Therapie-Ende bei meinem Vater? wurde erstellt von Mo
12 Apr. 2018 11:42
- Mo
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11 September 2026
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Guten Tag liebe Forumer,
ich hatte vor ein paar Wochen schon einmal hier geschrieben, als mein Vater nach der ersten überhaupt anschlagenden Chemo mit seiner zweiten Lungenentzündung und Organversagen auf der Intensivstation gelandet war...
In der Zwischenzeit ist er nach 3wöchiger Erholungszeit wieder entlassen worden und nun wieder im Krankenhaus, da er einen großen Bluterguss hat, der auf die Nerven in der Wirbelsäule drückt, wodurch er das linke Bein gar nicht mehr bewegen kann und starke Schmerzen hat. Seit seiner letzten Aufnahme vor nun also ca. 6 Wochen wurde die Chemotherapie nicht fortgesetzt.
Nun hatten meine Eltern gestern ein Gespräch mit dem Arzt vom MVZ, denn seine Werte haben sich verschlechtert. Die Eiweiße, die, so wie ich es verstehe, das Fortschreiten des Krebs' messen (?), sind angestiegen. Unter diesen neuen Ergebnissen haben sie meinen Eltern dann auch das erste Mal die Möglichkeit eröffnet, ob man an diesem Punkt nicht die Therapien abbrechen sollte und stattdessen das Therapieziel darauf richten sollte, ihm noch möglichst viel Lebensqualität zu ermöglichen... Eine Prognose wollten sie aber natürlich nicht aussprechen.
Es gab natürlich noch keine Entscheidung von seiten meiner Eltern, das müssen sie nun auch erst mal verdauen.
Ich bin etwas ratlos, was denn das konkret bedeutet. Soweit ich verstehe, sind die Blut- und auch sonstige -Werte schon sehr schlecht, d.h. er benötigt dauernd Transfusionen sowohl von Blut als auch von Blutplasma. Mit schlechten Blutwerten steigt doch auch das Infektrisiko, oder nicht? Ich weiß gar nicht, ob ein Leben ohne Chemotherapie so viel anders verlaufen wird, als mit? Reden wir von Wochen, Monaten oder evtl. sogar noch Jahren, die ertragbar gestaltet werden können? Und natürlich ist auch noch die Frage, ob es nicht doch noch eine Alternative gibt therapietechnisch, die anschlagen könnte, aber nicht ganz so aggressiv ist wie die Letzte.
Dazu schreibe ich mal kurz, was ich in seinem Arztbrief zu den vorhergegangenen Therapien finden konnte:
Multiples Myelom IgA kappa, Stadium IIIA nach Durie und Salmon, Stadium I nach ISS
Knochenmarksbefund: Plasmazellenmyelom vom kappa Typ, Infiltration 85% (dann jetzt vielleicht höher, wenn weiter fortgeschritten?)
- Dexamethason-Vorphase im August 2017
- Velcade-Therapie August bis Oktober 2017, 3 Zyklen, ohne Verbesserung.
- Einleitung der Therapie bei VCD-Schema 11/2017 bis 01/2018, bei inadäquaten Ansprechen erneuter Wechsel auf
- Carfilzomib/Revlimid/Dexamethason am 22.01.18
Diese letzte Therapie hat angeschlagen und am Ende des ersten Zyklus' eine Verbesserung erwirkt. In der Mitte des zweiten Zyklus', Anfang März 2018, wurde er dann ins Krankenhaus eingeliefert mit Lungenentzündung, wie oben beschrieben. Seitdem gab es keine Therapie mehr und die Krankheit ist weiter fortgeschritten.
Ich weiß, dass Ihr wahrscheinlich meine Fragen nicht vollständig beantworten könnt, aber vielleicht könnt Ihr Erfahrungswerte teilen?
Ich würde mich freuen.
Vielen Dank, ich wünsche Euch trotz allem einen schönen Tag in der Sonne!
Mo
ich hatte vor ein paar Wochen schon einmal hier geschrieben, als mein Vater nach der ersten überhaupt anschlagenden Chemo mit seiner zweiten Lungenentzündung und Organversagen auf der Intensivstation gelandet war...
In der Zwischenzeit ist er nach 3wöchiger Erholungszeit wieder entlassen worden und nun wieder im Krankenhaus, da er einen großen Bluterguss hat, der auf die Nerven in der Wirbelsäule drückt, wodurch er das linke Bein gar nicht mehr bewegen kann und starke Schmerzen hat. Seit seiner letzten Aufnahme vor nun also ca. 6 Wochen wurde die Chemotherapie nicht fortgesetzt.
Nun hatten meine Eltern gestern ein Gespräch mit dem Arzt vom MVZ, denn seine Werte haben sich verschlechtert. Die Eiweiße, die, so wie ich es verstehe, das Fortschreiten des Krebs' messen (?), sind angestiegen. Unter diesen neuen Ergebnissen haben sie meinen Eltern dann auch das erste Mal die Möglichkeit eröffnet, ob man an diesem Punkt nicht die Therapien abbrechen sollte und stattdessen das Therapieziel darauf richten sollte, ihm noch möglichst viel Lebensqualität zu ermöglichen... Eine Prognose wollten sie aber natürlich nicht aussprechen.
Es gab natürlich noch keine Entscheidung von seiten meiner Eltern, das müssen sie nun auch erst mal verdauen.
Ich bin etwas ratlos, was denn das konkret bedeutet. Soweit ich verstehe, sind die Blut- und auch sonstige -Werte schon sehr schlecht, d.h. er benötigt dauernd Transfusionen sowohl von Blut als auch von Blutplasma. Mit schlechten Blutwerten steigt doch auch das Infektrisiko, oder nicht? Ich weiß gar nicht, ob ein Leben ohne Chemotherapie so viel anders verlaufen wird, als mit? Reden wir von Wochen, Monaten oder evtl. sogar noch Jahren, die ertragbar gestaltet werden können? Und natürlich ist auch noch die Frage, ob es nicht doch noch eine Alternative gibt therapietechnisch, die anschlagen könnte, aber nicht ganz so aggressiv ist wie die Letzte.
Dazu schreibe ich mal kurz, was ich in seinem Arztbrief zu den vorhergegangenen Therapien finden konnte:
Multiples Myelom IgA kappa, Stadium IIIA nach Durie und Salmon, Stadium I nach ISS
Knochenmarksbefund: Plasmazellenmyelom vom kappa Typ, Infiltration 85% (dann jetzt vielleicht höher, wenn weiter fortgeschritten?)
- Dexamethason-Vorphase im August 2017
- Velcade-Therapie August bis Oktober 2017, 3 Zyklen, ohne Verbesserung.
- Einleitung der Therapie bei VCD-Schema 11/2017 bis 01/2018, bei inadäquaten Ansprechen erneuter Wechsel auf
- Carfilzomib/Revlimid/Dexamethason am 22.01.18
Diese letzte Therapie hat angeschlagen und am Ende des ersten Zyklus' eine Verbesserung erwirkt. In der Mitte des zweiten Zyklus', Anfang März 2018, wurde er dann ins Krankenhaus eingeliefert mit Lungenentzündung, wie oben beschrieben. Seitdem gab es keine Therapie mehr und die Krankheit ist weiter fortgeschritten.
Ich weiß, dass Ihr wahrscheinlich meine Fragen nicht vollständig beantworten könnt, aber vielleicht könnt Ihr Erfahrungswerte teilen?
Ich würde mich freuen.
Vielen Dank, ich wünsche Euch trotz allem einen schönen Tag in der Sonne!
Mo
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