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amarradi_82 antwortete auf Hochdosis Chemo - Sterbefall - Einzelfall?
26 Okt. 2022 16:59
  • amarradi_82
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
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Hallo zusammen,

ich kann hier im Forum gerne mal über meine Erfahrungen aus der Hochdostherpie berichten. Die Ärzte waren sich einig, das es für mich als 39 jähriger gut zu machen ist und das es mir recht schnell wieder gut geht. Klar wurde ich auch ordentlich über alle Risiken aufgeklärt.
Ich habe die Hochdostherapie bekommen und danach gings mir eigentlich wirklich sehr gut, genau zwei Tage, dann kamen heftige Nebenwirklungen, Schmerzen, Erbrechen, Entzündungen in Mund, Rachen, Magenschleimhaut, Darm und Haut. Dazu kamen Nierenversagen und Appetitlosigkeit. In der Mitte der Therapie wurde meine Frau angerufen und mir wurde gesagt, man zieht alle Kräfte zusammen, dass ich hier durchkomme. Klar war das Thema Tod da und auch für die Angehörigen. Bei so einer harten Therapie braucht der Körper nicht viel um letztendlich zu kollabieren. Das Wunderwerk Gottes wird hier mit heftigster Chemie extrem belastet.

Meine christliche Gemeinde, meine Freunde und Verwandete haben in dieser Zeit Sturmgebetet und Gott hat mich durch diese Zeit getragen. Ich möchte diese Zeit (so schwer sie auch war) nicht missen und wieder hergeben

07 Okt. 2022 15:58
  • UndineD.
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
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Liebe MM-2022,
auch ich sende dir mein herzliches Beileid.
Wenn eine Mutter verstirbt ist es irgendwie immer zu früh, für die Angehörigen sehr schwer zu verkraften. Noch dazu wenn der Tod überraschend kommt und man sich nicht verabschieden kann. Ich wünsche dir viel Kraft in dieser schweren Zeit und liebe Menschen die dich unterstützen.
Zu den besonderen Umständen, die zum Tode deiner Mutter geführt haben, kann ich nichts sagen, da ich keine Erfahrung mit Hochdosis ec. habe.
L.G.
Undine

06 Okt. 2022 17:26
  • Landos
  • 142 Beiträge seit
    29 Juni 2020
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Liebe MM -2022,
Mein aufrichtiges Beileid Dir und Deiner Familie, ich wünsche Euch viel Kraft. Es tut mir so leid, was Deine Mama mitmachen musste und ihr nicht mehr geholfen werden konnte.
Ich war bei der Hochdosis 50 Jahre und sie verlief nicht einfach, so dass eine zweite nicht mehr in Frage kam. Es kommt aber sehr selten vor das jemand verstirbt. Leider sind bei deiner Mama so viele Komplikationen aufgetreten,

Ich wünsche dir alles alles Gute
Marion

Logopädin antwortete auf Hochdosis Chemo - Sterbefall - Einzelfall?
06 Okt. 2022 11:16
  • Logopädin
  • 422 Beiträge seit
    06 Februar 2016
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Noch ein Nachtrag,
hatte mich verlesen - ich war vier Jahre älter als deine Mutter bei der SZT.
Sorry
Nicole

Logopädin antwortete auf Hochdosis Chemo - Sterbefall - Einzelfall?
06 Okt. 2022 11:11
  • Logopädin
  • 422 Beiträge seit
    06 Februar 2016
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Liebe Angehörige,
die UK Köln gehört sicher zu den großen hämatologischen Zentren.
Ich war genau so alt wie deine Mutter, als ich die Stammzellentransplantation erhielt.
Und auch ich war bis daher top gesund.
Aber mein persönliches Empfinden war, dass ich die Prozedur nur knapp überlebt habe - die Ärzte sahen das anders.
Ich würde das auf Grund meiner Erfahrungen auch nicht noch einmal machen.
Aber vor mehr als 6 Jahren hatte ich mich dafür entschieden, genau wie deine Mutter.
Und sie wusste um die Risiken.
Die Mitpatientin, die im Nebenbett reanimiert wurde, hat
noch zwei Jahre Leiden vor sich gehabt, bis sie an der dritten Sepsis schließlich verstarb. Nach zwei Jahren in Dauerbehandlung und mehr im Krankenhaus als zuhause.
Auch wenn sich das jetzt vielleicht seltsam oder zynisch anhört, aber die Mitpatientin wäre vielleicht besser dran gewesen, wenn die Reanimation erfolglos geblieben wäre...
Ich bin fest davon überzeugt, dass alle Geschehnisse einen tieferen Sinn haben.
Hoffentlich kannst du es auch irgendwann so sehen.
Viel Kraft wünsche ich dir
Nicole

05 Okt. 2022 23:11
  • MM-2022
  • Autor
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
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Liebe Nicole,

vielen Dank. Das Ganze wurde in der UNI Klinik in Köln gemacht. Ich weiß, dass es mir überhaupt nichts bringt, irgendeinem Vorwürfe zu machen, dass nimmt mir weder den Schmerz, noch hilft es meiner Mama. Aber die Gedanken stehen einfach nicht still.