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Lucy antwortete auf Wie werde ich damit fertig - brauche Euren Rat
06 Sep. 2014 11:23
- Lucy
408 Beiträge seit
12 Dezember 2012
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Liebe Virginia,
als ich kurz vor meiner HD stand, hat mich mein Arzt in der Uniklinik darauf hingewiesen, dass seiner Erfahrung nach viele Patienten einige Wochen/Monate nach der HD vorübergehend in eine Art mentales Loch fallen. Ist ja irgendwie auch logisch. Vorher war man erst mal darauf konzentriert und wenn alles überstanden ist und man sich langsam besser fühlt, muss und kann man sich mit dem Neuordnen des eigenen Lebens beschäftigen. Genau wie alle anderen hier musste ich mich von einigen Dingen in meinem bisherigen Leben und auch vielen Zukunftsperspektiven verabschieden. Das war manchmal eine Art von Trauerarbeit, schmerzhaft, aber notwendig. Mittlerweile habe ich das abgeschlossen und schaue nicht mehr wehmütig zurück. Ich bin dankbar, dass es mir wieder besser geht und genieße jeden Tag mit meiner Familie. Ich habe neue Aufgaben und Hobbies gefunden, aber kann mich auch sehr an kleinen Dingen im Alltag und der Natur erfreuen. Meinen Freundeskreis hat es auch durchgerüttelt, einige haben den Kontakt abgebrochen. Sie leben immer noch in der Illusion, wenn man nicht über Krebs spricht, kann es einen nicht erwischen. Aber die wahren Freunde zu erkennen und nicht einfach als selbstverständlich gegeben anzusehen, empfinde ich als Bereicherung. Meinen Beruf vermisse ich manchmal, aber im Vordergrund steht für mich der Gedanke, dass mir viel Zeit geschenkt wird, die ich mit meiner Familie und zur Erholung meines Körpers verbringen kann.
Früher als Kind hat man mir immer gesagt: Schaue vorwärts, nicht zurück, neuer Mut bringt Lebensglück. Da hatte meine Oma wohl recht.....
LG,
Lucy
als ich kurz vor meiner HD stand, hat mich mein Arzt in der Uniklinik darauf hingewiesen, dass seiner Erfahrung nach viele Patienten einige Wochen/Monate nach der HD vorübergehend in eine Art mentales Loch fallen. Ist ja irgendwie auch logisch. Vorher war man erst mal darauf konzentriert und wenn alles überstanden ist und man sich langsam besser fühlt, muss und kann man sich mit dem Neuordnen des eigenen Lebens beschäftigen. Genau wie alle anderen hier musste ich mich von einigen Dingen in meinem bisherigen Leben und auch vielen Zukunftsperspektiven verabschieden. Das war manchmal eine Art von Trauerarbeit, schmerzhaft, aber notwendig. Mittlerweile habe ich das abgeschlossen und schaue nicht mehr wehmütig zurück. Ich bin dankbar, dass es mir wieder besser geht und genieße jeden Tag mit meiner Familie. Ich habe neue Aufgaben und Hobbies gefunden, aber kann mich auch sehr an kleinen Dingen im Alltag und der Natur erfreuen. Meinen Freundeskreis hat es auch durchgerüttelt, einige haben den Kontakt abgebrochen. Sie leben immer noch in der Illusion, wenn man nicht über Krebs spricht, kann es einen nicht erwischen. Aber die wahren Freunde zu erkennen und nicht einfach als selbstverständlich gegeben anzusehen, empfinde ich als Bereicherung. Meinen Beruf vermisse ich manchmal, aber im Vordergrund steht für mich der Gedanke, dass mir viel Zeit geschenkt wird, die ich mit meiner Familie und zur Erholung meines Körpers verbringen kann.
Früher als Kind hat man mir immer gesagt: Schaue vorwärts, nicht zurück, neuer Mut bringt Lebensglück. Da hatte meine Oma wohl recht.....
LG,
Lucy
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AngelaR antwortete auf Wie werde ich damit fertig - brauche Euren Rat
06 Sep. 2014 00:07
- AngelaR
0 Beiträge seit
11 September 2026
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Liebe Virginia,
Wie sieht es denn in Deiner neuen Umgebung aus, kannst du Dir andere Aufgaben suchen?
Vielleicht etwas flexibles, wenn Dir nicht danach ist, kannst Du eben nicht?
Vielleicht etwas völlig anderes, als Deinen Beruf. Es gibt auch Freiwilligenagenturen, vielleicht findest Du da eine erfüllende Funktion?
Oder aber das was wir schon immer wollten, im Chor singen, Malen, Volkshochschule, gebraucht wird Jeder und Jeder kann in fast jeder Situation irgend etwas tun, was ihn ausfüllt.
Momentan bin ich zum Beispiel vollauf damit beschäftigt, 5 Kätzelein zu vermitteln, die Jemand vorm Haus ausgesetzt hat, das kann absolut Zeit kosten, vor allem, sich den verstörten Tieren zu nähern und sie einzufangen, bzw, in die Box zu locken....( 1 Stunde reglos neben der Box, um sie dann mit dem Fuß zu schließen...hätte man filmen sollen)
Habe ich vorige Woche auch noch nicht gewußt, dass ich damit meine kostbare Zeit zubringen würde, da bin ich heute eben mal kurz 80 km gefahren, um wenigstens 2 an einen Reiterhof abzugeben, die Gegend kannte ich vorher noch nicht.
Dabei müssen meine Fenster dringend fertig werden, sozusagen restauriert.
Ich trauere meinem Beruf gar nicht nach, ich kann gern mal einige Tage nichts tun, ist mir leider ganz selten passiert, vermutlich dann diesen Winter, wenn mir kein Projekt einfält....(ist mir aber schon...)
In der Hoffnung dass Du was anregendes ausfüllendes findest
Alles Liebe
Angela
Wie sieht es denn in Deiner neuen Umgebung aus, kannst du Dir andere Aufgaben suchen?
Vielleicht etwas flexibles, wenn Dir nicht danach ist, kannst Du eben nicht?
Vielleicht etwas völlig anderes, als Deinen Beruf. Es gibt auch Freiwilligenagenturen, vielleicht findest Du da eine erfüllende Funktion?
Oder aber das was wir schon immer wollten, im Chor singen, Malen, Volkshochschule, gebraucht wird Jeder und Jeder kann in fast jeder Situation irgend etwas tun, was ihn ausfüllt.
Momentan bin ich zum Beispiel vollauf damit beschäftigt, 5 Kätzelein zu vermitteln, die Jemand vorm Haus ausgesetzt hat, das kann absolut Zeit kosten, vor allem, sich den verstörten Tieren zu nähern und sie einzufangen, bzw, in die Box zu locken....( 1 Stunde reglos neben der Box, um sie dann mit dem Fuß zu schließen...hätte man filmen sollen)
Habe ich vorige Woche auch noch nicht gewußt, dass ich damit meine kostbare Zeit zubringen würde, da bin ich heute eben mal kurz 80 km gefahren, um wenigstens 2 an einen Reiterhof abzugeben, die Gegend kannte ich vorher noch nicht.
Dabei müssen meine Fenster dringend fertig werden, sozusagen restauriert.
Ich trauere meinem Beruf gar nicht nach, ich kann gern mal einige Tage nichts tun, ist mir leider ganz selten passiert, vermutlich dann diesen Winter, wenn mir kein Projekt einfält....(ist mir aber schon...)
In der Hoffnung dass Du was anregendes ausfüllendes findest
Alles Liebe
Angela
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joseph antwortete auf Wie werde ich damit fertig - brauche Euren Rat
05 Sep. 2014 21:51
- joseph
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Virginia57 schrieb: Ging es Euch ähnlich? Wie seit Ihr damit fertig geworden? Eure Meinung und Euren Rat brauche ich.
Hi Virginia
Ich war fast 2 Jahre in Therapie bevor die CR stand , ab da kam auch der Wille wieder Bäume auszureissen und in den Arbeitswesen wieder einzutreten.
Nach XX Ablehnungen bedingt durch die Krankheit (Krankenschein und Co) hab ich mich entschlossen nur noch das zu tun worauf ich Bock habe und solange ich das tun will.
Zurzeit fahr ich manchmal Krankentransporte als Aushilfe, man ist in Kontakt zu anderen Patienten, man hat einen Zeitvertreib und wenn mir nicht danach ist ............ muss ein anderer ran, fertig.
Und ich mach gerne Urlaub..........Montag gehts wieder los:oops:
Liebe Grüsse
Joseph
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Bernard antwortete auf Wie werde ich damit fertig - brauche Euren Rat
05 Sep. 2014 17:24
- Bernard
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11 September 2026
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Hi!
Mir geht es ähnlich. Nach vielen Monaten der Tatenlosigkeit wegen meines miesen Allgemeinzustandes im Rahmen der Therapie kam allmählich wieder ein aufblühen. Es ging und geht bergauf (zum Glück). Und dann dieses Gefühl, es ist nicht mehr wie es früher war. Zurück zur Arbeit wäre für mich wie ein Versuch die Krankheit zu negieren, - "es soll genauso werden wie früher" funktioniert nicht mehr. Ich mache nun auch keine langfristigen Pläne mehr, nur noch was zeitlich übersichtlich (vllt Monate) ist.
Meinen sozialen Platz muß ich erst noch suchen, auch bei Freundschaften ist mir einiges durchgerüttelt.
Zuersteinmal schaue ich auf meinen Nabel, und dem meiner Frau :lol:
Ich denke es ist alles im Lot, habe keinen Rat für dich
außer mach wonach dir ist....hier und heute
gruß
bernard
Mir geht es ähnlich. Nach vielen Monaten der Tatenlosigkeit wegen meines miesen Allgemeinzustandes im Rahmen der Therapie kam allmählich wieder ein aufblühen. Es ging und geht bergauf (zum Glück). Und dann dieses Gefühl, es ist nicht mehr wie es früher war. Zurück zur Arbeit wäre für mich wie ein Versuch die Krankheit zu negieren, - "es soll genauso werden wie früher" funktioniert nicht mehr. Ich mache nun auch keine langfristigen Pläne mehr, nur noch was zeitlich übersichtlich (vllt Monate) ist.
Meinen sozialen Platz muß ich erst noch suchen, auch bei Freundschaften ist mir einiges durchgerüttelt.
Zuersteinmal schaue ich auf meinen Nabel, und dem meiner Frau :lol:
Ich denke es ist alles im Lot, habe keinen Rat für dich
außer mach wonach dir ist....hier und heute
gruß
bernard
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Wie werde ich damit fertig - brauche Euren Rat wurde erstellt von Virginia57
05 Sep. 2014 16:38
- Virginia57
- Autor
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11 September 2026
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Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
ich brauche Euren Rat.
Ich weiß nicht, was mit mir los ist. Die SZT ist im Mai erfolgreich gemacht worden. Meine Werte sind gut.
Die Haare sind beim Wachsen.
In 4 Wochen Reha habe ich mich sehr gut aufgerappelt.
Alles ist in Ordnung.
Bis vor zwei Wochen war ich in sehr guter Stimmung.
Aber jetzt bin ich merkwürdiger Stimmung. Habe Sehnsucht nach meiner Arbeit (bin seit zwei Jahren im Vorruhestand - wegen der Krankheit). Möchte viele Dinge machen, die aber Vergangenheit sind (wir sind umgezogen).
Ging es Euch ähnlich? Wie seit Ihr damit fertig geworden? Eure Meinung und Euren Rat brauche ich.
Vielen Dank!
Virginia
ich brauche Euren Rat.
Ich weiß nicht, was mit mir los ist. Die SZT ist im Mai erfolgreich gemacht worden. Meine Werte sind gut.
Die Haare sind beim Wachsen.
In 4 Wochen Reha habe ich mich sehr gut aufgerappelt.
Alles ist in Ordnung.
Bis vor zwei Wochen war ich in sehr guter Stimmung.
Aber jetzt bin ich merkwürdiger Stimmung. Habe Sehnsucht nach meiner Arbeit (bin seit zwei Jahren im Vorruhestand - wegen der Krankheit). Möchte viele Dinge machen, die aber Vergangenheit sind (wir sind umgezogen).
Ging es Euch ähnlich? Wie seit Ihr damit fertig geworden? Eure Meinung und Euren Rat brauche ich.
Vielen Dank!
Virginia
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