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21 Aug. 2013 18:23
  • Anita61
  • Autor
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    11 September 2026
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Hallo Klaus und Volker,
sorry, dass ich euch erst jetzt antworte. Mittlerweile habe ich mich für die SzT entschieden. Ich hatte ein sehr langes Gespräch mit einer Ärztin, die mir alles gut erklärt hat und auch nichts schön geredet hat. Bei ihr habe ich mich gut aufgehoben gefühlt und hoffe, dass die Therapie auch so gut verläuft wie bei dir, Klaus.

Am Freitag geht es mit der Sammelchemo los. Übrigens hat die Ärztin direkt von einer Sammlung für 3 x gesprochen. Scheinbar ist das an diesem Krankenhaus üblich.

Nochmals vielen Dank für die mutmachenden Worte!
Liebe Grüße
Anita

12 Aug. 2013 22:35
  • Volker07
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    11 September 2026
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Hallo Anita,

wenn ich richtig informiert bin, neigt man in Deutschland dazu, die Stammzellsammlung für eine autologe SZT kurz vor der Reimplantation vorzunehmen, also im engen zeitlichen Zusammenhang. In den USA sieht man das wohl etwas anders: Dort sammelt man eher "auf Vorrat" und hällt sich damit viele Möglichkeiten offen. Wie man in der blauen Broschüre 022 zum MM lesen kann, gibt es einige Chemo-Protokolle, die eine spätere Sammlung ausschließen.
Bei einer Vorratssammlung kämen auch diese als Erstlinientherapie infrage! Die gesammelten Stammis sollen ja - bei guter Pflege - so 3-5 Jahre halten! Und alle Kliniken, die eine Abteilung Transfusionsmedizin haben, können auch sammeln; nach einer kurzen Aktivierungschemo versteht sich.

Gruß Volker

06 Aug. 2013 19:57
  • mickey
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    11 September 2026
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Ich möchte mich bei all den netten, einfühlsamen oder einfach "nur" kompetenten und objektiven(das ist sehr wichtig!) Ärzten für meinen barschen Ton gegenüber einem ihrer Kollegen entschuldigen, aber ich ziehe nichts zurück.
Ich habe erfahren, dass er inzwischen eine Funktion ausübt, bei der er keinen Patientenkontakt mehr hat ...
Es freut mich sehr, Anita, dass ich dich ein wenig aufbauen konnte.
Gegen Angstgefühle gibt es übrigens sehr gute "Atemtechniken", ich litt vor vielen Jahren, vor meiner MM-Zeit, unter Panikattaken und Agoraphobie und sie haben mir sehr geholfen.

Dir und allen Lesern des Forums wünsche ich einen geruhsamen Sommerabend !

06 Aug. 2013 19:02
  • KPH
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    11 September 2026
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Hallo Anita,

so, wie Du Deine Behandlung schilderst, klingt das wie die, die ich schon hinter mir habe (seit Mai 13). Die Ärzte sprachen davon, dass es sich hierbei um die sog. Heidelberger Studie handele. Ich bin dem Rat meiner Partnerin gefolgt und habe nicht im Internet recherchiert, was sich dahinter verbirgt. Ich galube zudem, dass ich nicht viel verstanden hätte...

Ich habe am Anfang überhaupt nicht verstanden, worum es bei dem Ganzen eigentlich ging. Aber ich habe mich ohne Wenn und Aber in die Hände der Ärzte begeben und bin zu keinem Zeitpunkt enttäuscht worden. Für mich war es einfach nur wichtig, dass kein Stillstand entsteht. Vieles war für mich spannend: das erste Mal Vollnarkose (sollte MRT bekommen, aber ich konnte vor lauter Rückenschmerzen nicht flach liegen - also mit Narkose gemacht), Punktion der Lunge - auf dem Bildschirm mit verfolgt, Legen des Zentralen Venenkatheters (ZVK), SZ-Entnahme.

Wichtig ist einfach nur, dass Du es willst ! Ich jedenfalls wollte es. Und bis auf Übelkeit bei der SZT und kurzzeitigem Verlust des Geschmacksinns (muß aber nicht zwingend auch bei Dir sein) habe ich alles super vertragen.

Heute bin ich froh, diese Ärzte gefunden und dem Verfahren zugestimmt zu haben. Meine Blutwerte sind seit Monaten super, vor der SZT hatte ich einen Anteil der Tumorzellen im Blut von <2%, bei Einlieferung 12/2012 von 40%! Am 15.08. ist wieder Kontrolle bei mir angesagt, aber ich gehe frohen Mutes in die Klinik.

Laß einfach alles auf Dich zukommen. Die Spezialisten wissen, was sie tun. Und grübele nicht darüber nach, wie lange eine Remission dauert. Patientenverläufe lassen sich nicht dublizieren - da ist jeder anders und reagiert entsprechend unterschiedlich. Das "Jetzt" ist wichtig und das solltest Du wertschätzen. Das, was war, ist vergangen und das, was kommt, ist nur zweitrangig von Bedeutung.

Ich wünsche Dir die gleichen positiven Ergebnisse, wie ich sie erhalten durfte.

LG Klaus


06 Aug. 2013 18:14
  • Anita61
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    11 September 2026
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Hallo Mickey,

vielen Dank für die Infos zu Deiner eigenen Geschichte. Das tut gut. Ja vom Kopf her weiß ich, dass Angst nur unnötig viel Energie frißt und dieser Streß dem Körper gar nicht gut tut, der Seele auch nicht. Wie gesagt, ich weiß es, aber .... Na ja, ich arbeite dran.

Schön, dass Du eine so patente und kompetente Ärztin an Deiner Seite hast. Ich drück Dir für die nächste Kontrolle die Daumen.

Mal sehn, was morgen das Gespräch mit meiner neuen Ärztin ergibt. Auf jeden Fall werde ich keine Schnellschüsse machen oder zulassen.

Ich bin jetzt doch viel ruhiger. Das liegt an Deiner und all den anderen Zuschriften und Zusprüchen. Wie gut, das es solch ein Forum gibt.

Herzliche Grüße
Anita

05 Aug. 2013 19:16
  • mickey
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    11 September 2026
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Ach Kinder ! Ich meine damit Virginia, Anita, Diddelmaus, Dani und alle Jüngeren, erlaubt mir euch so anzureden mit meinen 74 Jahren !

Es tut mir so leid, wenn ich von euren Ängsten lese, ich kenne die ja auch, habe sie aber inzwischen ziemlich schnell im Griff.
Ich habe seit einiger Zeit beschlossen meine "beste Freundin" zu sein, meine Ärztin ist die "zweitbeste"...
Also, sobald Angst vor der Zukunft mich heimsucht, sofort radikal weg mit ihr, sie bringt nur Negatives und ausserdem, wer weiss denn was kommt ?
Als mir damals im Jahr 2000 ein Sch...arzt bei der Diagnose eröffnete, ich hätte ca. 2,5 Jahre vor mir, war ich verzweifelt, aber vor allem wütend auf den Saukerl, (Tschuldigung), weil er auf Halbgott in Weiss machte !
Wut ist sehr gut, viel besser als Angst !!!
Bei den Kontrollen alle 3 Monate schaute ich ihn immer ganz frech an und dachte mir "Dir werde ich die Freude nicht machen Schwäche zu zeigen !"
Als dann 3 Jahre vorbei waren, veraschiedete ich mich und empfahl ihm seine Statistiken zu revidieren ...
Nun zu eurem Problem. Ich habe die HD mit 68 Jahren abgelehnt, weil sie mir wirklich nicht zusagte.
Das soll um Himmelswillen kein Ratschlag sein.
Meine Ärztin seit 10 Jahren meint, man solle 100 %ig zur gewählten Therapie stehen und es war der Fall, es ist sehr gut gegangen bis zur CR. Ich will jedoch nicht behaupten, dass es wegen meiner positiven Einstellung war, aber, wer kann das sagen ?

Seit über 3 Jahren nehme ich kein einziges Medikament, die Werte steigen langsam seit Oktober, aber sie und ich warten noch ein bisschen. Am 19. 8 ist die nächste Kontrolle...
Was ich noch sagen möchte, sie ist kein greenhorn, fährt regelmässig zu Kongressen in aller Welt und lässt durchscheinen, immer mehr Kollegen würden wegen der neuen Supermedis zu konventionellen Therapien raten ...
Unsere Zukunft ist nicht rosarot, aber bei wem ist sie es ?

Kinder, legt nicht jede Zeile, die ihr hier lest auf die Goldwaage ! Carpe Diem !
Ich drück euch von ganzem Herzen

the old mouse