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miregal antwortete auf NW Lena
22 März 2025 09:17 - 22 März 2025 09:43
  • miregal
  • 1025 Beiträge seit
    17 Mai 2019
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Hallo Callosum, es wurde ja die PFS und OS mit den verschiedenen Erhaltungen verglichen. Das war ein Abstract auf dem ASH2022 (link nicht mehr verfügbar, nur noch die Tabelle). Wenn, wie ich bereits beschrieben hatte, die verlängerte Immunsystemunterdrückung eine erhöhte Sek undärkrebsrate steigert, steht dies im Widerspruch zur Wirksamkeit der Erhaltung für das MM. Also bei MRD- Patienten ist der Break even etwa ein Jahr früher wie bei de n übrigen Patienten. Man hört also früher auf, weil sonst die anderen Risiken den Gewinn durch die Erhaltung überwiegen. Und es muss nicht nur die Sekundärkrebsrate beinhalten, sondern auch die anderen Nebenwirkungen , also z.B. Nierenschädigung , was dann eine spätere Therapie negativ beeinflusst. Eine MRD Bestimmung kann z.B. auch durch PET-CT oder MRT bestimmt werden, und nach neuesten Forschungen aus dem Blutserum über PCR. Letzteres muss aber AFAIK bereits bei Behandlungsbeginn durch genetisches Screening eingeleitet werden, also man muss vorab wissen, wie die unnützen Immunglobuline bzw.Leichtketten sich von den "Guten" unterscheiden um sie mit PCR Technik verstärken zu können. PCR wurde bekannt bei Corona, wo man die Gensequenzen der Viren im Abstrich nachwies.
Letzte Änderung: 22 März 2025 09:43 von miregal.

miregal antwortete auf NW Lena
22 März 2025 09:00
  • miregal
  • 1025 Beiträge seit
    17 Mai 2019
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Klar ist CAR-T und Bi-AK keine Erhaltung. Aber das sind dann notwendige Alternativen wenn keine Erhaltungen toleriert werden und es früher zum Rezidiv kommen sollte. Die Sekundärkrebsgefahr liegt bei bis zu 5%, auch bei der CAR-T Therapie tritt sie jetzt durch steigende Patientenzahlen häufiger auf. Das liegt eben an den hämatotoxischen (immunsystem unterdrückenden) Wirkungsweise der Behandlungen. Das bedeutet, das Immunsystem kann durch Zellteilung verursachte Mutationen nicht mehr rechtzeitig erkennen und diese mutierten Zellen ausreichend eliminieren.

Callosum62 antwortete auf NW Lena
22 März 2025 01:23
  • Callosum62
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    18 September 2023
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Hallo, miregal,

meinst Du: "Defining the Optimal Duration of Lenalidomide Maintenance after Autologous Stem Cell Transplant – Data from the Myeloma XI Trial", also die Studie von 2022? Oder in deutscher Sprache: "Bestimmung der optimalen Dauer der Erhaltungstherapie mit Lenalidomid nach autologer Stammzelltransplantation – Daten aus der Myeloma-XI-Studie".
Nachdem, was ich da verstanden habe, sind die Ergebnisse aber nicht so eindeutig. In der Diskussion kommen die Autoren zu folgender Schlussfolgerung (mal ins Deutsche übersetzt):
"In dieser Analyse gibt es eindeutige Hinweise darauf, dass die Fortführung der Lenalidomid-Erhaltungstherapie über 3 Jahre hinaus mit einem verbesserten PFS verbunden ist, was die jüngsten Ergebnisse der DETERMINATION- und STAMINA-Studien unterstützt. Es scheint jedoch eine Zeit nach der ASZT zu geben, in der die fortgesetzte Erhaltung möglicherweise keinen anhaltenden Nutzen mehr gegenüber der Beobachtung hat. Die aktuelle Analyse legt nahe, dass die Auswirkungen zwischen 4 und 5 Jahren bei allen Patienten nachließen, früher in der Untergruppe der Patienten mit MRD- nach ASCT. Eine kontinuierliche Langzeitnachverfolgung dieser und anderer Studien ist erforderlich, um den optimalen Zeitpunkt festzulegen, zu dem eine randomisierte Studie zum Absetzen oder Fortsetzen der Erhaltung durchgeführt werden sollte."
Keine Ahnung, ob eine solche Studie mittlerweile durchgeführt worden ist - weißt Du da mehr, ich leider nicht.
Jedenfalls wird in der Studie deutlich, dass diejenigen MM-Patienten, die das Glück hatten, direkt nach der ASZT MRD-Negativ zu sein, nicht so lange profitieren. Aber m.E. nicht, weil L bei denen nicht wirken würde, sondern weil sie es schlicht und einfach durch das tiefe Ansprechen gar nicht so unbedingt brauchen. Nur: Wer von uns MM-Veteranen weiß das schon, ob er direkt nach ASZT MRD-Negativ war - bei mir wurde eine solche Diagnose jedenfalls nicht durchgeführt. Man kann ja auch im Verlauf der Erhaltungstherapie erst MRD-Negativ werden, u.a. auch durch L. Und: Wenn, wie die Autoren schreiben, die Auswirkungen von L "nachlassen" (also L "möglicherweise" keinen Nutzen mehr hat), heißt das zumindest nach meinem Sprachverständnis nicht, dass diese dann völlig verschwunden sind. Und wenn das erst nach 4-5 Jahren passiert (nicht nach 3-4), dann kommen wir - soweit ich weiß - ungefähr auf die mittlere Remissionszeit nach ASZT, und danach ist es eh egal, weil man dann ja L-Refraktär geworden ist.
Wir haben in unserer SHG übrigens zwei Teilnehmende, die - weiß der Geier, warum - seit 10 Jahren nur L bekommen, sonst nichts, und damit seitdem in Remission verblieben sind, und es nach ärztlicher Anweisung aber nicht absetzen sollen. So unterschiedlich ist das in der MM-Welt.
Im Hinblick auf die Nebenwirkungen von MM-Medis meinst Du wahrscheinlich auch die Keratopathie unter Belantamab Mofoditin, das ist aber mitnichten eine Blindheit, sondern ein Verschwommensehen, und das lästig und kann ziemliche Ängste auslösen, ist in den meisten Fällen aber rückläufig, wenn das Medikament abgesetzt wird, zuweilen sogar durch vorherige Dosisanpassung in den Griff zu bekommen.
Eine CAR-T-Zelltherapie kann auch neurologische Nebenwirkungen oder sekundäre Tumore zur Folge haben, das ist richtig (übrigens auch Herzprobleme). Allerdings können die akuten Nebenwirkungen wie CRS oder ICANS mittlerweile gut behandelt werden, und nach dem, was ich vor meiner CAR-T-Zelltherapie gelesen habe, ist die Auftretens-Rate von Sekundär-Tumoren gegenwärtig nur bei 1-2 % der Patienten beobachtet worden. OK, das sind 1-2 % zu viel, und in der Forschung versucht man wohl, diesbezügliche Risikofaktoren zu finden. Mich persönlich haben aber die 98 % überzeugt, die keinen Sekundärtumor bekommen haben...

Folge Deinem Herzen, aber vergiss dabei nicht, Dein Hirn mitzunehmen.
(Alfred Adler)

Konni26 antwortete auf NW Lena
21 März 2025 22:43 - 21 März 2025 22:45
  • Konni26
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    13 Juli 2024
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Hallo miregal
Die car-t Zelltherapie ist aber keine Erhaltung. Sie ist eine hochwirksame Therapie und vergleichbar mit einer SZT und damit absolut nicht vergleichbar mit einer niedrig dosierten lenalidomid Erhaltungstherapie. Das NW Spektrum ist natürlich damit auch vielfältiger - aber auch eher zu tolerieren. Sekundäre Tumoren treten übrigens extrem selten auf. Manche davon sind nicht der Therapie anzulasten, wären demnach auch ohne die Therapie aufgetreten. Demgegenüber stehen die vielen Erfolge der car-t Zelltherapie- auch beim MM.

EGAL, WAS AUCH PASSIERT,
NIEMAND KANN DIR DIE
TÄNZE NEHMEN, DIE DU
SCHON GETANZT HAST.
Letzte Änderung: 21 März 2025 22:45 von Konni26. Begründung: Fehler

miregal antwortete auf NW Lena
21 März 2025 21:47
  • miregal
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    17 Mai 2019
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miregal antwortete auf NW Lena
21 März 2025 20:13
  • miregal
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    17 Mai 2019
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Es gibt Untersuchungen wie viele mg Lena wie lange und wie gut wirken. Hatte ich mal hier im Forum verlinkt. 5mg bringt nach einer Remission in der Erhasltung eigentlich nix mehr, hatte ich im Kopf behalten. Also da wurden verschiedene Erhaltungstherapien verglichen. 3-4 Jahre wirkt Lena, dann ist statistisch kein Vorteil mehr feststellbar. Habe es auch vor gut 1.5 Jahren abgesetzt und bin immer noch in Remission. Ohne Remission würde ich es weiter nehmen bis ein Minimum erreicht ist. Andere Myelompräparate sind heftiger in den Nebenwirkungen, leider. Schau dir nur mal die Berichte zu den Bispez. Antikörpern an, machen blind oder Geschmacksverlust, Hautprobleme oder die CART Therapie kann sekundäre Krebsformen hervorrufen. Ganz zu schweigen von den hämatotoxischen Nebenwirkungen