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Unknownuser antwortete auf Abschied
28 Dez. 2020 17:48
- Unknownuser
194 Beiträge seit
15 September 2019
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Mein aufrichtiges Beileid.
"Am Ende ist alles gut, nur davor ist manchmal echt Scheiße"
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klein Grisu antwortete auf Abschied
28 Dez. 2020 17:47
- klein Grisu
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435 Beiträge seit
23 Dezember 2016
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Hallo Dori
Mein herzlichstes Beileid Dir und Deinen Kindern
Mein herzlichstes Beileid Dir und Deinen Kindern
Sonnige Grüße
Markus
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Abschied wurde erstellt von Dori12
28 Dez. 2020 13:34
- Dori12
- Autor
0 Beiträge seit
11 September 2026
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Mein Mann ist am 29.10.2020 verstorben, deshalb werde ich mit aus diesem Forum abmelden. Ich habe hier fast täglich gelesen und einige Mitglieder sind mir so bekannt geworden.Besonders Joseph war für mich immer Hilfe und Fels in der Brandung. Leider war die Bio meines Mannes von Anfang an sehr umfangreich und ich habe es deshalb immer aufgeschoben, sie auszufüllen und besonders 2019 war er nach einer misslungenen autolgen Stammzelltransplantation trotzdem in PR und es ging ihm mit Erhaltungstherapie so gut, das ich zwar weiter hier gelesen habe, aber sonst spielte das Myelom keine große Rolle in unserem Leben,
Wir bekamen unseren ersten Enkel und sind mit ihm und allein viel gereist. Diese Jahr im März noch nach Hawaii.
Ich möchte mich für die Hilfe und die nette Art von euch allen bedanken, auch Lisa durfte ich bei einem Patiententreffen kurz kennenlernen.
Eins ist ganz wichtig, mein Mann ist nicht am MM gestorben, dort waren die Werte bis zuletzt sehr gut. Er hat wahrscheinlich durch die Hochdosischemo einen Zweitkrebs, nämlich MDS bekommen und da konnte nur noch eine Allogene helfen.
Allerdings starb er auch nicht daran. Bevor es dazu kommen konnte zeigte sein Blut erhöhte Entzündungswerte und man vermutete einen Infekt und gab Antibiotika, das wirkte aber nicht. Durch schlechte Nierenwerte musste er dann Ende Juli ins Krankenhaus, dort versuchte man mit immer anderen Antibiotika und zuletzt diversen OP´s den Keim zu besiegen, es gab ein bisschen auf und ganz viel ab über 3 Monate. Die Ärzte waren immer wieder positiv, das sie den Keim finden und behandeln könnten.
Aber sein Körper zeigte mir ein anderes Bild, oft mehr als 10 l Wasser im Körper , Schmerzen überall, immer wieder hohes Fieber und er baute immer weiter ab und eines Nachts gab sein Körper auf und sein Herz blieb stehen.
Keiner von uns war dabei, da die Ärzte nicht damit rechneten und seit 3 Tagen wegen Corona Besuchsverbot war.
Die Obduktion ergab, dass sein Körper mittlerweile von Entzündungsherden im Lungen, Herz und Brustfellbereich bis zur Bauchspeicheldrüse voll war. Es war ein multiresistenter Kein und wahrscheinlich hatte er von Anfang an nicht wirklich eine Chance. Welcher genau es war, konnte nicht festgetellt werden und woher er ihn hatte wissen wir nicht.
Es ist für mich immer noch wie ein Albtraum, er war seit Juli nicht mehr zuhause, nur ich durfte ihn täglich für 30 Minuten wegen Corona sehen, im 2. Krankenhaus, in das er nach 6 Wochen verlegt wurde, durfte auch mal eine andere Person für eine Stunde am Tag hin. So hat er dann auch unsere erwachsenen Kinder nochmal gesehen.
Wir waren 45 Jahre zusammen, ich lernte ihn mit 16 kennen, mit 21 haben wir geheiratet und er war 65 Jahre als er starb.
Jetzt muss ich versuchen irgendwie weiterzumachen, sorry aber das ist das erste Mal dass ich es so aufschreibe, ich glaube dass musste jetzt mal raus.
Macht es alle gut und lebt solange es geht, so gut es geht. Danke nochmal, für dieses Forum.
lG Dori
Wir bekamen unseren ersten Enkel und sind mit ihm und allein viel gereist. Diese Jahr im März noch nach Hawaii.
Ich möchte mich für die Hilfe und die nette Art von euch allen bedanken, auch Lisa durfte ich bei einem Patiententreffen kurz kennenlernen.
Eins ist ganz wichtig, mein Mann ist nicht am MM gestorben, dort waren die Werte bis zuletzt sehr gut. Er hat wahrscheinlich durch die Hochdosischemo einen Zweitkrebs, nämlich MDS bekommen und da konnte nur noch eine Allogene helfen.
Allerdings starb er auch nicht daran. Bevor es dazu kommen konnte zeigte sein Blut erhöhte Entzündungswerte und man vermutete einen Infekt und gab Antibiotika, das wirkte aber nicht. Durch schlechte Nierenwerte musste er dann Ende Juli ins Krankenhaus, dort versuchte man mit immer anderen Antibiotika und zuletzt diversen OP´s den Keim zu besiegen, es gab ein bisschen auf und ganz viel ab über 3 Monate. Die Ärzte waren immer wieder positiv, das sie den Keim finden und behandeln könnten.
Aber sein Körper zeigte mir ein anderes Bild, oft mehr als 10 l Wasser im Körper , Schmerzen überall, immer wieder hohes Fieber und er baute immer weiter ab und eines Nachts gab sein Körper auf und sein Herz blieb stehen.
Keiner von uns war dabei, da die Ärzte nicht damit rechneten und seit 3 Tagen wegen Corona Besuchsverbot war.
Die Obduktion ergab, dass sein Körper mittlerweile von Entzündungsherden im Lungen, Herz und Brustfellbereich bis zur Bauchspeicheldrüse voll war. Es war ein multiresistenter Kein und wahrscheinlich hatte er von Anfang an nicht wirklich eine Chance. Welcher genau es war, konnte nicht festgetellt werden und woher er ihn hatte wissen wir nicht.
Es ist für mich immer noch wie ein Albtraum, er war seit Juli nicht mehr zuhause, nur ich durfte ihn täglich für 30 Minuten wegen Corona sehen, im 2. Krankenhaus, in das er nach 6 Wochen verlegt wurde, durfte auch mal eine andere Person für eine Stunde am Tag hin. So hat er dann auch unsere erwachsenen Kinder nochmal gesehen.
Wir waren 45 Jahre zusammen, ich lernte ihn mit 16 kennen, mit 21 haben wir geheiratet und er war 65 Jahre als er starb.
Jetzt muss ich versuchen irgendwie weiterzumachen, sorry aber das ist das erste Mal dass ich es so aufschreibe, ich glaube dass musste jetzt mal raus.
Macht es alle gut und lebt solange es geht, so gut es geht. Danke nochmal, für dieses Forum.
lG Dori
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