Berlin

Charité - Universitätsmedizin Berlin der Freien Universität und der Humboldt-Universität, Campus Benjamin Franklin

Hindenburgdamm 30, 12203 Berlin
030-4505-0

Studien

Daratumumab bei Niereninsuffizienz (GMMG-DANTE)

Daratumumab in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplen Myelom und schwerer Nierenfunktionseinschränkung

Organisatorische Daten:

Prüfplancode:  
ISRCTN:  
EudraCT: 2016-000433-51
Clinicaltrials.gov: NCT02977494
DRKS:  
Sponsor: Universitätsklinikum Tübingen
Studienphase: Phase 2
Status: Rekrutierung läuft; bis voraussichtlich Dez. 2020

Ziel:

Patienten mit Niereninsuffizienz benötigen eine rasche und effektive Verminderung ihrer Tumorlast, um eine Erholung der Nieren zu ermöglichen. Monoklonale Antikörper wie Daratumumab werden weder über die Nieren ausgeschieden noch verstoffwechselt, trotzdem waren Patienten mit Niereninsuffienz (GFR ≤ 20 ml/min) bisher von entsprechenden Studien ausgeschlossen. Ziel dieser Studie ist es nun, die Wirksamkeit, Sicherheit und Pharmakokinetik der Kombination von Daratumumab mit Bortezomib (Velcade®) und Dexamethason bei Patienten mit rezidiviertem, refraktärem Multiplen Myelom mit schwerer Niereninsuffizienz zu überprüfen.

Hintergrund:

Daratumumab ist ein monoklonaler Antikörper, der zur Behandlung des Multiplen Myeloms eingesetzt wird. Der Antikörper bindet an das Oberflächenprotein CD38, das von den Tumorzellen in allen Stadien der Erkrankung gebildet wird. Die Bindung des Antikörpers führt zum Absterben der Tumorzelle durch programmierten Zelltod (Apoptose) sowie durch eine verstärkte Immunreaktion. Das Mittel ist seit Juni 2016 (in den USA seit November 2015) zur Monotherapie von Patienten mit Multiplem Myelom zugelassen, das nicht mehr auf eine Behandlung mit einem Proteasomeninhibitor oder einem Immunmodulator anspricht.

Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien:

  • Patienten müssen ein dokumentiertes, behandlungsbedürftiges multiples Myelom haben, definiert durch die folgenden Kriterien:
    • Monoklonale Plasmazellen im Knochenmark > 10% und/oder Nachweis eines Plasmozytoms, nachgewiesen durch eine Biopsie zu irgendeinem Zeitpunkt ihrer Krankheitsgeschichte, gemäß den IMWG Diagnosekriterien (IMWG Kriterien von  2014, Rajkumar et al. 2014)
    • Messbare Erkrankung beim Screening (Serum M-Protein > 500 mg/dl oder Urin M-Protein > 200 mg/24h, im Fall eines Leichtkettenmyeloms: freie Leichtketten > 10 mg/dl und abnormer kappa/lambda Leichtkettenquotient)
  • GFR (Glomeruläre Filtrationsrate) < 30 ml/min und /oder Patienten unter Hämodialyse
  • Patient muss mindestens eine Vortherapie erhalten haben
  • Patienten müssen dokumentierten Progress ihrer Erkrankung nach der letzten Therapie haben
  • ECOG Performance Status (Index zur Abstufung der Lebensqualität von Patienten mit Krebserkrankungen) von 0-3

Ausschlusskriterien

  • Patient hat vorher Daratumumab oder eine andere Anti-CD38-Antikörpertherapie erhalten (eine Vortherapie mit Elotuzumab ist erlaubt)      
  • Nachweis einer Unverträglichkeit von Bortezomib oder bekannte Allergien, Überempfindlichkeit oder Unverträglichkeit gegen monoklonale Antikörper
  • Aktive Graft-versus-Host-Erkrankung unter immunsuppressiver Behandlung
  • Vorhergehende Krebserkrankung innerhalb von 5 Jahren vor Studieneinschluss
  • Aktive, unkontrollierbare Infektion
  • Periphere Neuropathie ≥ 3 oder neuropathische Schmerzen Grad 2 oder höher

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

Isatuximab in Kombination mit Bortezomib + Cyclophosphamid + Dexamethason (CyBorDSAR)

Offene Dosissteigerungsstudie der Phase 1 mit intravenös verabreichtem Isatuximab (SAR650984) in Kombination mit Bortezomib-basierten Therapieschemen bei Patienten mit neu diagnostiziertem Multiplem Myelom, die nicht für eine Transplantation infrage kommen (CyBorDSAR).
Die Studie untersucht Isatuximab in Kombination mit Bortezomib + Cyclophosphamid + Dexamethason (VCD) und Isatuximab in Kombination Bortezomib + Lenalidomid + Dexamethason (VRDI).

Organisatorische Daten:

Prüfplancode: TCD13983
ISRCTN:  
EudraCT: 2014-001251-23
Clinicaltrials.gov: NCT02513186
DRKS:  
Sponsor: Sanofi
Studienphase: Phase 1
Status: Rekrutierung läuft, geplant bis 18.12.2024

Ziel:

Die Studie untersucht die Sicherheit, Pharmakokinetik (Einwirkung des Körpers auf die Substanz), Pharmakodynamik (Einwirkung der Substanz auf den Körper) und vorläufige Wirksamkeit von intravenös verabreichtem Isatuximab (SAR650984) in Kombination mit zwei Bortezomib-basierten Therapieschemen bei Patienten mit neu diagnostiziertem Multiplem Myelom, die nicht für eine Transplantation infrage kommen.
Ziel ist es, die maximal verträgliche Dosis und die empfohlene Dosis von Isatuximab bei Kombination mit Bortezomib, Cyclophosphamid und Dexamethason zu ermitteln. Zudem soll die Sicherheit und vorläufige Wirksamkeit (Gesamtansprechrate, komplette Remissionsrate und Dauer des Ansprechens) von Isatuximab in Kombination mit den beiden genannten Bortezomib-basierten Therapieschemen untersucht werden.

Hintergrund:

Isatuximab ist ein Anti-CD38 monoklonaler Antikörper zur Behandlung von rezidiviertem oder refraktärem multiplen Myelom, der jetzt in der Erstlinientherapie getestet werden soll.

Indikation und Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien:

  • Patienten mit neu diagnostiziertem Multiplen Myelom, deren Erkrankung anhand mindestens eines der folgenden Kriterien messbar ist:
    • M-Protein im Serum ≥ 1 g/dl (≥ 10 g/l)
    • Ausscheidung von M-Protein im Urin > 200 mg/24 Stunden
    • Bestimmung freier Leichtketten im Serum (sFLC): Bestimmung der beteiligten freien Leichtketten ≥ 10 mg/dl (≥ 100 mg/l) und auffälliges Serum-FLC-Verhältnis (<0,26 oder >1,65)
  • Patienten mit schwelendem Multiplen Myelom mit Ultrahochrisiko-Erkrankung, wenn die Kriterien der International Myeloma Working Group erfüllt werden
  • Patienten, die für eine Transplantation nicht infrage kommen (Alter und Begleiterkrankungen im Ermessen des Prüfers)

Ausschlusskriterien:

  • ECOG (Index zur Abstufung der Lebensqualität von Patienten mit Krebserkrankungen) >2
  • Geringe Knochenmarkreserve.
  • Schlechte Organfunktion

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt

Isatuximab, Carfilzomib, Lenalidomid und Dexamethason in der Primärtherapie des Hochrisikomyeloms (GMMG-CONCEPT)

Eine offene, multizentrische Phase-2-Studie zur Induktions-, Konsolidierungs- und Erhaltungstherapie mit Isatuximab, Carfilzomib, Lenalidomid und Dexamethason (I-KRd) in der Primärtherapie des Hochrisikomyeloms. Es können Patienten bis 70 Jahre eingeschlossen werden, die für eine Hochdosischemotherapie mit autologer Stammzelltransplantation geeignet sind (Arm A), Patienten > 70 Jahre oder nicht für eine Stammzelltransplantation geeignete Patienten können in Arm B eingeschlossen werden.

Organisatorische Daten:

Prüfplancode: GMMG-CONCEPT
ISRCTN:  
EudraCT: 2016-000432-17
Clinicaltrials.gov NCT03104842
DRKS:  
Sponsor: Universitätsklinikum Tübingen
Studienphase: Phase 2
Satus: Rekrutierung läuft, geplant bis Juli 2023

Ziel:

Die Studie untersucht die Wirksamkeit und Toxizität der Kombination von Isatuximab , Carfilzomib, Lenalidomid  und Dexamethason (I-KRd-Regime) als Induktions-, Konsolidierungs- und Erhaltungstherapie bei Hochrisiko-Patienten (siehe Einschlusskriterien). Die Studie wird in zwei Armen durchgeführt:

  • Studienarm A für Patienten ≤ 70 Jahren, die für eine Hochdosistherapie mit Stammzelltransplantation infrage kommen: 6 Zyklen I-KRd Induktionstherapie, gefolgt von 4 Zyklen I-KRd nach Hochdosistherapie sowie einer I-KR Erhaltungstherapie
  • Studienarm B für Patienten >70 Jahren, die nicht für eine Hochdosistherapie geeignet sind: insgesamt 12 Zyklen I-KRd mit anschließender Erhaltungstherapie mit I-KR

Hauptziel der Studie ist die Bestimmung des Anteils von Patienten ohne  minimale Resterkrankung (MRD-negativ) nach Induktion und Konsolidierung = 10 Zyklen I‐KRd (Studienarm A) bzw. nach 12 Zyklen I‐KRd bei Patienten ohne Transplantation (Studienarm B)

Hintergrund:

Isatuximab (SAR650984) ist ein monoklonaler Anti-CD38-Antikörper zur Behandlung von rezidiviertem oder refraktärem multiplen Myelom, der bei Verabreichung von Carfilzomib (Kyprolis®), Lenalidomid (Revlimid®) and Dexamethason [I‐KRd-Regime] getestet werden soll.

Indikation und Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien:

  • Bestätigte Diagnose einen bisher unbehandelten multiplen Myeloms (nach den überarbeiteten Kriterien der IMWG) mit messbarer Krankheitsaktivität. (Serum-M-Protein ≥ 1 g/dl oder Urin‐M‐Protein ≥ 200 mg/24 Stunden). Oligosekretorisches Myelom: Konzentration der betroffenen freien Leichtkette ≥ 10 mg/dl bei abnormem sFLC-Verhältnis. Asekretorisches Myelom: > 1 fokale Läsion, die im MRT messbar ist.
  • Nachweis einer Hochrisikokonstellation durch FISH-Analyse von:
    - del17p oder
    - t(4;14) oder
    - mehr als 3 Kopien von +1q21
    - sowie ein ISS-Stadium 2 oder 3.
    Liegt eine FISH‐Analyse aus einem anderen Labor als aus der Universitätsklinik Heidelberg vor, wird diese nach Rücksprache akzeptiert (Liste der Labors, aus denen eine FISH‐Analyse für die Studie akzeptiert wird, liegt in der Studienzentrale vor).
  • WHO-Leistungsstatus 0‐3 (WHO=3 nur zulässig, wenn durch das multiple Myelom und nicht durch eine Begleiterkrankung verursacht)

 Ausschlusskriterien

  • Kontraindikation gegen eine der benötigten Begleit‐ oder Supportivmedikamente einschließlich einer Kontraindikation gegen antivirale Substanzen. Patienten mit einer Überempfindlichkeit gegenüber Captisol® (zur Lösung von Carfilzomib), Mannitol, Sucrose, Histidin und Polysorbat 80 oder gegen eine der Bestandteile der in der Studienbehandlung verwendeten Medikamente zur Vormedikation (Steroide, H2-Blocker).
  • Systemische AL‐Amyloidose (ausgenommen AL-Amyloidose der Haut und/oder des Knochenmarks)
  • Schwere Herzerkrankung (NYHA Klassifikation III‐IV), symptomatische kardiale Ischämie oder unkontrollierte Herzrhythmusstörungen. Herzinfarkt innerhalb von 4 Monaten vor Studieneinschluss.

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

Ixazomib bei primärer Amyloidose

Eine randomisierte, offene, kontrollierte multizentrische Studie der Phase 3 mit oralem Ixazomib (MLN9708) plus Dexamethason oder Therapie ärztlicher Wahl bei Patienten mit rezidivierter oder refraktärer Leichtkettenamyloidose

Organisatorische Daten:

Prüfplancode: C16011
 ISRCTN:  
 EudraCT: 2011-005468-10
 Clinicaltrials.gov: NCT01659658
 DRKS:  
 Sponsor: Millennium Pharmaceuticals, Inc.
 Studienphase: Phase 3
 Status: Rekrutierung läuft, geplant bis 09/2018

Ziel:

Amyloidose ist eine Erkrankung, bei der abnormes Eiweiß in Zellen und Organen abgelagert wird. Klumpen dieser abnormen Proteine nennt man Amyloidablagerung. Amyloidose lässt sich mittels Chemotherapie behandeln, rezidiviert aber oft. Das Ziel dieser Studie ist zu prüfen, ob die Behandlung mit Ixazomib wirksamer ist als eine Standardtherapie bei Patienten mit Leichtkettenamyloidose, die weiterhin bestehen bleibt  oder trotz Therapie rezidiviert. Patienten werden nach dem Zufallsprinzip einer der folgenden Behandlungsruppen zugeordnet: Behandlung entweder mit 4 mg Ixazomib und 20 mg Dexamethason oder mit einer Standardtherapie ärztlicher Wahl.

Hintergrund:

Ixazomib (MLN9708, Ninlaro®) ist der erste oral verfügbare Proteasomen-Inhibitor, der Eingang in die klinische Prüfung gefunden hat. In bisherigen Studien konnte die Wirksamkeit in der Monotherapie bei mehrfach vorbehandelten Patienten mit Multiplem Myelom belegt werden. Daten einer Phase-1/2-Studie zeigen vielversprechende Ergebnisse für die Kombination von Ixazomib mit Lenalidomid und Dexamethason. Sie bietet die Vorteile einer oralen Anwendung und ein günstiges Nebenwirkungsprofil, insbesondere hinsichtlich des Auftretens von Neuropathien. http://www.bloodjournal.org/content/early/2017/05/26/blood-2017-03-771220

Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien (3-5)

  • Primäre Leichtkettenamyloidose, gesichert durch eine Biopsie und folgende Standardkriterien:
    • Histochemische Diagnosis der Amyloidose,
    • Wenn klinische und Laborparameter nicht ausreichen, kann eine Amyloidtypisierung notwendig sein.
  • Messbare Erkrankung, definiert durch die Differenz der freier Leichtkettenkonzentration im Serum (dFLC, Differenz zwischen involvierten Amyloidformenden und nichtamyloidformenden [uninvolvierten] freien Leichtketten [FLC]) ≥ 50 mg/.
  • Objektive, messbare schwere Amyloid-Organbeteiligung von Herz oder Niere, definiert als (Amyloidbeteiligung von mind. einem Organ gefordert)
    Bemerkung: Amyloidbeteiligung anderer Organsysteme ist erlaubt, aber nicht notwendig.

Ausschlusskriterien (3-5)

  • Amyloidose aufgrund einer Mutation des Transthyretin-Gens oder andere Amyloidose, die keine AL-Amyloidose ist.
  • Dokumentierter Kreislaufkollaps (Synkope), unkompensierte Herzinsuffizienz gemäß der New York Heart Association (NYHA) Klasse 3 oder 4, Herzinfarkt innerhalb der letzten 6 Monate, instabile Angina pektoris, klinisch bedeutsame, wiederholte Herzrhythmusstörung in der Herzkammer trotz Behandlung oder schwere orthostatische Hypotension oder schwere, klinische autonome Herzerkrankung.
  • Klinisch manifestes multiples Myelom, gemäß den Kriterien der Internationalen Myeloma Working Group (IMWG) mit mindestens einem der folgenden Kriterien:
    • Knochenläsionen
    • Hyperkalzämie, definiert als Calciumwert von > 11 mg/dl
  • Unfähigkeit, Medikamente zu schlucken, Unfähigkeit oder fehlende Bereitschaft, die Anforderungen der Arzneimittelverabreichung einzuhalten oder Magen-Darm-Erkrankung, die die Aufnahme des Arzneimittels oder die Verträglichkeit beeinträchtigt.

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt

Pomalidomid/Vel/Dex (OPTIMISMM)

Sicherheit und Wirksamkeit von Pomalidomid in Kombination mit Bortezomib und niedrig-dosiertem Dexamethason bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem Multiplen Myelom

Prüfplancode: CC-4047-MM-007
ISRCTN:  
EudraCT:  
Clincaltrials.gov: NCT01734928
DRKS:  

Allgemeine Informationen

Pomalidomid ist der neueste Vertreter der IMiDs®, der von der europäischen Arzneimittelagentur (EMA) eine Zulassung in der Tumortherapie erhalten hat. Die oral einzunehmende Substanz ist in der Europäischen Union und in den USA für eine Kombinationstherapie mit Dexamethason bei erwachsenen Patientinnen und Patienten mit einem rezidivierten / refraktären Multiplen Myelom zugelassen, die mindestens zwei vorausgegangene Therapien, darunter Lenalidomid und Bortezomib, erhalten haben und bei der letzten Therapie ein Fortschreiten der Erkrankung aufwiesen.
Jetzt soll die Sicherheit und Wirksamkeit in der Kombination mit Velcade (Bortezomib) getestet werden.

Charité - Universitätsmedizin Berlin der Freien Universität und der Humboldt-Universität, Campus Mitte

Campus Mitte, Schumannstr. 20/21, 10117 Berlin
030-450-533222

Studien

Ixazomib bei primärer Amyloidose

Eine randomisierte, offene, kontrollierte multizentrische Studie der Phase 3 mit oralem Ixazomib (MLN9708) plus Dexamethason oder Therapie ärztlicher Wahl bei Patienten mit rezidivierter oder refraktärer Leichtkettenamyloidose

Organisatorische Daten:

Prüfplancode: C16011
 ISRCTN:  
 EudraCT: 2011-005468-10
 Clinicaltrials.gov: NCT01659658
 DRKS:  
 Sponsor: Millennium Pharmaceuticals, Inc.
 Studienphase: Phase 3
 Status: Rekrutierung läuft, geplant bis 09/2018

Ziel:

Amyloidose ist eine Erkrankung, bei der abnormes Eiweiß in Zellen und Organen abgelagert wird. Klumpen dieser abnormen Proteine nennt man Amyloidablagerung. Amyloidose lässt sich mittels Chemotherapie behandeln, rezidiviert aber oft. Das Ziel dieser Studie ist zu prüfen, ob die Behandlung mit Ixazomib wirksamer ist als eine Standardtherapie bei Patienten mit Leichtkettenamyloidose, die weiterhin bestehen bleibt  oder trotz Therapie rezidiviert. Patienten werden nach dem Zufallsprinzip einer der folgenden Behandlungsruppen zugeordnet: Behandlung entweder mit 4 mg Ixazomib und 20 mg Dexamethason oder mit einer Standardtherapie ärztlicher Wahl.

Hintergrund:

Ixazomib (MLN9708, Ninlaro®) ist der erste oral verfügbare Proteasomen-Inhibitor, der Eingang in die klinische Prüfung gefunden hat. In bisherigen Studien konnte die Wirksamkeit in der Monotherapie bei mehrfach vorbehandelten Patienten mit Multiplem Myelom belegt werden. Daten einer Phase-1/2-Studie zeigen vielversprechende Ergebnisse für die Kombination von Ixazomib mit Lenalidomid und Dexamethason. Sie bietet die Vorteile einer oralen Anwendung und ein günstiges Nebenwirkungsprofil, insbesondere hinsichtlich des Auftretens von Neuropathien. http://www.bloodjournal.org/content/early/2017/05/26/blood-2017-03-771220

Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien (3-5)

  • Primäre Leichtkettenamyloidose, gesichert durch eine Biopsie und folgende Standardkriterien:
    • Histochemische Diagnosis der Amyloidose,
    • Wenn klinische und Laborparameter nicht ausreichen, kann eine Amyloidtypisierung notwendig sein.
  • Messbare Erkrankung, definiert durch die Differenz der freier Leichtkettenkonzentration im Serum (dFLC, Differenz zwischen involvierten Amyloidformenden und nichtamyloidformenden [uninvolvierten] freien Leichtketten [FLC]) ≥ 50 mg/.
  • Objektive, messbare schwere Amyloid-Organbeteiligung von Herz oder Niere, definiert als (Amyloidbeteiligung von mind. einem Organ gefordert)
    Bemerkung: Amyloidbeteiligung anderer Organsysteme ist erlaubt, aber nicht notwendig.

Ausschlusskriterien (3-5)

  • Amyloidose aufgrund einer Mutation des Transthyretin-Gens oder andere Amyloidose, die keine AL-Amyloidose ist.
  • Dokumentierter Kreislaufkollaps (Synkope), unkompensierte Herzinsuffizienz gemäß der New York Heart Association (NYHA) Klasse 3 oder 4, Herzinfarkt innerhalb der letzten 6 Monate, instabile Angina pektoris, klinisch bedeutsame, wiederholte Herzrhythmusstörung in der Herzkammer trotz Behandlung oder schwere orthostatische Hypotension oder schwere, klinische autonome Herzerkrankung.
  • Klinisch manifestes multiples Myelom, gemäß den Kriterien der Internationalen Myeloma Working Group (IMWG) mit mindestens einem der folgenden Kriterien:
    • Knochenläsionen
    • Hyperkalzämie, definiert als Calciumwert von > 11 mg/dl
  • Unfähigkeit, Medikamente zu schlucken, Unfähigkeit oder fehlende Bereitschaft, die Anforderungen der Arzneimittelverabreichung einzuhalten oder Magen-Darm-Erkrankung, die die Aufnahme des Arzneimittels oder die Verträglichkeit beeinträchtigt.

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt

Charité - Universitätsmedizin Berlin der Freien Universität und der Humboldt-Universität, Campus Virchow-Klinikum

Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin
PD Dr. Sturm, Fr. Stodder, 030-450-553862

Gemeinschaftspraxis Dr.med. Astrid Eilers-Lönnecker und Dr.med. Stephan Rackwitz

Senftenberger Ring 5A, 13439 Berlin-Reinickendorf
030-40999180

HELIOS Klinikum Berlin-Buch, Fachbereich Hämatologie und Stammzelltransplantation

Schwanebecker Chaussee 50, 13125 Berlin
030-9401-0

Studien

Daratumumab bei Niereninsuffizienz (GMMG-DANTE)

Daratumumab in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplen Myelom und schwerer Nierenfunktionseinschränkung

Organisatorische Daten:

Prüfplancode:  
ISRCTN:  
EudraCT: 2016-000433-51
Clinicaltrials.gov: NCT02977494
DRKS:  
Sponsor: Universitätsklinikum Tübingen
Studienphase: Phase 2
Status: Rekrutierung läuft; bis voraussichtlich Dez. 2020

Ziel:

Patienten mit Niereninsuffizienz benötigen eine rasche und effektive Verminderung ihrer Tumorlast, um eine Erholung der Nieren zu ermöglichen. Monoklonale Antikörper wie Daratumumab werden weder über die Nieren ausgeschieden noch verstoffwechselt, trotzdem waren Patienten mit Niereninsuffienz (GFR ≤ 20 ml/min) bisher von entsprechenden Studien ausgeschlossen. Ziel dieser Studie ist es nun, die Wirksamkeit, Sicherheit und Pharmakokinetik der Kombination von Daratumumab mit Bortezomib (Velcade®) und Dexamethason bei Patienten mit rezidiviertem, refraktärem Multiplen Myelom mit schwerer Niereninsuffizienz zu überprüfen.

Hintergrund:

Daratumumab ist ein monoklonaler Antikörper, der zur Behandlung des Multiplen Myeloms eingesetzt wird. Der Antikörper bindet an das Oberflächenprotein CD38, das von den Tumorzellen in allen Stadien der Erkrankung gebildet wird. Die Bindung des Antikörpers führt zum Absterben der Tumorzelle durch programmierten Zelltod (Apoptose) sowie durch eine verstärkte Immunreaktion. Das Mittel ist seit Juni 2016 (in den USA seit November 2015) zur Monotherapie von Patienten mit Multiplem Myelom zugelassen, das nicht mehr auf eine Behandlung mit einem Proteasomeninhibitor oder einem Immunmodulator anspricht.

Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien:

  • Patienten müssen ein dokumentiertes, behandlungsbedürftiges multiples Myelom haben, definiert durch die folgenden Kriterien:
    • Monoklonale Plasmazellen im Knochenmark > 10% und/oder Nachweis eines Plasmozytoms, nachgewiesen durch eine Biopsie zu irgendeinem Zeitpunkt ihrer Krankheitsgeschichte, gemäß den IMWG Diagnosekriterien (IMWG Kriterien von  2014, Rajkumar et al. 2014)
    • Messbare Erkrankung beim Screening (Serum M-Protein > 500 mg/dl oder Urin M-Protein > 200 mg/24h, im Fall eines Leichtkettenmyeloms: freie Leichtketten > 10 mg/dl und abnormer kappa/lambda Leichtkettenquotient)
  • GFR (Glomeruläre Filtrationsrate) < 30 ml/min und /oder Patienten unter Hämodialyse
  • Patient muss mindestens eine Vortherapie erhalten haben
  • Patienten müssen dokumentierten Progress ihrer Erkrankung nach der letzten Therapie haben
  • ECOG Performance Status (Index zur Abstufung der Lebensqualität von Patienten mit Krebserkrankungen) von 0-3

Ausschlusskriterien

  • Patient hat vorher Daratumumab oder eine andere Anti-CD38-Antikörpertherapie erhalten (eine Vortherapie mit Elotuzumab ist erlaubt)      
  • Nachweis einer Unverträglichkeit von Bortezomib oder bekannte Allergien, Überempfindlichkeit oder Unverträglichkeit gegen monoklonale Antikörper
  • Aktive Graft-versus-Host-Erkrankung unter immunsuppressiver Behandlung
  • Vorhergehende Krebserkrankung innerhalb von 5 Jahren vor Studieneinschluss
  • Aktive, unkontrollierbare Infektion
  • Periphere Neuropathie ≥ 3 oder neuropathische Schmerzen Grad 2 oder höher

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

Subkutanes Daratumumab bei Hochrisiko-SMM (Aquila / SMM3001)

Randomisierte, multizentrische  Phase 3  Studie zur Untersuchung von subkutanem Daratumumab gegenüber aktiver Überwachung (Monitoring) bei Patienten mit Hochrisiko-Smoldering Multiplem Myelom (SMM)

Organisatorische Daten:

Prüfplancode: 54767414SMM3001
CR108172
ISRCTN:  
EudraCT: 2016-001205-16
Clinicaltrials.gov: NCT03301220
DRKS:  
Sponsor: Janssen-Cilag International N.V
Studienphase: Phase 3
Status: Rekrutierung läuft, geplant bis 16.12.2021

Ziel:

Die Studie vergleicht die Sicherheit, Wirksamkeit und Pharmakokinetik (Einwirkung des Körpers auf die Substanz) von Daratumumab nach subkutaner Gabe im Vergleich zu aktiver Überwachung (Monitoring) ohne Gabe von Studienmedikation bei Patienten mit Hochrisiko-Smoldering Multiplem Myelom (SMM). Ziel ist es, herauszufinden, ob die Behandlung das progressionsfreie Überleben verlängert.

Hintergrund:

Daratumumab ist ein gegen CD38 gerichteter monoklonaler Antikörper (mAb). Seine Wirkung beruht auf der Bindung an das Glykoprotein CD38, das häufig auf der Oberfläche von MM-Zellen in allen Stadien der Erkrankung zu finden ist. Dabei regt Daratumumab das körpereigene Immunsystem zur Bekämpfung der Krebszellen an und trägt zum raschen Absterben der Tumorzellen bei. Quelle: http://www.janssen.com/switzerland/de/darzalexr-daratumumab-von-janssen-erhaelt-zulassung-der-swissmedic-zur-behandlung-des-multiplen

Indikation und Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien:

Patienten mit einer seit ≤ 5 Jahren bestehenden Diagnose eines Hochrisiko-Smoldering Multiplem Myeloms (SMM) (gemäß den Kriterien der International Myeloma Working Group [IMWG]), deren Erkrankung anhand mindestens eines der folgenden Kriterien messbar ist:

  • M-Protein im Serum ≥ 10 g/l
  • Ausscheidung von M-Protein im Urin ≥ 200 mg/24 Stunden
  • Bestimmung freier Leichtketten (FLC) im Serum ≥ 10 mg/l, sofern Serum-FLC-Verhältnis auffällig ist
  • ECOG (Index zur Abstufung der Lebensqualität von Patienten mit Krebserkrankungen) von 0 oder 1

 Ausschlusskriterien:

  • Behandlungsbedürftiges multiples Myelom, definiert durch eines oder mehrere nachfolgende Kriterien:
  • Knochenläsionen (eine oder mehr osteolytische Läsion(en)
  • Hyperkalziämie
  • Niereninsuffizienz
  • Anämie
  • Anteil an klonalen Plasmazellen im Knochenmark (engl. bone marrow plasma cells, BMPC) ≥ 60 %
  • Verhältnis freier Leichtketten (FLC) im Serum ≥ 100
  • Mehr als 1 Herdläsion mit einem Durchmesser ≥ 5 mm in der Magnetresonanztomografie (MRT)
  • Primäre systemische (Immunoglobulin-Leichtkette) AL‐Amyloidose
  • Exposition (Kontakt) gegenüber einem der folgenden Faktoren
    • Vorangegangene Verabreichung von Daratumumab oder vorangegangene Verabreichung einer anderen Anti-CD38-Therapie
    • Vorangegangene Verabreichung eines zugelassenen oder in der Prüfung befindlichen Therapeutikums für SMM oder MM. Die stabile Gabe von Bisphosphonaten in Standarddosierung, wie beispielsweise bei Osteoporose angezeigt, ist akzeptabel.
    • Verabreichung eines in der Prüfung befindlichen Arzneimittels (einschließlich in der Prüfung befindliche Impfstoffe) oder Anwendung eines invasiven Medizinprodukts wegen irgendeiner Indikation innerhalb von 4 Wochen oder 5 Halbwertzeiten, je nachdem, was länger ist, vor Zyklus 1, Tag 1
    • Laufende Behandlung mit Kortikosteroiden in einer Dosis > 10 mg Prednison oder Äquivalent pro Tag zum Zeitpunkt der Randomisierung oder > 280 mg kumulative Prednison-Dosis oder Äquivalent für einen Zeitraum von 4 Wochen im Jahr vor der Randomisierung.

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt

Ergänzende Informationen: 

Studienteilnehmer werden nach dem Zufallsprinzip einem von zwei Studienarmen zugeteilt:

  • Arm A: Studienteilnehmer erhalten keine Studienmedikation, werden aber aktiv überwacht und genauso häufig denselben Untersuchungen unterzogen wie die Studienteilnehmer, die Arm B zugeteilt werden und Daratumumab erhalten.
  • Arm B: Studienteilnehmer erhalten 1800 mg Daratumumab in einer gemeinsamen Darreichungsform mit 2000 Einheiten/ml rekombinante humane Hyaluronidase (rHuPH20) durch subkutane (s.c.) Injektion über 39 Zyklen oder bis zu 36 Monate lang oder bis zu einer bestätigten Krankheitsprogression, einer nicht akzeptablen Toxizität (Nebenwirkungen) oder dem Absetzen der Studienbehandlung, Ausscheiden aus der Studie oder bis zum Studienabschluss.

Zusätzliche Information

Myelomsprechstunde im Haupthaus B1, Erdgeschoss
Montag bis Freitag 7:30 bis 16:00 Uhr
Telefonische Voranmeldung (030) 94 01-52100 (Neuvorstellungen)  -52120 (Ambulanz) erforderlich

MVZ Onkologischer Schwerpunkt am Oskar-Helene-Heim

Clayallee 225 a, 14195 Berlin
030-644 99 52 30

Onkologisches Versorgungszentrum Friedrichshain, Dres. Lebahn, Maiwirth und Nawka

Landsberger Allee 117, 10407 Berlin
030- 80208770-0

Vivantes Klinikum Am Urban

Dieffenbachstraße 1, 10967 Berlin
030-130 21 0

Studien

Isatuximab, Carfilzomib, Lenalidomid und Dexamethason in der Primärtherapie des Hochrisikomyeloms (GMMG-CONCEPT)

Eine offene, multizentrische Phase-2-Studie zur Induktions-, Konsolidierungs- und Erhaltungstherapie mit Isatuximab, Carfilzomib, Lenalidomid und Dexamethason (I-KRd) in der Primärtherapie des Hochrisikomyeloms. Es können Patienten bis 70 Jahre eingeschlossen werden, die für eine Hochdosischemotherapie mit autologer Stammzelltransplantation geeignet sind (Arm A), Patienten > 70 Jahre oder nicht für eine Stammzelltransplantation geeignete Patienten können in Arm B eingeschlossen werden.

Organisatorische Daten:

Prüfplancode: GMMG-CONCEPT
ISRCTN:  
EudraCT: 2016-000432-17
Clinicaltrials.gov NCT03104842
DRKS:  
Sponsor: Universitätsklinikum Tübingen
Studienphase: Phase 2
Satus: Rekrutierung läuft, geplant bis Juli 2023

Ziel:

Die Studie untersucht die Wirksamkeit und Toxizität der Kombination von Isatuximab , Carfilzomib, Lenalidomid  und Dexamethason (I-KRd-Regime) als Induktions-, Konsolidierungs- und Erhaltungstherapie bei Hochrisiko-Patienten (siehe Einschlusskriterien). Die Studie wird in zwei Armen durchgeführt:

  • Studienarm A für Patienten ≤ 70 Jahren, die für eine Hochdosistherapie mit Stammzelltransplantation infrage kommen: 6 Zyklen I-KRd Induktionstherapie, gefolgt von 4 Zyklen I-KRd nach Hochdosistherapie sowie einer I-KR Erhaltungstherapie
  • Studienarm B für Patienten >70 Jahren, die nicht für eine Hochdosistherapie geeignet sind: insgesamt 12 Zyklen I-KRd mit anschließender Erhaltungstherapie mit I-KR

Hauptziel der Studie ist die Bestimmung des Anteils von Patienten ohne  minimale Resterkrankung (MRD-negativ) nach Induktion und Konsolidierung = 10 Zyklen I‐KRd (Studienarm A) bzw. nach 12 Zyklen I‐KRd bei Patienten ohne Transplantation (Studienarm B)

Hintergrund:

Isatuximab (SAR650984) ist ein monoklonaler Anti-CD38-Antikörper zur Behandlung von rezidiviertem oder refraktärem multiplen Myelom, der bei Verabreichung von Carfilzomib (Kyprolis®), Lenalidomid (Revlimid®) and Dexamethason [I‐KRd-Regime] getestet werden soll.

Indikation und Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien:

  • Bestätigte Diagnose einen bisher unbehandelten multiplen Myeloms (nach den überarbeiteten Kriterien der IMWG) mit messbarer Krankheitsaktivität. (Serum-M-Protein ≥ 1 g/dl oder Urin‐M‐Protein ≥ 200 mg/24 Stunden). Oligosekretorisches Myelom: Konzentration der betroffenen freien Leichtkette ≥ 10 mg/dl bei abnormem sFLC-Verhältnis. Asekretorisches Myelom: > 1 fokale Läsion, die im MRT messbar ist.
  • Nachweis einer Hochrisikokonstellation durch FISH-Analyse von:
    - del17p oder
    - t(4;14) oder
    - mehr als 3 Kopien von +1q21
    - sowie ein ISS-Stadium 2 oder 3.
    Liegt eine FISH‐Analyse aus einem anderen Labor als aus der Universitätsklinik Heidelberg vor, wird diese nach Rücksprache akzeptiert (Liste der Labors, aus denen eine FISH‐Analyse für die Studie akzeptiert wird, liegt in der Studienzentrale vor).
  • WHO-Leistungsstatus 0‐3 (WHO=3 nur zulässig, wenn durch das multiple Myelom und nicht durch eine Begleiterkrankung verursacht)

 Ausschlusskriterien

  • Kontraindikation gegen eine der benötigten Begleit‐ oder Supportivmedikamente einschließlich einer Kontraindikation gegen antivirale Substanzen. Patienten mit einer Überempfindlichkeit gegenüber Captisol® (zur Lösung von Carfilzomib), Mannitol, Sucrose, Histidin und Polysorbat 80 oder gegen eine der Bestandteile der in der Studienbehandlung verwendeten Medikamente zur Vormedikation (Steroide, H2-Blocker).
  • Systemische AL‐Amyloidose (ausgenommen AL-Amyloidose der Haut und/oder des Knochenmarks)
  • Schwere Herzerkrankung (NYHA Klassifikation III‐IV), symptomatische kardiale Ischämie oder unkontrollierte Herzrhythmusstörungen. Herzinfarkt innerhalb von 4 Monaten vor Studieneinschluss.

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

Vivantes Klinikum Neukölln

Rudower Straße 48, 12351 Berlin
030-130141466

Studien

Daratumumab bei Niereninsuffizienz (GMMG-DANTE)

Daratumumab in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplen Myelom und schwerer Nierenfunktionseinschränkung

Organisatorische Daten:

Prüfplancode:  
ISRCTN:  
EudraCT: 2016-000433-51
Clinicaltrials.gov: NCT02977494
DRKS:  
Sponsor: Universitätsklinikum Tübingen
Studienphase: Phase 2
Status: Rekrutierung läuft; bis voraussichtlich Dez. 2020

Ziel:

Patienten mit Niereninsuffizienz benötigen eine rasche und effektive Verminderung ihrer Tumorlast, um eine Erholung der Nieren zu ermöglichen. Monoklonale Antikörper wie Daratumumab werden weder über die Nieren ausgeschieden noch verstoffwechselt, trotzdem waren Patienten mit Niereninsuffienz (GFR ≤ 20 ml/min) bisher von entsprechenden Studien ausgeschlossen. Ziel dieser Studie ist es nun, die Wirksamkeit, Sicherheit und Pharmakokinetik der Kombination von Daratumumab mit Bortezomib (Velcade®) und Dexamethason bei Patienten mit rezidiviertem, refraktärem Multiplen Myelom mit schwerer Niereninsuffizienz zu überprüfen.

Hintergrund:

Daratumumab ist ein monoklonaler Antikörper, der zur Behandlung des Multiplen Myeloms eingesetzt wird. Der Antikörper bindet an das Oberflächenprotein CD38, das von den Tumorzellen in allen Stadien der Erkrankung gebildet wird. Die Bindung des Antikörpers führt zum Absterben der Tumorzelle durch programmierten Zelltod (Apoptose) sowie durch eine verstärkte Immunreaktion. Das Mittel ist seit Juni 2016 (in den USA seit November 2015) zur Monotherapie von Patienten mit Multiplem Myelom zugelassen, das nicht mehr auf eine Behandlung mit einem Proteasomeninhibitor oder einem Immunmodulator anspricht.

Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien:

  • Patienten müssen ein dokumentiertes, behandlungsbedürftiges multiples Myelom haben, definiert durch die folgenden Kriterien:
    • Monoklonale Plasmazellen im Knochenmark > 10% und/oder Nachweis eines Plasmozytoms, nachgewiesen durch eine Biopsie zu irgendeinem Zeitpunkt ihrer Krankheitsgeschichte, gemäß den IMWG Diagnosekriterien (IMWG Kriterien von  2014, Rajkumar et al. 2014)
    • Messbare Erkrankung beim Screening (Serum M-Protein > 500 mg/dl oder Urin M-Protein > 200 mg/24h, im Fall eines Leichtkettenmyeloms: freie Leichtketten > 10 mg/dl und abnormer kappa/lambda Leichtkettenquotient)
  • GFR (Glomeruläre Filtrationsrate) < 30 ml/min und /oder Patienten unter Hämodialyse
  • Patient muss mindestens eine Vortherapie erhalten haben
  • Patienten müssen dokumentierten Progress ihrer Erkrankung nach der letzten Therapie haben
  • ECOG Performance Status (Index zur Abstufung der Lebensqualität von Patienten mit Krebserkrankungen) von 0-3

Ausschlusskriterien

  • Patient hat vorher Daratumumab oder eine andere Anti-CD38-Antikörpertherapie erhalten (eine Vortherapie mit Elotuzumab ist erlaubt)      
  • Nachweis einer Unverträglichkeit von Bortezomib oder bekannte Allergien, Überempfindlichkeit oder Unverträglichkeit gegen monoklonale Antikörper
  • Aktive Graft-versus-Host-Erkrankung unter immunsuppressiver Behandlung
  • Vorhergehende Krebserkrankung innerhalb von 5 Jahren vor Studieneinschluss
  • Aktive, unkontrollierbare Infektion
  • Periphere Neuropathie ≥ 3 oder neuropathische Schmerzen Grad 2 oder höher

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

Isatuximab, Carfilzomib, Lenalidomid und Dexamethason in der Primärtherapie des Hochrisikomyeloms (GMMG-CONCEPT)

Eine offene, multizentrische Phase-2-Studie zur Induktions-, Konsolidierungs- und Erhaltungstherapie mit Isatuximab, Carfilzomib, Lenalidomid und Dexamethason (I-KRd) in der Primärtherapie des Hochrisikomyeloms. Es können Patienten bis 70 Jahre eingeschlossen werden, die für eine Hochdosischemotherapie mit autologer Stammzelltransplantation geeignet sind (Arm A), Patienten > 70 Jahre oder nicht für eine Stammzelltransplantation geeignete Patienten können in Arm B eingeschlossen werden.

Organisatorische Daten:

Prüfplancode: GMMG-CONCEPT
ISRCTN:  
EudraCT: 2016-000432-17
Clinicaltrials.gov NCT03104842
DRKS:  
Sponsor: Universitätsklinikum Tübingen
Studienphase: Phase 2
Satus: Rekrutierung läuft, geplant bis Juli 2023

Ziel:

Die Studie untersucht die Wirksamkeit und Toxizität der Kombination von Isatuximab , Carfilzomib, Lenalidomid  und Dexamethason (I-KRd-Regime) als Induktions-, Konsolidierungs- und Erhaltungstherapie bei Hochrisiko-Patienten (siehe Einschlusskriterien). Die Studie wird in zwei Armen durchgeführt:

  • Studienarm A für Patienten ≤ 70 Jahren, die für eine Hochdosistherapie mit Stammzelltransplantation infrage kommen: 6 Zyklen I-KRd Induktionstherapie, gefolgt von 4 Zyklen I-KRd nach Hochdosistherapie sowie einer I-KR Erhaltungstherapie
  • Studienarm B für Patienten >70 Jahren, die nicht für eine Hochdosistherapie geeignet sind: insgesamt 12 Zyklen I-KRd mit anschließender Erhaltungstherapie mit I-KR

Hauptziel der Studie ist die Bestimmung des Anteils von Patienten ohne  minimale Resterkrankung (MRD-negativ) nach Induktion und Konsolidierung = 10 Zyklen I‐KRd (Studienarm A) bzw. nach 12 Zyklen I‐KRd bei Patienten ohne Transplantation (Studienarm B)

Hintergrund:

Isatuximab (SAR650984) ist ein monoklonaler Anti-CD38-Antikörper zur Behandlung von rezidiviertem oder refraktärem multiplen Myelom, der bei Verabreichung von Carfilzomib (Kyprolis®), Lenalidomid (Revlimid®) and Dexamethason [I‐KRd-Regime] getestet werden soll.

Indikation und Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien:

  • Bestätigte Diagnose einen bisher unbehandelten multiplen Myeloms (nach den überarbeiteten Kriterien der IMWG) mit messbarer Krankheitsaktivität. (Serum-M-Protein ≥ 1 g/dl oder Urin‐M‐Protein ≥ 200 mg/24 Stunden). Oligosekretorisches Myelom: Konzentration der betroffenen freien Leichtkette ≥ 10 mg/dl bei abnormem sFLC-Verhältnis. Asekretorisches Myelom: > 1 fokale Läsion, die im MRT messbar ist.
  • Nachweis einer Hochrisikokonstellation durch FISH-Analyse von:
    - del17p oder
    - t(4;14) oder
    - mehr als 3 Kopien von +1q21
    - sowie ein ISS-Stadium 2 oder 3.
    Liegt eine FISH‐Analyse aus einem anderen Labor als aus der Universitätsklinik Heidelberg vor, wird diese nach Rücksprache akzeptiert (Liste der Labors, aus denen eine FISH‐Analyse für die Studie akzeptiert wird, liegt in der Studienzentrale vor).
  • WHO-Leistungsstatus 0‐3 (WHO=3 nur zulässig, wenn durch das multiple Myelom und nicht durch eine Begleiterkrankung verursacht)

 Ausschlusskriterien

  • Kontraindikation gegen eine der benötigten Begleit‐ oder Supportivmedikamente einschließlich einer Kontraindikation gegen antivirale Substanzen. Patienten mit einer Überempfindlichkeit gegenüber Captisol® (zur Lösung von Carfilzomib), Mannitol, Sucrose, Histidin und Polysorbat 80 oder gegen eine der Bestandteile der in der Studienbehandlung verwendeten Medikamente zur Vormedikation (Steroide, H2-Blocker).
  • Systemische AL‐Amyloidose (ausgenommen AL-Amyloidose der Haut und/oder des Knochenmarks)
  • Schwere Herzerkrankung (NYHA Klassifikation III‐IV), symptomatische kardiale Ischämie oder unkontrollierte Herzrhythmusstörungen. Herzinfarkt innerhalb von 4 Monaten vor Studieneinschluss.

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.