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klein Grisu antwortete auf Daratumumab bei stationärer Aufnahme nicht möglich?
20 Apr. 2024 14:01 - 20 Apr. 2024 14:02
- klein Grisu
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435 Beiträge seit
23 Dezember 2016
23 Dezember 2016
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Hallo Bernd,
willkommen hier im Forum.
Üblicherweise unterbricht man während einer Strahlentherapie ein medikamentöse Therapie, damit der Patient nicht zu sehr belastet ist.
Daratumumab gehört zu den Medikamenten die nur ein Facharzt Onkologe/Hämatologe verschreiben darf, dazu zählen aber auch Krankenhäuser mit einer entsprechenden Abteilung.
Strahlentherapien beim Myelom werden vorzugsweise zur Schmerzbehandlung eingesetzt, weil ein lokal begrenzter Tumor schnell und "einfach" durch die Strahlung abgetötet werden kann.
Bei einer Antikörpertherapie wie hier mit Daratumumab wird der Tumor systemisch, im ganzen Körper bekämpft. Mit der Zeit baut sich ein gewisser Spiegel des
Antikörpers im Körper des Patienten auf und die Antikörpergabe kann reduziert werden. Durch eine Unterbrechung wird das "Depot" wieder komplett geleert (=kontraproduktiv)
Das beste Vorgehen sollte daher für jeden Einzelfall interdisziplinär und natürlich mit dem Patienten abgestimmt werden.
Als hilfreich hat sich bei solchen Problematiken auch das Einholen einer Zweitmeinung bei einem Myelom spezialisiertem Zentrum erwiesen.
Ich wünsch Deiner Frau alles Gute für Ihre Behandlung.
willkommen hier im Forum.
Üblicherweise unterbricht man während einer Strahlentherapie ein medikamentöse Therapie, damit der Patient nicht zu sehr belastet ist.
Daratumumab gehört zu den Medikamenten die nur ein Facharzt Onkologe/Hämatologe verschreiben darf, dazu zählen aber auch Krankenhäuser mit einer entsprechenden Abteilung.
Strahlentherapien beim Myelom werden vorzugsweise zur Schmerzbehandlung eingesetzt, weil ein lokal begrenzter Tumor schnell und "einfach" durch die Strahlung abgetötet werden kann.
Bei einer Antikörpertherapie wie hier mit Daratumumab wird der Tumor systemisch, im ganzen Körper bekämpft. Mit der Zeit baut sich ein gewisser Spiegel des
Antikörpers im Körper des Patienten auf und die Antikörpergabe kann reduziert werden. Durch eine Unterbrechung wird das "Depot" wieder komplett geleert (=kontraproduktiv)
Das beste Vorgehen sollte daher für jeden Einzelfall interdisziplinär und natürlich mit dem Patienten abgestimmt werden.
Als hilfreich hat sich bei solchen Problematiken auch das Einholen einer Zweitmeinung bei einem Myelom spezialisiertem Zentrum erwiesen.
Ich wünsch Deiner Frau alles Gute für Ihre Behandlung.
Sonnige Grüße
Markus
Letzte Änderung: 20 Apr. 2024 14:02 von klein Grisu.
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Callosum62 antwortete auf Daratumumab bei stationärer Aufnahme nicht möglich?
20 Apr. 2024 13:45
- Callosum62
255 Beiträge seit
18 September 2023
18 September 2023
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- Beiträge: 255
Hallo,
Deine Frau bekommt dann wohl die bewährte und eigentlich gut funktionierende Medikamentenkombination "DVD", also Daratumumab, Velcade=Bortezomib + Dexamethason. Diese Kombination wird nach meiner Kenntnis sowohl als Induktionstherapie (dann aktuell noch mit Revlimid dazu) als auch Langzeitbehandlung für Personen, die für eine Stammzelltransplantation nicht in Frage kommen, eingesetzt.
Mal vorab: Das Zeug ist nicht billig, Dara kostet pro Einzeldosis schnell mal 6000 Euro (da gibt es unterschiedlich Zahlen im Internet), und auch Velcade ist nicht zum Nulltarif zu haben. Wahrscheinlich hängt es davon ab, ob die Strahlen-Klinik, die das verabreichen darf, eine Genehmigung zur Abrechnung der Medikamente hat, und eine zuliefernde Apotheke, die das tagesaktuell besorgen kann. Da müsste man wohl bei der zuständigen Strahlen-Klinik nachfragen und sich das im Zweifelsfall auch schriftlich bestätigen lassen. In der Strahlenklinik in Erlangen, wo ich vier Wochen stationär gelegen bin wegen Immobilität, war das damals kein Problem, aber diese Klinik ist auch an eine Uni-Klinik angegliedert.
Ich weiß jetzt nicht, ob der Onkologe der Bestrahlung skeptisch gegenüber steht oder lieber Deine Frau selbst mit der Medi-Kombination weiterbehandeln will, aus welchen Gründen auch immer.
Jetzt schreibst Du, Deine Frau sollte "eigentlich" zur Strahlentherapie. Und wenn ich das richtig herauslese, dann wohl stationär, denn Bestrahlungen kann man ja auch ambulant durchführen, wenn die Klinik in der Nähe ist und eine ausreichende Mobilität gegeben ist. Und wieso "eigentlich"? Die Leute aus diesem Forum, die sich damit besser auskennen, mögen mich korrigieren, aber bestrahlt werden nach meinem Wissen eigentlich nur MM-aktive Osteolysen oder Plasmozytome, nicht die Wirbelbrüche. Jetzt weiß ich nicht, ob das alte Wirbelbrüche sind, die man erst jetzt entdeckt hat, oder neue, die in der letzten Zeit unter der Medikation dazugekommen sind. Jetzt können natürlich aufgrund des aktiven MM's die Knochen schon vor dem Januar so marode gewesen sein, dass die Brüche erst jetzt aufgetreten sind. Aber ein guter Radiologe kann erkennen, ob das alte oder neue Brüche sind. Wie dem auch sei, wichtig wäre m.E. zu klären, ob denn die Medikation anschlägt. Nach 3 Monaten sollte man das eigentlich einschätzen können, anhand der Blutwerte und auch anhand von Vergleichsaufnahmen der Radiologie.
Tja, vielleicht wirft das mehr Fragen auf, als es beantwortet. Aber vielleicht hat da jemand aus diesem Forum mehr aktuelle Erfahrungen damit...
Deine Frau bekommt dann wohl die bewährte und eigentlich gut funktionierende Medikamentenkombination "DVD", also Daratumumab, Velcade=Bortezomib + Dexamethason. Diese Kombination wird nach meiner Kenntnis sowohl als Induktionstherapie (dann aktuell noch mit Revlimid dazu) als auch Langzeitbehandlung für Personen, die für eine Stammzelltransplantation nicht in Frage kommen, eingesetzt.
Mal vorab: Das Zeug ist nicht billig, Dara kostet pro Einzeldosis schnell mal 6000 Euro (da gibt es unterschiedlich Zahlen im Internet), und auch Velcade ist nicht zum Nulltarif zu haben. Wahrscheinlich hängt es davon ab, ob die Strahlen-Klinik, die das verabreichen darf, eine Genehmigung zur Abrechnung der Medikamente hat, und eine zuliefernde Apotheke, die das tagesaktuell besorgen kann. Da müsste man wohl bei der zuständigen Strahlen-Klinik nachfragen und sich das im Zweifelsfall auch schriftlich bestätigen lassen. In der Strahlenklinik in Erlangen, wo ich vier Wochen stationär gelegen bin wegen Immobilität, war das damals kein Problem, aber diese Klinik ist auch an eine Uni-Klinik angegliedert.
Ich weiß jetzt nicht, ob der Onkologe der Bestrahlung skeptisch gegenüber steht oder lieber Deine Frau selbst mit der Medi-Kombination weiterbehandeln will, aus welchen Gründen auch immer.
Jetzt schreibst Du, Deine Frau sollte "eigentlich" zur Strahlentherapie. Und wenn ich das richtig herauslese, dann wohl stationär, denn Bestrahlungen kann man ja auch ambulant durchführen, wenn die Klinik in der Nähe ist und eine ausreichende Mobilität gegeben ist. Und wieso "eigentlich"? Die Leute aus diesem Forum, die sich damit besser auskennen, mögen mich korrigieren, aber bestrahlt werden nach meinem Wissen eigentlich nur MM-aktive Osteolysen oder Plasmozytome, nicht die Wirbelbrüche. Jetzt weiß ich nicht, ob das alte Wirbelbrüche sind, die man erst jetzt entdeckt hat, oder neue, die in der letzten Zeit unter der Medikation dazugekommen sind. Jetzt können natürlich aufgrund des aktiven MM's die Knochen schon vor dem Januar so marode gewesen sein, dass die Brüche erst jetzt aufgetreten sind. Aber ein guter Radiologe kann erkennen, ob das alte oder neue Brüche sind. Wie dem auch sei, wichtig wäre m.E. zu klären, ob denn die Medikation anschlägt. Nach 3 Monaten sollte man das eigentlich einschätzen können, anhand der Blutwerte und auch anhand von Vergleichsaufnahmen der Radiologie.
Tja, vielleicht wirft das mehr Fragen auf, als es beantwortet. Aber vielleicht hat da jemand aus diesem Forum mehr aktuelle Erfahrungen damit...
Folge Deinem Herzen, aber vergiss dabei nicht, Dein Hirn mitzunehmen.
(Alfred Adler)
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Daratumumab bei stationärer Aufnahme nicht möglich? wurde erstellt von Bernd040310
19 Apr. 2024 20:04
- Bernd040310
- Autor
7 Beiträge seit
19 April 2024
19 April 2024
Weniger
Mehr
- Beiträge: 7
Hallo, bin neu hier im Forum und sehr gespannt auf eure Beiträge.
Meine Frau ist MM-erkrankt und macht sein Anfang Januar eine Erstlinien-Therapie mit Dara, Borte und Dexa. Leider hat sich in den letzten 3 Wochen gezeigt, dass sie mehrere Wirbel gebrochen hat. Sie sollte eigentlich stationär in eine Klinik zur Strahlentherapie. Unser Hämatologe sagt aber, dass man damit die Therapie zwangsläufig unterbrechen müsste, weil die Kliniken kein Daratumumab geben können, weil der Antikörper zu teuer ist.
Das kann ich mir nur schwer vorstellen. Hat jemand Erfahrung dazu.
Besten Dank
Bernd
Meine Frau ist MM-erkrankt und macht sein Anfang Januar eine Erstlinien-Therapie mit Dara, Borte und Dexa. Leider hat sich in den letzten 3 Wochen gezeigt, dass sie mehrere Wirbel gebrochen hat. Sie sollte eigentlich stationär in eine Klinik zur Strahlentherapie. Unser Hämatologe sagt aber, dass man damit die Therapie zwangsläufig unterbrechen müsste, weil die Kliniken kein Daratumumab geben können, weil der Antikörper zu teuer ist.
Das kann ich mir nur schwer vorstellen. Hat jemand Erfahrung dazu.
Besten Dank
Bernd
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