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Auszeichnungen für Würzburger Nachwuchsforscher beim internationalen Myelomkongress

Beim 23. internationalen Kongress der International Myeloma Society (IMS) in Glasgow wurden zwei Würzburger Nachwuchsforscher für ihre Forschung zum Multiplen Myelom ausgezeichnet: Dr. Sven Neubert und Dr. Umair Munawar erhielten jeweils einen „IMS Young Investigator Award“. Dr. Umair Munawar untersucht, warum manche Myelomzellen einer Immuntherapie mit Cevostamab entkommen können. Dabei wurden Veränderungen im FCRL5-Gen identifiziert, die dazu führen können, dass der Wirkstoff die Krebszellen nicht mehr ausreichend angreifen kann. Die Erkenntnisse sollen dabei helfen, Resistenzmechanismen besser zu verstehen und zukünftige Therapien gezielter weiterzuentwickeln. Dr. Sven Neubert beschäftigte sich mit der CAR-T-Zell-Therapie bei Multiplem Myelom mit Beteiligung des zentralen Nervensystems (ZNS). In einer multizentrischen Studie wurden 25 Patientinnen und Patienten untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass CAR-T-Zellen auch bei dieser seltenen und besonders schwierigen Form des Myeloms wirken können. Bei vielen Betroffenen kam es zu einer deutlichen bzw. vollständigen Rückbildung der Erkrankung im Knochenmark und im ZNS. Gleichzeitig besteht weiterhin eine hohe Rückfallgefahr. Die Forschenden möchten künftig noch genauer untersuchen, warum manche Patientinnen und Patienten besonders gut auf Immuntherapien ansprechen und andere nicht oder nur vorübergehend. Ziel ist es, Therapien langfristig individueller und wirksamer gestalten zu können.

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