Eine randomisierte, offene, kontrollierte multizentrische Studie der Phase 3 mit oralem Ixazomib (MLN9708) plus Dexamethason oder Therapie ärztlicher Wahl bei Patienten mit rezidivierter oder refraktärer Leichtkettenamyloidose

Organisatorische Daten:

Prüfplancode: C16011
 ISRCTN:  
 EudraCT: 2011-005468-10
 Clinicaltrials.gov: NCT01659658
 DRKS:  
 Sponsor: Millennium Pharmaceuticals, Inc.
 Studienphase: Phase 3
 Status: Rekrutierung läuft, geplant bis 09/2018

Ziel:

Amyloidose ist eine Erkrankung, bei der abnormes Eiweiß in Zellen und Organen abgelagert wird. Klumpen dieser abnormen Proteine nennt man Amyloidablagerung. Amyloidose lässt sich mittels Chemotherapie behandeln, rezidiviert aber oft. Das Ziel dieser Studie ist zu prüfen, ob die Behandlung mit Ixazomib wirksamer ist als eine Standardtherapie bei Patienten mit Leichtkettenamyloidose, die weiterhin bestehen bleibt  oder trotz Therapie rezidiviert. Patienten werden nach dem Zufallsprinzip einer der folgenden Behandlungsruppen zugeordnet: Behandlung entweder mit 4 mg Ixazomib und 20 mg Dexamethason oder mit einer Standardtherapie ärztlicher Wahl.

Hintergrund:

Ixazomib (MLN9708, Ninlaro®) ist der erste oral verfügbare Proteasomen-Inhibitor, der Eingang in die klinische Prüfung gefunden hat. In bisherigen Studien konnte die Wirksamkeit in der Monotherapie bei mehrfach vorbehandelten Patienten mit Multiplem Myelom belegt werden. Daten einer Phase-1/2-Studie zeigen vielversprechende Ergebnisse für die Kombination von Ixazomib mit Lenalidomid und Dexamethason. Sie bietet die Vorteile einer oralen Anwendung und ein günstiges Nebenwirkungsprofil, insbesondere hinsichtlich des Auftretens von Neuropathien. http://www.bloodjournal.org/content/early/2017/05/26/blood-2017-03-771220

Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien (3-5)

  • Primäre Leichtkettenamyloidose, gesichert durch eine Biopsie und folgende Standardkriterien:
    • Histochemische Diagnosis der Amyloidose,
    • Wenn klinische und Laborparameter nicht ausreichen, kann eine Amyloidtypisierung notwendig sein.
  • Messbare Erkrankung, definiert durch die Differenz der freier Leichtkettenkonzentration im Serum (dFLC, Differenz zwischen involvierten Amyloidformenden und nichtamyloidformenden [uninvolvierten] freien Leichtketten [FLC]) ≥ 50 mg/.
  • Objektive, messbare schwere Amyloid-Organbeteiligung von Herz oder Niere, definiert als (Amyloidbeteiligung von mind. einem Organ gefordert)
    Bemerkung: Amyloidbeteiligung anderer Organsysteme ist erlaubt, aber nicht notwendig.

Ausschlusskriterien (3-5)

  • Amyloidose aufgrund einer Mutation des Transthyretin-Gens oder andere Amyloidose, die keine AL-Amyloidose ist.
  • Dokumentierter Kreislaufkollaps (Synkope), unkompensierte Herzinsuffizienz gemäß der New York Heart Association (NYHA) Klasse 3 oder 4, Herzinfarkt innerhalb der letzten 6 Monate, instabile Angina pektoris, klinisch bedeutsame, wiederholte Herzrhythmusstörung in der Herzkammer trotz Behandlung oder schwere orthostatische Hypotension oder schwere, klinische autonome Herzerkrankung.
  • Klinisch manifestes multiples Myelom, gemäß den Kriterien der Internationalen Myeloma Working Group (IMWG) mit mindestens einem der folgenden Kriterien:
    • Knochenläsionen
    • Hyperkalzämie, definiert als Calciumwert von > 11 mg/dl
  • Unfähigkeit, Medikamente zu schlucken, Unfähigkeit oder fehlende Bereitschaft, die Anforderungen der Arzneimittelverabreichung einzuhalten oder Magen-Darm-Erkrankung, die die Aufnahme des Arzneimittels oder die Verträglichkeit beeinträchtigt.

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt