massives Belastungssyndrom durch MM
16 Mai 2020 12:20
  • UndineD.
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    10 September 2026
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Liebe Marianne,
ich hatte ab Februar 2020 plötzlich ganz heftige Migräneanfälle. Hatte früher25 Jahre Migräne, mit vielen Schmerzmitteln wenig erfolgreich behandelt, dann sehr skeptisch! mit Akupunktur versucht, und, siehe da: Keinerlei Migräne mehr! Nun seit Jahren keine mehr gehabt, und ab Februar täglich! Ich merkte auch, dass meine Psyche sehr litt, kein Wunder bei allen MM- Problemen, die Beeinträchtigungen durch Corona zusätzlich zu den"Altersbeschwerden" wie z. B. Arthrose. Da ich Allergikerin bin, ist es mit Medis bei mir immer problematisch. Meine Onko schlug nun ihrerseits Akupunktur vor. Ich habe wieder damit angefangen und ab der ersten Behandlung keine Migräne mehr! Nach 2,5 Monaten mit täglichen Anfällen. Nicht nur das, ich merke deutlich, wie ich entspannter bin, die Psyche ist deutlich besser, ich schlafe besser... Der Arzt hält einen Zusammenhang mit Corona für sehr wahrscheinlich. Eine solche, nie dagewesene, Gefahr ist schon eine starke zusätzliche Belastung. Und solche zeigt sich oft bei den Schwachstellen, bei mir halt Migräne. Bei anderen Patienten kommen z. B. früher dagewesene Magenprobleme jetzt wieder.
Ich sehe da schon Paralelen zu dir. Ich kann AKU sehr empfehlen, muss man alledings selbst zahlen, ist aber nicht teuer. Ebenso habe ich gute Erfolge mit Cannabis (Dronabinol) Öl, auf Rezept. Das hilft zu entspannen, man schläft besser und auch als zusätzliches Schmerzmittel wirksam.
Was für mich immer bedeutend ist: AKU hat keine Nebenwirkung, auch von Cannabis habe ich keine, außer etwas Müdigkeit, deshalb nehme ich es abends.
Zu Antidepessiva kann man unterschielicher Meinung sein. Ich habe in meiner therapeutischen Tätigkeit damit Erfahrungen gemacht und würde da eher zurückhaltend sein. Es wäre ein weiteres stark wirkendes Medikament, um das allgemeine und persönliche Elend und die zahlreichen hochwirksamen Medis mit ihren z.T. heftigen NW besser zu verkraften???
Möglicherweise könnte dir eine Therapie helfen, aber z.Z. werden die Wartelisten eher noch länger als sie ohne Corona waren. Trotzdem wäre es einen Versuch wert- wenn du das möchtest- manchmal bekommen Krebspatienten kuzfristig einen Termin.
Ich weise noch ausdrücklich darauf hin, dass ich nur meine PERSÖNLICHE MEINUNG UND ERFAHRUNG hier schreibe. Ich möchte keineswegs eine Grundsatzdiskussion über Antidepressiva beginnen. Alles hat seine Berechtigung, was hilft ist richtig. Und das ist bei jedem Menschen anders.
L.G.
Undine

Massives Belastungssyndrom durch MM wurde erstellt von Marianne
16 Mai 2020 10:53
  • Marianne
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    10 September 2026
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Hallo in die Runde,

seit einer Woche quälen mich ständige starke Kopfschmerzen und massive Schlafstörungen. Offensichtlich habe ich z.Zt. große Probleme, meine Lebensbelastungen zu verkraften: 10 Jahre MM mit Kontrollen alle 4,6,8 Wochen- je nach Stand des MM.
Höchstwahrscheinlich steht mir in allernächster Zeit wieder eine Behandlung bevor (die Kappas sind ziemlich hoch.) Ich bin 75 Jahre und muß mich auch mit kaum änderbaren Altersbeschwerden abfinden. Und als Krönung beeinträchtigt das Corona sehr und raubt viel Lebensqualität.
Um etwas stabiler zu werden und auch die nächste Behandlung besser zu ertragen müßte ich eigentlich ein Antidepressivum nehmen. Aber da kommt das nächste Problem: Ich reagiere auf alle Medikamente sehr heftig mit Nebenwirkungen.

Was macht ihr, wenn ihr glaubt, alles ist zuviel und ihr schafft es nicht mehr? Weiß einer von euch etwas hilfreiches und verträgliches? Neurexan und Passionsblume ist in meiner jetzigen Lage nicht ausreichend.

Für eure Antworten wäre ich sehr dankbar.
Marianne