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Callosum62 antwortete auf Protein im 24 urin steigt
15 Juli 2026 07:36
  • Callosum62
  • 251 Beiträge seit
    18 September 2023
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Moin, Damir,

kann es sein, dass Deine Frau ein Risiko-MM hat? Die durchgeführte Therapie mit zwei autologen Stammzelltransplantationen (=ASZT - war das Tandem?) könnte darauf hinweisen.
Wenn es stimmt, dass die Induktionstherapie, die ASZT's und die Erhaltungstherapie bei Deiner Frau erst kürzlich durchgeführt worden sind, also insgesamt in den letzten 6 Monaten, dann wundere ich mich darüber, dass Deine Frau nur eine Dreifach-Kombination, also VRD erhalten hat. Der etablierte Standard in der Behandlung des neu diagnostizierten MM ist schon länger eine Vierfach-Kombination, und zwar D-VRd, also Daratumumab, Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason. Der wichtige Antikörper Daratumumab hat also bei Deiner Frau gefehlt.
n der Regel wird nach der Stammzelltransplantation auch noch eine Konsolidierungsphase in mehreren Zyklen mit D-VRd durchgeführt, insbesondere dann, wenn nach der ASZT keine gute Remission erfolgt ist. Und in der Erhaltungstherapie wird neben Revlimid auch Daratumumab über zwei Jahre gegeben. Dieses verstärkte Vorgehen ist umso wichtiger, wenn ein Risiko-MM vorliegt. Auch die Gabe von 25 mg Lenalidomid alle zwei Tage verstehe ich nicht wirklich - was ist da der Vorteil? Die meisten meiner MM-KollegInnen bekommen in der Erhaltungstherapie TÄGLICH Lenalidomid, in der Regel 10 mg. 
Ein mögliches Rezidiv bereits nach 3 Monaten nach der ASZT wäre für mich ein wichtiges Signal, dass hier kein "zahmes", sondern ein aktives MM vorliegt, und das bedeutet, jetzt intensiv gegen das MM vorgehen zu müssen. Denn leider gibt es im Einzelfall immer noch aggressiv verlaufende MM's, die auf eine Standardbehandlung nicht so gut ansprechen. Und wenn jemand davon betroffen ist, dann nützen auch die schönen Ergebnisse der vielen hoffnungsvollen Studien, die eine viele Jahre andauernde Remission bis hin zu einer funktionellen Heilung verheißen, nicht viel. Sondern dann ist ein individuelles Vorgehen erforderlich, mit der ein Onkologe vor Ort - da gebe ich Doris recht - überfordert sein dürfte. Denn ohne viel Erfahrung, Kompetenz und den Mut auch zu individuellen Heilversuchen lassen sich manche dieser gefährlichen MM's nicht ausreichend gut kontrollieren.
Aber egal, wie der Befund bei Deiner Frau jetzt ausfällt, auch aufgrund der m.E. nicht dem letzten Standard entsprechenden bisherigen Behandlung würde ich in jedem Fall eine Zweitmeinung einholen, und zwar an einem Zentrum, welches sich mit dem MM wirklich auskennt.

Für die vor euch liegende Zeit wünsche ich viel Kraft und Mut...

Folge Deinem Herzen, aber vergiss dabei nicht, Dein Hirn mitzunehmen.
(Alfred Adler)

Doris2460 antwortete auf Protein im 24 urin steigt
14 Juli 2026 20:36
  • Doris2460
  • 685 Beiträge seit
    13 August 2022
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Hallo Damir,

darf ich fragen, wo deine Frau in Behandlung ist? 

Finde die von dir angegebenen Behandlungen etwas verwirrend. Ich denke deine Frau braucht einen wirklich guten Spezialisten und nicht nur einen Onkologen. 

Ich würde mir eine Zweitmeinung einholen.

Alles Gute für euch

Doris
Das Leben geht weiter, selbst wenn es humpelt

Ibi antwortete auf Protein im 24 urin steigt
13 Juli 2026 00:39
  • Ibi
  • 196 Beiträge seit
    17 März 2025
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Hallo Damir,
es tut mir sehr leid für euch!
Ich wünsche euch viel Kraft und die nötige Geduld bis die Ergebnisse da sind.
Alles Gute.
 

Liebe Grüße
Ibi

Protein im 24 urin steigt wurde erstellt von Damir
12 Juli 2026 10:04 - 12 Juli 2026 10:07
  • Damir
  • Autor
  • 21 Beiträge seit
    02 Dezember 2024
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Guten Tag, ich habe schon lange nichts mehr geschrieben, da die Therapie meiner Frau gut verlief. Nach zwei Transplantationen und sieben VRD-Zyklen war sie in die Erhaltungsphase übergegangen; der Lambda-Wert stagnierte bei 85 mg/l und sank nicht weiter, während der Kappa-Wert bei 3 mg/l sehr niedrig blieb – dies nach drei Erhaltungszyklen mit monatlicher Dexamethason-Infusion (20 mg) und Lenalidomid (25 mg jeden zweiten Tag). Bei der ersten Nachuntersuchung stieg die Proteinmenge im 24-Stunden-Urin jedoch von 110 mg im februar auf 700 mg an – ein Zeichen dafür, dass sich etwas tut. Die Krankheit kehrt zurück, doch wir warten noch auf die Bestätigung der Ergebnisse zu den Leichtketten und der Immunfixation. Leider liegen diese Befunde erst in sieben Tagen vor; es werden also schwierige Tage für uns. Wir stehen unter Schock, denn wir hatten gehofft, die Krankheit durch die Erhaltungstherapie etwas länger unter Kontrolle halten zu können – und nicht nur für drei Monate. 
Letzte Änderung: 12 Juli 2026 10:07 von Damir.