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Gedanken zum Leben - jeder möchte bestmögliche Versorgung wurde erstellt von leopoldi
22 März 2016 16:13
- leopoldi
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23 Oktober 2009
23 Oktober 2009
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Ihr Lieben,
jeder möchte sich optimal versorgt wissen. Absolut nachvollziehbar. Irgendwann hatte ich in Würzburg mit dem Arzt des Vertrauens ein Gespräch, wir Patienten von der Stammzelle seien einen sehr hohen Standard gewohnt. Zugegeben ja. Dabei geht es nicht um den Service des Wunschessens; Türkeierfahren und auch sonst hat man schon so manches erlebt. Wo gehobelt wird fallen Späne und Fehler passieren überall. Wenn man sich aber grundsätzlich in guten Händen fühlt, nimmt man auch weitere Fahrten in Kauf. Unsere Klinik der guten Hände scheint überzuquellen. Mein Mann fiebert, hustet und fühlt sich wie erschlagen. Nach mehrfachen Lungenentzündungen und chronischer Gvh auf der Lunge läuft man schnell heiß. Da versucht man, uns auf unser hiesiges Krankenhaus zu verweisen. Ich kann das absolut nachvollziehen. Voll-voller-am vollsten, mehr geht irgendwann nimmer.
Aber wer begibt sich gerne in ein Krankenhaus, das schon vor Zeiten des MM = einen Blinddarmdurchbruch nicht als solchen erkannt hat. "Lassen Sie sich mal nicht so hängen, Sie müssen endlich ausm Bett." An Tag 5 höllischer Qualen Not-OP, der ganze Bauchraum vereitert.
= Mein Bruder, operierter Knöchelbruch, 2. vergebliche Hautverpflanzung, bis der Hausarzt einen Faden aus der ursprünglichen OP aus der Wunde zieht.
= Mein Dad, Sauerstoffpatient, mit Rettungswagen eingeliefert, kollabiert - trotz mehrfachem Hilferuf er bräuchte Sauerstoffnachschub - auf der Toilette und findet sich tags darauf auf der Intensivstation wieder.
= Notfall Schlaganfall; is nur die Hitze, Kreislaufschwäche, kein Wunder nach dem was der Mann alles durch hat. Hinterher in der "Stroke-Unit" verkennt man, dass in der Halsvene noch ein Thrombus steckt, die tickende Zeitbombe. Gut dass wir Würzburg nochmal haben drauf schauen lassen.
= Während des Aufenthalts in der Stroke-Unit hat man drei Tage das Medikament für die Zell-Akzeptanz nicht gegeben. Das war zehn Wochen nach Allo. Argument: Die Krankenhausapotheke hats nicht mitgeliefert. Ja, wär gut wenn Sie das von Zuhause mitbrächten. Von selbst hätte jedenfalls keiner was gesagt.
= Wegen Schmerzen wird er stationär aufgenommen. Man vervierfacht die Fentanyl-Dosis auf einen Schlag und gibt nen Batzen Kortison drauf. Letzteres zu dem Zeitpunkt zum positiven Allo-Effekt absolut kontraproduktiv, man hat uns hinterher gelobt, dass wir das selbst im Auge hatten und weggelassen haben. Auf meine Frage, wieso gleich vervierfacht wurde bekomme ich die Antwort: Ihr Mann kam mit Schmerzen hierher. Es geht ihm jetzt gut. Was wollen Sie überhaupt.
= Mein Aufenthalt in der Neuro, zur Abklärung des MS-Verdachts. Aufnahme zwei Wochen im voraus geplant. Nachdem ich am 4. Tag etwas ungehalten bin, weil keine der für den 2. Tag angekündigten Untersuchungen bisher gelaufen ist und ich an Tag 5 dann wieder gehen werd :oops:, pflaumt mich die Ärztin an, wieso ich dann überhaupt hier sei. "Ihr einziges Problem ist doch, dass Sie sich mit Ihrer Diagnose nicht anfreunden wollen." Eine Diagnose, die bisher weder die Neurologie in Würzburg und auch der niedergelassene Neurologe in letzter Instanz so bestätigt hat. Solche Arroganz bringt mich zum :bang: ... Kloß im Hals. Tags darauf fand das MRT statt, sogar der Arztbrief für die Entlassung lag schon bereit.
Sorry ... bin ich ein Querulant, erwarte ich zu viel? Hab mir frei genommen. Versorgt mit dem richtigen Antibiotika und Paracetamol, Messgerät für die Sauerstoffsättigung und Fieberthermometer und 24-Stunden-Bereitschaft meinerseits, werden wir nun mal abwarten. Die Tochter wird morgen früh an die Vene gehen, Papa sagt sie sticht super, dann werd ich die Röhrchen zum Hausarzt bringen.
Wir werden das Kind schon schaukeln. Gerade noch gefrustet, jetzt voller Euphorie. Die Normalität zu Hause leistet auch Beitrag zur Genesung.
In diesem Sinne - ein Dank an die Ärzte und das Pflegepersonal, die sich so oft zerteilen könnten ...
LGe
Monika
jeder möchte sich optimal versorgt wissen. Absolut nachvollziehbar. Irgendwann hatte ich in Würzburg mit dem Arzt des Vertrauens ein Gespräch, wir Patienten von der Stammzelle seien einen sehr hohen Standard gewohnt. Zugegeben ja. Dabei geht es nicht um den Service des Wunschessens; Türkeierfahren und auch sonst hat man schon so manches erlebt. Wo gehobelt wird fallen Späne und Fehler passieren überall. Wenn man sich aber grundsätzlich in guten Händen fühlt, nimmt man auch weitere Fahrten in Kauf. Unsere Klinik der guten Hände scheint überzuquellen. Mein Mann fiebert, hustet und fühlt sich wie erschlagen. Nach mehrfachen Lungenentzündungen und chronischer Gvh auf der Lunge läuft man schnell heiß. Da versucht man, uns auf unser hiesiges Krankenhaus zu verweisen. Ich kann das absolut nachvollziehen. Voll-voller-am vollsten, mehr geht irgendwann nimmer.
Aber wer begibt sich gerne in ein Krankenhaus, das schon vor Zeiten des MM = einen Blinddarmdurchbruch nicht als solchen erkannt hat. "Lassen Sie sich mal nicht so hängen, Sie müssen endlich ausm Bett." An Tag 5 höllischer Qualen Not-OP, der ganze Bauchraum vereitert.
= Mein Bruder, operierter Knöchelbruch, 2. vergebliche Hautverpflanzung, bis der Hausarzt einen Faden aus der ursprünglichen OP aus der Wunde zieht.
= Mein Dad, Sauerstoffpatient, mit Rettungswagen eingeliefert, kollabiert - trotz mehrfachem Hilferuf er bräuchte Sauerstoffnachschub - auf der Toilette und findet sich tags darauf auf der Intensivstation wieder.
= Notfall Schlaganfall; is nur die Hitze, Kreislaufschwäche, kein Wunder nach dem was der Mann alles durch hat. Hinterher in der "Stroke-Unit" verkennt man, dass in der Halsvene noch ein Thrombus steckt, die tickende Zeitbombe. Gut dass wir Würzburg nochmal haben drauf schauen lassen.
= Während des Aufenthalts in der Stroke-Unit hat man drei Tage das Medikament für die Zell-Akzeptanz nicht gegeben. Das war zehn Wochen nach Allo. Argument: Die Krankenhausapotheke hats nicht mitgeliefert. Ja, wär gut wenn Sie das von Zuhause mitbrächten. Von selbst hätte jedenfalls keiner was gesagt.
= Wegen Schmerzen wird er stationär aufgenommen. Man vervierfacht die Fentanyl-Dosis auf einen Schlag und gibt nen Batzen Kortison drauf. Letzteres zu dem Zeitpunkt zum positiven Allo-Effekt absolut kontraproduktiv, man hat uns hinterher gelobt, dass wir das selbst im Auge hatten und weggelassen haben. Auf meine Frage, wieso gleich vervierfacht wurde bekomme ich die Antwort: Ihr Mann kam mit Schmerzen hierher. Es geht ihm jetzt gut. Was wollen Sie überhaupt.
= Mein Aufenthalt in der Neuro, zur Abklärung des MS-Verdachts. Aufnahme zwei Wochen im voraus geplant. Nachdem ich am 4. Tag etwas ungehalten bin, weil keine der für den 2. Tag angekündigten Untersuchungen bisher gelaufen ist und ich an Tag 5 dann wieder gehen werd :oops:, pflaumt mich die Ärztin an, wieso ich dann überhaupt hier sei. "Ihr einziges Problem ist doch, dass Sie sich mit Ihrer Diagnose nicht anfreunden wollen." Eine Diagnose, die bisher weder die Neurologie in Würzburg und auch der niedergelassene Neurologe in letzter Instanz so bestätigt hat. Solche Arroganz bringt mich zum :bang: ... Kloß im Hals. Tags darauf fand das MRT statt, sogar der Arztbrief für die Entlassung lag schon bereit.
Sorry ... bin ich ein Querulant, erwarte ich zu viel? Hab mir frei genommen. Versorgt mit dem richtigen Antibiotika und Paracetamol, Messgerät für die Sauerstoffsättigung und Fieberthermometer und 24-Stunden-Bereitschaft meinerseits, werden wir nun mal abwarten. Die Tochter wird morgen früh an die Vene gehen, Papa sagt sie sticht super, dann werd ich die Röhrchen zum Hausarzt bringen.
Wir werden das Kind schon schaukeln. Gerade noch gefrustet, jetzt voller Euphorie. Die Normalität zu Hause leistet auch Beitrag zur Genesung.
In diesem Sinne - ein Dank an die Ärzte und das Pflegepersonal, die sich so oft zerteilen könnten ...
LGe
Monika
~ Wenn Du meinst auf der Schattenseite zu sein, denk dran - die Erde dreht sich ~
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