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Stani antwortete auf Car- T- Zelltherapie
16 Dez. 2023 13:33
  • Stani
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    23 Mai 2021
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Hallo,
da inzwischen Einige von euch vor einer Car- T- Zelltherapie stehen oder vielleicht mehr darüber erfahren möchten für den Fall der Fälle.......will ich euch informieren, was ich so bei meinen Recherchen entdecke.
Mein Mann bekommt eine Brückentherapie mit Bendamustin, was ursprünglich, so, nicht angedacht war. Da es einigen Wind....in der Abstimmung zwischen Uniklinik und Ortsonko gab, habe ich auch nicht weiter interveniert,- nur mich versichert, dass es wirklich so abgestimmt worden war......
Natürlich habe ich mich daraufhin umgehend mit Bendamustin befasst und falls das in Zukunft aauch jemand von euch bekommen sollte, dann hier meine wichtigsten Erkenntnisse dazu:

Bendamustin ist ein altes DDR- Chemomittel.
Es ist sowohl für die Brückentherapie als auch für die Depletion geeignet.
Es muss Engpässe mit der Lieferbarkeit der sonst üblichen Mittel für Bridging und Depletion geben oder gegeben haben, so dass Bendamustin ins Spiel kam. Es gibt jede Menge Vergleichs-Studien, die das Ziel hatten zu prüfen, ob Bendamustin auch geeignet ist.

hier ist eine davon:

ashpublications.org/blood/article/142/Su...aign=Blood_TrendMD_0

für alle die nicht ausreichend Englisch können, so wie ich.... am PC rechte Maustaste, im erscheindenden Menü auswählen: übersetzen oder über die drei kleinen Punkte, ganz oben rechts in der Menüleiste Befehl zum Übersetzen wählen. Ähnliches gibt es auch beim tablet.

Was ich bisher dazu noch so las, lässt mich nun ruhiger sein, dass die für uns gewählte Therapie gut durchdacht und trotz ihres Alters den neuen Mittel nicht unterlegen ist.

Die FLK lambda fiel nach dem 1. Zyklus von 1121,8 mg/l auf 481,1 mg/l. Das Paraprotein ist auch gesunken. Nachdem Carfilzomib/Dara/Dexa außer Nebenwirkungen gar nichts gebracht hatte und FLK und Paraprotein fleißig anstiegen, unter dieser Therapie, sind wir erst mal froh, dass dieser Trend jetzt gestoppt scheint.

Also bekommt keinen Schreck, wenn sie euch Bendamustin geben wollen. Es ist gut wirksam und hat sogar weniger Nebenwirkungen.

Lieber Gruß- Eva

Stani antwortete auf Car- T- Zelltherapie
28 Nov. 2023 17:24 - 28 Nov. 2023 19:26
  • Stani
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    23 Mai 2021
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Lieber miregal,

Es gibt äußerst interessante Studien, die sich mit möglichst günstigen Ausgangsverhältnisse für einen guten und vor allem langanhaltenden Erfolg der Car-T-Zelltherapie beschäftigen. Die Therapie ist ja auch sehr teuer. Darüber hinaus sind die Forscher natürlich frustriert, wenn ein gutes und schnelles Anschlagen der Therapie nur von kurzer Dauer ist.

www.lmu-klinikum.de/aktuelles/pressemitt...ebs/dd58aec3b4352797

Das Ergebnis, dass Bauchfett, in diesem Falle, von Vorteil sein soll, dürfte die meisten überraschen. Mich jedenfalls. Also ran an die Pfefferkuchen, wer etwa zu dünn ist und das vor sich hat.......

Du wolltest genaueres zum Darmbiom wissen. Ich hatte noch eine andere Studie in der Mache, die ich aber erst noch wieder finden muss.....

In dieser war von 3 Wochen vor der Rückgabe der Zellen die Rede und möglichst keine Breitbandantibiotika. Es ist ja bekannt, dass das MM häufig zu Infekten führt oder diesen vorgebeugt werden soll......
In der oder einer anderen Studie stand aber auch, dass der gute Zustand des Darmbioms bereits zur Zellgewinnung von Vorteil wäre. Dann wären Zustand und Ausbeute der T- Zellen besser. Ich muss noch mal recherchieren. Die T- Zellen werden ja im Thymus gebildet, aber reifen wohl im Darm aus. Das würde natürlich das Ganze erklären.
Wie schnell sich das Darmbiom nach Antibiotikagabe erholt, hängt mit von der Ernährung ab. Auch habe ich inzwischen 2 Ärzte erlebt, die, mit dem Antibiotika zusammen,
Probiotika verschreiben, um den Schaden zu minimieren.

In der Hoffnung, dass ich in etwa getroffen habe, was Du wissen wolltest....
So, eine Studie gefunden:

www.springermedizin.de/orthesen/car-t-ze...ll-therapie/20305796

Sie denken sogar über Stuhltransplantation nach in diesem Zusammenhang...der Gedanke ist ja auch nicht so neu.

Wer nicht lesen will, kann hier hören:

open.spotify.com/episode/6L5h15mk4hXRPUh...7QnubfLcXkDQrpQ&nd=1

Oh, Mann.......scheinbar reifen nicht alle T- Zellen im Darm, sondern nur ein Teil, die regulatorischen T- Zellen werden hier spezifiziert. Diese sind darauf spezialisiert, dass Darmmikrobiom nicht an zu greifen. Wären sie nicht, greift der Rest der T- Zellen dieses an......

www.mpg.de/4733111/Immuntoleranz_im_Darm

Liebe Grüße- Eva
Letzte Änderung: 28 Nov. 2023 19:26 von Stani.

miregal antwortete auf Car- T- Zelltherapie
28 Nov. 2023 16:12
  • miregal
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    17 Mai 2019
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Die Frage ist aber, ob das Darmbiom eine Begleiterscheinung einer noch unbekannten Ursache ist (= schlechter Abwehrstarus des Immunsystems) oder die CART zelltarie direkt/ursächlich beeinflusst wird vom Zustand der Darmflora. Das wird mir aus dem Artikel nicht klar. Breitband Antibiotika wie Meropenem hat wohl schon jeder Myelompatient in der Klinik bei einer Infektion bekommen. Wie lange würde es dauern, bis sich die Darmflora erholen kann?

Stani antwortete auf Car- T- Zelltherapie
28 Nov. 2023 09:27
  • Stani
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    23 Mai 2021
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Hallo

Bei uns geht es in die nächste Runde der Vorbereitung Car-T-Zelltherapie. Mein Mann hat sich eben gemeldet, dass er jetzt "verkabelt" ist für die T- Zellgewinnung. Die vor 11 Tagen durchgeführte Leistenbruch- OP hat er zum Glück ohne Probleme und ohne Infekt hinter sich gebracht. Er wird Carvykti bekommen. Brückentherapie ist wohl schon abgestimmt zwischen Uniklinik und Ortsonko. Welche wissen wir bisher noch nicht. Angedacht war: Elo/Poma/Dexa.

Liebe Grüße- Eva

Stani antwortete auf Car- T- Zelltherapie
12 Nov. 2023 19:38
  • Stani
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    23 Mai 2021
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Jetzt verstehe ich, was die Würzburger machen: sie arbeiten an einer eigenen Car-T-Zelltherapie. Dann ist aber die Erkenntnis, über den Zusammenhang zwischen Zustand des Mikrobioms und den Erfolg der Car-T-Zelltherapie schon sehr viel weiter fortgeschritten als ich dachte.

www.dkfz.de/de/presse/pressemitteilungen...mit-CAR-T-Zellen.php

Diesem Link zu Folge, waren sie sich schon ziemlich sicher, aber noch nicht so ganz. Dann scheint sich diese Erkenntnis aber inzwischen weiter bestätigt zu haben.

Stani antwortete auf Car- T- Zelltherapie
12 Nov. 2023 18:10
  • Stani
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    23 Mai 2021
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Hmmmmmm......Jockel, glaubst Du wirklich, dass die Würzburger dann Forschungsgelder dafür ausgeben würden?

Und ja: Wissen kann sehr hilfreich sein, aber auch mächtig Angst machen! Und manchmal (meistens) ist es schwierig, dabei die Balance zu halten.

Liebe, Ma das ist eine sehr interessante Info, dass die Würzburger daran forschen.

Weißt Du was mir aufgefallen ist, dass ganz viele Lebensmittel, die für das Mikrobiom äußerst hilfreich sind, auch dafür bekannt sind, dass sie Krebs verhindern sollen. Blöd nur, dass sie sich scheinbar auch mit Wirkstoffen der Therapien ins Gehege kommen, da sie möglicherweise deren Andockstellen besetzen.
Da geht es eben nicht nur um grünen Tee und Grapefruit, sondern auch um Beeren, Brokkoli, eigentlich um alles, was als äußerst gesund angesehen wird. Da taucht dann schon die Frage auf, schlägt etwa die Therapie nicht an, weil ich mich nicht ausschließlich von Kuchen und Wurstbrötchen ernähre? Das ist schon ganz schön frustrierend und letztendlich, ist am gescheitesten wie immer der goldene Mittelweg.

Deshalb bin ich ja auch so stutzig geworden als ich das mit dem Mikrobiom und den Car- T-Zellen las und wie wichtig das plötzlich für die diesbezügliche Forschung ist.

Bin ich ja gespannt, wenn das bei den Myelomspezialisten ankommt. Ich werde unsere mal fragen.

Lieber Gruß- Eva