Zum Hauptinhalt springen
joseph antwortete auf Bluttest für Überlebenszeit?
24 Dez. 2016 17:03
  • joseph
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
Mehr

leopoldi schrieb: Aber 600.000 in 11/12 Jahren, wären monatlich incl. der Zinsen auch ca 5.000 Belastung ; -)


Hatte ja schon ein grossen Batzen abbezahlt , die letzten Raten wären fällig gewesen vor einem Jahr mit 1.500 / Monat

Wo du auf die 5.000 kommst, versteh ich nicht, damals lag ich knapp unter 2.800 und heute würd ich sogar knapp an der 2.000der Grenze knabbern , wenn ich diesen Immobilien-Kredit heute aufnehmen würde.

Ich nahm immer Langzeitkredite (25 Jahre) mit Rückzahlmöglichkeiten von 15% des Kapitals pro Jahr, wenn ich das gewollt hätte , ausser im Krankheitsfall bis zu 50% pro Jahr (Verkauf zbs.)

LG

Joseph

Chiara12 antwortete auf Bluttest für Überlebenszeit?
24 Dez. 2016 12:49
  • Chiara12
  • 161 Beiträge seit
    27 September 2013
Mehr
Hallo Felicity,

auf Facebook hätte ich Dir für diesen Beitrag ein "I like it" gegeben.

Sehr gute Gedanken! In der heutigen Zeit kann man übrigens auch von einem LKW erfasst werden oder einem anderen terroristischen Anschlag zum Opfer fallen. Da nützen alle Medis nicht mehr und gesunde Ernährung sowieso nicht.

Frohe Weihnachten!

Ich versuche stark zu sein und das Beste daraus zu machen.

felicity2016 antwortete auf Bluttest für Überlebenszeit?
24 Dez. 2016 12:18
  • felicity2016
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
Mehr
Die Prognose ist etwas, was einen vor allem bei Diagnose fast wahnsinnig machen kann. Soll man wirklich diesen ganzen Mist mitmachen, wochenlang in Krankenhäusern leben (die NIX mit dem Bild gemein haben, das man seit den Achtzigern dank der Schwarzwaldklinik mit sich rumgetragen hat), diese schmerzhaften Therapien, Nebenwirkungen, für die das Wort "Nebenwirkung" viel zu nett erscheint?

Auf ASH 2016 wurde unter anderem eine große Meta-Studie vorgestellt, in der es darum ging, wer mit welchen Therapien wie lange überlebt hat. Es war für mich unmöglich rauszulesen, was nun für wen das Beste ist. Und so geht es den Myelom-Fachleuten im Jahr 2016 auch. Das Problem ist momentan, dass sich bei dieser Erkrankung nicht nur herausgestellt hat, dass es sich wohl eigentlich um vielleicht acht verschiedene Erkrankungen handelt. Sondern auch, dass so viel bei dieser System-Erkrankung(en!) eine Rolle spielt. Einfach gesagt: Wenn man bereits sagen wir eine Herz-Erkrankung hat - KANN es sein, dass der Körper nicht geeignet ist, eine Hochdosis-Chemo zu überstehen. Andererseits, vielleicht ist dieser Mensch ansonsten besonders fit, hat nach einem Herzinfarkt vielleicht das ZEN in sich gefunden, ist von daher doch top geeignet. ODER stattdessen wird eine Therapie mit den (nigelnagel) neuen Medikamenten durchgeführt, die genau das Richtige für diesen Körper sind. Oder hat einfach etwas Glück! ODER: Jemand ist top geeignet für die härtesten und besten Therapien, hat aber nicht den Zugang zu den richtigen Ärzten und Medikamenten - weil er nicht im richtigen Land/in der richtigen Region wohnt. ODER jemand hätte eine günstige Prognose, hält sich aber nicht an die richtige Medikamenten-Anweisungen. ODER jemand hat eine sehr ungünstige Prognose, aber eine aufmerksame Ehefrau, die ihn sofort in die Klinik fährt, als er plötzlich hohes Fieber hat - und verhindert somit, dass der Patient an einer Lungenentzündung stirbt. ODER man ist im Krankenhaus, um seine Lungenentzündung behandeln zu lassen und fängt sich einen miesen Keim ein, ups, da hat dieses eine Krankenhaus in meiner großen Stadt doch blöderweise gerade angefangen, an der Hygiene zu sparen. Eines kann ich mittlerweile mit Sicherheit sagen: So schnell stirbt es sich nicht mehr. Ich möchte damit aber betonen, dass ich mit diesem flapsigen Ton niemanden verletzen möchte, der in diesem Jahr jemanden verloren hat, der ihm am Herzen lag. Hierfür mein absolutes Mitgefühl.
Man ist gerade dabei, alles zusammenzuzählen, was für eine gute/schlechte Prognose eine Rolle spielt. Allerdings sind die ganz neuen Therapien vielfältig, es gibt viele Kombinationsmöglichkeiten, selbst den Ärzten wird es dabei schwindlig. Ich finde es ganz beruhigend, dass man beim Myelom nicht mal sagen kann - ernähr dich entsprechend, dann ist alles gut. Das kann einem wirklich ZEIT schenken, die man lieber mit seiner Familie verbringt, als sich komische Gewürze runterzuwürgen, Bio-Gemüse schnippeln und Smoothies mixen. Ich mag Smoothies, aber wenn etwas zu gesund ist, schmeckt es einfach nur widerlich. Und ist auch teuer. Und "keine Kohle" KANN richtig schlecht sein für die Prognose. Ist aber zumindest in Deutschland auch nicht ausschlaggebend.
Es gibt etwas, was Dir jeder Krebs gibt: Das Geschenk, dass Du nicht "von heute auf morgen" von diesem Planeten verschwindest. Solange der Verstand noch da ist, hast Du die Möglichkeit, noch etwas zu drehen. Noch dieses eine Gespräch führen. Deinen Frieden mit der Welt machen. Den Sonnenaufgang als kostenloses Geschenk würdigen. Sich bedanken bei ... . Einfach mal die Klappe halten. Ein lieber Mensch sein, nur einen Moment lang. So sein, wie man möchte, dass sich die Leute freundlich an einen erinnern.
Bei uns sind es jetzt 16 Monate seit Diagnosestellung. Es war ein harter Weg. Aber gleichzeitig haben wir unendlich viele neue Erinnerungen geschaffen, die uns keiner mehr nehmen kann. Und oft gemerkt, wie wir den Ärzten/Krankenschwestern nicht vertraut haben, aber vertrauen mussten, weil es keine andere Möglichkeit gab.
Mein Rat, wenn das hier jemand liest, der sich gerade angstvoll mit dem Thema Prognose beschäftigt: Entscheide Dich für einen Myelom-Fachmann oder eine Uni-Klinik, die Dir vernünftig erscheint, lese Dich in das Thema Myelom gut ein, beschäftige Dich mit den neuen Therapie-Möglichkeiten. Achte auf Deine Nieren. Wisse Dein Stadium. Und dann:
Wer sich nachts zu lange mit den Problemen von morgen beschäftigt, ist am nächsten Tag zu müde, sie zu lösen. Falls Gott die Welt geschaffen hat, war seine Hauptsorge sicher nicht, sie so zu machen, dass wir sie verstehen können. (Albert Einstein)
und:
Das sind die Starken, die unter Tränen lachen, eigene Sorgen verbergen und andere glücklich machen. Du hast die Wahl. Du kannst dir Sorgen machen, bis du davon tot umfällst. Oder du kannst es vorziehen, das bisschen Ungewissheit zu genießen. Von allen Sorgen, die ich mir machte, sind die meisten nicht eingetroffen.
Ein Lieblingszitat von mir von Franz Grillparzer.

Alles Gute.

Ado antwortete auf Bluttest für Überlebenszeit?
23 Dez. 2016 15:23
  • Ado
  • 62 Beiträge seit
    21 August 2016
Mehr
"Exakte Prognose", so ein Unfug aber auch!!
Ich hoffe, dass es sich hier nur um eine journalistische Verkürzung der Aussagen der japanischen Forscher handelt. Ungeachtet der Frage, ob ein Mensch den letzten Zeitpunkt seine Lebens wissen möchte, kann die Auswertung von Untersuchungsergebnissen nur eine Verteilung der Laborwerte liefern, d.h. wir haben nur einen Mittelwert der Überlebensdauer mit einer mehr oder minder großen Streuung vorliegen. Demnach wäre auch wieder höchstens eine Aussage "Patienten mit den Merkmalen x,y,z habe noch eine durchschnittliche Überlebenszeit von xx Monaten, Jahren". Und nun? Liegt der Patient A auf dem Mittelwert, oder liegt er in den Randbereichen der Verteilung?
Jeder der eine Therapie durchkämpft, ist von der Hoffnung getragen, dass er möglichst weit am rechten Rand der Verteilung der Überlebenszeiten liegt, sonst würde er keine Therapie auf sich nehmen.
Lang Rede, kurzer Sinn: Die japanischen Forscher können höchstens die Hypothese vertreten, dass sie ein Kombination von Laborparametern gefunden haben, die für eine etwas weniger streuende Schätzung der Überlebenszeiten stehen. Wenn kein kausaler Zusammenhang zwischen der Ausprägung der Laborparameter und dem Krankheitsgeschehen erklärt werden kann, haben wir es mit "Big Data" zu tun, dann können wir auch den Prognosewert des Goldpreises in das Modell einfüttern und auf Korrelation testen.

Ich wünsche allen, dass die Weihnachtsfeiertage Auftrieb unter die Flügel geben und so der Flug über das neue Jahr aus möglichst großer Höhe beginnt!!

leopoldi antwortete auf Bluttest für Überlebenszeit?
23 Dez. 2016 15:15
  • leopoldi
  • 1197 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Mehr
Hallo, zwei bis drei Jahre, bei Therapieversagen sechs Wochen hat der Arzt bei Diagnose am Krankenbett gesagt. Kann sein dass ich in meiner Verzweiflung damals gefragt habe ... Aktuell 8 1/2, was wird weiß niemand und das ist gut so. Von so einem Test würde sich doch jeder nur erhoffen, noch viele gute Jahre zu haben. Alles andere will niemand hören.

Joseph, 3.500 monatlich hört sich erstmal gut an. Aber 600.000 in 11/12 Jahren, wären monatlich incl. der Zinsen auch ca 5.000 Belastung gewesen plus irgendwelche weitere Investitionen und Belastungen die bei Immobilien nie ausbleiben. Das darf man auch ned vergessen ; -)

LGe
Monika

~ Wenn Du meinst auf der Schattenseite zu sein, denk dran - die Erde dreht sich ~

joseph antwortete auf Bluttest für Überlebenszeit?
23 Dez. 2016 11:52
  • joseph
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
Mehr
Naja

Da hat wieder einer einen Nonsens-Artikel verfasst

Meine damalige geschätzte Lebenserwartung vom Onkologen waren 2 bis maximal 2,5 Jahre , habe direkt all meine finanziellen Sorgen bereinigt um meine Familie zu schützen,

Damals dankbar über die offene Aussage (über 600.000 € Schulden)

Heute , nach 11 Jahren und 9 Monaten richtig verärgert, meine vermieteten Häuser wären abbezahlt und ich könnte 3.500 € Miete zusätzlich zu meiner Invaliden-Rente auf meinem Konto verbuchen, jeden Monat

Prognosen auf Lebenserwartung find ich Schwachsinn und dann auch noch über Serumauswertung , lächerlich

Schöne Weihnachtsfeiertage

Joseph