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archiv antwortete auf Angst vor der Stammzellentherapie
28 März 2009 12:56
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Dies ist eine Antwort zu diesem Thema, verfasst von "Beata" am 28. März 2009 um 12:56 Uhr. Die Antwort bezieht sich auf den Beitrag von "Dieter Hansen" geschrieben am 27. März 2009 um 13:28 Uhr.

Hallo Dieter,
ich sah, dass alles Wichtige von meinen Vorgängern gesagt wurde. Trotzdem möchte ich dir noch mehr Mut machen und Positives berichten: Bei meinem Mann (morgen wird er 46) wurde im Juni '08 MM III Grades festgestellt (83% Infiltration der Knochen). Zuvor hatte er einen Monat lang fürchterliche Rückenschmerzen. Zum Glück wurde es ziemlich schnell entdeckt, worher die Schmerzen kommen und dann ging alles ganz schnell: 4 x 4 Tage Chemo nach VAD-Schema, jedes Mal 3 Wochen Pause, dann etwas stärkere Chemo, SZ-Mobilisierung, SZ-Ernte, 3 Wochen Pause, HD mit SZ-Rückgabe.
Ich kann dir nur sagen, dass es meinem Mann von Chemo zu Chemo immer besser ging, die Schmerzen gingen schnell weg (auch wegen der Bestrahlungen).
Die HD hat er (im Gegensatz zu seinem Bettnachbarn) seht gut weggesteckt, dh. er hat keine Entzündungen der Schleimhaut bekommen (Eislutschen, Einwegzahnbürsten, Mundspülungen!!!) und er mußte keine Antibiotyka wegen Infekte einnehmen (ich denke, es könnte daran liegen, dass er die Monate zuvor sehr viel natürliches Vitamin C gegessen/getrunken, keinen Tropfen Alkohol getrunken und viel Bewegung an der frischen Luft gehabt hat (es sind natürlich nur meine Vermutungen).
Das Schlimmste während der HD und danach war, wie schon in einem Beitrag erwähnt, die Langeweile. Mein Mann hatte "das Glück", dass zu der Zeit die Olympiade im TV lief, aber ich habe ihn auch mit guten Büchern versorgt und jeden Tag zweimal angerufen (wir haben uns in der "gefährlichen" Zeit dafür entschieden, dass ich und die Kinder gar nicht erst hinfahren, um das Risiko einer Infektion nicht unnötig zu vergrößern). Natürlich war die erste Zeit nach dem Krankenhaus schwer, weil man sich körperlich und geistig davon erholen muss, aber es ist, meine ich, nicht so schlimm, wie man es sich vorher vorstellt, glaube es mir!
Und was deinen letzten Satz anbetrifft, kann ich dir nur den Satz meines Mannes aufs Herz legen, als er zum ersten Mal zu Chemo ging:

"Auf in den Kampf!".

Ich wünsche dir alles erdenklich Gute und laß es von dir hören.

Beata

archiv antwortete auf Angst vor der Stammzellentherapie
28 März 2009 09:56
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Dies ist eine Antwort zu diesem Thema, verfasst von "Birgit R" am 28. März 2009 um 09:56 Uhr. Die Antwort bezieht sich auf den Beitrag von "Dieter Hansen" geschrieben am 27. März 2009 um 13:28 Uhr.

Hallo Dieter,
bei mir (50 Jahre) wurde im Juli 2007 ein Multiples Myelom diagnostiziert, nachdem ich schon vier Monate wg. angeblichem Bandscheibenvorfall und Verspannungen im Brustbereich (Chiropraktische Beehandlung) behandelt wurde. Im Krankenhaus stellte sich dann heraus, dass neben dem Befall an Wirbelsäule, Hüftknochen usw. auch zwei Rippen gebrochen waren.
Nach vorangehenden Chemos, die ich gut vertragen habe, und Stammzellsammlung hatte ich im Januar 08 und April 08 jeweils eine autologe Stammzelltransplantation. Beim ersten Mal habe ich etwas Fieber und Magen-Darmprobleme (Schleimhäute werden angegriffen) gehabt, beim zweiten Mal war ich bereits ohne Probleme (habe beim ersten Anzeichen von Magen-Darmproblemen auf einige Tage Infusionsnahrung umgestellt) nach 19 Tagen wieder zu Hause. Mir haben die Tipps von Herrn Dr. J.T. Pape 9/07, die du bei den Patientenberichten als Download findest, sehr geholfen. Jetzt bin ich weiterhin in einer sehr guten partiellen Remission ( die CR musste nach drei Monaten revidiert werden), nehme keine Medikamente zur Erhaltungstherapie und war beim Bergwandern im Herbst und Anfang Dezember 2008 erstmals beim Skifahren. Geht alles erstaunlich gut, und wenn es mal etwas zwickt im Kreuz, denke ich an meine gleichaltrigen Freundinnen, die genauso über ihre Zipperlein jammern. Also Augen zu und durch und du hast für - wie wir alle auch für uns hoffen - viele, viele Jahre mit Spaß am Leben!
Übrigens: immer, wenn sich negative Gedanken bei mir breit machen, gehe ich hier ins Forum, meist als Leser; aber das genügt oft schon, um sich Aufmunterung zu holen.
Alles Gute
Birgit R

archiv antwortete auf Angst vor der Stammzellentherapie
28 März 2009 08:03
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Dies ist eine Antwort zu diesem Thema, verfasst von "Sebastian Agerer" am 28. März 2009 um 08:03 Uhr. Die Antwort bezieht sich auf den Beitrag von "Dieter Hansen" geschrieben am 27. März 2009 um 13:28 Uhr.


Hallo Dieter, ich hatte 2006 auch 2 autologe SZTs und hab sie gut vertragen. Ich war 2x drei Wochen in der Uniklinik in Regensburg.

Ich bin heute 63 und kann zumindest wieder gut gehen, wenn auch nicht laufen.

Gruß Sebastian

archiv antwortete auf Angst vor der Stammzellentherapie
27 März 2009 18:02
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Dies ist eine Antwort zu diesem Thema, verfasst von "Renate" am 27. März 2009 um 18:02 Uhr. Die Antwort bezieht sich auf den Beitrag von "Dieter Hansen" geschrieben am 27. März 2009 um 13:28 Uhr.

Hallo Dieter,

ich kann mich nur den vorangegangenen Meinungen anschließen. 2006 wurde bei mir das MM diagnostiziert. Ich hatte einen gebrochenen Brustwirbel, Armbruch, 3 Lendenwirbel Deckenplatteneinbruch und konnte kaum mehr laufen.

Heute, nach zwei Stammzellentransplantationen, spiele ich schon wieder regelmäßig Tennis und es geht mir gut, nicht so wie früher, aber ich bin zufrieden.

Die Stammzellentransplantationen sind hart, aber gut durchstehbar, also ran, du bist doch erst 51 Jahre. Ich habe das mit über 10 Jahre älter sehr gut geschafft.

Du wirst sehen es dauert, aber es wird gut.

Liebe Grüße
Renate

archiv antwortete auf Angst vor der Stammzellentherapie
27 März 2009 17:44
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Dies ist eine Antwort zu diesem Thema, verfasst von "joseph" am 27. März 2009 um 17:44 Uhr. Die Antwort bezieht sich auf den Beitrag von "Dieter Hansen" geschrieben am 27. März 2009 um 13:28 Uhr.


Hi Dieter

wieso aufgeben, das Leben kann so schön sein

Ich habe das volle Programm hinter mir, mit allem drum und dran, bin in einer CR, habe null Schmerzen

Heut geht die 4te Woche Karibik zu ende, noch eine Woche , dann kommt die Realität von Mitteleuropa wieder auf mich zu

Vor 4 Jahren lief ich auf Krücken, heut lauf ich Brötchen holen, im wahrsten Sinne des Wortes

Aufgeben, käme für mich nie in Frage, ich war sogar einer der Ersten hier im Forum der die autologe Stammzellen-therapie ambulant durch gezogen hat, war kein Zuckerschlecken, aber machbar

Letzte Woche hab ich hier eine Off-Route-Tour mit gemacht und eine Catamaranfahrt über 35 km zur Nachbarinsel, wäre völlig undenkbar gewesen, vor 4 Jahren

Ich werd demnächst 49 ....... also, raff dich zusammen und durch !!!

Liebe Grüsse

Joseph

archiv antwortete auf Angst vor der Stammzellentherapie
27 März 2009 17:14
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Dies ist eine Antwort zu diesem Thema, verfasst von "Ela" am 27. März 2009 um 17:14 Uhr. Die Antwort bezieht sich auf den Beitrag von "Dieter Hansen" geschrieben am 27. März 2009 um 13:28 Uhr.

Ach was, auf keinen Fall aufgebem dazu bist Du auch viel zu jung. Mein Mann (41 Jahre) hat sich 2 autologen Stammzelltransplantationen unterziehen müssen und es ist wie schon beschrieben, kein Spaziergang. Man kann aber mit viel Vorbereitung vielen Nebenwirkungen entgegen wirken (Mundspülungen, NUR gesunden Besuch empfangen). Sicherlich sind 3 bis 4 Tage wirklich nicht gerade angenehm, aber zur Zeit ist die Transplantation trotz riesiger Fortschritte in der medikamentösen Therapie immer noch Goldstandard. Und bei Deinem Alter steckst du die Strapazen immer noch ganz gut weg, also lass Dich da nicht verrückt machen, Du schaffst das.
Ich kann Dir auch nur Stefans Homepage ans Herz legen, da ist die ganze Therapie sehr genau beschrieben.
Ganz liebe Grüße
Ela