Akut steigender IgG-Wert wurde erstellt von uwe1162
09 Dez. 2012 12:40
- uwe1162
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11 September 2026
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Hallo zusammen,
vor neun Jahren wurde bei mir die Diagnose MM gestellt. Damals war ich 41 Jahre alt. Die ersten Untersuchungen ergaben einen erhöhten IgG-Wert (ca. 30-35 g/l). Krankheitssymptome gab es nicht, alle anderen wichtigen Werte (Creatinin, Hämoglobin, Calcium usw.) völlig normal, keine Osteolysen.
Seither wurde ich engmaschig kontrolliert, in den ersten Jahren 4-wöchentlich und einmal im Jahr Knochenmark-Biopsie, Sonographie, Röntgen...Seit 2008 nur noch 1/4-jährlich Blutkontrolle.
Ich hatte mich von Anfang an sehr intensiv mit der Krankheit beschäftigt. Später gab es unterschwellig wohl die Hoffnung bei mir, die Krankheit könnte mich ja auch "vergessen" haben.
Es gab die ganzen Jahre keinerlei Dynamik bei den Werten zu verzeichnen. Der IgG-Wert lag immer bei 35-38 g/l, alle anderen Werte völlig normal. Das einzige, was anstieg, war die Infiltration der abartigen Zellen im Knochenmark. Der Anteil lag z.B. 2004 bei 15%, 2005 bei 20% und 2007 bei 40%!
Nun gibt es seit dem Sommer einen starken Anstieg des IgG-Wertes. Der August-Wert lag bei 46 g/l. Nachdem der November-Wert auf 75 g/l gestiegen war und jetzt bei 80g/l liegt, hat meine behandelnde Ärztin gemeint, dass sofort mit der Therapie begonnen werden sollte, die dann in einer autologen Stammzellentransplantation münden wird.
Wir hatten uns dann so zunächst verständigt, dass wir an einem Tag in der Klinik die erforderlichen Untersuchungen durchführen (KM, Ultraschall, Röntgen), um Gewissheit zu haben.
Diese Untersuchung ergab: oben genannter IgG Wert von 80, KM-Auswertung noch nicht vorhanden, keine Knochenschäden, alle anderen Kriterien für einen Behandlungsbeginn (Leitlinien MM des DHOG) NICHT erfüllt.
Dennoch meinte die Ärztin, dass wir am besten sofort anfangen sollten und bei der KM-Auswertung käme ja auch nichts anderes heraus.
Ich war sehr verunsichert mit dieser aus meiner Sicht nicht gewissenhaft genug durchgeführten Bewertung. Ich habe dann durchgesetzt, wenigstens die KM-Auswertung noch abzuwarten und noch einmal ein CT durchzuführen.
Auf meine Frage bzw. meinen Hinweis, ob durch eine momentan abklingende Borreliose (nachgewiesen bei mir Ende August und entsprechend behandelt) evtl. der IgG-Wert zeitweise erhöht sein könnte, hat sie nur abwinkend reagiert.
Glücklicherweise gab es dann auch noch Kontakt mit der ersten Oberärztin, die mich vorsorglich ab 12.12. für drei Tage zur stationären Behandlung eingewiesen hatte. Aber nicht, um gleich "mit der Keule" draufzuhauen, sondern um noch einmal alles gründlich zu untersuchen, meinen Krankheitsverlauf noch einmal retrospektivisch anzuschauen und vor allem, um in aller Ruhe über das Ganze zu reden! Schliesslich hat man ja vor einem solchen Einschnitt auch noch viele Dinge zu klären!
Ich kann mir kaum vorstellen, dass es - trotz der neuen großen Dynamik - auf ein oder zwei Wochen ankommt, oder?
So habe ich nun schon ein wesentlich besseres Gefühl und wenn man mir klipp und klar nachweisen kann, dass es auch eine strukturelle Veränderung bei den Plasmazellen gegeben hat und eine Behandlung jetzt wirklich Sinn macht, dann akzeptiere ich das und richte mich ein, vielleicht ein Jahr "aus dem Rennen genommen" zu werden. Ich will nur verhindern, dass man ohne gründliche Abwägung aller Umstände gleich die schärfsten Waffen auspackt. Und hinterher sagt, hm, wäre vielleicht gar nicht nötig gewesen...
Parallel dazu wollte ich gern auch von anderen Betroffenen, denen es vielleicht ähnlich ergangen ist, die eine oder andere Meinung hören. Interessant wäre es auch, wenn jemand schon einmal etwas über den möglichen Einfluss von Borelien gehört hat.
Es wäre sicher nur ein Strohhalm und ich gebe mich keinen Illusionen hin.
Viele Grüße, schönen zweiten Advent und alles Gute!
Uwe
vor neun Jahren wurde bei mir die Diagnose MM gestellt. Damals war ich 41 Jahre alt. Die ersten Untersuchungen ergaben einen erhöhten IgG-Wert (ca. 30-35 g/l). Krankheitssymptome gab es nicht, alle anderen wichtigen Werte (Creatinin, Hämoglobin, Calcium usw.) völlig normal, keine Osteolysen.
Seither wurde ich engmaschig kontrolliert, in den ersten Jahren 4-wöchentlich und einmal im Jahr Knochenmark-Biopsie, Sonographie, Röntgen...Seit 2008 nur noch 1/4-jährlich Blutkontrolle.
Ich hatte mich von Anfang an sehr intensiv mit der Krankheit beschäftigt. Später gab es unterschwellig wohl die Hoffnung bei mir, die Krankheit könnte mich ja auch "vergessen" haben.
Es gab die ganzen Jahre keinerlei Dynamik bei den Werten zu verzeichnen. Der IgG-Wert lag immer bei 35-38 g/l, alle anderen Werte völlig normal. Das einzige, was anstieg, war die Infiltration der abartigen Zellen im Knochenmark. Der Anteil lag z.B. 2004 bei 15%, 2005 bei 20% und 2007 bei 40%!
Nun gibt es seit dem Sommer einen starken Anstieg des IgG-Wertes. Der August-Wert lag bei 46 g/l. Nachdem der November-Wert auf 75 g/l gestiegen war und jetzt bei 80g/l liegt, hat meine behandelnde Ärztin gemeint, dass sofort mit der Therapie begonnen werden sollte, die dann in einer autologen Stammzellentransplantation münden wird.
Wir hatten uns dann so zunächst verständigt, dass wir an einem Tag in der Klinik die erforderlichen Untersuchungen durchführen (KM, Ultraschall, Röntgen), um Gewissheit zu haben.
Diese Untersuchung ergab: oben genannter IgG Wert von 80, KM-Auswertung noch nicht vorhanden, keine Knochenschäden, alle anderen Kriterien für einen Behandlungsbeginn (Leitlinien MM des DHOG) NICHT erfüllt.
Dennoch meinte die Ärztin, dass wir am besten sofort anfangen sollten und bei der KM-Auswertung käme ja auch nichts anderes heraus.
Ich war sehr verunsichert mit dieser aus meiner Sicht nicht gewissenhaft genug durchgeführten Bewertung. Ich habe dann durchgesetzt, wenigstens die KM-Auswertung noch abzuwarten und noch einmal ein CT durchzuführen.
Auf meine Frage bzw. meinen Hinweis, ob durch eine momentan abklingende Borreliose (nachgewiesen bei mir Ende August und entsprechend behandelt) evtl. der IgG-Wert zeitweise erhöht sein könnte, hat sie nur abwinkend reagiert.
Glücklicherweise gab es dann auch noch Kontakt mit der ersten Oberärztin, die mich vorsorglich ab 12.12. für drei Tage zur stationären Behandlung eingewiesen hatte. Aber nicht, um gleich "mit der Keule" draufzuhauen, sondern um noch einmal alles gründlich zu untersuchen, meinen Krankheitsverlauf noch einmal retrospektivisch anzuschauen und vor allem, um in aller Ruhe über das Ganze zu reden! Schliesslich hat man ja vor einem solchen Einschnitt auch noch viele Dinge zu klären!
Ich kann mir kaum vorstellen, dass es - trotz der neuen großen Dynamik - auf ein oder zwei Wochen ankommt, oder?
So habe ich nun schon ein wesentlich besseres Gefühl und wenn man mir klipp und klar nachweisen kann, dass es auch eine strukturelle Veränderung bei den Plasmazellen gegeben hat und eine Behandlung jetzt wirklich Sinn macht, dann akzeptiere ich das und richte mich ein, vielleicht ein Jahr "aus dem Rennen genommen" zu werden. Ich will nur verhindern, dass man ohne gründliche Abwägung aller Umstände gleich die schärfsten Waffen auspackt. Und hinterher sagt, hm, wäre vielleicht gar nicht nötig gewesen...
Parallel dazu wollte ich gern auch von anderen Betroffenen, denen es vielleicht ähnlich ergangen ist, die eine oder andere Meinung hören. Interessant wäre es auch, wenn jemand schon einmal etwas über den möglichen Einfluss von Borelien gehört hat.
Es wäre sicher nur ein Strohhalm und ich gebe mich keinen Illusionen hin.
Viele Grüße, schönen zweiten Advent und alles Gute!
Uwe
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