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Mira antwortete auf Kann ja wohl nicht schaden?
08 Nov. 2015 13:59
  • Mira
  • 419 Beiträge seit
    03 Februar 2014
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Hallo Volker,
das ist wirklich ein schwieriges Thema. Könnte man Bücher über schreiben. Tatsache ist, dass alle Anbieter in erste Linie an ihr eigenem finanziellen Wohl denken. Da ist die Pharma Industrie keine Ausnahme. Allerdings müssen die im Gegensatz zu den vielen anderen die Wirksamkeit der Arzneimittel besser und gesicherter Nachweisen, sie hat also wesentlich höhere Forschungskosten und muss auf Nebenwirkungen hinweisen! Ich schätze dass du auf die alte Weisheiten "ohne Nebenwirkung keine Wirkung" hinweisen willst. In der Tat vergessen viele Leute das "pflanzliche Mittel" nicht gleich "harmlose Mittel" sind. Und solange diese Produkte (billiger im Herstellungsprozess) als "Nahrungsergänzungsmittel" oder ähnliches und eben NICHT als Arznei angepriesen werden, trägt man selber das Risiko irgendwelche Nebenwirkungen zu erzeugen, wovon man nicht mal weiß dass es die gibt. Angefangen von "keine Wirkung" bis hin zu "Gefährdung der Wirkung von Medikamente". Solange man nicht weiß was eine Krankheit verursacht, weiß man auch nicht wie man diese verhindert.
Da sehe ich aber noch ein anderes Problem: wenn ich für mich entscheide dies oder das zu tun, ist das einzig und alleine meine Sache/Verantwortung. Aber es gibt auch Angehörige die sich eingehend mit der Krankheit beschäftigen und wenn die dann auf der alternative Schiene gehen, sieht das etwas anders aus. Ich verstehe das zwar, man tut alles Mögliche um jemanden zu helfen, aber in Falle "alternativ" sollte man vorsichtig sein: Wenn der Patient selber nicht überzeugt ist, fällt der Placebo Effekt weg! Da ist das Risiko der "Nichtwirkung" also höher als wenn ich als Patient ein Mittelchen nehme wovon ich 100% überzeugt bin. Eventuell unbekannte Nebenwirkungen bleiben aber.
LG
Katrien

Caro antwortete auf Kann ja wohl nicht schaden?
08 Nov. 2015 13:28
  • Caro
  • 692 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
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Lieber Volker,

Du sprichst mir hierbei aus der Seele. Etwas als unschädlich zu bezeichnen, nur weil es natürlich ist halte ich nicht nur für naiv, sondern auch für wirklich gefährlich. Ein Beispiel: Digitalis ist ein hochwirksames Herzmedikament, was aber nur in chemisch gereinigter Form richtig dosiert wirken kann. Natürlich kommt es im Fingerhut vor - aber einen Fingerhuttee trinken kann zum Tod führen. Ich glaube hier in dem Fall zwar nicht, dass Ziegenmilch äußerst gefährlich ist, aber die generelle Aussage "kann ja nicht schaden" halte ich für gefährlich. Auch Mispeltherapie hat durchaus bei manchen Krebsarten eine Wirkung gezeigt, ist aber beim MM durchaus kontraindiziert, weil es das Immunsystem stärkt - dieses aber genau das entartete ist, was man nicht noch unterstützen sollte.

In diesem Sinne allen noch einen schönen Sonntag - Frühling im November

LG Caro

rudi antwortete auf Kann ja wohl nicht schaden?
08 Nov. 2015 12:32
  • rudi
  • 2203 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
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Hallo Volker,
das ist ein schwieriges Thema, weil es sehr wenig Studien oder wissenschaftliche Beweise gibt, dass irgendwelche alternativen Naturmittel bestimmte Krebsarten zurückdrängen können oder wenigstens das weitere Wachstum stoppen.
Bei Curcumin C3 Komplex gibt es viele Studien und Berichte, aber kaum einer schafft es 8 Gramm Curcumin C3 Komplex jeden Tag eizunehmen. Auch eine Kostenfrage für viele, weil die Kassen das ja nicht zahlen.

Der Fall von Margaret aus Florenz ist eventuell schon ein Beweiß dafür, daß konsequentes Einnehmen von 8 Gramm Curcumin C3 Komplex und noch andrere Naturmittel ein smoldering Myelom über 10 Jahre und mehr stabil halten kann.
Sie hatte ja von 1999 bis 2005 MGUS und dann ging es in MM über mit 45% KM Infiltration. Die Ärzte wollten 2005 mit einer Erstlinientherapie anfangen. Margaret wollte noch 3 Monate Versuchszeit, um mit Curcumin C3 Komplex einen Versuch zustarten.
Aus diesen 3 Monaten sind jetzt schon über 10 Jahre geworden und sie hat immer noch keine schulmedizinische Behandlung gehabt.
Sie arbeitet, reist viel rum und hat gute Lebensqualität.

Aber Einzelfälle kann man eben nicht verallgemeinern und so könnte es auch reiner Zufall sein und es wäre ohne Curcumin und Co auch so gelaufen?

Die Psyche und der Plazebo Effekt spielen auch eine Rolle dabei.

Ich persönlich habe in den letzten 2 Jahren auch festellen müssen, daß all die vielen altrnativen Mittel und Leinöl und Naturkräutersmoosies u.s.w. nichts gebracht haben. Irgendwann schießen die Werte gnadenlos hoch und irgendwelche CRAB Symtome kommen, ohne daß man was dagegen machen kann.
Da helfen vorübergehend nur die schulmedizinischen zugelassenen THERAPIEN.

LG
Rudi

Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com

Kann ja wohl nicht schaden? wurde erstellt von Volker07
08 Nov. 2015 02:04
  • Volker07
  • Autor
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
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Liebe Foristen,
nach einigem Zögern traue ich mich zu einem Reizthema, weil ich dieses Forum für seine anteilnehmenden, aber auch sehr fachlichen und informativen Beiträge schätze und ihm auch Einiges verdanke.
Aber nun zu meinem Beitrag:
Immer wieder lese ich, dass Patienten schreiben, dass die Einnahmen von zB. pflanzlichen oder sogar tierischen Präparaten (zB Ziegenmilch) / Produkten "ja wohl nicht schaden kann"!
Woher stammt bloß diese Überzeugung? Wo sind die Beweise? Dieselben Personen, die eine große Abneigung/Skepsis gegen Medikamente der Pharmamedizin haben, sind bedenkenlos bereit, alles denkbare aus dem sonstigen Bereich (wohl bedacht: als Myelom-Patient!) einzunehmen, weil es "ja wohl nicht schaden kann"! Hatten wir nicht gerade den Fall, dass Myelom-Patienten, oder ganz allgemein Krebspatienten, überlegen sollten, was sie "zur Stärkung des Immunsystems" einnehmen, also anders zB. nicht erkrankte Personen und Nicht-Myelom-Patienten? Ist die Geschichte "grüner Tee - Velcade" schon wieder vergessen? Ist nicht allgemein bekannt, dass viele Pflanzen Fressgifte für ihr Überleben in der Natur entwickelt haben? Und wieviel davon ist noch in den Konzentraten enthalten? Wenn ein Mittelchen gegen die Entstehung von Krebs ganz allgemein wirken soll, mit welcher Begründung ist es dann auch ein Therapeutikum? Wenn dies so einfach wäre, dann hätte schon längst irgendwo auf der Welt jemand mit einem Startup-Unternehmen damit Milliarden erwirtschaftet.
Natürlich ist jeder Forumsteilnehmer berechtigt, nach seinen Vorlieben und medizinischen Weltanschauungen zu leben. Aber dann darf ich auch dagegen halten!
Beste Grüße
Volker