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Callosum62 antwortete auf Aszt
31 Aug. 2026 13:43
  • Callosum62
  • 255 Beiträge seit
    18 September 2023
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Moin,

bei mir war das zwar nicht so, weil es bei meiner ASZT 2019 noch keine Induktionstherapie mit Monoklonalen Antikörpern (wie z.B. Daratumumab) gegeben hat. Es wäre m.E. wichtig, nachzufragen, warum genau denn Dein Mann die bisherige "Immuntherapie" wahrscheinlich nicht gut vertragen hat und ob es noch andere schwerwiegende Nebenwirkungen als die Polyneuropathie gab. Leider schreibst Du nicht, mit welchen Medikamenten diese "Immuntherapie" durchgeführt worden ist. Vielleicht war es ja eine "Induktionstherapie" mit 4 Medikamenten, also z.B. Daratumumab, Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason (D-VRd). Und dann könnte es möglicherweise sein, dass er nur bestimmte Medis nicht vertragen hat. Bortezomib und auch Lenalidomid sind bekannt dafür, als Nebenwirkung Polyneuropathien zu verursachen. Dexamethason macht gerne mal Schlafstörungen, Nervosität oder Heißhunger. Ich kenne MM-KollegInnen, die mit D-VRd auch mit einer schlimmen PNP zu kämpfen hatten und bei denen man zunächst die Dosierung dieser (oder anderer) Medis geändert oder z.B. Bortezomib weggelassen hat (eben wegen einer Polyneuropathie). Dann haben die Ärzte kontrolliert, ob sich der Allgemeinzustand verbessert, und wenn das stabil über einige Wochen erreichbar war, haben sie dann später doch noch eine ASZT durchführen können. Aber das geht natürlich nur, wenn man zuwarten kann, was wiederum davon abhängt, wie aktiv bzw. aggressiv denn das MM aktuell ist und wie schnell behandelt werden muss. 

Sollte eine ASZT nicht möglich oder nicht sinnvoll sein, dann müsste man m.E. je nach Behandlungsnotwendigkeit früher oder später eine andere Therapiemöglichkeit auswählen, und das dürften dann auch Medikamente sein, die ggf. nicht ohne Nebenwirkungen sind (leider kann man das nicht vorher wissen) und bei denen die Behandlung langfristig, also mehrere Jahre, immer weitergemacht werden muss. Es kann aber auch sein, dass Dein Mann nun gerade diese Medikamente besser verträgt und sich das MM darunter als gut behandelbar erweist. Dann dürfte sich auch sein Allgemeinzustand erholen, und da möglicherweise seine Stammzellen schon gesammelt worden sind, kann - soweit mir bekannt - eine ASZT auch später noch durchgeführt werden. 

Das ist alles wirklich gar nicht einfach, aber wenn das MM nicht aggressiv oder hochaktiv ist oder ein Risiko-MM, dann kann man m.E. eben auch verschiedene Möglichkeiten ausprobieren, ohne ein großes Risiko einzugehen. Aber das können die Ärzte natürlich besser beurteilen.  

Hoffentlich könnt ihr einen guten Weg finden.




 

Folge Deinem Herzen, aber vergiss dabei nicht, Dein Hirn mitzunehmen.
(Alfred Adler)

Aszt wurde erstellt von Maxi
30 Aug. 2026 20:09
  • Maxi
  • Autor
  • 26 Beiträge seit
    26 Februar 2025
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Hallo
Bei meinem Mann steht ja demnächst eigentlich die Aszt an , Die Therapie findet ja beim Onkologen statt , am Donnerstag hatten wir Termin in Uniklinik Ulm zur Besprechung von Aszt.Die Ärztin meinte jetzt man muss es doch kritisch beurteilen ob Dad der richtige Weg ist , da er die Immuntherapie schon nicht so gut vertragen hat und jetzt noch polyneuropatie dazugekommen ist . Es wird jetzt am Dienstag im Tumorboard besprochen .Jetzt sind wir doch etwas verunsichert , wenn eG eine andere Therapie bekommt .Vielleicht war es bei dem ein oder anderen auch so .

Lg Brigitte