Fachwörter

Quellen:

  • Patientenhandbücher der International Myeloma Foundation (IMF) und des Universitätsklinikums Heidelberg, Sektion Multiples Myelom.
  • Diverse Fachartikel von med. Autoren und/oder Fachgesellschaften wie der DGHO bzw. dem Tumorzentrum München sowie med. Fachwörterbücher +
  • Der Bearbeitungsstand, derzeit Januar 2015

 

  • Einverständniserklärung Der Vorgang, bei dem ein Arzt einem Patienten genügend Information über eine vorgeschlagene Behandlung gibt, damit der Patient schließlich eine informierte Entscheidung darüber treffen kann, ob er diese Behandlung durchführen lassen möchte oder nicht. Abgesehen von einer genauen Erklärung der Behandlung muss der Arzt auch auf die Risiken, Vorteile, Alternativen und potentiellen Kosten der Behandlung hinweisen.
  • Elektrophorese Eine Laboruntersuchung, bei der die Serummoleküle eines Patienten anhand ihrer Größe und elektrischen Ladung aufgeteilt werden. Bei Myelompatienten kann mittels Elektrophorese die Menge des Myelomproteins (M-Protein) gemessen werden. Zusätzlich kann das spezifische M-Protein identifiziert werden. Die Elektrophorese wird sowohl für die Diagnose als auch zur Verlaufskontrolle der Behandlung eingesetzt.
  • Enzym Eine Substanz, die die Geschwindigkeit einer chemischen Veränderung, die im Körper passiert, bestimmt.
  • Erhaltungstherapie Chemotherapie, die Patienten in Remission verabreicht wird, um ein Rezidiv zu verzögern oder zu verhindern.
  • Erythrozyten Rote Blutkörperchen. Sie tragen Sauerstoff zu Körperzellen und nehmen auf dem Rückweg Kohlendioxid mit.
  • Erythropoietin Ein Hormon, das von den Nieren produziert wird. Myelompatienten mit vorgeschädigten Nieren produzieren nicht genug Erythropoietin und können daher anämisch werden. Hier kann die Injektion von synthetischen Erythropoietin hilfreich sein. Bluttransfusionen sind, insbesondere im Notfall, eine andere Alternative. Synthetisches Erythropoietin wird prophylaktisch vor einer Chemotherapie und unterstützend vor und während einer Chemotherapie eingesetzt, um einer Anämie vorzubeugen.
  • Freie Leichtketten Teile des monoklonalen Proteins mit niedrigem Molekulargewicht, die mit einer hochemfindlichen Laboruntersuchung, dem Freelite-Test, festgestellt werden können.
  • Gen Eine spezifische Abfolge von DNA oder RNA. Die biologische Einheit der Vererbung, die auf einer bestimmten Stelle eines Chromosoms platziert ist und in allen Körperzellen gefunden wird. Wenn Gene fehlen oder beschädigt sind, kann Krebs entstehen.
  • Gentherapie Behandlung, die Gene verändert. Die Verwendung von Genen, um das Immunsystem zu stimulieren. In Gentherapiestudien für Krebspatienten versuchen Forscher, die natürliche Fähigkeit des Körpers, die Erkrankung, zu bekämpfen zu verbessern und den Tumor empfindlicher für andere Therapien zu machen. Das Hauptaugenmerk der Behandlung liegt auf dem Ersatz beschädigter oder fehlender Gene durch gesunde Kopien.
  • Genetisch Vererbt. Hat mit der Information, die durch die DNA in den Genen von Eltern an Kinder weitergegeben wird, zu tun.
  • Globuline (alpha 1, alpha 2, beta-, gamma-globuline) Eiweiß im Serum das mittels Elektrophorese in seine Bestandteile unterteilt werden kann, also in die unterschiedlichen Eiweißgruppen. Die Globuline unterteilen sich in die alpha 1-, alpha 2-, beta- und zuletzt die Gammaglobuline. Die Gammaglobuline bezeichnet man auch als Immunglobuline, und diese sind ganz besonders interessant für die MM-Patienten.
  • Granulozyten Eine Art von weißen Blutkörperchen, die Bakterien zerstört. Neutrophile/Eosinophile und Basophile sind Granulozyten.
  • Graft versus Host-Disease (GVDH) Die Reaktion eines gespendeten Knochenmarks gegen das körpereigene Gewebe eines Patienten.
  • GVM (Graft versus Myeloma) Aktivität des Transplantats gegen das Myelom. Dies ist der erwünschte Effekt bei der allogenen Transplantation.
  • Hämatokrit (Hkt) Der Prozentsatz von roten Blutkörperchen in Blut. Ein niedriger Hämatokrit bedeutet eine Anämie.
  • Hämatogen Kommt aus dem Blut oder wird über die Blutzirkulation verteilt.
  • Hämatologe Ein Arzt, der auf die Probleme des Blutes und des Knochenmarks spezialisiert ist.
  • Herpes simplex Das häufigste Virus. Es ruft oft Entzündungen im Mundbereich hervor, die Verkühlung genannt werden.
  • Herpes zoster Ein Virus, das sich in bestimmten Nerven niederlässt und dort Blasen, Schwellungen und Schmerzen verursacht. Dieser Zustand wird auch Gürtelrose genannt.
  • HLA (Human Leukozyte Antigen)-Test Eine Blutuntersuchung, die verwendet wird, um das Blut oder das Knochenmark eines Spenders mit einem Transfusions- oder Transplantationsempfänger abzustimmen.