- Beiträge: 64
Henrika antwortete auf Kinder Kinder
04 Juli 2016 13:34 - 21 Aug. 2016 19:51
- Henrika
64 Beiträge seit
19 Juli 2015
19 Juli 2015
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Ich denke, beides ist gut. Die Erstinformation und Aufklärung über die Krankheit so früh wie möglich. Ab dann dem Kind die Regie überlassen und auf Nachfragen ehrlich antworten bzw. Gesprächsangebote unterbreiten. Kinder verarbeiten das ganz unterschiedlich und in ihrem eigenen Tempo, sowohl Verdrängung als auch Verleugnung sind notwendige Abwehrstrategien.
Letzte Änderung: 21 Aug. 2016 19:51 von Henrika.
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Margret antwortete auf Kinder Kinder
04 Juli 2016 12:22 - 04 Juli 2016 12:26
- Margret
0 Beiträge seit
11 September 2026
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Liebe Emi,
auch ich war beim Lesen überrascht - davon, dass einem Kind die Verantwortung einer Erklärung überlassen wird und davon, dass ihr als Eltern bisher keinen einheitlichen Weg zum Umgang damit gefunden habt.
Vielleicht hilft dir dieser Link, der Hilfestellung gibt und auch auf weiteres Informationsmaterial verweist:
www.krebsinformationsdienst.de/leben/kra...-krebs-erklaeren.php
Auszug daraus: "Kinder sollten so früh wie möglich von der Erkrankung eines Elternteils erfahren. Das raten Fachleute. Sie begründen diese Empfehlung so: Kinder sind oft sehr feinfühlig, sie spüren Veränderungen in ihrer Familie. Ohne passende Erklärungen dazu füllen sie die Leerstellen mit ihrer Fantasie. Solche Gedanken können bedrohlicher sein als die Wirklichkeit. Geben Eltern ehrliche Auskünfte, stärkt dies das Vertrauen ihrer Kinder. Erfahren Kinder im Nachhinein, dass ihnen wichtige Informationen vorenthalten wurden, kann das dagegen für Misstrauen sorgen."
Zu warten, bis ein Kind aktiv fragt, kann fatal sein. Kinder spüren, dass "etwas nicht stimmt" und haben dann häufig Angst, selbst zu fragen. Es ist die Verantwortung der Eltern, ihnen auch die Angst vor dem Unausgesprochenen zu nehmen. Schön wäre, ihr könntet das im kleinsten Kreis tun, nicht auf der "Bühne" vor den Verwandten. Zugegeben, ein sehr schwieriges Thema. Aber eines, das unbedingt angegangen werden muss.
Alles Gute für euch,
Margret
auch ich war beim Lesen überrascht - davon, dass einem Kind die Verantwortung einer Erklärung überlassen wird und davon, dass ihr als Eltern bisher keinen einheitlichen Weg zum Umgang damit gefunden habt.
Vielleicht hilft dir dieser Link, der Hilfestellung gibt und auch auf weiteres Informationsmaterial verweist:
www.krebsinformationsdienst.de/leben/kra...-krebs-erklaeren.php
Auszug daraus: "Kinder sollten so früh wie möglich von der Erkrankung eines Elternteils erfahren. Das raten Fachleute. Sie begründen diese Empfehlung so: Kinder sind oft sehr feinfühlig, sie spüren Veränderungen in ihrer Familie. Ohne passende Erklärungen dazu füllen sie die Leerstellen mit ihrer Fantasie. Solche Gedanken können bedrohlicher sein als die Wirklichkeit. Geben Eltern ehrliche Auskünfte, stärkt dies das Vertrauen ihrer Kinder. Erfahren Kinder im Nachhinein, dass ihnen wichtige Informationen vorenthalten wurden, kann das dagegen für Misstrauen sorgen."
Zu warten, bis ein Kind aktiv fragt, kann fatal sein. Kinder spüren, dass "etwas nicht stimmt" und haben dann häufig Angst, selbst zu fragen. Es ist die Verantwortung der Eltern, ihnen auch die Angst vor dem Unausgesprochenen zu nehmen. Schön wäre, ihr könntet das im kleinsten Kreis tun, nicht auf der "Bühne" vor den Verwandten. Zugegeben, ein sehr schwieriges Thema. Aber eines, das unbedingt angegangen werden muss.
Alles Gute für euch,
Margret
Letzte Änderung: 04 Juli 2016 12:26 von Margret.
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Mira antwortete auf Kinder Kinder
04 Juli 2016 07:48 - 04 Juli 2016 09:41
- Mira
419 Beiträge seit
03 Februar 2014
03 Februar 2014
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- Beiträge: 419
Hallo Emi,
Das Sie von ihren Sohn erwarten, dass er die Familie erklärt was mit sein Papa los ist, das hat bei mir reingehauen. Wäre doch eigentlich nahelegend gewesen, wenn dein Mann die Frage die ja an ihm gerichtet war einfach selber beantwortet hätte. Sorry, mir ist aber völlig schleierhaft was Sie damit bezweckt haben.
Sie haben ihren Sohn erklärt was der Papa hat und solange er selber nicht mehr nachfragt sollten sie das Kind damit einfach in Ruhe lassen. Und diesen Ratschlag finden Sie in jedem Heft was sich mit ein solchem Thema beschäftigt: die Kinder aufklären und ihre FRAGEN kindgerecht und wahrheitsgemäß beantworten. Wenn die Kinder nicht mehr nachfragen, auch nichts mehr sagen.
Kinder akzeptieren die Krankheit, beschäftigen sich nur hin und wieder damit, vor allem wenn sich etwas ändert. Was die Kinder nicht möchten, verdrängen sie. Und das ist auch richtig so. Man sollte Kinder nie belügen aber möglichst nicht mit einbeziehen, auch wenn das schwierig ist. Ihr Sohn wird Sie danach fragen, wenn ihm etwas beschäfftigt.
Und bitte überzeugen Sie ihren Mann nicht, er hat recht! Der passende Augenblick ist wenn das Kind danach fragt. Ob das früh oder spät ist entscheidet das Kind.
Und Gottsedank haben Sie das Kind nicht vor der Verwandtschaft korrigiert.
LG
Mira
Das Sie von ihren Sohn erwarten, dass er die Familie erklärt was mit sein Papa los ist, das hat bei mir reingehauen. Wäre doch eigentlich nahelegend gewesen, wenn dein Mann die Frage die ja an ihm gerichtet war einfach selber beantwortet hätte. Sorry, mir ist aber völlig schleierhaft was Sie damit bezweckt haben.
Sie haben ihren Sohn erklärt was der Papa hat und solange er selber nicht mehr nachfragt sollten sie das Kind damit einfach in Ruhe lassen. Und diesen Ratschlag finden Sie in jedem Heft was sich mit ein solchem Thema beschäftigt: die Kinder aufklären und ihre FRAGEN kindgerecht und wahrheitsgemäß beantworten. Wenn die Kinder nicht mehr nachfragen, auch nichts mehr sagen.
Kinder akzeptieren die Krankheit, beschäftigen sich nur hin und wieder damit, vor allem wenn sich etwas ändert. Was die Kinder nicht möchten, verdrängen sie. Und das ist auch richtig so. Man sollte Kinder nie belügen aber möglichst nicht mit einbeziehen, auch wenn das schwierig ist. Ihr Sohn wird Sie danach fragen, wenn ihm etwas beschäfftigt.
Und bitte überzeugen Sie ihren Mann nicht, er hat recht! Der passende Augenblick ist wenn das Kind danach fragt. Ob das früh oder spät ist entscheidet das Kind.
Und Gottsedank haben Sie das Kind nicht vor der Verwandtschaft korrigiert.
LG
Mira
Letzte Änderung: 04 Juli 2016 09:41 von Mira.
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Emi antwortete auf Kinder Kinder
04 Juli 2016 00:14
- Emi
-
Autor
230 Beiträge seit
17 Dezember 2015
17 Dezember 2015
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- Beiträge: 230
Neue Geschichten zum Thema Kinder...
Am WE hatten wir Familientreffen. Dabei auch der 10 jährige Neffe. Sah meinen Mann zum ersten Mal haarlos und fragte erstaunt/entsetzt, was denn mit ihm los wäre. In Anwesenheit mehrere Erwachsener fragte ich menen Sohn, ob er es seinem Cousin erklären möchte, was er mit Freuden tat. Er begann mit:"weißt du, Papa hatte (!!) Krebs..."
Das hat reingehauen. Ich dachte, er hat verstanden, dass das nicht weg gehen wird. Klassischer Fall von Überschätzung... Jetzt freue ich mich schon, auf die Aufklärung in den nächsten Wochen und habe keine Ahnung, wie es richtiger wäre: möglichst bald das Thema aufgreifen und informieren oder ihm noch ein paar entspannte Wochen gönnen und dann mit dem großen Knall kurz vor den nächsten Therapieschritten rausrücken. In zwei Wochen steht Zweitmeinung an, nach August werden sicher wieder Therapien nötig. Dazwischen ist großer Urlaub... Sch...
Bauchgefühl sagt, lieber früher als später aufklären. Ich hoffe, ich kann meinen Mann davon überzeugen, der die Kinder lieber schonen will. Und dann braucht man noch eine passende Gelegenheit.
Am besten wäre vielleicht gewesen, gleich zu korrigieren, aber da fehlte mir die Energie und der Mut in dem Moment.
werde euch auf den laufenden halten.
LG Emi
Am WE hatten wir Familientreffen. Dabei auch der 10 jährige Neffe. Sah meinen Mann zum ersten Mal haarlos und fragte erstaunt/entsetzt, was denn mit ihm los wäre. In Anwesenheit mehrere Erwachsener fragte ich menen Sohn, ob er es seinem Cousin erklären möchte, was er mit Freuden tat. Er begann mit:"weißt du, Papa hatte (!!) Krebs..."
Das hat reingehauen. Ich dachte, er hat verstanden, dass das nicht weg gehen wird. Klassischer Fall von Überschätzung... Jetzt freue ich mich schon, auf die Aufklärung in den nächsten Wochen und habe keine Ahnung, wie es richtiger wäre: möglichst bald das Thema aufgreifen und informieren oder ihm noch ein paar entspannte Wochen gönnen und dann mit dem großen Knall kurz vor den nächsten Therapieschritten rausrücken. In zwei Wochen steht Zweitmeinung an, nach August werden sicher wieder Therapien nötig. Dazwischen ist großer Urlaub... Sch...
Bauchgefühl sagt, lieber früher als später aufklären. Ich hoffe, ich kann meinen Mann davon überzeugen, der die Kinder lieber schonen will. Und dann braucht man noch eine passende Gelegenheit.
Am besten wäre vielleicht gewesen, gleich zu korrigieren, aber da fehlte mir die Energie und der Mut in dem Moment.
werde euch auf den laufenden halten.
LG Emi
We don't know how strong we are until being strong is the only choice we have.
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joseph antwortete auf Kinder Kinder
26 Juni 2016 11:28
- joseph
0 Beiträge seit
11 September 2026
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Liebe Emi
Leben und geniessen soll und muss das primäre Ziel sein
Für mich ist die Lebensqualität die beste Medizin
Macht weiter so
Joseph
Leben und geniessen soll und muss das primäre Ziel sein
Für mich ist die Lebensqualität die beste Medizin
Macht weiter so
Joseph
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Emi antwortete auf Kinder Kinder
25 Juni 2016 23:05
- Emi
-
Autor
230 Beiträge seit
17 Dezember 2015
17 Dezember 2015
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- Beiträge: 230
Hallo an alle,
Lisa bat um aktuelles Feedback dazu, wie es unseren Kindern geht:
Ganz einfach: den Kindern geht es gut, denn seit der Rückkehr meines Mannes aus der Hochdosischemo ging unser Leben ganz schnell seinen geregelten Gang. Er arbeitet und ihm geht es gut.
Jetzt haben wir aktuell keine guten Ergebnisse zur Hochdosischemo erhalten. Das schlägt natürlich erst einmal auf die Stimmung. Aber ich für mich habe momentan entschieden, jeden guten Tag zu leben. Mein Mann ebenso. Also ist momentan noch immer auch seitens der Kinder alles gut. Natürlich erzählen wir den beiden mit knapp 4 und knapp 8 Jahren nicht, dass es wieder ernster wird und der Ausblick schlechter. Der Große weiß, dass Papa immer krank bleiben wird, die Kleine versteht das noch nicht. Ich denke, es reicht, die Kinder wieder mit der Krankheit zu konfrontieren, wenn tatsächlich was passiert.
Wir genießen die Tage und investieren Unsere Emotionen in die Wahl und Organisation einer Zweitmeinung. Ich hoffe, die Energie bleibt auch so, wenn es mal konkreter wird.
Wünsche euch alles Gute und Kraft,
Emi
Lisa bat um aktuelles Feedback dazu, wie es unseren Kindern geht:
Ganz einfach: den Kindern geht es gut, denn seit der Rückkehr meines Mannes aus der Hochdosischemo ging unser Leben ganz schnell seinen geregelten Gang. Er arbeitet und ihm geht es gut.
Jetzt haben wir aktuell keine guten Ergebnisse zur Hochdosischemo erhalten. Das schlägt natürlich erst einmal auf die Stimmung. Aber ich für mich habe momentan entschieden, jeden guten Tag zu leben. Mein Mann ebenso. Also ist momentan noch immer auch seitens der Kinder alles gut. Natürlich erzählen wir den beiden mit knapp 4 und knapp 8 Jahren nicht, dass es wieder ernster wird und der Ausblick schlechter. Der Große weiß, dass Papa immer krank bleiben wird, die Kleine versteht das noch nicht. Ich denke, es reicht, die Kinder wieder mit der Krankheit zu konfrontieren, wenn tatsächlich was passiert.
Wir genießen die Tage und investieren Unsere Emotionen in die Wahl und Organisation einer Zweitmeinung. Ich hoffe, die Energie bleibt auch so, wenn es mal konkreter wird.
Wünsche euch alles Gute und Kraft,
Emi
We don't know how strong we are until being strong is the only choice we have.
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