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christine antwortete auf Bald Hochdosis
03 Aug. 2015 12:59
  • christine
  • 0 Beiträge seit
    12 September 2026
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Vor der Hochdosis fühlt man sich wie vor einem Start in`s Ungewisse, sozusagen als ob man in einem Ruderboot über den Atlantik geschickt wird (mit einer Sprudelflasche), oder schwimmend den Amazonas hinunter..... Ich weiss das noch sehr genau und verstehe das heute kaum noch. Leider kann man sehr schwer weitervermitteln, ich würde das doch so gerne für die Patienten "nach mir" machen!
Nüchtern gesehen: Die Überlebensrate bei der autologen liegt wohl bei mehr als 99% (wenn ich mich recht erinnere) - also nur Mut.
Hat nicht hier im Forum noch jeder die erste autologe Transplantation überlebt?!

Mira antwortete auf Bald Hochdosis
03 Aug. 2015 12:29
  • Mira
  • 419 Beiträge seit
    03 Februar 2014
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Hallo,
nee besonders einfühlsam war das bestimmt nicht vom Arzt.
Aber die SZT birgt nun mal auch Gefahren. Der Arzt muss ja aufklären, und zu dieser Aufklärung gehören auch die möglichen Resultate dazu die eben nicht zum erwünschten Erfolg führen. Das ist so als wenn man den Beipackzettel beim Medikament liest, so wirklich Lust die Medis danach noch zu nehmen hat man dann auch nicht mehr. Nur wenn es keine andere Alternative gibt, muss man den Weg halt gehen und das Risiko in Kauf nehmen. Mit gewisse Vorkehrungen muss nicht unbedingt die Beerdigung gemeint sein, können auch einfach z.B. Patientenverfügung oder Vollmachten fürs Bankkonto gemeint sein (es gibt z.B. Leute die kommen nicht an Geld dran, weil sie fürs entsprechende Konto keine Vollmacht haben und der Kontoinhaber in dem Moment nicht Geschäftsfähig ist). . Das mit der Blutvergiftung war nicht ganz ohne und trotzdem geht es dein Mann jetzt wieder gut! Versuche dein berechtigter Ärger so schnell möglich zu vergessen und trotz allem weiter positiv zu denken. Nur das bringt wirklich etwas!
LG

Bald Hochdosis wurde erstellt von Carrie2015
03 Aug. 2015 11:40
  • Carrie2015
  • Autor
  • 40 Beiträge seit
    17 März 2015
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Hallo,

ich wollte mich mal wieder melden. Mein Mann hatte im Juli die Mobilisierungschemo mit Stammzellenentnahme. Er wurde nach 2 Tagen entlassen weil angeblich alles super wäre und sollte darauf die Woche wieder kommen zur Entnahme. Leider hat er zuhause hohes Fieber bekommen so dass ich ihn direkt wieder ins Krankenhaus habe bringen lassen und es stellte sich heraus dass sich die Stelle an seinem Arm entzündet hat wo die Chemo rein kam und er kurz vor einer Blutvergiftung statt. Anscheinend sind irgendwie Bakterien da hinein gelangt :(
Jetzt geht es ihm soweit ganz gut und er muss Ende August zur Hochdosis und Stammzellenrückgabe. Er hatte heute das Vorbereitungsgespräch und sein ganzer Optimismus ist erst mal wieder weg. Ich mein uns ist allen klar wie schlimm diese Krankheit ist und was passieren könnte, aber ist es echt zuviel verlangt das die Ärzte wenigstens ein bißchen den Optimismus des Patienten aufrecht erhalten könnte. Er hatte letztens eine Ärztin die ihm sagte das alles gut läuft bei ihm und wir jetzt schauen müssen wie alles anschlägt. Das war super. Heute hatte er einen Arzt der total negativ gesprochen hat und als mein Mann meinte "sie tun ja so als würde ich die hochdosi nicht überleben" meinte er nur "es ist immer gut schon gewisse Vorbereitungen zu treffen" (Beerdigung etc).
Ich finds irgendwie unverschämt :cry:

Life is not about waiting for the storm to pass. It's about learning to dance in the rain!