Schleswig-Holstein

Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospital, Medizinische Klinik I

Waldstraße 17, 24939 Flensburg
Nadezda Basara, 0461-816-2512

Westküstenklinikum Heide Medizinische Klinik, Onkologische Ambulanz

Esmarchstr. 50, 25746 Heide
0481-785-1593

Medizinische Klinik und Poliklinik II im städtischen Krankenhaus Kiel

Chemnitzstraße 33, 24116 Kiel
Prof. Dr. Roland Repp, 0431-1697-1201

Sektion für Stammzell- und Immuntherapie der Klinik für Innere Medizin II mit den Schwerpunkten Hämatologie und Onkologie des UKSH , Campus Kiel

Arnold-Heller-Straße 3, 24105 Kiel
0431-500-22701

Studien

Carfilzomib / Benda / Dex

Carfilzomib in Kombination mit Bendamustin und Dexamethason bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplen Myelom,

   EMN09
EudraCT:  2012-003938-17
Clincaltrials.gov: NCT02056756
DRKS: DRKS00006318 

Allgemeine Informationen

Es handelt sich um eine internationale, offene, multizentrische Phase 1b/2- Studie.

Carfilzomib, ein neuer Proteasomen-Inhibitor der 2. Generation, hatte bereits als Einzelsubstanz und in Kombination mit Dexamethason eine bemerkenswerte Wirkung gezeigt. Im Gegensatz zu Bortezomib scheint dieser Proteasomen-Inhibitor keine Nervenschädigungen zu verursachen.

 

Daratumumab/Pomalidomid/Dexamethason im Vergleich zu Pomalidomid/Dexamethason (EMN14, Apollo)

Eine Phase-3-Studie zum Vergleich von Pomalidomid und Dexamethason mit oder ohne Daratumumab (subkutan) bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem Multiplem Myelom, die mindestens eine vorherige Therapielinie mit Lenalidomid in Verbindung mit einem Proteasom-Inhibitor erhalten haben: die APOLLO-Studie

Organisatorische Daten:

Prüfplancode: EMN14/54767414MMY3013
ISRCTN:  
EudraCT: 2017-001618-27
Clinicaltrials.gov: NCT03180736
DRKS:  
Sponsor: Janssen/EMN
Studienphase: Phase 3
Status: Rekrutierung läuft, geplant bis 7/2023

Ziel:

Ziel der Studie ist die Ermittlung des progressionsfreien Überlebens bei Patienten, deren Erkrankung nach einer vorherigen Antimyelombehandlung fortgeschritten ist.

Hintergrund:

Dies ist eine multizentrische, randomisierte, offene Phase-3-Studie, in der Daratumumab, Pomalidomid und niedrig dosiertes Dexamethason (DaraPomDex) mit Pomalidomid und niedrig dosiertem Dexamethason (PomDex) bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem Multiplem Myelom verglichen werden, die mindestens 1 vorheriges Behandlungsschema sowohl mit Lenalidomid als auch mit einem Proteasom-Inhibitor erhalten haben und deren Krankheit fortgeschritten ist. Die Patienten erhalten per Zufallsverteilung entweder DaraPomDex oder PomDex.

Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien:

  • Erkrankung muss anhand mindestens eines der folgenden Kriterien messbar sein:
    • IgG Multiples Myelom: M-Protein im Serum ≥ 1,0 g/dl oder M-Protein im Urin ≥ 200 mg/24 Stunden; oder
    • IgA, IgD, IgE, IgM Multiples Myelom: M-Protein im Serum ≥ 0,5 g/dl oder M-Protein im Urin ≥ 200 mg/24 Stunden; oder
    • Leichtkettiges Multiples Myelom, für Patienten ohne messbare Krankheit im Serum oder Urin: freie Leichtketten im Serum (FLC) ≥ 10 mg/dl und auffälliges Serum-FLC-Verhältnis.
  • Die Patienten müssen eine vorherige Antimyelombehandlung mit einem Proteasom-Inhibitor in Verbindung mit Lenalidomid erhalten und darauf angesprochen haben (d.h. mit einer partiellen Remission oder einem besserem Ansprechen, wie vom Prüfers gemäß der Definition der geänderten IMWG-Kriterien festgestellt).
  • Die Krankheitsprogression muss dokumentiert sein und auf dem vom Prüfer gemäß den geänderten IMWG-Kriterien festgestellten Ansprechen auf das oder nach dem letzten Schema beruhen.

Ausschlußkriterien:

  • Frühere Therapie mit einem monoklonalen Anti-CD38-Antikörper.
  • Frühere Gabe von Pomalidomid.
  • Antimyelombehandlung innerhalb von mindestens 2 Wochen vor der Randomisierung. Die einzige Ausnahme ist eine notfallmäßige kurze Kortikosteroiden (entsprechend 40 mg/Tag für maximal 4 Tage) für die palliative Behandlung vor Zyklus 1, Tag 1 (C1D1).
  • Vorherige allogene Stammzelltransplantation oder autologe Stammzelltransplantation (ASCT) innerhalb von 12 Wochen vor C1D1.

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

Panobinostat/Bortezomib/Dexamethason bei rezidiviertem oder refraktärem multiplen Myelom (Panorama 3)

Multizentrische, randomisierte, offene Phase 2 Studie, die die Sicherheit und Wirksamkeit von 3 verschiedenen Behandlungen mit oralem Panobinostat in Kombination mit subkutanem Bortezomib und oralem Dexamethason bei Patienten mit rezidiviertem oder rezidiviertem/refraktärem multiplen Myelom untersucht, die vorher bereits eine immunmodulatorische Substanz hatten.

Organisatorische Daten:

Prüfplancode: CLBH589D2222
ISRCTN:  
EudraCT:  
Clinicaltrials.gov: NCT02654990
DRKS:  
Sponsor: Novartis
Studienphase: Phase 2
Status: Rekrutierung läuft, geplant bis 17.04.2019

Ziel:

Eine Kombination aus den in der PANORAMA-3 Studie eingesetzten Wirkstoffen ist bereits für bestimmte Patienten mit rezidiviertem Multiplen Myelom zugelassen. In dieser Studie soll jedoch die Therapie aus den Wirkstoffen Panobinostat, Bortezomib und Dexamethason weiter optimiert werden. Es soll herausgefunden werden, ob eine Dreifachkombination der Wirkstoffe Panobinostat, Bortezomib und Dexamethason in verschiedenen Dosierungen sicher und wirksam ist.

Hintergrund:

Diese drei Wirkstoffe greifen die Krebszellen auf verschiedenen Wegen an und haben somit unterschiedliche Auswirkungen auf die Krebszellen. Panobinostat ist ein antiproliferativer und zytotoxischer Wirkstoff aus der Gruppe der Histon-Deacetylase-Inhibitoren, Bortezomib ist ein Proteasomeninhibitor und Dexamethason ist ein Kortikoid. Durch die richtige Kombination der drei Wirkstoffe kann die zugelassene Therapie weiter optimiert werden.

Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien

  • Multiples Myelom, definiert über die IMWG (International Myeloma Working Group) 2014 Definition
  • Behandlungsbedürftigkeit für rezidiviertes oder refraktäres Myelom
  • Messbare Erkrankung, basierend auf Serumproteinbestimmung
  • 1 bis 4 Vortherapien

Ausschlusskriterien

  • primär refraktäres Myelom
  • refraktär auf Bortezomib
  • begleitende Krebstherapie (außer Bortezomib/Dexamethason und Bisphosphonate)
  • Vorbehandlung mit DAC (Deacylase)-Inhibitoren
  • Klinisch signifikante, unkontrollierte Herzerkrankung und/oder kardiales Ereignis, wie z.B. Herzinfarkt (innerhalb von 6 Monaten vor Randomisierung)

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

PDR001(Spartalizumab) und/oder CJM112 oder LCL161

Eine offene, multizentrische Phase-I/Ib-Studie mit CJM112-Monotherapie und PDR001 in Kombination mit CJM112 oder LCL161 bei Patienten mit rezidiviertem und/oder refraktärem Multiplen Myelom.

Organisatorische Daten:

Prüfplancode: CPDR001X2106
ISRCTN:  
EudraCT:  
Clinicaltrials.gov: NCT03111992
DRKS:  
Sponsor: Novartis
Studienphase: I/Ib
Status: Rekrutierung läuft, geplant bis Juni 2020

Ziel:

Ziel dieser offenen, multizentrischen Studie ist, die Wirksamkeit, Tolerablität und Sicherheit der drei eingesetzten Wirkstoffe sowie die Dosisintensität für Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplen Myelom in drei nachfolgenden Armen zu prüfen.

  • Studienarm A: CJM112 als Einzeltherapie
  • Studienarm B: CJM112 in Kombination mit einer festgelegten Dosis PDR001 (Spartalizumab)
  • Studienarm C: LCL161 in Kombination mit einer festgelegten Dosis PDR001 (Spartalizumab)

Hintergrund:

Eine Schlüsselrolle bei der Tumorentstehung und -entwicklung nimmt das den Tumor umgebende Gewebe, das sogenannte Microenvironment, ein. Beim Multiplen Myelom (MM) nimmt man an, dass das Microenvironment aufgrund seines proinflammatorischen Zytokinmilieus und der Infiltration von myeloiden Suppressorzellen und regulatorischen T-Zellen nur über eine geringe immunologische Aktivität verfügt. Allerdings stellen beeindruckende anti-Tumorantworten, die nach allogener Stammzelltransplantation bei Patienten mit MM beobachtet wurden, diese Annahme nicht nur in Frage, sondern unterstützen vielmehr den Ansatz, das Immunsystem zur Bekämpfung dieser Erkrankung zu nutzen. So konnten durch die Kombination von Inhibitoren des Immun-Checkpoints PD-1 (Programmed cell death 1/programmierter Zelltod) mit immunmodulierenden Substanzen bereits vielversprechende Ergebnisse bei Patienten mit r/r MM erzielt werden.
PD-1 ist ein Typ-I-Transmembran-Protein, das auf der T-Zelloberfläche vorkommt und mit den Bindungsproteinen PDL-1 und PDL-2 der Zielzellen wechselwirkt. Viele Malignome, einschließlich MM, weisen eine hochregulierte PDL-1-Expression im Knochenmarkmicroenvironment als Mechanismus auf, um der Anti-Tumor-Immunüberwachung zu entkommen.

Im Rahmen der vorliegenden Studie werden zwei immunmodulierende Substanzen alleine und/oder in Kombination mit dem anti-PD-1-Antikörper PDR001 getestet.

Bei den untersuchten Immunmodulatoren handelt es sich zum einen um den anti-Interleukin (IL)-17A-Antikörper CJM112 und zum anderen um das Apoptose-aktivierende, SMAC-Mimetikum LCL161, ein Vertreter einer neuen Substanzklasse.

Indikation und Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien:

  • ECOG (Index zur Abstufung der Lebensqualität von Patienten mit Krebserkrankungen) von 0, 1 oder 2
  • Patienten mit gesicherter Diagnose eines multiplen Myeloms, die zwei oder mehr Therapielinien hinter sich haben, einschließlich einem IMiD und einem Proteasomeninhibitor und die rezidiviert sind oder refraktär auf die letzte Therapie waren. Patienten, die eine autologe Stammzelltransplantation hinter sich haben und sonst alle Kriterien erfüllen, können an der Studie teilnehmen.
  • Messbare Krankheitsaktivität mit mindestens einem der folgenden Kriterien:
  • Serum M-Protein ≥ 0,5 g/dl oder
  • Urin M-Protein ≥ 200 mg/24 h oder
  • Freie Leichtketten im Serum (FLC) > 100 mg/l
  • Alle Patienten sollten bereit sein, fortlaufenden Knochenmarksaspirationen und/oder -biopsien beim Screening und während der Behandlung zuzustimmen, um die Biomarker, die Pharmakodynamik und den Krankheitsstatus zu bestimmen. Ausnahmen können nach dokumentierter  Absprache mit  Novartis erfolgen.

Ausschlusskriterien:

  • Chronische, systemische Steroidtherapie (≥10mg/d Prednison oder Äquivalent) oder eine andere immunsuppressive Therapie innerhalb der 7 Tage der ersten Dosis der Studienmedikation. Oberflächlich anzuwendende, inhalative, nasale oder ophthalmische Steroide sind erlaubt.
  • Andere Krebserkrankung. Ausnahmen stellen folgende Erkrankungen dar, wenn sie kurativ behandelt worden sind (geheilt sind) und innerhalb der letzten 2 Jahre nicht wieder aufgetreten sind: komplett entferntes Basalzellcarcinom und squamöser Hautkrebs und komplett entferntes Carcinoma in situ jeglichen Typs.
  • Aktive, bekannte oder vermutete Autoimmunerkrankung mit Ausnahme von Vitiligo, hypothyreote Resterkrankung, die nur noch Schilddrüsenmedikation erfordert, Psoriasis, die keine systemische Medikation erfordert oder eine Erkrankung, von der man keinen Rückfall erwartet.

Weitere Ein- Und Ausschlusskriterien sollten Sie mit dem behandelnden Arzt besprechen.

Zusätzliche Information

Terminvereinbarung in der Ambulanz (mit Überweisung des Arztes) unter der Telefonnr. (0431) 500-22720,

Medizinische Klinik I des UKSH, Campus Lübeck

Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck
0451-500-0

Studien

DSMM XIV

Phase III-Studie zum Vergleich einer Induktionstherapie aus Lenalidomid, Adriamycin, Dexamethason (RAD) mit Lenalidomid, Bortezomib, Dexamethason (VRD) gefolgt von einer am Ansprechen ausgerichteten Stammzelltransplantation bei Patienten mit neu diagnostiziertem multiplen Myelom.

Prüfplancode: DSMM XIV
ISRCTN:
EudraCT: 2009-016616-21
Clincaltrials.gov: NCT01685814
DRKS: 0003967

Allgemeine Informationen

In der Studie werden die Raten der kompletten Remission zweier Induktionsschemata (ein neues Medikament [RAD] gegen zwei neue Medikamente [VRD]) bei Patienten mit neu diagnostiziertem multiplem Myelom verglichen und das progressionsfreie Überleben nach einer Konsolidierungsbehandlung bestimmt.

Die Patienten sollten Über 18 Jahre und unter 65 Jahre alt sein, bisher ohne eine systemische Myelomtherapie sein und für eine Stammzelltransplantation in Frage kommen.

Die weiteren Ein- und Ausschlusskriterien kann man hier nachlesen.

FEK-Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster

Friesenstr. 11, 24534 Neumünster
04321-405-0

Hämato-onkologischen Zentrum Norderstedt

Langenharmer Weg 19, 22844 Norderstedt
040 - 526 50 60

Zusätzliche Information

http://www.onkologie-norderstedt.de/