In der sechzehnten Folge unserer Reihe „Myelom-Grundlagen“ spricht Prof. Dr. Hartmut Goldschmidt über eine zentrale Frage bei der Behandlung des Multiplen Myeloms:
Wie intensiv sollte eine Therapie sein? Anhand aktueller Studiendaten und Leitlinien beleuchtet Prof. Goldschmidt, welche Faktoren die Wahl und Intensität der Therapie bestimmen und warum nicht für alle Patient:innen das gleiche Behandlungskonzept geeignet ist. Er diskutiert, welche Rolle Alter, körperliche Fitness, Begleiterkrankungen und individuelles Risikoprofil spielen und wie zwischen einer möglichst tiefen Krankheitskontrolle, der Verträglichkeit der Behandlung und der Lebensqualität abgewogen wird. Dabei geht es auch um die Bedeutung moderner Kombinationstherapien, der Hochdosistherapie mit autologer Stammzelltransplantation sowie der Frage, wann eine Therapie angepasst, intensiviert oder reduziert werden kann. Auch die zunehmende Bedeutung der Remissionstiefe und der MRD-Negativität wird eingeordnet. Diese Folge vermittelt praxisnahe Orientierung dazu, was Therapieintensität beim Multiplen Myelom bedeutet, welche individuellen Faktoren die Behandlungsentscheidung beeinflussen und warum eine möglichst intensive Therapie nicht automatisch für jede:n Patient:in die beste Therapie sein muss.