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Pat antwortete auf Ist das MM der bessere Krebs?
26 Apr. 2012 20:07
  • Pat
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  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
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Caro schrieb: Hallo Pat,

solch eine Meinung ist natürlich nicht besonders qualifiziert. Das MM ist nach wie vor eine der tödlichsten Krebsarten überhaupt. Im Gegensatz zu Brustkrebs, oder dem von dir erwähnten Prostatakrebst, ist er eben nicht heilbar. Aber gut behandelbar.
Einen Vorteil hat dieser Krebs allerdings- es sind im Normalfalle keine Operationen vonnöten. Wir haben zwei Fälle im Freundeskreis, einer hatte Darmkrebs, der erfolgreich operiert wurde ? Sprich der Krebs ist weg - aber durch Pfuscherei bei den OP's hatte er immer wieder Abszesse und Vereiterungen im Bauchraum, hat vor wenigen Jahren dadurch eine Niere verloren, nun tut die zweite nicht mehr und er ist Dialyse pflichtig.
Die andere hatte Brustkrebs- und der ist mittlerweile zu einem hohen Prozentsatz heilbar - aber durch diverse Fehler, die vorkommen können - bei einer Ausschabung die Gebärmutter und den Darm durchstochen , was monatelange Krankenhausaufenthalte nach sich führte (Entzündungen, Narbenbrucht). Ich könnte mir vorstellen, dass das der einzige Vorteil beim MM ist - dass eben außer ggfalls. an den Wirbelkörpern zur Stabilisation, keine OP's nötig sind.
Bei meinem LG konnte man z.B. nach Diagnose mit der Therapie nicht warten, weil seine Nierenwerte immer schlechter wurden und die Schmerzen am Brustkorb durch diverse Osteolysen unterträglich.
Wenn es bei deiner Mutter nicht so eilig scheint, ist das wohl eher ein gutes Zeichen - aber auf die lange Bank schieben würde ich die Therapie nicht, es muss ja nicht erst schlimmer werden.
Zum Thema Hochdosis + SZT vs. nur Chemo streiten sich sogar die führenden Köpfe in den USA. Da wirst du so schnell keine verbindliche Antwort bekommen.
Aber eins lass dir gesagt sein - deine Mutter kann noch viele Jahre bei euch sein. Die Medikamente werden immer besser - mein LG hatte letzten August nur noch eine minimale Lebenserwartung, vier Jahre nach Diagnose, weil er etliche Weichteilmanifestationen des MM hatte - aber er kam dann in eine Studie mit Pomalidomid und im März waren wir für drei Wochen in Thailand in Urlaub.
Da du dich ja sehr interessiert, möchte ich dir auch den Myeloma Beacon ans Herz legen, ist allerdings meist nur in Englisch - aber da wird im das Neueste veröffentlicht, was sich auf dem Gebiet MM so tut.

Herzliche Grüße

Caro



Hallo Caro und danke!
Ich kenne den MMBeacon natürlich schon und habe dort fast alle postings gelesen.
MM ist so ein verrücktes Thema...

Ich weiß auch nicht, warum die Ärzte so undifferenziert sprechen, aber die wollen einem wohl Mut machen. Ich will aber nicht angelogen werden, sondern zumindest für mich einen realistischen Ablauf haben.

Danke und lg
Pat


Caro antwortete auf Ist das MM der bessere Krebs?
26 Apr. 2012 18:37
  • Caro
  • 692 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
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Hallo Pat,

solch eine Meinung ist natürlich nicht besonders qualifiziert. Das MM ist nach wie vor eine der tödlichsten Krebsarten überhaupt. Im Gegensatz zu Brustkrebs, oder dem von dir erwähnten Prostatakrebst, ist er eben nicht heilbar. Aber gut behandelbar.
Einen Vorteil hat dieser Krebs allerdings- es sind im Normalfalle keine Operationen vonnöten. Wir haben zwei Fälle im Freundeskreis, einer hatte Darmkrebs, der erfolgreich operiert wurde ? Sprich der Krebs ist weg - aber durch Pfuscherei bei den OP's hatte er immer wieder Abszesse und Vereiterungen im Bauchraum, hat vor wenigen Jahren dadurch eine Niere verloren, nun tut die zweite nicht mehr und er ist Dialyse pflichtig.
Die andere hatte Brustkrebs- und der ist mittlerweile zu einem hohen Prozentsatz heilbar - aber durch diverse Fehler, die vorkommen können - bei einer Ausschabung die Gebärmutter und den Darm durchstochen , was monatelange Krankenhausaufenthalte nach sich führte (Entzündungen, Narbenbrucht). Ich könnte mir vorstellen, dass das der einzige Vorteil beim MM ist - dass eben außer ggfalls. an den Wirbelkörpern zur Stabilisation, keine OP's nötig sind.
Bei meinem LG konnte man z.B. nach Diagnose mit der Therapie nicht warten, weil seine Nierenwerte immer schlechter wurden und die Schmerzen am Brustkorb durch diverse Osteolysen unterträglich.
Wenn es bei deiner Mutter nicht so eilig scheint, ist das wohl eher ein gutes Zeichen - aber auf die lange Bank schieben würde ich die Therapie nicht, es muss ja nicht erst schlimmer werden.
Zum Thema Hochdosis + SZT vs. nur Chemo streiten sich sogar die führenden Köpfe in den USA. Da wirst du so schnell keine verbindliche Antwort bekommen.
Aber eins lass dir gesagt sein - deine Mutter kann noch viele Jahre bei euch sein. Die Medikamente werden immer besser - mein LG hatte letzten August nur noch eine minimale Lebenserwartung, vier Jahre nach Diagnose, weil er etliche Weichteilmanifestationen des MM hatte - aber er kam dann in eine Studie mit Pomalidomid und im März waren wir für drei Wochen in Thailand in Urlaub.
Da du dich ja sehr interessiert, möchte ich dir auch den Myeloma Beacon ans Herz legen, ist allerdings meist nur in Englisch - aber da wird im das Neueste veröffentlicht, was sich auf dem Gebiet MM so tut.

Herzliche Grüße

Caro

Ist das MM der bessere Krebs? wurde erstellt von Pat
26 Apr. 2012 17:28
  • Pat
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    11 September 2026
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Manche Onkologen scheinen die Meinung zu vertreten, daß ein MM im Vergleich zu anderen Krebsarten - trotz seiner Bösartigkeit - eine gute Wahl wäre, wenn man sich einen Krebs aussuchen müßte.

Blutkrebs scheint ja der einzige Krebs zu sein, wo die Chemotherapie wirklich zu helfen scheint, aber kann man so eine Aussage wirklich tätigen?

Ist MM im Vergleich zu anderen Krebsarten leichter zu ertragen?

Ich hätte mich ja pauschal für Prostatakrebs entschieden, da man mit diesem (unter Ausschluss aller anderen männlichen Probleme) im Regelfall ziemlich lang herumeiern (Wortspiel war nicht beabsichtigt) kann und bei gutem Verlauf 10 oder mehr Jahre lebt.

Ist das MM also eher "harmlos"?