Hessen

Dr. med. Ernst-Baldur Rohwedder, Arzt für Innere Medizin Hämatologie und Internistische Onkologie

Haingasse 22, 61348 Bad Homburg vor der Höhe
06172-21345

Klinikum Darmstadt, Medizinische Klinik IV, Hämatologie und Onkologie

Grafenstr. 9, 64238 Darmstadt
06151-107-6670

Studien

Panobinostat/Bortezomib/Dexamethason bei rezidiviertem oder refraktärem multiplen Myelom (Panorama 3)

Multizentrische, randomisierte, offene Phase 2 Studie, die die Sicherheit und Wirksamkeit von 3 verschiedenen Behandlungen mit oralem Panobinostat in Kombination mit subkutanem Bortezomib und oralem Dexamethason bei Patienten mit rezidiviertem oder rezidiviertem/refraktärem multiplen Myelom untersucht, die vorher bereits eine immunmodulatorische Substanz hatten.

Organisatorische Daten:

Prüfplancode: CLBH589D2222
ISRCTN:  
EudraCT:  
Clinicaltrials.gov: NCT02654990
DRKS:  
Sponsor: Novartis
Studienphase: Phase 2
Status: Rekrutierung läuft, geplant bis 17.04.2019

Ziel:

Eine Kombination aus den in der PANORAMA-3 Studie eingesetzten Wirkstoffen ist bereits für bestimmte Patienten mit rezidiviertem Multiplen Myelom zugelassen. In dieser Studie soll jedoch die Therapie aus den Wirkstoffen Panobinostat, Bortezomib und Dexamethason weiter optimiert werden. Es soll herausgefunden werden, ob eine Dreifachkombination der Wirkstoffe Panobinostat, Bortezomib und Dexamethason in verschiedenen Dosierungen sicher und wirksam ist.

Hintergrund:

Diese drei Wirkstoffe greifen die Krebszellen auf verschiedenen Wegen an und haben somit unterschiedliche Auswirkungen auf die Krebszellen. Panobinostat ist ein antiproliferativer und zytotoxischer Wirkstoff aus der Gruppe der Histon-Deacetylase-Inhibitoren, Bortezomib ist ein Proteasomeninhibitor und Dexamethason ist ein Kortikoid. Durch die richtige Kombination der drei Wirkstoffe kann die zugelassene Therapie weiter optimiert werden.

Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien

  • Multiples Myelom, definiert über die IMWG (International Myeloma Working Group) 2014 Definition
  • Behandlungsbedürftigkeit für rezidiviertes oder refraktäres Myelom
  • Messbare Erkrankung, basierend auf Serumproteinbestimmung
  • 1 bis 4 Vortherapien

Ausschlusskriterien

  • primär refraktäres Myelom
  • refraktär auf Bortezomib
  • begleitende Krebstherapie (außer Bortezomib/Dexamethason und Bisphosphonate)
  • Vorbehandlung mit DAC (Deacylase)-Inhibitoren
  • Klinisch signifikante, unkontrollierte Herzerkrankung und/oder kardiales Ereignis, wie z.B. Herzinfarkt (innerhalb von 6 Monaten vor Randomisierung)

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

Onkologische Schwerpunktpraxis Dr. G. Kojouharoff

Eschollbrücker Str. 26, 64295 Darmstadt
06151 - 130480

Studien

Lenalidomid, Bortezomib, Dexamethason +/- Isatuximab (GMMG HD7)

Offene Phase-3-Studie zur Wirkung von Isatuximab in der Induktionstherapie mit Lenaliodomid/Bortezomib/Dexamethason (RVd) und in der Erhaltungstherapie mit Lenalidomid bei Patienten mit neu diagnostiziertem Myelom

Organisatorische Daten:

Prüfplancode: GMMG HD7
ISRCTN:  
EudraCT: 2017-004768-37
Clinicaltrials.gov: NCT03617731
DRKS:  
Sponsor: Universitätsklinikum Heidelberg
Studienphase: Phase 3
Status: Rekrutierung läuft, geplant bis Mai 2025

Ziel:

Dies ist eine prospektive, multizentrische, randomisierte, offene, klinische Phase-3-Studie im Parallelgruppen-Design für Patienten mit bestätigter Diagnose eines unbehandelten multiplen Myeloms, das eine systemische Therapie erfordert.

Die Studie vergleicht die Wirkung der Induktionstherapie mit Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason (RVd) (Studienarm IA) mit Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason (RVd) plus zusätzlich Isatuximab (Studienarm IB) bei Patienten mit neu diagnostiziertem, unbehandeltem Multiplen Myelom.

Hauptziel der Studie ist der Vergleich des Anteils von Patienten ohne minimale Resterkrankung (MRD-negativ) nach der Induktionstherapie ohne bzw. mit zusätzlicher Gabe von Isatuximab. Die minimale Resterkrankung wird mittels Durchflusszytometrie gemessen.

Als weiteres Hauptziel soll die Studie das progressionsfreie Überleben bei Patienten vergleichen, die eine Erhaltungstherapie mit Lenalidomid ohne (Studienarm IIA) bzw. mit zusätzlich Isatuximab (Studienarm IIB) erhalten.

Hintergrund:

Isatuximab (SAR650984) ist ein monoklonaler Anti-CD38-Antikörper, der bisher bei rezidiviertem und refraktärem Multiplen Myelom geprüft wurde, und nun in der Ersttherapie in Kombination mit Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason getestet werden soll.

Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien:

  • Bestätigte Diagnose eines unbehandelten Multiplen Myeloms, das eine systemische Therapie erfordert (Diagnosekriterien nach den aktualisierten IMWG-Kriterien). Bei einigen Patienten kann eine systemische Therapie erforderlich sein, obwohl diese diagnostischen Kriterien nicht erfüllt sind. In diesem Fall ist vor der Aufnahme das GMMG-Studienbüro zu konsultieren.
  • Der Patient ist für die Hochdosistherapie und die autologe Stammzelltransplantation geeignet.
  • Messbare Krankheit, definiert als jeder quantifizierbare monoklonale Proteinwert, definiert durch mindestens eine der folgenden drei Messungen:
    • Serum M-Protein ≥ 10 g/l (für IgA ≥ 5g/l)
    • Urin-Leichtkette (M-Protein) ≥ 200 mg/24 Stunden
    • Serum-FLC-Assay: beteiligter FLC-Wert ≥ 10 mg/dl bei abnormem sFLC-Verhältnis

Ausschlußkriterien

  • Der Patient hat eine Überempfindlichkeit (oder Kontraindikation) gegenüber Dexamethason, Saccharosehistidin (als Basis- und Hydrochloridsalz), Bor, Mannitol und Polysorbat 80 oder einer der Komponenten der Studientherapie, die nicht für eine Vorbehandlung mit Steroiden oder H2-Blockern geeignet sind, was eine weitere Behandlung mit diesen Mitteln verbieten würde.
  • Systemische AL-Amyloidose (außer AL-Amyloidose der Haut oder des Knochenmarks)
  • Plasmazellleukämie
  • Frühere Chemotherapie oder Strahlentherapie in den letzten 5 Jahren mit Ausnahme der lokalen Strahlentherapie bei lokalem Myelomverlauf. (Hinweis: Die Patienten können eine Gesamtdosis von bis zu 160 mg Dexamethason oder ein gleichwertiges Mittel als Notfalltherapie erhalten haben.) Eine frühere Therapie aufgrund eines schwelenden Myeloms kann akzeptabel sein. In diesem Fall ist vor der Aufnahme das GMMG-Studienbüro zu konsultieren.
  • Schwere Herzinsuffizienz (NYHA-Klassifikation III-IV), Auswurffraktion < 40%.

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

Ergänzende Informationen:

Die Studie wird in zwei Armen durchgeführt. Vor der Induktionstherapie werden die Patienten per Zufallsverfahren Studienarm IA oder IB zugeordnet (randomisiert):

  • IA: Patienten in Arm IA erhalten 3 Zyklen RVd (Bortezomib [Velcade®], Lenalidomid [Revlimid®, jeder Zyklus dauert 42 Tage] und Dexamethason).
  • IB: Patienten im Arm IB erhalten den monoklonalen Antikörper Isatuximab zusätzlich zu den 3 Zyklen RVd.

Nach der Induktionstherapie werden die Patienten einer Intensivierungstherapie nach GMMG-Standard unterzogen (in der Regel Mobilisierungstherapie gefolgt von Stammzellgewinnung und autologer Stammzelltransplantation.
Vor der Erhaltungsbehandlung werden die Patienten per Zufallsverfahren Studienarm IIA oder IIB zugeordnet:

  • IIA: Patienten im Arm IIA erhalten drei Jahre lang eine Erhaltungstherapie mit Lenalidomid.
  • IIB: Patienten im Arm IIB erhalten zusätzlich Isatuximab

Die Studienteilnahme dauert für jeden Patienten voraussichtlich 45 bis 48 Monate (Induktions- und Intensivierungstherapie: 6 bis 9 Monate, 3 Monate Pause zwischen der Intensivierung und Beginn der Erhaltungsphase: 36 Monates).

 

GMMG HD7

Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Universitätsklinikums Heidelberg

Agaplesion Medizinisches Versorgungszentrum

Wilhelm-Epstein-Straße 2, 60431 Frankfurt am Main
069-9533-2123

Klinik für Onkologie und Hämatologie, II. Medizinischen Klinik am Krankenhaus Nordwest

Steinbacher Hohl 2-26, 60488 Frankfurt am Main
069-7601-3340

Studien

Pomalidomid, Ixazomib, Dexamethason +/- Cyclophosphamid - Intensivierung (DSMM XV)

Pomalidomid, Ixazomib und Dexamethason (PId) mit und ohne Intensivierung durch Cyclophosphamid (PICd) – Phase-II-Studie bei refraktärem oder rezidiviertem multiplen Myelom

Organisatorische Daten:

Prüfplancode: DSMM XV
ISRCTN:  
EudraCT: 2014-001757-16
Clinicaltrials.gov:  
DRKS:  
Sponsor: GWT-TUD GmbH
Studienphase: Phase 2
Status: Rekrutierung läuft, geplant bis 2020

Ziel:

Patienten mit Rückfall nach Vorbehandlung mit Lenalidomid (Revlimid) und Bortezomib (Velcade) erhalten eine hocheffiziente und nur als Tabletten einzunehmende Therapie, welche das neueste immunmodulatorisches Medikament (IMiD) Pomalidomid und den neuesten Proteasom-Inhibitor Ixazomib enthält. Es handelt sich also um eine Kombination von Pomalidomid, Ixazomib, niedrig dosiertem Dexamethason und bei suboptimalen Ansprechen zusätzlich Cyclophosphamid.

  • Primäres Ziel:
    Beurteilung der klinischen Aktivität von einmal täglich appliziertem Pomalidomid in Kombination mit oralem Ixazomib und Dexamethason (PId)
  • Sekundäres Ziel:
    Beurteilung der Sicherheit und Machbarkeit von PId sowie der Wirksamkeit, Sicherheit und Machbarkeit von PId intensiviert durch niedrig dosiertes Cyclophosphamid (PICd)

Hintergrund:

Pomalidomid (Imnovid) ist der neueste Vertreter der IMiDs (immunmodulatorische Medikamente), der von der europäischen Arzneimittelagentur (EMA) eine Zulassung in der Tumortherapie erhalten hat (Stand Nov. 2018). Die oral einzunehmende Substanz ist in der Europäischen Union und in den USA für eine Kombinationstherapie mit Dexamethason bei erwachsenen Patientinnen und Patienten mit einem rezidivierten / refraktären Multiplen Myelom zugelassen, die mindestens zwei vorausgegangene Therapien, darunter Lenalidomid und Bortezomib, erhalten haben und bei der letzten Therapie ein Fortschreiten der Erkrankung aufwiesen.

Ixazomib (Ninlaro) ist der erste orale Proteasom-Inhibitor, der seit Januar 2017 in Deutschland verfügbar ist.

Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien:

  • Patienten mit rezidiviertem oder refraktären, histologisch bestätigtem Multiplen Myelom
  • Patienten mit mindestens zwei, aber nicht mehr als vier vorausgegangenen Antimyelom-Therapieregimen einschließlich solcher mit Lenalidomid und Bortezomib. Patienten müssen auf die zuletzt verabreichte Therapie eine Krankheitsprogression entwickelt haben.
  • Vortherapien müssen Lenalidomid und Bortezomib beinhaltet haben: Mindestens zwei aufeinanderfolgende Zyklen mit Lenalidomid und Bortezomib (alleine oder in Kombination) und adäquate vorherige Exposition mit Alkylanzien. Dieses entweder als Teil einer Stammzelltransplantation oder in Form von mindestens 6 aufeinanderfolgende Zyklen einer Alkylanzien-basierten Therapie.

Ausschlußkriterien

  • Gleichzeitige andere Chemo-oder Radiotherapie (außer lokale Bestrahlung der vorbestehenden Osteolysen)
  • Behandlung mit einem anderem Prüfpräparat während der letzten 60 Tage vor der ersten Einnahme von Pomalidomid und Ixazomib
  • Vorherige Pomalidomid-basierte Therapie
  • Vorherige Ixazomib-basierte Therapie
  • Bei Baseline periphere Neuropathie > Grad 1 bei klinischer Untersuchung (innerhalb von 14 Tagen vor Studieneinschluss)

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

Klinikum Frankfurt Höchst GmbH

Gotenstraße 6-8, 65929 Frankfurt am Main
069-3106-0

Zusätzliche Information

Studienregister

Onkologische Gemeinschaftspraxis am Bethanien-Krankenhaus

Im Prüfling 17-19, 60389 Frankfurt am Main
069-45108-0

Studien

BVP Studie (Bendamustin/Vel/Pred)

Bendamustin, Prednison und Velcade (BPV) für die Erstlinientherapie bei Patienten mit symptomatischem multiplen Myelom, die für eine Hochdosischemotherapie mit autologer Stammzelltransplantation nicht in Frage kommen.

Prüfplancode: BPV
ISRCTN:
EudraCT: 2013-005485-19
Clincaltrials.gov: NCT02237261
DRKS:

Allgemeine Informationen

Bendamustin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Alkylantien. Es ist antineoplastisch, indem es die DNA alkyliert und zum Zelltod führt. Möglicherweise ist es zusätzlich auch als Antimetabolit wirksam. Zu den häufigsten unerwünschten Wirkungen gehören Infektionen, Leukopenie, Blutarmut, Übelkeit, Erbrechen und Haarausfall.

In einer 2006 publizierten Studie konnten Pönisch et al zeigen , dass die Kombination von Prednison und Bendamustin im Vergleich zu Melphalan/Prednison zu einer besseren Gesamtüberlebensrate und besseren Lebensqualität führt.

Universitätsklinik Klinik für Onkologie und Hämatologie

Theodor-Stern-Kai 7, 60596 Frankfurt am Main
069-6301-0

Studien

Birma I

Encorafenib (LGX818) in Kombination mit Binimetinib (MEK162) bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem Myelom und BRAFV600E oder BRAFV600K Mutation

Organisatorische Daten:

Prüfplancode: CLGX818ADE01T
ISRCTN:  
EudraCT 2014-004597-42
Clinicaltrials.gov: NCT02834364
DRKS:  
Sponsor: Uni Klinik Heidelberg / Array Analytik
Studienphase: Phase 2
Status: Rekrutierung läuft, geplant bis 3/2018

Ziel:                                                                                                                        

Dies ist die erste GMMG-Studie (German-Speaking Myeloma Multicenter Group) mit einem personalisierten Therapieansatz. In der BIRMA-I-Studie wird der therapeutische Nutzen einer Behandlung mit RAF-Kinase-Inhibitoren in Kombination mit einer gleichzeitigen Hemmung der MEK-Kinase (Encorafenib und Binimetinib) bei Patienten mit refraktärem oder rezidiviertem Multiplen Myelom ab dem 2. Progress und einer BRAFV600-Mutation untersucht. Insgesamt sind 15 Patienten an 5 Prüfzentren vorgesehen. Die Patienten müssen dazu eine frische oder eingefrorene Tumorprobe haben, um die BRAF V600 Mutation zu bestätigen.

Hintergrund:

Encorafinib hemmt gezielt das überaktive Protein BRAF, das den Krebs besonders aggressiv macht. Veränderungen in der Erbinformation (Gen-Mutationen) des Proteins BRAF treten bei verschiedenen Krebsarten gehäuft auf. In Folge der Mutation ist BRAF überaktiv und gibt dauerhaft Signale zur Zellteilung. Die Krebszellen mit dieser Veränderung vermehren sich schnell und bilden Absiedlungen in anderen Organen. Beim Multiplen Myelom kommt die BRAF-Mutation bei vier Prozent der Patienten vor. Der MEK- Kinase-Inhibitor Binimetinib verstärkt die Wirkung von Encorafinib.

Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien: 

  • Patienten mit rezidiviertem oder refraktären Multiplen Myelom, die bereits 2 oder mehr Therapieregime erhalten haben 
  • Messbare Krankheitsaktivität, definiert wie folgt: Quantifizierbares monoklonales Protein (M-Protein) bestimmt durch eine der folgenden drei Messungen:
  • Serum M-Protein (≥ 0,5 g/dL)
  • Urin (≥ 0,2 g/24 Stunden)
  • Bestimmung der freien Leichtketten (FLC) im Serum: Konzentration der betroffenen freien Leichtkette > 100 mg/l bei abnormer sFLCRatio
  • WHO Performance Status 0-3 (WHO=3 nur zulässig, wenn durch das Myelom und nicht durch Komorbidität eine Begleiterkrankung bedingt)
  • Adäquate kardiale Funktion:
  • Linksventrikuläre kardiale Auswurffraktion ≥ 50% festgestellt in der Echokardiographie (ECHO)
  • QTc Intervall ≤ 480 ms

Ausschlusskriterien:

  • Vorhergehende Behandlung mit MEK- und/oder RAF-Inhibitoren
  • Systemische AL Amyloidose (ausgenommen AL Amyloidose der Haut und/oder des Knochenmarks)

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

Fulda Klinikum Fulda

Pacelliallee 4, 36043 Fulda
Prof. Höffkes, 0661-84-0

Universtitätsklinikum Gießen /Marburg, Standort Gießen, Medizinische Klinik IV und V

Paul-Meimberg-Strasse 5, 35392 Gießen
0641-985-60

Habichtswaldklinik

Wigandstr. 1, 34131 Kassel-Wilhelmshöhe
0561-3108-0

Klinikum Kassel, Medizinische Klinik IV, Hämatologie und Onkologie

Mönchebergstr. 41-43, 34125 Kassel
0561-980-0

Marburg Universitätsklinikum Marburg-Gießen

Baldingerstraße, 35043 Marburg
Fr. Dr. Wollmer, 06421-586-0

Studien

Isatuximab, Carfilzomib, Lenalidomid und Dexamethason in der Primärtherapie des Hochrisikomyeloms (GMMG-CONCEPT)

Eine offene, multizentrische Phase-2-Studie zur Induktions-, Konsolidierungs- und Erhaltungstherapie mit Isatuximab, Carfilzomib, Lenalidomid und Dexamethason (I-KRd) in der Primärtherapie des Hochrisikomyeloms. Es können Patienten bis 70 Jahre eingeschlossen werden, die für eine Hochdosischemotherapie mit autologer Stammzelltransplantation geeignet sind (Arm A), Patienten > 70 Jahre oder nicht für eine Stammzelltransplantation geeignete Patienten können in Arm B eingeschlossen werden.

Organisatorische Daten:

Prüfplancode: GMMG-CONCEPT
ISRCTN:  
EudraCT: 2016-000432-17
Clinicaltrials.gov NCT03104842
DRKS:  
Sponsor: Universitätsklinikum Tübingen
Studienphase: Phase 2
Satus: Rekrutierung läuft, geplant bis Juli 2023

Ziel:

Die Studie untersucht die Wirksamkeit und Toxizität der Kombination von Isatuximab , Carfilzomib, Lenalidomid  und Dexamethason (I-KRd-Regime) als Induktions-, Konsolidierungs- und Erhaltungstherapie bei Hochrisiko-Patienten (siehe Einschlusskriterien). Die Studie wird in zwei Armen durchgeführt:

  • Studienarm A für Patienten ≤ 70 Jahren, die für eine Hochdosistherapie mit Stammzelltransplantation infrage kommen: 6 Zyklen I-KRd Induktionstherapie, gefolgt von 4 Zyklen I-KRd nach Hochdosistherapie sowie einer I-KR Erhaltungstherapie
  • Studienarm B für Patienten >70 Jahren, die nicht für eine Hochdosistherapie geeignet sind: insgesamt 12 Zyklen I-KRd mit anschließender Erhaltungstherapie mit I-KR

Hauptziel der Studie ist die Bestimmung des Anteils von Patienten ohne  minimale Resterkrankung (MRD-negativ) nach Induktion und Konsolidierung = 10 Zyklen I‐KRd (Studienarm A) bzw. nach 12 Zyklen I‐KRd bei Patienten ohne Transplantation (Studienarm B)

Hintergrund:

Isatuximab (SAR650984) ist ein monoklonaler Anti-CD38-Antikörper zur Behandlung von rezidiviertem oder refraktärem multiplen Myelom, der bei Verabreichung von Carfilzomib (Kyprolis®), Lenalidomid (Revlimid®) and Dexamethason [I‐KRd-Regime] getestet werden soll.

Indikation und Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien:

  • Bestätigte Diagnose einen bisher unbehandelten multiplen Myeloms (nach den überarbeiteten Kriterien der IMWG) mit messbarer Krankheitsaktivität. (Serum-M-Protein ≥ 1 g/dl oder Urin‐M‐Protein ≥ 200 mg/24 Stunden). Oligosekretorisches Myelom: Konzentration der betroffenen freien Leichtkette ≥ 10 mg/dl bei abnormem sFLC-Verhältnis. Asekretorisches Myelom: > 1 fokale Läsion, die im MRT messbar ist.
  • Nachweis einer Hochrisikokonstellation durch FISH-Analyse von:
    - del17p oder
    - t(4;14) oder
    - mehr als 3 Kopien von +1q21
    - sowie ein ISS-Stadium 2 oder 3.
    Liegt eine FISH‐Analyse aus einem anderen Labor als aus der Universitätsklinik Heidelberg vor, wird diese nach Rücksprache akzeptiert (Liste der Labors, aus denen eine FISH‐Analyse für die Studie akzeptiert wird, liegt in der Studienzentrale vor).
  • WHO-Leistungsstatus 0‐3 (WHO=3 nur zulässig, wenn durch das multiple Myelom und nicht durch eine Begleiterkrankung verursacht)

 Ausschlusskriterien

  • Kontraindikation gegen eine der benötigten Begleit‐ oder Supportivmedikamente einschließlich einer Kontraindikation gegen antivirale Substanzen. Patienten mit einer Überempfindlichkeit gegenüber Captisol® (zur Lösung von Carfilzomib), Mannitol, Sucrose, Histidin und Polysorbat 80 oder gegen eine der Bestandteile der in der Studienbehandlung verwendeten Medikamente zur Vormedikation (Steroide, H2-Blocker).
  • Systemische AL‐Amyloidose (ausgenommen AL-Amyloidose der Haut und/oder des Knochenmarks)
  • Schwere Herzerkrankung (NYHA Klassifikation III‐IV), symptomatische kardiale Ischämie oder unkontrollierte Herzrhythmusstörungen. Herzinfarkt innerhalb von 4 Monaten vor Studieneinschluss.

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

Praxis Drs. Weidenbach/Balser

Erlenring 9, 35037 Marburg
06421-9295-0

Klinikum Offenbach

Starkenburgring 66, 63069 Offenbach
069-8405-0

Onkologische Gemeinschaftspraxis Dres. Ballo

Marktplatz 11, 63065 Offenbach
069 812626
info@onkologie-offenbach.de

DKD Wiesbaden

Aukammallee 33, 65191 Wiesbaden
0611-577-0

Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken

Ludwig-Erhard-Straße 100, 65199 Wiesbaden
0611-43-0