Zum Multiplen Myelom: Neue Konzepte, neue Kombinationen, neue Substanzen
von Dr. med. Andreas Günther, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Kiel

  • Was ist die beste Induktion für Nicht-Transplant-Kandidaten?
  • Therapie mit HD + SZT: Mehr Induktion oder mehr Konsolidierung – was ist besser?
  • Therapien im Rezidiv/Progress
  • Therapien beim refraktären Myelom

Kurzberichte zu wichtigen Ergebnissen zum MM

Ergänzend zum o.g. Bericht noch zwei weitere, die zwar schon im Forum bekannt gegeben wurden, aber in der Menge der Forumsbeiträge nicht verloren gehen sollten.

Prof. Dr. med. Heinz Ludwig, Wien, Myelomspezialist und med. Beirat der AMM-Online, in einem Interview mit der österreichischen Zeitung "der Standard": "Möchte den Begriff  'unheilbar' relativieren"
Interview Prof. Ludwig

Interview mit Prof. Dr. med. Christoph Scheid, Köln, Myelomspezialist, für das Onko-Intenetportal der Deutschen Krebshilfe
Multiples Myelom: Lange krankheitsfreie Zeiträume durch Kombinationstherapien
Interview Prof. Scheid

Die Jahrestagung des  ASH (Amercian Society for Hematology) findet jährlich Anfang Dezember in den USA statt und ist der weltgrößte Kongress zu hämatologischen Erkrankungen, an dem Experten aus aller Welt teilnehmen.

 

Seit ca. drei Jahren wird auf verschiedenen Kongressen und Veranstaltungen darüber diskutiert, wie aussagekräftig eine "komplette Remission (CR)" für den weiteren Verlauf der Erkrankung ist. Die CR wird darüber definiert, dass kein M-Protein mehr im Blut (Serum) oder Urin via Immunfixation und auch im Knochenmark keine Myelomzellvermehrung (>5% Plasmazellen) mehr nachweisbar sind. Das bedeutet aber leider nicht, dass im Körper noch irgendwo Myelomzellen vorhanden sind – d.h. eine minimale Resterkrankung (minimal residual disease/MRD) besteht.

Diese minimale Resterkrankung versucht man nun zu messen und daraus das Risiko eines Rezidivs zu abzuleiten. Je weniger nachweisbar bis zu Potenzen -6  desto größer die Chance eines sehr langen Überlebens. In jedem Fall urteilt die Fachwelt so, dass das Ziel mit den ersten Behandlungen eine möglichst tiefe Remission sein soll.

Mehr zum Thema finden Sie auf dem Onko-Portal der Deutschen Krebsgesellschaft unter dem Titel

Multiples Myelom: Wann sind seltener Rückfälle zu erwarten?

  • Daratumumab: Die Ergebnisse der „Zwillingsstudien“ schlagen ein neues Kapitel der Myelomtherapie auf
  • Erhaltungstherapie mit Lenalidomid nach autologer Stammzelltransplantation und Hochdosis(HD)-Melphalan - trotz guter Ergebnisse hat die Erhaltungstherapie mit Lenalidomid (Revlimid) nach HD + SZT keinen praktischen Wert, da von den Krankenkassen zumindest in Deutschland nicht erstattet.
  • Carfilzomib/Lenalidomid/Dexamethason (CarRD)
  • Pomalidomid
  • Molekulargenetische Ansätze

(Prof. Dr. Igor Blau, Berlin)

Ergebnisse des EHA-Kongresses 2016 zum MM

Themen:

  • Verstärkung der Wirkung von Darzalex als Myelomtherapie

  • Anti-Myelom Tätigkeit des Sendai-Virus

  • Argonaut 2 (AGO2) und multiples Myelom

  • Multiples Myelom bei Patienten über 80 Jahre 

  • IgM Monoklonale Gammopathie

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Themen:

  • Erste Ergebnisse der CASTOR Phase 3-Studie mit Darzalex, Velcade und Dexamethason
  • Erste Ergebnisse der EMN02/HO95 Phase 3-Stammzelltransplantationsstudie
  • Revlimid Erhaltungstherapie im Anschluss an Stammzelltransplantation
  • Ninlaro-basierte Behandlungsstragegien
  • Isatuximab und Aplidin
  • Schwelendes multiples Myelom

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Themen:

  •  Venclexta (Venetoclax)
  • Keytruda (Pembrolizumab)
  • Isatuximab (SAR650984)
  • MOR202
  • Selinexor (KPT-330)

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Themen:

  • Empliciti - aktualisierte ELOQUENT-2 Untergruppenanalysen
  • Ninlaro - neue Analysen von TOURMALINE-MM1-Studienergebnissen
  • Pomalyst – Sicherheitsanalyse auf Grundlage von Daten von drei klinischen Studien
  • Kyprolis - Einfluss der Behandlung bei Patienten mit frühem Rezidiv
  • Schwelendes multiples Myelom

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Themen:

  •  Darzalex in Europa zugelassen

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Themen:

  • Darzalex (Daratumumab)
  • Treanda bei Stammzelltransplantation

Myeloma_Morning_Darzalex_Treanda

Themen:

  •  Allogene SZT in Europa

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Themen:

  •  Empliciti in Europa zugelassen

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Themen:

  • Darzalex (Daratumumab)
  • allogene Transplantation

Myeloma_Morning_Darzalex

Mitte März berichtet die Ärzte Zeitung, dass der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) in Deutschland plant, künftig weitere Studien bei den einzelnen Herstellern anzufordern, die nicht nur eine bessere Wirksamkeit gegenüber bisher zugelassenen Medikamenten, sondern in einem zweiten Schritt auch die bessere Lebensqualität für PatientInnen nachweisen.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland. Er bestimmt in Form von Richtlinien den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für mehr als 70 Millionen Versicherte und legt damit fest, welche Leistungen der medizinischen Versorgung von der GKV erstattet werden.

www.aerztezeitung.de

Themen:

  • IMWG Konsensuspapier über risikoreiche Zytogenetik
  • VTD versus VCD und
  • Marizomib

Myeloma Morning

Der "Myeloma Morning" berichtet über neue Forschungsergebnisse und Meldungen aus der Geschäftswelt.

Hier die erste Übersetzung

mit folgenden Schwerpunkten

Stammzelltransplantation
Neue Therapiemöglichkeiten
Bildgebung
asymptomatische Plasmazellerkrankung
molekulare Diagnostik

Autoren der Sektion Multiples Myelom, Med. Klinik V, Universitätsklinikum Heidelberg unter Prof. H. Goldschmidt und Nationales Centrum für Tumorerkrankungen

ASH_2015