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Liberty antwortete auf Ich bin als Tochter überfordert
24 Juni 2013 20:34
  • Liberty
  • Autor
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    11 September 2026
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Für eure Antworten möchte ich schon mal Danke sagen.
Es ist schön mit seiner Angst verstanden zu werden.

Während meiner Abwesenheit wären meine Mutter und meine Geschwister da.
Meine größte Angst ist halt, dass sein Zustand sich drastisch verschlechtern könnte, wenn ich nicht da bin.

Mein Vater versucht immer stark zu sein, oft kann er die Tränen nur mit Mühe zurückhalten und das macht mich fertig.
Die Ärzte haben wohl gestern zu ihm gesagt, dass sie ihn wieder so weit hinbekommen, dass er sich halbwegs normal bewegen kann.
Das wäre ja wirklich toll.
Er muss noch 3 Wochen im Krankenhaus bleiben und darf dann kurz nach Hause und dann zur nächsten Chemotherapie wieder ins Krankenhaus.
Wir würden dann aus dem Urlaub kommen, wenn er zu Hause ist.
Darf ich ihn dann mit dem Kind überhaupt besuchen?
Das Immunsystem ist doch dann runtergefahren. Ins Krankenhaus darf mein Sohn auch nicht mit. Erst ab 12 Jahre.

abifiz antwortete auf Ich bin als Tochter überfordert
24 Juni 2013 20:13
  • abifiz
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    11 September 2026
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Hallo Liberty.


Auch von mir seiest Du im Forum herzlich willkomengeheißen.

Ich fühle mit Dir. Die Überraschung, der Schrecken und die Desorientierung müssen auch für Dich immens sein.

Ich schließe mich den Worten von Joseph an. Geh mit dem Kleinen in den Urlaub, und zwar ohne Verzug und ohne eine winzige Spur von schlechtem Gewissen. Wäre völlig unangebracht. Von Deiner Beschreibung her sähe ich keinerlei Grund dafür. Ich würde mich auch sehr davor hüten, Deinem Vater (subjektiv von ihm aus gesehen) "auf die Nerven zu gehen", oder ihn direkt oder indirekt überzubehüten. Er scheint -- zumindest derzeit, womöglich (wahrscheinlich?) auch später -- der Situation ganz schön gewachsen zu sein. Auch würd' ich mich entschieden davor hüten, hinter seinem Rücken etwas in Erfahrung bringen zu wollen. Nur mit seinem Einverständnis. Eure Beziehung stünde auf dem Spiel, und sie ist wertvoll.

Das allmähliche Kennenlernen des MM durch geeignete Lektüre wird Dir ein präziseres und realistischeres Bild vermitteln.

Lies, bitte, Josephs Beitrag noch einmal aufmerksam durch; es würde sich für Dich lohnen.


abifiz

leopoldi antwortete auf Ich bin als Tochter überfordert
24 Juni 2013 19:52
  • leopoldi
  • 1197 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
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Hallo Liberty,

hm ... Schweigepflicht? Nein, ich geh schon davon aus, dass der Arzt einer besorgten Tochter Auskunft erteilt, falls Dein Vater dies nicht ausdrücklich untersagt hat.
Ich kann mir ungefähr vorstellen, was Dir jetzt durch den Kopf geht. Damals zu Beginn der Diagnose, dachte ich auch, die Tage seien schon gezählt. Das liegt jetzt fünf Jahre zurück.
Ist denn sonst noch jemand aus der Familie da, der während Eurem Aufenthalt an der Nordsee nach Deinem Vater sieht? Man steckt freilich nie drin, Komplikationen könnte es bei jeder Blinddarm-OP geben. Allgemein ist das Myelom aber gut behandelbar, die Chemotherapien verträglich.
Aus eigener Erfahrung mit meinen drei Kindern zu solchen Bronchien-Geschichten kann ich Dir Kneipp-Anwendungen ans Herz legen. Meine drei waren damals 1, 3 und 5 und hatten quasi die spastische Bronchitis schon mit auf die Welt gebracht. Was hatten wir nächtelang an den Betten gesessen, inhaliert und Medizin verfüttert. In den Wintern waren die drei fast durchgängig krank, in den Sommermonaten war es manchmal etwas besser. "Nur Husten", dann Allergie- und Mukoviszidose-Verdacht, wir gingen zeitweise echt am Stock. Nach einer Mu-Ki-Kur nach Kneipp (vor allem die kalten Brustwickel) hat sich das zusehends herausgewachsen. Ist so bissl ne Rosskur, aber ich schwör darauf.

Euch alles erdenklich Gute

Monika

~ Wenn Du meinst auf der Schattenseite zu sein, denk dran - die Erde dreht sich ~

joseph antwortete auf Ich bin als Tochter überfordert
24 Juni 2013 19:47
  • joseph
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
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Hallo Liberty

Zu erst mal, willkommen im Forum

Die Diagnose MM sind schon richtige Hämmer, ich habs vor 8,5 Jahren zu spüren bekommen, du merkst ............. MM lässt sehr vielen Patienten viel Zeit, einigen weniger, aber dem Grossteil doch mehr Zeit.

Dein Vater hat Recht, zuerst nach deinem Sohn sehen, das erscheint Ihm das Wichtigste zu sein, Patienten sind oft sehr viel ruhiger als Angehörige ........ ich erlebs täglich :wink:

Es dauert ein paar Tage/Wochen, bis dein Vater stabilisiert ist und dann die Behandlungserfolge eintreten, also keine Panik, wir alle hier gingen diesen Weg

Unter Literatur, hier auf der Linken Seite findest du alles was wir zusammentragen konnten über das MM , nimms als kleine Lektüre mit an die See

Du musst versuchen Ruhe zu finden, MM ist kein direktes Todesurteil, Knochenbrüche auch nicht , MM ist heute zum Teil über längere Zeiträume mit sehr guter Lebensqualität im Zaun zu halten

Liebe Grüsse

Joseph

Ich bin als Tochter überfordert wurde erstellt von Liberty
24 Juni 2013 19:19
  • Liberty
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    11 September 2026
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Bei meinem Vater wurde vergangenen Mittwoch die Diagnose MM gestellt.
Ich bin am Boden zerstört. Mein Vater war nie krank und ich meine wirklich nie. Ein lebenslang halt er nur geschuftet.
Ihn jetzt so zu sehen, macht mich fertig.
Nach jedem Besuch im Krankenhaus oder Telefonat geht es mir wirklich schlecht.

Am vergangenen Dienstag hat er sich beim Armheben das Schlüsselbein gebrochen, 2 Wirbel sind mehr oder weniger zerbröselt und eine Lendenwirbel ist angebrochen.

Heute wurde Rückenmark entnommen, die Ergebnisse liegen noch nicht vor. Ab Morgen soll mit der Chemotherapie begonnen werden.
Ich habe solche Angst und weiß nicht was ich tuen soll. Ich denke er sagt uns auch nicht alles, was die Ärzte ihm mitteilen.
Ob ich das Gespräch mit einem Arzt suchen kann, oder bekomme ich als Tochter keine Auskunft?

Ich habe einen kleinen Sohn, der schon lange an Husten leidet. Aus diesem Grund sollte es eigentlich nächste Woche an die Nordsee gehen, damit sich die Bronchien erholen.
Ich wollte den Urlaub absagen, aber mein Vater meinte wir sollen fahren.
Was wenn während meiner Abwesenheit was passiert?
Das würde ich mir nie verzeihen.

Ich liebe ihn so sehr.