Im November 2011 wurden in der Ärztezeitung die neuesten Ergebnisse zur Revlimid®/Lenalidomid-Erhaltungstherapie basierend auf jüngsten Auswertungen von Phase-III-Studien veröffentlicht.

Da wir als Patientinnen, Patienten und Angehörige keinen Zugriff auf diesen Artikel haben, er uns aber zugesandt wurde, haben wir die wichtigsten Ergebnisse in einer kurzen Zusammenfassung dargestellt.

Seit kurzem bietet der Förderverein für Knochenmarktransplantation in Hamburg e.V. ein Forum für ausschließlich allogen Transplantierte (Knochenmark oder Stammzellen) an.

Dieses Forum richtet sich nicht schwerpunktmäßig an Betroffene mit Multiplem Myelom, sondern an alle z.B. Leukämieerkrankte, die allogen transplantiert wurden. Es geht dabei um Austausch zu körperlichen und/oder psychischem Problemen einschließlich Langzeitfolgen nach einer Allo.

Sie finden das Forum unter LENAforum
Dies ist ein komplett geschlossenes Forum und, wie bei uns, müssen Sie sich registrieren, um am Austausch teilzunehmen.

 

Die Universität Ulm bietet im Rahmen einer Studie erneut ein psychologisches Online-Training an, das Tumorpatient*innen helfen soll, emotionale und psychische Belastungen aufgrund ihrer Krebserkrankung besser zu bewältigen und Schritt für Schritt ein besseres psychisches Wohlbefinden zu erreichen.


Das Online-Training im Rahmen der Studie richtet sich an alle, die
• an einer Tumorerkrankung leiden
• sich psychisch belastet oder niedergeschlagen führen
• wenig Freude an bisher schönen Aktivitäten haben
• nur noch wenig Energie für Unternehmungen haben
• …

Wie bereits in der Vergangenheit können Sie weitgehend anonym daran teilnehmen; Sie müssen sich allerdings registrieren.

Weitere Informationen zur Studie, zur Teilnahme, zum Verfahren, dem durchführenden Studienteam und zur Registrierung  finden Sie auf der Plattform http://www.act-on-cancer.de/

Ende Juni fand in Madrid eine weiterer hämatoloonkologischer Kongress, der EHA, statt.

Prof. Dr. med. Marie von Lilienfeld-Toal berichtet ausführlich über die Ergebnisse. Hier eine Auswahl der Themen:

  • Moderne Diagnostik und ihre Relevanz für die klinische Praxis einschl. der immer besseren Einteilung in Standardrisiko und Hochrisiko mittels Zytogenenetik
  • Immuntherapie - Neues und Bekanntes, darunter Isatuximab
  • AL-Amyloidose - bringt die Immuntherapie mit Antikörpern gegen (bereits vorhandenes) Amyloid den Durchbruch?

Darüber hinaus berichtet Frau Prof. Lilienfeld-Toal über Tendenzen zur Erstlinienbehandlung für Patienten mit und ohne HD mit Transplantation und schließlich über ein mögliches neues Medikament zur Behandlung von Knochenläsionen mit Denosumab anstelle von Zoledron (Zometa)

Der gesamte Bericht ist abrufbar unter dem Link Ergebnisse vom EHA Kongress 2017 in Madrid

Online-Training "W-Decide" für Menschen mit einer Tumorerkrankung und depressiver Erschöpfung.


Die Universität Ulm bietet in Kooperation mit der Universität Erlangen-Nürnberg zurzeit ein webbasiertes Online-Training für Tumorpatienten mit depressiver Symptomatik an. Dieses findet im Rahmen einer Studie statt.

Falls Sie daran interessiert sind, finden Sie folgende Informationen vorab:

 

Wenn Sie an einer Teilnahme interessiert sind, wählen Sie folgenden Link
W-Decide Traininglink

Unseren Newsletter vom 27.06. ergänzend finden Sie auf nachfolgendem Link die bereits von Professor Renner kurz zusammengefassten Botschaften vom ASCO 2017 unter dem Titel:

Die Anzahl der Behandlungsoptionen nimmt weiter zu

Prof. Christoph Scheid vom Universitätsklinikum Köln richtet seinen Blick insbesondere auf die "Antikörper-basierten Therapien" und zeigt dabei auch in grafischer Darstellung die Ergebnisse der bereits mehrfach zitierten Castor und Pollux-Studien, bei denen eine Dreifach-Therapie entweder mit DRd oder DVd gegen eine Zweifachtherapie ohne Daratumumab geprüft wurden.

Zusätzlich stellt er weitere Therapieoptionen vor, darunter auch das bei uns bekannte "alte" Krebsmittel Bendamustin kombiniert mit einem IMiD bzw. einem Proteasominhibitor neuer Generation.

Ausführlicher konnte Prof. Scheid auch auf die beiden bisher am weitesten fortgeschrittenen  CAR T-Zell Methoden in den USA und China  eingehen. Er bestätigt darüber hinaus die Tendenz, bereits zu Beginn die bisherigen 3-fach Therapien durch einen Antikörper wie Elotuzumab zu einer 4-fach Induktionstherapie zu ergänzen.

Während die Erhaltungstherapie mit Revlimid in Europa mittlerweile zu einer Standardtherapie geworden ist, wird weiterhin der Nutzen einer zweiten SZT und/oder eine Konsolidierungstherapie zur Vertiefung der Ergebnisse nach einer autologen Stammzelltransplantation geprüft.

Weiterlesen unter dem Link https://www.hematooncology.com/berichte/asco-2017#multiples-myelom-die-anzahl-der-behandlungsoptionen-nimmt-weiter-zu


Die viertägige Tagung des IMW 2017 fand in diesem Jahr vom 1. bis zum 4. März in Neu-Delhi statt. Dieser Workshop ist weltweit der wichtigste Kongress, der sich ausschließlich auf das Multiple Myelom konzentriert und Myelomexperten aus aller Welt zusammenführt.

Prof. Dr. Igor Blau von der Charité Campus Benjamin Franklin, Berlin,  berichtet über die wichtigsten Ergebnisse dieses Kongresses unter dem Titel "Multiples Myelom - vom Tumor der Plasmazellen zu einer hochkomplexen Erkrankung des Knochenmarkstromas und der Immunzellen".

Prof. Blau greift folgende Aspekte auf:

  • Verdeutlichung molekularer Prozesse
  • Immuntherapeutische Ansätze beim MM haben eine ungeahnte Breite erlangt (u.a. CAR T-Zellen)
  • Überlebensvorteil durch eine Lenalidomid (=Revlimid-) Erhaltungstherapie
  • Lenalidomiderhaltung und Sekundärmalignome
  • Antikörper in der Myelomtherapie (z.B. Daratumumab und Elotuzumab)
  • Generationswandel bei Proteasominhibitoren
  • Spezifischere Therapie durch Biomarker?
  • Neue Hoffnung durch neue Wirkstoffklasse wie Selinexor

Den ausführlichen Bericht finden Sie im angehängten Dokument



Aufgrund eines Berichts in der Sendung Plusminus am 12. April zum Thema: "Methadon - warum ein preiswertes Mittel für Krebspatienten nicht erforscht wird" hat die DGHO Ende April eine Stellungnahme erarbeitet.

Die DGHO kritisiert die Datenbasis des Berichts zum Einsatz von Methadon bei 27 (!) Patienten als unzureichend und zumindest bei zwei Patienten fehlerhaft. Die zitierte Studien bezieht sich außerdem ausschließlich auf Patienten mit Gliomen.

In ihrer Stellungnahme zu Wirksamkeit und Sicherheit von Methadon äußern sich weitere med. Fachgesellschaften. Es werden weitere Studien dazu, insbesondere aus den USA zitiert. Bevor Methadon als "Off-Label-Therapie" eingesetzt wird, schlägt die DGHO dringend vor, den Einsatz in kontrollierten Studien zu überprüfen.

 

 

Ein MM-Patient, der am Workshop im Mai teilgenommen hat, schildert nachfolgend kurz seine Eindrücke zum Stand und Entwicklung folgender Themenschwerpunkte

  • Knochen
  • Biologie und Genetik des multiplen Myeloms
  • Diagnostische und prognostische Faktoren
  • Rolle der Immuntherapie
  • Heilung

Wir bedanken uns ganz herzlich beim Autor.

(Kleiner Hinweis: Die 4. Seite des Dokuments ist leer und konnte nicht entfernt werden)

Liebe Besucher,

über nachfolgenden Link kommen Sie auf eine Umfrage, die von vielen europäischen Myelom-Organisationen, in der jeweiligen Landessprache durchgeführt wird. Für den deutschsprachigen Raum hat sich die AMM-Online an der redaktionellen Arbeit beteiligt. Manche Formulierungen erscheinen vielleicht im Deutschen etwas seltsam, sie konnten aber nicht wegen einheitlicher Fragestellungen geändert werden.

Die Umfrage richtet sich ausschließlich an jene Myelom-Patientinnen und -patienten, die eine Stammzelltransplantion erhielten, in Remission sind oder erst vor maximal drei Monaten einen Rückfall erlitten haben.

Ziel der Umfrage ist es, im europäischen Raum verlässliche Aussagen von Betroffenen darüber zu gewinnen, welche Auswirkungen ein harter Therapieschritt wie die Auto-SZT auf Berufstätigkeit, Arbeitskapazität und -produktivität haben oder auf die Entscheidung, aus dem  Berufsleben ganz oder teilweise auszuscheiden. Darüber hinaus wird gefragt, ob und, wenn ja, Ihre Erkrankung auch Auswirkungen auf die Berufstätigkeit der Sie begleitenden Familienangehörigen oder Freunde hat.

Die Ergebnisse sollen in die europäische Gesundheitspolitik einfließen, um Verbesserungen für die Betroffenen zu erreichen. Die europäischen Myelom-Patientenorganisationen sind in den gesamten Prozess eingebunden.

Wir freuen uns auf eine rege Beteligung

Hier geht es weiter zur Umfraqe

Herzlichen Dank
Lisa Kotschi im Namen der AMM-Online

 

Der Antikörper Elotuzumab (Markennname Empliciti®) ist in der Kombination mit Revlimid (Markenname Lenalidomid®) und Dexamethason als Zweitlinientherapie zugelassen.

Die Zulassung stützt sich auf die Ergebnisse der Phase III-Studie Eloquent-2, die eine positive Wirkung sowohl auf die progressionsfreie Zeit (PFS) als auch auf das Gesamtüberleben (OS) ergeben haben.

Nachstehend die Details einschl. einer Kurzfassung der Studienergebnisse Elotuzumab Zulassung