Zum Hauptinhalt springen
29 Apr. 2019 13:42
  • joseph
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
Mehr
Hi Andi

Willkommen im Forum

Joseph

29 Apr. 2019 12:07
  • Andi6378
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
Mehr
Hallo, bin MM Stadium 1a ohne Behandlung, habe dauerhaft GdB von 50 bekommen, berücksichtigt wurde noch die Psyche und ein Bandscheibenvorfall. Zuerst waren es nur GdB 30, nach Einspruch GdB 40 mit dauerhaften Einschränkung. Dann Klage beim Sozialgericht, die haben mich zu einem Gutachter geschickt und der hat den GdB von 50 empfohlen, das Gericht hat einen Vergleich von GdB 50 vorgeschlagen, der wurde so angenommen. Und das alles ohne VDK.

26 Jan. 2019 14:16
  • Dorothee
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
Mehr
Hallo alle,
hab mich wegen meiner Freundin (derentwegen ich hier im Forum bin) mal mit den Behinderungsgraden und den Vergünstigungen im öffentlichen Nahverkehr auseinandergesetzt.
1. Es braucht einen GDB von 70, damit man die Bahncard 25 (25%Ermäßigung auf den Fahrpreis) oder die Bahncard 50 (50% Ermäßigung auf den Fahrpreis) zum halben Preis kaufen kann.
Das gilt dann natürlich nur für den Gültigkeitsbereich der Bahncard.
2. Für einen Schwerbehindertenausweis in der Farbe grün/orange muß zum GDB ein weiteres Kennzeichen vorliegen:
- G = stark gehbehindert (gilt erst, wenn man mehr als 2 km nicht mehr selbstständig gehen kann)
- aG = außergewöhnlich gehbehindert, z.B. Rollstuhl
- H = hilflos
- BI = blind
- GI = gehörlos
(RF, also die Befreiung von Rundfunkgebühren ist für Menschen, die nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, also z.B. bettlägerig sind)
Selbst bei Vorliegen einer dieser Kennzeichen ist die Teilnahme am öffentlichen Personennahverkehr NICHT kostenfrei, aber man kann eine Wertmarke von 40,00 Euro (1/2 Jahr) oder von 80,00 Euro (1 Jahr) erwerben, damit man dann keinen Fahrschein mehr lösen bzw. bezahlen muß.

Das war jetzt zwar kein direkter Kommentar zu den o.g. Erfahrungsberichten. Aber:
Erfahrung meiner Freundin: Sie wurde von 50% GdB (2017) auf 40% (2018 etc.) zurückgestuft. Wahrscheinlich, weil ihr Lymphom keinen Progress hat und deshalb im Moment nicht behandlungsbedürftig ist.
Mit Sicherheit ist aber schon der Erstantrag Murks gewesen, da eine Hirnschädel-OP mit nachfolgendem Hirnbluten (hämorraghischer Schlaganfall) und allen Folgestörungen wie Sprache, Psyche, Konzentrations- und Gleichgewichtsstörungen einen GdB von 60 - 100 rechtfertigen.
Hab den Onkologen drauf angesprochen, der hat seine Unterlagen angeguckt und war selbst entsetzt, dass er zuwenig geschrieben hatte ans Versorgungsamt. Er schreibt jetzt neu.

Deshalb immer Widerspruch und auch mal die auskunftspflichtigen Ärzte ansprechen.

Weiß einer von euch, ob man das alles, was offensichtlich nicht berücksichtigt wurde vom Versorgungsamt, im Widerspruch formuliert werden sollte oder ob man besser einen Verschlechterungsantrag stellt (obwohl es ja eigentlich keine Verschlechterung ist, bloß vergessen oder nicht beachtet ...)

Danke für eure Infos.
LG Dorothee

04 Jan. 2019 08:02
  • DerOppa
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
Mehr
Hallo alle,

mir wurden bereitwillig ein GdB 80 unbefristet gegeben(6o für MM und 20 für 2 Wirbeleinbrüche).
Allerdings ohne Merkzeichen.Dagegen läuft derzeit noch ein Widerspruch und inzwischen ein Verschlimmerungsantrag.Aber das Amt nimmt sich scheinbar viel Zeit mit der Bearbeitung.
Wiederspruch läuft seit Anfang September 2018,der Antrag seit November 2018.

Aber nichts bei einer totbringenden Krankheit geht eigentlich garnicht,ich würde da auf jeden Fall in Wiederspruch gehen,du kann nur gewinnen.

LG Detlef.

29 Dez. 2018 12:07
  • Mimau
  • 194 Beiträge seit
    15 Oktober 2017
Mehr
Hi, wie Logopädin schon schrieb. Es ist wohl stark abhängig vom Sachbearbeiter, Amt.
Ich hatte zb. "Glück" und habe sofort mal 100 Grad bekommen. Obwohl ich von anderen viel schlimmer betroffenen gelesen habe die nur 60 Grad ect. Bekommen haben.
Auch dürfte ein gutes Verhältnis zum hoffentlich verständnisvollen Onkologen ect. wertvoll sein.

Man sollte es offen ansprechen was man für sich möchte.
Viele wollen, müssen Arbeiten. Andere nicht.
Ich möchte ehrlich gesagt, den ja nun mal absehbaren Rest meines Lebens, nicht zwingend an Arbeit verschwenden. Das habe ich lange und hart genug.
Was könnte ich einem Arbeitgeber auch noch bieten ! Ständige Fehlzeiten wegen Infektionen, Krankenhaus und Arztbesuchen oder wie PMF2SZT schrieb Konzentrationsstörungen ect...

Ich darf auch mal gespannt sein wie es bei mir nach der zweiten HD dann aussieht. Krankengeld läuft aus, ob ich noch eine Reha schaffe ... so zeitlich ?
Wegen einer Entscheidung bezüglich Erwerbsminderungsrente.
Übel wenn man dann auf Behörden trifft mit denen man sich ob einer tödlichen Krankheit auch noch streiten muss.
Viel Glück ;-)

29 Dez. 2018 10:51 - 29 Dez. 2018 10:53
  • PMF2SZT
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
Mehr
Lieber Christian,

die VersMedV sagt dazu:

16.8 Knochenmark- und Stammzelltransplantation

Nach autologer Knochenmark- oder Blutstammzelltransplantation ist der GdS entsprechend der Grundkrankheit zu beurteilen.
Nach allogener Knochenmarktransplantation für die Dauer von drei Jahren (Heilungsbewährung): 100

Danach ist der GdS nach den verbliebenen Auswirkungen und dem eventuellen Organschaden, jedoch nicht niedriger als 30, zu bewerten.


Das ist jedoch nur ein Anhaltspunkt, ein Rechtsanspruch besteht darauf nicht. Letztendlich ist für die abschließende Einstufung IMMER die tatsächliche Einschränkung der Teilhabe entscheidend, und NICHT die Diagnose oder die Therapie. Hierbei liegen die eigene Einschätzung und die des Amtes oft meilenweit auseinander, oftmals aus Unkenntnis. Auch die Einschätzung der Ärzte liegt oft drastisch daneben. Die Einschränkung der Teilhabe ist natürlich durch entsprechende Arztberichte zu belegen.

Ich selbst habe z.B. bei der Nachprüfung 3 Jahre nach der 2. alloSZT erst nach einem umfangreichen Einspruch 70% unbefristet bekommen, weil ich nach der 2. SZT unter einer verringerten Merkfähigkeit, Konzentrationsschwäche, und Gedächtnislücken (sog. Chemo-Brain) leide und aufgrund meines reduzierten Immunsystems immer wieder Infekte bekomme und mich nicht frei unter größeren Menschenansammlungen bewegen kann.
Letzte Änderung: 29 Dez. 2018 10:53 von PMF2SZT. Begründung: Ergänzung