Bayern

Klinikum Aschaffenburg, Med. Klinik II

Am Hasenkopf, 63739 Aschaffenburg
06021-32-0

Studien

Pomalidomid, Ixazomib, Dexamethason +/- Cyclophosphamid - Intensivierung (DSMM XV)

Pomalidomid, Ixazomib und Dexamethason (PId) mit und ohne Intensivierung durch Cyclophosphamid (PICd) – Phase-II-Studie bei refraktärem oder rezidiviertem multiplen Myelom

Organisatorische Daten:

Prüfplancode: DSMM XV
ISRCTN:  
EudraCT: 2014-001757-16
Clinicaltrials.gov:  
DRKS:  
Sponsor: GWT-TUD GmbH
Studienphase: Phase 2
Status: Rekrutierung läuft, geplant bis 2020

Ziel:

Patienten mit Rückfall nach Vorbehandlung mit Lenalidomid (Revlimid) und Bortezomib (Velcade) erhalten eine hocheffiziente und nur als Tabletten einzunehmende Therapie, welche das neueste immunmodulatorisches Medikament (IMiD) Pomalidomid und den neuesten Proteasom-Inhibitor Ixazomib enthält. Es handelt sich also um eine Kombination von Pomalidomid, Ixazomib, niedrig dosiertem Dexamethason und bei suboptimalen Ansprechen zusätzlich Cyclophosphamid.

  • Primäres Ziel:
    Beurteilung der klinischen Aktivität von einmal täglich appliziertem Pomalidomid in Kombination mit oralem Ixazomib und Dexamethason (PId)
  • Sekundäres Ziel:
    Beurteilung der Sicherheit und Machbarkeit von PId sowie der Wirksamkeit, Sicherheit und Machbarkeit von PId intensiviert durch niedrig dosiertes Cyclophosphamid (PICd)

Hintergrund:

Pomalidomid (Imnovid) ist der neueste Vertreter der IMiDs (immunmodulatorische Medikamente), der von der europäischen Arzneimittelagentur (EMA) eine Zulassung in der Tumortherapie erhalten hat (Stand Nov. 2018). Die oral einzunehmende Substanz ist in der Europäischen Union und in den USA für eine Kombinationstherapie mit Dexamethason bei erwachsenen Patientinnen und Patienten mit einem rezidivierten / refraktären Multiplen Myelom zugelassen, die mindestens zwei vorausgegangene Therapien, darunter Lenalidomid und Bortezomib, erhalten haben und bei der letzten Therapie ein Fortschreiten der Erkrankung aufwiesen.

Ixazomib (Ninlaro) ist der erste orale Proteasom-Inhibitor, der seit Januar 2017 in Deutschland verfügbar ist.

Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien:

  • Patienten mit rezidiviertem oder refraktären, histologisch bestätigtem Multiplen Myelom
  • Patienten mit mindestens zwei, aber nicht mehr als vier vorausgegangenen Antimyelom-Therapieregimen einschließlich solcher mit Lenalidomid und Bortezomib. Patienten müssen auf die zuletzt verabreichte Therapie eine Krankheitsprogression entwickelt haben.
  • Vortherapien müssen Lenalidomid und Bortezomib beinhaltet haben: Mindestens zwei aufeinanderfolgende Zyklen mit Lenalidomid und Bortezomib (alleine oder in Kombination) und adäquate vorherige Exposition mit Alkylanzien. Dieses entweder als Teil einer Stammzelltransplantation oder in Form von mindestens 6 aufeinanderfolgende Zyklen einer Alkylanzien-basierten Therapie.

Ausschlußkriterien

  • Gleichzeitige andere Chemo-oder Radiotherapie (außer lokale Bestrahlung der vorbestehenden Osteolysen)
  • Behandlung mit einem anderem Prüfpräparat während der letzten 60 Tage vor der ersten Einnahme von Pomalidomid und Ixazomib
  • Vorherige Pomalidomid-basierte Therapie
  • Vorherige Ixazomib-basierte Therapie
  • Bei Baseline periphere Neuropathie > Grad 1 bei klinischer Untersuchung (innerhalb von 14 Tagen vor Studieneinschluss)

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

Onkologie Aschaffenburg Dr. Welslau

Am Hasenkopf 1, 63739 Aschaffenburg
06021-4527300

Praxis Drs. Dr. Klausmann/Dr. Welslau

Elisenstr. 6, 63739 Aschaffenburg
06021-34270

Hämatologische Onkologische Gemeinschaftspraxis Dr. Brudler, Dr. Heinrich, Dr. Bangerter

Halderstr. 29, 86150 Augsburg
0821-34465-0

Klinikum Augsburg, II. Medizinische Klinik

Stenglinstr. 2, 86156 Augsburg
Frau Söllner, 0821-400-3716

Studien

Daratumumab bei Niereninsuffizienz (GMMG-DANTE)

Daratumumab in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplen Myelom und schwerer Nierenfunktionseinschränkung

Organisatorische Daten:

Prüfplancode:  
ISRCTN:  
EudraCT: 2016-000433-51
Clinicaltrials.gov: NCT02977494
DRKS:  
Sponsor: Universitätsklinikum Tübingen
Studienphase: Phase 2
Status: Rekrutierung läuft; bis voraussichtlich Dez. 2020

Ziel:

Patienten mit Niereninsuffizienz benötigen eine rasche und effektive Verminderung ihrer Tumorlast, um eine Erholung der Nieren zu ermöglichen. Monoklonale Antikörper wie Daratumumab werden weder über die Nieren ausgeschieden noch verstoffwechselt, trotzdem waren Patienten mit Niereninsuffienz (GFR ≤ 20 ml/min) bisher von entsprechenden Studien ausgeschlossen. Ziel dieser Studie ist es nun, die Wirksamkeit, Sicherheit und Pharmakokinetik der Kombination von Daratumumab mit Bortezomib (Velcade®) und Dexamethason bei Patienten mit rezidiviertem, refraktärem Multiplen Myelom mit schwerer Niereninsuffizienz zu überprüfen.

Hintergrund:

Daratumumab ist ein monoklonaler Antikörper, der zur Behandlung des Multiplen Myeloms eingesetzt wird. Der Antikörper bindet an das Oberflächenprotein CD38, das von den Tumorzellen in allen Stadien der Erkrankung gebildet wird. Die Bindung des Antikörpers führt zum Absterben der Tumorzelle durch programmierten Zelltod (Apoptose) sowie durch eine verstärkte Immunreaktion. Das Mittel ist seit Juni 2016 (in den USA seit November 2015) zur Monotherapie von Patienten mit Multiplem Myelom zugelassen, das nicht mehr auf eine Behandlung mit einem Proteasomeninhibitor oder einem Immunmodulator anspricht.

Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien:

  • Patienten müssen ein dokumentiertes, behandlungsbedürftiges multiples Myelom haben, definiert durch die folgenden Kriterien:
    • Monoklonale Plasmazellen im Knochenmark > 10% und/oder Nachweis eines Plasmozytoms, nachgewiesen durch eine Biopsie zu irgendeinem Zeitpunkt ihrer Krankheitsgeschichte, gemäß den IMWG Diagnosekriterien (IMWG Kriterien von  2014, Rajkumar et al. 2014)
    • Messbare Erkrankung beim Screening (Serum M-Protein > 500 mg/dl oder Urin M-Protein > 200 mg/24h, im Fall eines Leichtkettenmyeloms: freie Leichtketten > 10 mg/dl und abnormer kappa/lambda Leichtkettenquotient)
  • GFR (Glomeruläre Filtrationsrate) < 30 ml/min und /oder Patienten unter Hämodialyse
  • Patient muss mindestens eine Vortherapie erhalten haben
  • Patienten müssen dokumentierten Progress ihrer Erkrankung nach der letzten Therapie haben
  • ECOG Performance Status (Index zur Abstufung der Lebensqualität von Patienten mit Krebserkrankungen) von 0-3

Ausschlusskriterien

  • Patient hat vorher Daratumumab oder eine andere Anti-CD38-Antikörpertherapie erhalten (eine Vortherapie mit Elotuzumab ist erlaubt)      
  • Nachweis einer Unverträglichkeit von Bortezomib oder bekannte Allergien, Überempfindlichkeit oder Unverträglichkeit gegen monoklonale Antikörper
  • Aktive Graft-versus-Host-Erkrankung unter immunsuppressiver Behandlung
  • Vorhergehende Krebserkrankung innerhalb von 5 Jahren vor Studieneinschluss
  • Aktive, unkontrollierbare Infektion
  • Periphere Neuropathie ≥ 3 oder neuropathische Schmerzen Grad 2 oder höher

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

Isatuximab, Carfilzomib, Lenalidomid und Dexamethason in der Primärtherapie des Hochrisikomyeloms (GMMG-CONCEPT)

Eine offene, multizentrische Phase-2-Studie zur Induktions-, Konsolidierungs- und Erhaltungstherapie mit Isatuximab, Carfilzomib, Lenalidomid und Dexamethason (I-KRd) in der Primärtherapie des Hochrisikomyeloms. Es können Patienten bis 70 Jahre eingeschlossen werden, die für eine Hochdosischemotherapie mit autologer Stammzelltransplantation geeignet sind (Arm A), Patienten > 70 Jahre oder nicht für eine Stammzelltransplantation geeignete Patienten können in Arm B eingeschlossen werden.

Organisatorische Daten:

Prüfplancode: GMMG-CONCEPT
ISRCTN:  
EudraCT: 2016-000432-17
Clinicaltrials.gov NCT03104842
DRKS:  
Sponsor: Universitätsklinikum Tübingen
Studienphase: Phase 2
Satus: Rekrutierung läuft, geplant bis Juli 2023

Ziel:

Die Studie untersucht die Wirksamkeit und Toxizität der Kombination von Isatuximab , Carfilzomib, Lenalidomid  und Dexamethason (I-KRd-Regime) als Induktions-, Konsolidierungs- und Erhaltungstherapie bei Hochrisiko-Patienten (siehe Einschlusskriterien). Die Studie wird in zwei Armen durchgeführt:

  • Studienarm A für Patienten ≤ 70 Jahren, die für eine Hochdosistherapie mit Stammzelltransplantation infrage kommen: 6 Zyklen I-KRd Induktionstherapie, gefolgt von 4 Zyklen I-KRd nach Hochdosistherapie sowie einer I-KR Erhaltungstherapie
  • Studienarm B für Patienten >70 Jahren, die nicht für eine Hochdosistherapie geeignet sind: insgesamt 12 Zyklen I-KRd mit anschließender Erhaltungstherapie mit I-KR

Hauptziel der Studie ist die Bestimmung des Anteils von Patienten ohne  minimale Resterkrankung (MRD-negativ) nach Induktion und Konsolidierung = 10 Zyklen I‐KRd (Studienarm A) bzw. nach 12 Zyklen I‐KRd bei Patienten ohne Transplantation (Studienarm B)

Hintergrund:

Isatuximab (SAR650984) ist ein monoklonaler Anti-CD38-Antikörper zur Behandlung von rezidiviertem oder refraktärem multiplen Myelom, der bei Verabreichung von Carfilzomib (Kyprolis®), Lenalidomid (Revlimid®) and Dexamethason [I‐KRd-Regime] getestet werden soll.

Indikation und Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien:

  • Bestätigte Diagnose einen bisher unbehandelten multiplen Myeloms (nach den überarbeiteten Kriterien der IMWG) mit messbarer Krankheitsaktivität. (Serum-M-Protein ≥ 1 g/dl oder Urin‐M‐Protein ≥ 200 mg/24 Stunden). Oligosekretorisches Myelom: Konzentration der betroffenen freien Leichtkette ≥ 10 mg/dl bei abnormem sFLC-Verhältnis. Asekretorisches Myelom: > 1 fokale Läsion, die im MRT messbar ist.
  • Nachweis einer Hochrisikokonstellation durch FISH-Analyse von:
    - del17p oder
    - t(4;14) oder
    - mehr als 3 Kopien von +1q21
    - sowie ein ISS-Stadium 2 oder 3.
    Liegt eine FISH‐Analyse aus einem anderen Labor als aus der Universitätsklinik Heidelberg vor, wird diese nach Rücksprache akzeptiert (Liste der Labors, aus denen eine FISH‐Analyse für die Studie akzeptiert wird, liegt in der Studienzentrale vor).
  • WHO-Leistungsstatus 0‐3 (WHO=3 nur zulässig, wenn durch das multiple Myelom und nicht durch eine Begleiterkrankung verursacht)

 Ausschlusskriterien

  • Kontraindikation gegen eine der benötigten Begleit‐ oder Supportivmedikamente einschließlich einer Kontraindikation gegen antivirale Substanzen. Patienten mit einer Überempfindlichkeit gegenüber Captisol® (zur Lösung von Carfilzomib), Mannitol, Sucrose, Histidin und Polysorbat 80 oder gegen eine der Bestandteile der in der Studienbehandlung verwendeten Medikamente zur Vormedikation (Steroide, H2-Blocker).
  • Systemische AL‐Amyloidose (ausgenommen AL-Amyloidose der Haut und/oder des Knochenmarks)
  • Schwere Herzerkrankung (NYHA Klassifikation III‐IV), symptomatische kardiale Ischämie oder unkontrollierte Herzrhythmusstörungen. Herzinfarkt innerhalb von 4 Monaten vor Studieneinschluss.

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

Onkologische Praxis, Herr Dr. med. Dirk Hempel, Internist und Onkologe

Bergstr. 9, 86508 Rehling
08237-959690

Klinikum Bamberg, Sozialstiftung Bamberg Klinikum am Bruderwald, Medizinische Klinik V

Buger Str. 80, 96049 Bamberg
Studiensekretariat, 0951-503-13713

Studien

Pomalidomid, Ixazomib, Dexamethason +/- Cyclophosphamid - Intensivierung (DSMM XV)

Pomalidomid, Ixazomib und Dexamethason (PId) mit und ohne Intensivierung durch Cyclophosphamid (PICd) – Phase-II-Studie bei refraktärem oder rezidiviertem multiplen Myelom

Organisatorische Daten:

Prüfplancode: DSMM XV
ISRCTN:  
EudraCT: 2014-001757-16
Clinicaltrials.gov:  
DRKS:  
Sponsor: GWT-TUD GmbH
Studienphase: Phase 2
Status: Rekrutierung läuft, geplant bis 2020

Ziel:

Patienten mit Rückfall nach Vorbehandlung mit Lenalidomid (Revlimid) und Bortezomib (Velcade) erhalten eine hocheffiziente und nur als Tabletten einzunehmende Therapie, welche das neueste immunmodulatorisches Medikament (IMiD) Pomalidomid und den neuesten Proteasom-Inhibitor Ixazomib enthält. Es handelt sich also um eine Kombination von Pomalidomid, Ixazomib, niedrig dosiertem Dexamethason und bei suboptimalen Ansprechen zusätzlich Cyclophosphamid.

  • Primäres Ziel:
    Beurteilung der klinischen Aktivität von einmal täglich appliziertem Pomalidomid in Kombination mit oralem Ixazomib und Dexamethason (PId)
  • Sekundäres Ziel:
    Beurteilung der Sicherheit und Machbarkeit von PId sowie der Wirksamkeit, Sicherheit und Machbarkeit von PId intensiviert durch niedrig dosiertes Cyclophosphamid (PICd)

Hintergrund:

Pomalidomid (Imnovid) ist der neueste Vertreter der IMiDs (immunmodulatorische Medikamente), der von der europäischen Arzneimittelagentur (EMA) eine Zulassung in der Tumortherapie erhalten hat (Stand Nov. 2018). Die oral einzunehmende Substanz ist in der Europäischen Union und in den USA für eine Kombinationstherapie mit Dexamethason bei erwachsenen Patientinnen und Patienten mit einem rezidivierten / refraktären Multiplen Myelom zugelassen, die mindestens zwei vorausgegangene Therapien, darunter Lenalidomid und Bortezomib, erhalten haben und bei der letzten Therapie ein Fortschreiten der Erkrankung aufwiesen.

Ixazomib (Ninlaro) ist der erste orale Proteasom-Inhibitor, der seit Januar 2017 in Deutschland verfügbar ist.

Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien:

  • Patienten mit rezidiviertem oder refraktären, histologisch bestätigtem Multiplen Myelom
  • Patienten mit mindestens zwei, aber nicht mehr als vier vorausgegangenen Antimyelom-Therapieregimen einschließlich solcher mit Lenalidomid und Bortezomib. Patienten müssen auf die zuletzt verabreichte Therapie eine Krankheitsprogression entwickelt haben.
  • Vortherapien müssen Lenalidomid und Bortezomib beinhaltet haben: Mindestens zwei aufeinanderfolgende Zyklen mit Lenalidomid und Bortezomib (alleine oder in Kombination) und adäquate vorherige Exposition mit Alkylanzien. Dieses entweder als Teil einer Stammzelltransplantation oder in Form von mindestens 6 aufeinanderfolgende Zyklen einer Alkylanzien-basierten Therapie.

Ausschlußkriterien

  • Gleichzeitige andere Chemo-oder Radiotherapie (außer lokale Bestrahlung der vorbestehenden Osteolysen)
  • Behandlung mit einem anderem Prüfpräparat während der letzten 60 Tage vor der ersten Einnahme von Pomalidomid und Ixazomib
  • Vorherige Pomalidomid-basierte Therapie
  • Vorherige Ixazomib-basierte Therapie
  • Bei Baseline periphere Neuropathie > Grad 1 bei klinischer Untersuchung (innerhalb von 14 Tagen vor Studieneinschluss)

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

Klinikum Bayreuth GmbH

Preuschwitzer Str. 101, 95445 Bayreuth
Studiensekretariat, 0921-400-6350

Studien

Panobinostat/Bortezomib/Dexamethason bei rezidiviertem oder refraktärem multiplen Myelom (Panorama 3)

Multizentrische, randomisierte, offene Phase 2 Studie, die die Sicherheit und Wirksamkeit von 3 verschiedenen Behandlungen mit oralem Panobinostat in Kombination mit subkutanem Bortezomib und oralem Dexamethason bei Patienten mit rezidiviertem oder rezidiviertem/refraktärem multiplen Myelom untersucht, die vorher bereits eine immunmodulatorische Substanz hatten.

Organisatorische Daten:

Prüfplancode: CLBH589D2222
ISRCTN:  
EudraCT:  
Clinicaltrials.gov: NCT02654990
DRKS:  
Sponsor: Novartis
Studienphase: Phase 2
Status: Rekrutierung läuft, geplant bis 17.04.2019

Ziel:

Eine Kombination aus den in der PANORAMA-3 Studie eingesetzten Wirkstoffen ist bereits für bestimmte Patienten mit rezidiviertem Multiplen Myelom zugelassen. In dieser Studie soll jedoch die Therapie aus den Wirkstoffen Panobinostat, Bortezomib und Dexamethason weiter optimiert werden. Es soll herausgefunden werden, ob eine Dreifachkombination der Wirkstoffe Panobinostat, Bortezomib und Dexamethason in verschiedenen Dosierungen sicher und wirksam ist.

Hintergrund:

Diese drei Wirkstoffe greifen die Krebszellen auf verschiedenen Wegen an und haben somit unterschiedliche Auswirkungen auf die Krebszellen. Panobinostat ist ein antiproliferativer und zytotoxischer Wirkstoff aus der Gruppe der Histon-Deacetylase-Inhibitoren, Bortezomib ist ein Proteasomeninhibitor und Dexamethason ist ein Kortikoid. Durch die richtige Kombination der drei Wirkstoffe kann die zugelassene Therapie weiter optimiert werden.

Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien

  • Multiples Myelom, definiert über die IMWG (International Myeloma Working Group) 2014 Definition
  • Behandlungsbedürftigkeit für rezidiviertes oder refraktäres Myelom
  • Messbare Erkrankung, basierend auf Serumproteinbestimmung
  • 1 bis 4 Vortherapien

Ausschlusskriterien

  • primär refraktäres Myelom
  • refraktär auf Bortezomib
  • begleitende Krebstherapie (außer Bortezomib/Dexamethason und Bisphosphonate)
  • Vorbehandlung mit DAC (Deacylase)-Inhibitoren
  • Klinisch signifikante, unkontrollierte Herzerkrankung und/oder kardiales Ereignis, wie z.B. Herzinfarkt (innerhalb von 6 Monaten vor Randomisierung)

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

Klinikum Coburg, Hämatologie und internistische Onkologie

Ketschendorfer Str. 33, 96450 Coburg
09561-22-5413

Universitätsklinikum Erlangen

Maximiliansplatz 2, 91054 Erlangen
09131-85-0

Studien

GSK2857916 bei R/RMM nach Nichtansprechen auf die Vorbehandlung mit einem Anti-CD38- Antikörper (DREAMM 2)

Offene, randomisierte, zweiarmige Studie der Phase 2 zur Untersuchung der Wirksamkeit und Sicherheit von zwei Dosen des Antikörper-Wirkstoff-Konjugats GSK2857916 bei Teilnehmern mit Multiplem Myelom, die bereits drei oder mehr Therapielinien erhalten haben, refraktär gegenüber einem Proteasom-Inhibitor und einer immunmodulatorischen Substanz sind und nicht auf eine Anti-CD38-Antikörper angesprochen haben.

Organisatorische Daten:

Prüfplancode: DREAMM 2, GSK205678
ISRCTN:  
EudraCT: 2017-004810-25
Clinicaltrials.go NCT03525678
DRKS:  
Sponsor: GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG
Studienphase: Phase 2
Status: Rekrutierung läuft, geplant bis 30. Juni 2020

Ziel:

In dieser Studie soll die klinische Wirksamkeit und Sicherheit von zwei Dosen von GSK2857916 bei Teilnehmern mit rezidiviertem/refraktärem Multiplen Myelom (RRMM) bewertet werden.

Hintergrund:

GSK2857916 ist ein in der klinischen Prüfung befindlicher konjugierter Antikörper, der gegen das Oberflächenantigen BCMA (engl. B cell maturation antigen) gerichtet ist. In einer Phase-I-Studie (DREAMM 1-Studie) bei sehr stark vortherapierten Patienten zeigte sich eine vielversprechende Ansprechrate von 60 % (21/35 Patienten) für die Monotherapie. (https://www.myelom-deutschland.de/wp-content/uploads/2018/04/2018-03-15-Studien-beim-Multiplen-Myelom.pdf)

Der Wirkstoff wird im Rahmen des sogenannten PRIME (Priority Medicines)-Schemas entwickelt. (https://adcreview.com/news/gsk2857916-demonstrates-60-response-rate-heavily-pre-treated-relapsed-refractory-multiple-myeloma-patients/)

Mit diesem Programm ermöglicht die Europäische Arzneimittelagentur EMA Herstellern die beschleunigte Zulassung von Arzneimitteln, wenn das betreffende Mittel einen bedeutenden Vorteil gegenüber bereits verfügbaren Therapien verspricht oder Hilfe für Patienten mit einer Erkrankung bietet, für die es bislang keine Behandlungsoption gibt.

Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien:

  • ECOG (Index zur Abstufung der Lebensqualität von Patienten mit Krebserkrankungen) von 0, 1 oder 2
  • Histologisch oder zytologisch bestätigte Diagnose eines MM gemäß den Kriterien der International Myeloma Working Group (IMWG). Der Patient hat eine vorausgegangene Stammzelltransplantation erhalten oder ist nicht für eine Transplantation geeignet und hat auf mindestens 3 vorangegangene Linien zur Behandlung des Myeloms, einschließlich Monotherapie oder Kombinationstherapie mit einem Anti-CD38-Antikörper (z. B. Daratumumab), nicht angesprochen und ist refraktär gegenüber Immunmodulatoren (IMiD) (d. h. Lenalidomid oder Pomalidomid) und gegenüber einem Proteasom-Inhibitor (d. h. Bortezomib, Ixazomib oder Carfilzomib).
  • Patienten mit einer autologen Stammzelltransplantation in der Vorgeschichte sind für die Teilnahme geeignet, sofern die Transplantation mehr als 100 Tag vor dem Einschluss in die Studie zurückliegt und keine aktive Infektion besteht
  • Erkrankung muss zum Zeitpunkt der Voruntersuchung anhand mindestens eines der folgenden Kriterien messbar sein:
    • M-Protein im Serum ≥ 0,5 g/dl (≥ 5 g/l)
    • Ausscheidung von M-Protein im Urin > 200 mg/24 Stunden
    • Bestimmung freier Leichtketten (FLC) im Serum > 10 mg/dl, (≥ 100 mg/l) und einem auffälligen Serum-FLC-Verhältnis (< 0,26 oder > 1,65)

Ausschlußkriterien

  • Systemische Anti-Myelom-Therapie in den letzten 14 Tagen oder Plasmapherese innerhalb von 7 Tagen vor der ersten Verabreichung der Studienmedikation
  • POEMS-Syndrom, aktive Plasmazellleukämie zum Zeitpunkt der Voruntersuchung
  • Vorausgegangene allogene Stammzelltransplantation
  • Derzeitige Erkrankung des Hornhautepithels ausgenommen leichte Keratitis punctata

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

Ergänzende Informationen

In der DREAMM 2-Studie erhalten die Teilnehmer gefrorenes GSK2857916 als Monotherapie in einer Dosis von entweder 2,5 mg/kg oder 3,4 mg/kg intravenös einmal alle drei Wochen bis zur Krankheitsprogression oder bis zum Auftreten von inakzeptablen Nebenwirkungen.

Lenalidomid, Bortezomib, Dexamethason +/- Isatuximab (GMMG HD7)

Offene Phase-3-Studie zur Wirkung von Isatuximab in der Induktionstherapie mit Lenaliodomid/Bortezomib/Dexamethason (RVd) und in der Erhaltungstherapie mit Lenalidomid bei Patienten mit neu diagnostiziertem Myelom

Organisatorische Daten:

Prüfplancode: GMMG HD7
ISRCTN:  
EudraCT: 2017-004768-37
Clinicaltrials.gov: NCT03617731
DRKS:  
Sponsor: Universitätsklinikum Heidelberg
Studienphase: Phase 3
Status: Rekrutierung läuft, geplant bis Mai 2025

Ziel:

Dies ist eine prospektive, multizentrische, randomisierte, offene, klinische Phase-3-Studie im Parallelgruppen-Design für Patienten mit bestätigter Diagnose eines unbehandelten multiplen Myeloms, das eine systemische Therapie erfordert.

Die Studie vergleicht die Wirkung der Induktionstherapie mit Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason (RVd) (Studienarm IA) mit Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason (RVd) plus zusätzlich Isatuximab (Studienarm IB) bei Patienten mit neu diagnostiziertem, unbehandeltem Multiplen Myelom.

Hauptziel der Studie ist der Vergleich des Anteils von Patienten ohne minimale Resterkrankung (MRD-negativ) nach der Induktionstherapie ohne bzw. mit zusätzlicher Gabe von Isatuximab. Die minimale Resterkrankung wird mittels Durchflusszytometrie gemessen.

Als weiteres Hauptziel soll die Studie das progressionsfreie Überleben bei Patienten vergleichen, die eine Erhaltungstherapie mit Lenalidomid ohne (Studienarm IIA) bzw. mit zusätzlich Isatuximab (Studienarm IIB) erhalten.

Hintergrund:

Isatuximab (SAR650984) ist ein monoklonaler Anti-CD38-Antikörper, der bisher bei rezidiviertem und refraktärem Multiplen Myelom geprüft wurde, und nun in der Ersttherapie in Kombination mit Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason getestet werden soll.

Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien:

  • Bestätigte Diagnose eines unbehandelten Multiplen Myeloms, das eine systemische Therapie erfordert (Diagnosekriterien nach den aktualisierten IMWG-Kriterien). Bei einigen Patienten kann eine systemische Therapie erforderlich sein, obwohl diese diagnostischen Kriterien nicht erfüllt sind. In diesem Fall ist vor der Aufnahme das GMMG-Studienbüro zu konsultieren.
  • Der Patient ist für die Hochdosistherapie und die autologe Stammzelltransplantation geeignet.
  • Messbare Krankheit, definiert als jeder quantifizierbare monoklonale Proteinwert, definiert durch mindestens eine der folgenden drei Messungen:
    • Serum M-Protein ≥ 10 g/l (für IgA ≥ 5g/l)
    • Urin-Leichtkette (M-Protein) ≥ 200 mg/24 Stunden
    • Serum-FLC-Assay: beteiligter FLC-Wert ≥ 10 mg/dl bei abnormem sFLC-Verhältnis

Ausschlußkriterien

  • Der Patient hat eine Überempfindlichkeit (oder Kontraindikation) gegenüber Dexamethason, Saccharosehistidin (als Basis- und Hydrochloridsalz), Bor, Mannitol und Polysorbat 80 oder einer der Komponenten der Studientherapie, die nicht für eine Vorbehandlung mit Steroiden oder H2-Blockern geeignet sind, was eine weitere Behandlung mit diesen Mitteln verbieten würde.
  • Systemische AL-Amyloidose (außer AL-Amyloidose der Haut oder des Knochenmarks)
  • Plasmazellleukämie
  • Frühere Chemotherapie oder Strahlentherapie in den letzten 5 Jahren mit Ausnahme der lokalen Strahlentherapie bei lokalem Myelomverlauf. (Hinweis: Die Patienten können eine Gesamtdosis von bis zu 160 mg Dexamethason oder ein gleichwertiges Mittel als Notfalltherapie erhalten haben.) Eine frühere Therapie aufgrund eines schwelenden Myeloms kann akzeptabel sein. In diesem Fall ist vor der Aufnahme das GMMG-Studienbüro zu konsultieren.
  • Schwere Herzinsuffizienz (NYHA-Klassifikation III-IV), Auswurffraktion < 40%.

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

Ergänzende Informationen:

Die Studie wird in zwei Armen durchgeführt. Vor der Induktionstherapie werden die Patienten per Zufallsverfahren Studienarm IA oder IB zugeordnet (randomisiert):

  • IA: Patienten in Arm IA erhalten 3 Zyklen RVd (Bortezomib [Velcade®], Lenalidomid [Revlimid®, jeder Zyklus dauert 42 Tage] und Dexamethason).
  • IB: Patienten im Arm IB erhalten den monoklonalen Antikörper Isatuximab zusätzlich zu den 3 Zyklen RVd.

Nach der Induktionstherapie werden die Patienten einer Intensivierungstherapie nach GMMG-Standard unterzogen (in der Regel Mobilisierungstherapie gefolgt von Stammzellgewinnung und autologer Stammzelltransplantation.
Vor der Erhaltungsbehandlung werden die Patienten per Zufallsverfahren Studienarm IIA oder IIB zugeordnet:

  • IIA: Patienten im Arm IIA erhalten drei Jahre lang eine Erhaltungstherapie mit Lenalidomid.
  • IIB: Patienten im Arm IIB erhalten zusätzlich Isatuximab

Die Studienteilnahme dauert für jeden Patienten voraussichtlich 45 bis 48 Monate (Induktions- und Intensivierungstherapie: 6 bis 9 Monate, 3 Monate Pause zwischen der Intensivierung und Beginn der Erhaltungsphase: 36 Monates).

 

GMMG HD7

Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Universitätsklinikums Heidelberg

Krankenhaus Freising GmbH

Mainburger Straße 29, 85356 Freising
08161-24-3000

Praxis Drs. Wilke/Wagner/Petzoldt

Jakob-Henle-Str. 1, 90766 Fürth
0911-979 22 23-0

Johann Mittermüller,Arzt für Innere Medizin Hämatologie und Internistische

OnkologieSchillerstraße 15, 82110 Germering
089-842910

Hämatologisch-onkologische Praxis

Bismarckstraße 21, 95028 Hof
09281-540060

Klinikum Kempten, Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin

Robert-Weixler-Str. 50, 87439 Kempten
0831-530 2226

Klinikum Landshut

Robert-Koch-Str. 1, 84034 Landshut
0871-698-0

Hämato-Onkologische Gemeinschaftspraxis Pasing

Bäckerstraße 4, 81241 München / Pasing
089 - 82 99 660

Studien

Ixazomib mit Dexamethason gegenüber Pomalidomid mit Dexamethason (C16029)

Diese multizentrische Studie untersucht die Wirksamkeit von Ixazomib-Kapseln plus Dexamethason-Tabletten im Vergleich zu Pomalidomid-Kapseln plus Dexamethason-Tabletten bei Patienten mit rezidiviertem und/oder refraktärem multiplen Myelom.

Organisatorische Daten:

Prüfplancode: C16029
ISRCTN:  
EudraCT:  
Clinicaltrials.gov: NCT03170882
DRKS:  
Sponsor: Millenium/Takeda
Studienphase: Phase 2/3
Status: Rekrutierung läuft, geplant bis 11/2021

Ziel:

Der Zweck dieser Studie ist, die Wirkung von Ixazomib und Dexamethason gegenüber Pomalidomid und Dexamethason auf das progressionsfreie Überleben bei Patienten mit rezidiviertem und/oder refraktärem multiplen Myelom zu vergleichen. Die Patienten sollten mindestens zwei Vortherapien einschließlich Lenalidomid (Revlimid®) und einen Proteasomenhemmer erhalten haben, und auf Lenalidomid, nicht aber auf Proteasomenhemmer refraktär sein.

Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien:

  • Patienten müssen eine bestätigte Diagnose eines multiplen Myeloms (MM) gemäß der Kriterien der International Myeloma Working Group (IMWG) haben.
  • ECOG (Index zur Abstufung der Lebensqualität von Patienten mit Krebserkrankungen) von 0 bis 2
  • Patienten müssen einen Rückfall oder eine progressive Krankheit (PD) gehabt und zwei oder mehr Vortherapien erhalten haben. Dabei ist zu beachten, dass eine Vortherapie als ein oder mehrere Zyklen eines Behandlungsprogramms definiert ist; das kann aus ein oder mehr Zyklen einer Einzeltherapie oder einer Kombinationstherapie, sowie einer bestimmten Abfolge von geplanten Behandlungen bestehen. Zum Beispiel wird ein geplanter Behandlungsansatz mit Induktionstherapie, gefolgt von einer autologen  Stammzelltransplantation(SCT) und einer Erhaltungstherapie als solch eine Vortherapie betrachtet Typischerweise wird eine Therapie durch einen Krankheitsprogress beendet..
  • Patienten müssen refraktär auf Lenalidomid sein. Dazu müssen sie mindestens zwei aufeinander folgende Zyklen von Lenalidomid als Einzelsubstanz oder eine Lenalidomid-enthaltende Therapie mit einem anschließenden Progress während der Behandlung oder innerhalb von 60 Tagen nach der letzten Lenalidomidgabe erhalten haben. Die Startdosis von Lenalidomid sollte 25 mg (oder mindestens 10 mg im Fall von Nierenfunktionsstörungen oder anderen Bedenken) und die letzte Dosierung mindestens 10 mg gewesen sein.

Ausschlußkriterien

  • Vorrausgegangene allogene Stammzelltransplantation während irgendeiner Vortherapie oder eine autologe  Stammzelltransplantation während der letzten Vortherapie.
  • Diagnose oder Behandlung irgendeiner anderen Krebserkrankung innerhalb der letzten zwei Jahre vor Randomisierung oder Diagnose einer Krebserkrankung mit dem Nachweis einer Resterkrankung, einer weiter bestehenden oder wieder aufgetretenen Erkrankung. Teilnehmer mit nichtmelanösem Hautkrebs oder Carcinoma in situ sind nicht ausgeschlossen, wenn sie eine komplette Resektion hinter sich haben.
  • Diagnose eines schwelenden Myeloms, M. Waldenström, POEMS (Polyneuropathie, Organomegalie, Endokrinopathie, monoklonale Gammopathie und Hautveränderungen) Syndrom, Plasmazellleukämie, primäre Amyloidose, myelodysplastisches Syndrom oder myeloproliferative Syndrome.
  • Periphere Neuropathie Grad 1 mit Schmerzen oder periphere Neuropathie Grad 2 oder höher, egal welcher Ursache, bei der klinischen Screeninguntersuchung.

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

LMU - Medizinische Klinik und Poliklinik III der Universität München, Medizinische Klinik und Poliklinik III, Campus-Großhadern

Marchioninistr. 15, 81377 München
089-4400-0

Zusätzliche Information

Myelomsprechstunde
jeweils Dienstags, 08:00 - 16:00 Uhr

Tel: 089 - 4400-73041

MRI - III. Medizinische Klinik und Poliklinik der Technischen Universität Rechts der Isar

Ismaninger Straße 22, 81675 München
Prof. Dr. Florian Bassermann, 089 - 4140-5834

Studien

DSMM XVII

Elotuzumab (E) in Kombination mit Carfilzomib, Lenalidomid und Dexamethason (E-KRd) im Vergleich zu KRd allein vor und nach autologer Stammzelltransplantation bei neu diagnostiziertem Multiplen Myelom sowie nachfolgender Erhaltungstherapie mit Elotuzumab und Lenalidomid im Vergleich zu Lenalidomid-Monotherapie

Organisatorische Daten:

Prüfplancode: DSMM_XVII
ISRCTN:  
EudraCT: 2017-001616-11
Clinicaltrials.gov:  
DRKS:  
Sponsor: Universitätsklinikum Würzburg
Studienphase: Phase 3
Status: Rekrutierung läuft, geplant bis ...

Ziel:

Die Studie vergleicht das Ausmaß der MRD-Negativität (MRD = minimale Resterkrankung) bei Patienten mit neu diagnostiziertem multiplem Myelom (gemäß den Kriterien der International Myeloma Working Group [IMWG]) und sehr guter partieller Remission oder besserem Ansprechen nach zwei verschiedenen Induktionsverfahren vor und nach autologer Stammzelltransplantation (ASZT) sowie das progressionsfreie Überleben nach der Erhaltungstherapie.

Der Begriff „MRD-Negativität“ bedeutet, dass bei einem Patienten selbst mit hochempfindlichen Tests nach einer Therapie keinerlei Krebszellen mehr zu finden sind. Der MRD-Status zeigt also die Wirksamkeit der Therapie an. (Quelle: https://www.trillium.de/zeitschriften/trillium-krebsmedizin/archiv-trillium-krebsmedizin/trillium-krebsmedizin-ausgaben-2016/heft-52016/bedeutung-der-minimalen-resterkrankung-beim-multiplen-myelom.html)

Patienten werden einer von zwei Gruppen zugeteilt und erhalten folgende Behandlungen:

  • Vierfachkombination mit Elotuzumab, Carfilzomib, Lenalidomid und Dexamethason (E-KRd, 3 +3 Zyklen vor und 4 Zyklen nach autologer Stammzelltransplantation) und danach Elotuzumab und Lenalidomid in der Erhaltungsphase
    oder
  • Dreifachkombination mit Carfilzomib, Lenalidomid und Dexamethason (KRd, 3 + 3 Zyklen vor und 4 Zyklen nach autologer Stammzelltransplantation) und danach  Lenalidomid allein in der Erhaltungsphase.

 

Quelle: Deutsche Studiengruppe Multiples Myelom, DSMM, am Universitätsklinikum Würzburg, Med. Klinik + Poliklinik II

Hintergrund:

Der Antikörper Elotuzumab (Empliciti®) ist in Kombination mit Revlimid (Lenalidomid®) und Dexamethason als Zweitlinientherapie zugelassen. Die Zulassung stützt sich auf die Ergebnisse der Phase-3-Studie Eloquent-2, die eine positive Wirkung sowohl auf die progressionsfreie Überlebenszeit als auch auf das Gesamtüberleben ergeben haben. Das IQWiG*) bezweifelt einen Zusatznutzen von Elotuzumab (Link), sodass weitere Untersuchungen notwendig sind.

In der DSMM XVII-Studie wird zusätzlich zu Elotuzumab, Lenalidomid und Dexamethason auch Carfilzomib (KyprolisÒ) als Kombinationspartner eingesetzt, das als gut verträglich gilt. So wird zum Beispiel die Rate der Polyneuropathien durch Carfilzomib gegenüber einer Zweifachkombination nicht erhöht. Carfilzomib ist in der Europäischen Union für Erwachsene mit multiplem Myelom, die zuvor mindestens eine Therapie erhalten haben, in Kombination mit Revlimid (LenalidomidÒ und Dexamethason (D) ab dem ersten Rezidiv zugelassen. Jetzt wird es bei neu diagnostizierten Patienten getestet.

 *) IQWiG: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. Wird in Deutschland vom gemeinsamen Bundesausschuss (GB-A) beauftragt den (Zusatz-) Nutzen neuer Wirkstoffe sowie die entsprechenden (Zusatz-) Kosten zu prüfen.

Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien:

  • Geeignet für die autologe Stammzelltransplantation
  • Der Patient darf zuvor keine systemische Therapie zur Behandlung des Multiplen Myeloms erhalten haben (nur Dexamethason in einer Gesamtdosis von 320 mg, Plasmapherese/Dialyse ohne begleitende Chemotherapie, lokale Bestrahlung von Knochenläsionen und chirurgische Eingriffe als Vorbehandlung zulässig)
  • Neu diagnostiziertes Multiples Myelom gemäß den aktualisierten IMWG Kriterien:
    • Klonale Plasmazellen im Knochenmark ≥ 10% oder durch Biopsie bewiesenes extramedulläres Plasmazytom/ Plasmozytom des Knochens und eines oder mehrere der folgenden Myelom-definierenden Ereignisse:
      • Nachweis einer Endorganschädigung, die auf die zugrunde liegende proliferative Erkrankung der Plasmazellen zurückgeführt werden kann, im Besonderen:
      • Hyperkalzämie: Calcium im Serum > 0,25 mmol/l (> 1 mg/dl) höher als die obere Grenze des Normalwertes oder > 2,75 mmol/l (> 11 mg/dl)
      • Niereninsuffizienz: Kreatinin-Clearance < 40 ml pro Minute oder Kreatinin im Serum > 177 μmol/l (> 2 mg/dl)
      • Anämie: Hämoglobinwert von > 2 g/dl unter der unteren Grenze des Normalwertes, oder ein Hämoglobinwert < 10 g/dl
      • Knochenläsionen: eine oder mehrere osteolytische Läsion auf der Röntgenaufnahme des Skeletts, in der Computertomographie (CT) oder im PET-CT
  • Einer oder mehrere der folgenden Marker für Malignität:
    • Infiltrationsgrad der klonalen Plasmazellen im Knochenmark ≥ 60%
    • Das Verhältnis der betroffenen zu den nicht betroffenen feien Leichtketten ist ≥ 100, vorausgesetzt, dass der absolute Wert der betroffenen Leichtkette wenigstens 100 mg/l beträgt.
    • Eine oder mehrere fokale Läsionen mit einem Durchmesser von wenigstens 5 mm Größe oder größer im MRT

Ausschlußkriterien

  • POEMS-Syndrom (Polyneuropathie, Organomegalie, Endokrinopathie, monoklonales Protein und Hautveränderungen)
  • Waldenströms Makroglobulinämie oder IgM-Myelom
  • Plasmazell-Leukämie (> 2,0 x 109/l zirkulierende Plasmazellen nach Standard-Differenzialblutbild)
  • Schwangere oder stillende Frauen, Frauen, die schwanger werden könnten und Männer, die nicht bereit sind, den Lenalidomid-Schwangerschaftspräventionsplan einzuhalten

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

Isatuximab in Kombination mit Bortezomib + Cyclophosphamid + Dexamethason (CyBorDSAR)

Offene Dosissteigerungsstudie der Phase 1 mit intravenös verabreichtem Isatuximab (SAR650984) in Kombination mit Bortezomib-basierten Therapieschemen bei Patienten mit neu diagnostiziertem Multiplem Myelom, die nicht für eine Transplantation infrage kommen (CyBorDSAR).
Die Studie untersucht Isatuximab in Kombination mit Bortezomib + Cyclophosphamid + Dexamethason (VCD) und Isatuximab in Kombination Bortezomib + Lenalidomid + Dexamethason (VRDI).

Organisatorische Daten:

Prüfplancode: TCD13983
ISRCTN:  
EudraCT: 2014-001251-23
Clinicaltrials.gov: NCT02513186
DRKS:  
Sponsor: Sanofi
Studienphase: Phase 1
Status: Rekrutierung läuft, geplant bis 18.12.2024

Ziel:

Die Studie untersucht die Sicherheit, Pharmakokinetik (Einwirkung des Körpers auf die Substanz), Pharmakodynamik (Einwirkung der Substanz auf den Körper) und vorläufige Wirksamkeit von intravenös verabreichtem Isatuximab (SAR650984) in Kombination mit zwei Bortezomib-basierten Therapieschemen bei Patienten mit neu diagnostiziertem Multiplem Myelom, die nicht für eine Transplantation infrage kommen.
Ziel ist es, die maximal verträgliche Dosis und die empfohlene Dosis von Isatuximab bei Kombination mit Bortezomib, Cyclophosphamid und Dexamethason zu ermitteln. Zudem soll die Sicherheit und vorläufige Wirksamkeit (Gesamtansprechrate, komplette Remissionsrate und Dauer des Ansprechens) von Isatuximab in Kombination mit den beiden genannten Bortezomib-basierten Therapieschemen untersucht werden.

Hintergrund:

Isatuximab ist ein Anti-CD38 monoklonaler Antikörper zur Behandlung von rezidiviertem oder refraktärem multiplen Myelom, der jetzt in der Erstlinientherapie getestet werden soll.

Indikation und Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien:

  • Patienten mit neu diagnostiziertem Multiplen Myelom, deren Erkrankung anhand mindestens eines der folgenden Kriterien messbar ist:
    • M-Protein im Serum ≥ 1 g/dl (≥ 10 g/l)
    • Ausscheidung von M-Protein im Urin > 200 mg/24 Stunden
    • Bestimmung freier Leichtketten im Serum (sFLC): Bestimmung der beteiligten freien Leichtketten ≥ 10 mg/dl (≥ 100 mg/l) und auffälliges Serum-FLC-Verhältnis (<0,26 oder >1,65)
  • Patienten mit schwelendem Multiplen Myelom mit Ultrahochrisiko-Erkrankung, wenn die Kriterien der International Myeloma Working Group erfüllt werden
  • Patienten, die für eine Transplantation nicht infrage kommen (Alter und Begleiterkrankungen im Ermessen des Prüfers)

Ausschlusskriterien:

  • ECOG (Index zur Abstufung der Lebensqualität von Patienten mit Krebserkrankungen) >2
  • Geringe Knochenmarkreserve.
  • Schlechte Organfunktion

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt

Pomalidomid, Ixazomib, Dexamethason +/- Cyclophosphamid - Intensivierung (DSMM XV)

Pomalidomid, Ixazomib und Dexamethason (PId) mit und ohne Intensivierung durch Cyclophosphamid (PICd) – Phase-II-Studie bei refraktärem oder rezidiviertem multiplen Myelom

Organisatorische Daten:

Prüfplancode: DSMM XV
ISRCTN:  
EudraCT: 2014-001757-16
Clinicaltrials.gov:  
DRKS:  
Sponsor: GWT-TUD GmbH
Studienphase: Phase 2
Status: Rekrutierung läuft, geplant bis 2020

Ziel:

Patienten mit Rückfall nach Vorbehandlung mit Lenalidomid (Revlimid) und Bortezomib (Velcade) erhalten eine hocheffiziente und nur als Tabletten einzunehmende Therapie, welche das neueste immunmodulatorisches Medikament (IMiD) Pomalidomid und den neuesten Proteasom-Inhibitor Ixazomib enthält. Es handelt sich also um eine Kombination von Pomalidomid, Ixazomib, niedrig dosiertem Dexamethason und bei suboptimalen Ansprechen zusätzlich Cyclophosphamid.

  • Primäres Ziel:
    Beurteilung der klinischen Aktivität von einmal täglich appliziertem Pomalidomid in Kombination mit oralem Ixazomib und Dexamethason (PId)
  • Sekundäres Ziel:
    Beurteilung der Sicherheit und Machbarkeit von PId sowie der Wirksamkeit, Sicherheit und Machbarkeit von PId intensiviert durch niedrig dosiertes Cyclophosphamid (PICd)

Hintergrund:

Pomalidomid (Imnovid) ist der neueste Vertreter der IMiDs (immunmodulatorische Medikamente), der von der europäischen Arzneimittelagentur (EMA) eine Zulassung in der Tumortherapie erhalten hat (Stand Nov. 2018). Die oral einzunehmende Substanz ist in der Europäischen Union und in den USA für eine Kombinationstherapie mit Dexamethason bei erwachsenen Patientinnen und Patienten mit einem rezidivierten / refraktären Multiplen Myelom zugelassen, die mindestens zwei vorausgegangene Therapien, darunter Lenalidomid und Bortezomib, erhalten haben und bei der letzten Therapie ein Fortschreiten der Erkrankung aufwiesen.

Ixazomib (Ninlaro) ist der erste orale Proteasom-Inhibitor, der seit Januar 2017 in Deutschland verfügbar ist.

Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien:

  • Patienten mit rezidiviertem oder refraktären, histologisch bestätigtem Multiplen Myelom
  • Patienten mit mindestens zwei, aber nicht mehr als vier vorausgegangenen Antimyelom-Therapieregimen einschließlich solcher mit Lenalidomid und Bortezomib. Patienten müssen auf die zuletzt verabreichte Therapie eine Krankheitsprogression entwickelt haben.
  • Vortherapien müssen Lenalidomid und Bortezomib beinhaltet haben: Mindestens zwei aufeinanderfolgende Zyklen mit Lenalidomid und Bortezomib (alleine oder in Kombination) und adäquate vorherige Exposition mit Alkylanzien. Dieses entweder als Teil einer Stammzelltransplantation oder in Form von mindestens 6 aufeinanderfolgende Zyklen einer Alkylanzien-basierten Therapie.

Ausschlußkriterien

  • Gleichzeitige andere Chemo-oder Radiotherapie (außer lokale Bestrahlung der vorbestehenden Osteolysen)
  • Behandlung mit einem anderem Prüfpräparat während der letzten 60 Tage vor der ersten Einnahme von Pomalidomid und Ixazomib
  • Vorherige Pomalidomid-basierte Therapie
  • Vorherige Ixazomib-basierte Therapie
  • Bei Baseline periphere Neuropathie > Grad 1 bei klinischer Untersuchung (innerhalb von 14 Tagen vor Studieneinschluss)

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

Zusätzliche Information

Myelomsprechstunde
Terminvereinbarung unter Tel. 089 - 4140-4107

Onkologische Praxis Elisenhof

Prielmayerstraße 1, 80335 München
(089) 45 22 56-0

Onkologische Schwerpunktpraxis Dr. med. Walther

Sonnenstr. 11, 80331 München
089-554417

Rotkreuzklinikum München Abteilung für Innere Medizin III – Hämatologie und Onkologie

Nymphenburger Straße 163, 80634 München
(089) 1303-0

Zusätzliche Information

Myelomsprechstunden:
Prof. Dr. Marcus Hentrich, Terminvereinbarung unter (089) 1303-4372 (Sekretariat)
PD Dr. med. Peter Bojko, Terminvereinbarung unter (089)1303-4372

Städtisches Klinikum München Schwabing, Klinik für Hämatologie, Onkologie, Immunologie, Palliativmedizin, Infektiologie und Tropenmedizin

Kölner Platz 1, 80804 München
(089) 3068-2228

Zusätzliche Information

Ärztliche Leitung
Prof. Dr. Clemens Wendtner
Prof. Dr. Christian Straka

Städtisches Krankenhaus München, Klinikum Harlaching, Abt. für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin

Sanatoriumsplatz 2, 81545 München
(089) 6210-2731

Zusätzliche Information

Ärztliche Leitung:
Prof. Dr. Meinolf Karthaus

Onkologische Schwerpunktpraxis Neumarkt, Innere Medizin

Nürnberger Straße 12, 92318 Neumarkt
Dr. med. Ladda, 09181-464526

Klinikum Nürnberg Nord, Medizinische klinik 5, Schwerpunkt Onkologie, Hämatologie

Prof.-Ernst-Nathan-Str. 1, 90419 Nürnberg
Prof. Dr. med. Hannes Wandt, 0911-398-3650
Hannes.Wandt@klinikum-nuernberg.de

Universitätsklinikum Regensburg

Franz-Josef-Strauss-Allee 11, 93053 Regensburg
Prof. Dr. med. Albrecht Reichle, 0941-944-5541
albrecht.reichle@klinik.uni-regensburg.de

Studien

Lenalidomid, Bortezomib, Dexamethason +/- Isatuximab (GMMG HD7)

Offene Phase-3-Studie zur Wirkung von Isatuximab in der Induktionstherapie mit Lenaliodomid/Bortezomib/Dexamethason (RVd) und in der Erhaltungstherapie mit Lenalidomid bei Patienten mit neu diagnostiziertem Myelom

Organisatorische Daten:

Prüfplancode: GMMG HD7
ISRCTN:  
EudraCT: 2017-004768-37
Clinicaltrials.gov: NCT03617731
DRKS:  
Sponsor: Universitätsklinikum Heidelberg
Studienphase: Phase 3
Status: Rekrutierung läuft, geplant bis Mai 2025

Ziel:

Dies ist eine prospektive, multizentrische, randomisierte, offene, klinische Phase-3-Studie im Parallelgruppen-Design für Patienten mit bestätigter Diagnose eines unbehandelten multiplen Myeloms, das eine systemische Therapie erfordert.

Die Studie vergleicht die Wirkung der Induktionstherapie mit Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason (RVd) (Studienarm IA) mit Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason (RVd) plus zusätzlich Isatuximab (Studienarm IB) bei Patienten mit neu diagnostiziertem, unbehandeltem Multiplen Myelom.

Hauptziel der Studie ist der Vergleich des Anteils von Patienten ohne minimale Resterkrankung (MRD-negativ) nach der Induktionstherapie ohne bzw. mit zusätzlicher Gabe von Isatuximab. Die minimale Resterkrankung wird mittels Durchflusszytometrie gemessen.

Als weiteres Hauptziel soll die Studie das progressionsfreie Überleben bei Patienten vergleichen, die eine Erhaltungstherapie mit Lenalidomid ohne (Studienarm IIA) bzw. mit zusätzlich Isatuximab (Studienarm IIB) erhalten.

Hintergrund:

Isatuximab (SAR650984) ist ein monoklonaler Anti-CD38-Antikörper, der bisher bei rezidiviertem und refraktärem Multiplen Myelom geprüft wurde, und nun in der Ersttherapie in Kombination mit Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason getestet werden soll.

Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien:

  • Bestätigte Diagnose eines unbehandelten Multiplen Myeloms, das eine systemische Therapie erfordert (Diagnosekriterien nach den aktualisierten IMWG-Kriterien). Bei einigen Patienten kann eine systemische Therapie erforderlich sein, obwohl diese diagnostischen Kriterien nicht erfüllt sind. In diesem Fall ist vor der Aufnahme das GMMG-Studienbüro zu konsultieren.
  • Der Patient ist für die Hochdosistherapie und die autologe Stammzelltransplantation geeignet.
  • Messbare Krankheit, definiert als jeder quantifizierbare monoklonale Proteinwert, definiert durch mindestens eine der folgenden drei Messungen:
    • Serum M-Protein ≥ 10 g/l (für IgA ≥ 5g/l)
    • Urin-Leichtkette (M-Protein) ≥ 200 mg/24 Stunden
    • Serum-FLC-Assay: beteiligter FLC-Wert ≥ 10 mg/dl bei abnormem sFLC-Verhältnis

Ausschlußkriterien

  • Der Patient hat eine Überempfindlichkeit (oder Kontraindikation) gegenüber Dexamethason, Saccharosehistidin (als Basis- und Hydrochloridsalz), Bor, Mannitol und Polysorbat 80 oder einer der Komponenten der Studientherapie, die nicht für eine Vorbehandlung mit Steroiden oder H2-Blockern geeignet sind, was eine weitere Behandlung mit diesen Mitteln verbieten würde.
  • Systemische AL-Amyloidose (außer AL-Amyloidose der Haut oder des Knochenmarks)
  • Plasmazellleukämie
  • Frühere Chemotherapie oder Strahlentherapie in den letzten 5 Jahren mit Ausnahme der lokalen Strahlentherapie bei lokalem Myelomverlauf. (Hinweis: Die Patienten können eine Gesamtdosis von bis zu 160 mg Dexamethason oder ein gleichwertiges Mittel als Notfalltherapie erhalten haben.) Eine frühere Therapie aufgrund eines schwelenden Myeloms kann akzeptabel sein. In diesem Fall ist vor der Aufnahme das GMMG-Studienbüro zu konsultieren.
  • Schwere Herzinsuffizienz (NYHA-Klassifikation III-IV), Auswurffraktion < 40%.

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

Ergänzende Informationen:

Die Studie wird in zwei Armen durchgeführt. Vor der Induktionstherapie werden die Patienten per Zufallsverfahren Studienarm IA oder IB zugeordnet (randomisiert):

  • IA: Patienten in Arm IA erhalten 3 Zyklen RVd (Bortezomib [Velcade®], Lenalidomid [Revlimid®, jeder Zyklus dauert 42 Tage] und Dexamethason).
  • IB: Patienten im Arm IB erhalten den monoklonalen Antikörper Isatuximab zusätzlich zu den 3 Zyklen RVd.

Nach der Induktionstherapie werden die Patienten einer Intensivierungstherapie nach GMMG-Standard unterzogen (in der Regel Mobilisierungstherapie gefolgt von Stammzellgewinnung und autologer Stammzelltransplantation.
Vor der Erhaltungsbehandlung werden die Patienten per Zufallsverfahren Studienarm IIA oder IIB zugeordnet:

  • IIA: Patienten im Arm IIA erhalten drei Jahre lang eine Erhaltungstherapie mit Lenalidomid.
  • IIB: Patienten im Arm IIB erhalten zusätzlich Isatuximab

Die Studienteilnahme dauert für jeden Patienten voraussichtlich 45 bis 48 Monate (Induktions- und Intensivierungstherapie: 6 bis 9 Monate, 3 Monate Pause zwischen der Intensivierung und Beginn der Erhaltungsphase: 36 Monates).

 

GMMG HD7

Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Universitätsklinikums Heidelberg

Zusätzliche Information

Studienregister als PDF ansehen

Praxis Pihusch Medizinisches Versorgungszentrum GbR

Stollstraße 6, 83022 Rosenheim
08031-34511

Klinikum Traunstein

Cuno-Niggl-Straße 3, 83278 Traunstein
Dr. med. Thomas W Kubin, 0861-705-1243
thomas.kubin@klinikum-traunstein.de

Dr. med. Marcus Grüner, Arzt für Innere Medizin Hämatologie und Internistische Onkologie

Mooslohstraße 53, 92637 Weiden in der Oberpfalz

Medizinische Klinik und Poliklinik II des Universitätsklinikums Würzburg, Zentrum Innere Medizin (ZIM)

Oberdürrbacher Straße 6, Haus A3, 97080 Würzburg
0931 201-0 (allgemein)

Studien

AMG 176

Multizentrische, nicht-randomisierte, offene Dosisfindungsstudie der Phase 1 mit intravenös verabreichtem AMG 176 bei Patienten mit rezidivierendem oder therapierefraktärem Multiplem Myelom oder rezidivierender oder therapierefraktärer myeloischer Leukämie.
Im Rahmen dieser Erstanwendung am Menschen wird die experimentelle Substanz AMG 176 bei Patienten mit rezidivierendem oder therapierefraktärem Multiplem Myelom oder rezidivierender oder therapierefraktärer myeloischer Leukämie geprüft, die zuvor bereits mit mindestens zwei Therapielinien behandelt wurden. Die Studie wird in 4 Teilen durchgeführt.

Organisatorische Daten:  

Prüfplancode: 02675452
ISRCTN:  
EudraCT: 2015-004777-32
Clinicaltrials.gov: NCT02675452
DRKS:  
Sponsor: Amgen Inc.
Studienphase: Phase 1, Erstanwendung am Menschen
Status: Rekrutierung läuft, geplant bis 30.10.2018

Ziel:

Die Studie untersucht die Sicherheit, Verträglichkeit, Pharmakokinetik (Einwirkung des Körpers auf die Substanz) und vorläufige Wirksamkeit von AMG 176 nach intravenöser Gabe bei Patienten mit rezidivierendem oder therapierefraktärem multiplem Myelom oder rezidivierender oder therapierefraktärer myeloischer Leukämie. Ziel ist es, die maximal verträgliche Dosis von AMG 176 zu ermitteln. 

Hintergrund:

AMG 176 ist ein wirksamer und hochselektiver Inhibitor von Mcl-1 (von engl. Myeloid cell leukemia 1), der derzeit unter anderem für die Behandlung des multiplen Myeloms erforscht wird. In einer Reihe von Studien wurde nachgewiesen, dass maligne hämatologische Erkrankungen wie multiples Myelom, akute myeloische Leukämie und Non-Hodgkin-Lymphom, gegenüber einer Mcl-1-Hemmung besonders empfindlich sind. Daher bietet sich Mcl-1 als Ziel eines neuen Therapieansatzes an.
Quelle: https://www.prnewswire.com/news-releases/amgen-to-highlight-new-preclinical-data-at-the-american-association-for-cancer-research-aacr-annual-meeting-300432440.html

Indikation und Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien:

  • Patienten mit dokumentierter Diagnose eines pathologischen rezidivierten oder refraktären multiplen Myeloms nach mindestens zwei vorangegangenen Therapielinien
  • Bereitschaft und Fähigkeit zur Knochenmarkbiopsie beim Screening
  • Erkrankung muss anhand der IMWG-Kriterien messbar sein
  • ECOG (Index zur Abstufung der Lebensqualität von Patienten mit Krebserkrankungen) von 0, 1 oder 2
  • Zufriedenstellende hämatologische Funktion ohne Unterstützung durch Transfusion oder Wachstumsfaktor

Ausschlusskriterien:

  • Vorausgegangene allogene Stammzelltransplantation innerhalb von 6 Monaten ODER Immunsuppressivtherapie innerhalb der letzten drei Monate ODER Anzeichen einer akuten oder chronischen Graft-versus-Host-Krankheit
  • Autologe Stammzelltransplantation, die weniger als 90 Tage vor Studientag 1 zurückliegt
  • multiples Myelom mit IgM-Subtyp
  • POEMS-Syndrom
  • Bestehende Plasmazellleukämie

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt

BI 836909

Offene Dosissteigerungsstudie der Phase 1 mit intravenös und subkutan verabreichtem BI 836909 bei Patienten mit rezidivierendem oder therapierefraktärem Multiplem Myelom. Die experimentelle Substanz BI 836909 wird in ansteigenden Dosierungen als Monotherapie bei Patienten mit rezidivierendem und/oder refraktärem multiplen Myelom geprüft, die zuvor bereits mit mindestens zwei Therapielinien behandelt wurden.

Organisatorische Daten:

 Prüfplancode: 1351.1
 ISRCTN:  
 EudraCT: 2014-004896-22
 Clinicaltrials.gov: NCT02514239
 DRKS:  
 Sponsor: Boehringer Ingelheim
 Studienphase: Phase 1 
 Status: Rekrutierung läuft, geplant bis 30.06.2018

Ziel:

Die Studie untersucht die Sicherheit, Verträglichkeit, Pharmakokinetik (Einwirkung des Körpers auf die Substanz) und Pharmakodynamik (Einwirkung der Substanz auf den Körper) von BI 836909 nach intravenöser und subkutaner Gabe bei Patienten mit rezidivierendem und/oder refraktärem multiplen Myelom. Ziel ist es, die maximal verträgliche Dosis von BI 836909 zu ermitteln.

Hintergrund:

BI 836909 ist ein bispezifischer BiTE-Antikörper (von engl. Bi-specific T-cell engagers), der derzeit für die Behandlung des multiplen Myeloms erforscht wird. Die Substanz ist gegen das B-Zell-Reifungsantigen (BCMA, von engl. B cell maturation antigen) gerichtet, das auf der Oberfläche von Multiplen-Myelom-Zellen einheitlich exprimiert wird. Auf der Zelloberfläche in gesundem Gewebe erfolgt die Expression hingegen nur eingeschränkt. Dieses hochselektive Expressionsmuster macht BCMA zum Ziel. des neuen Therapieansatzes, bei dem körpereigene T-Zellen in die Entdeckung und Bekämpfung von malignen Zellen einbezogen werden sollen.
Quellen:
http://www.bloodjournal.org/content/126/23/2999?sso-checked=true
https://www.boehringer-ingelheim.com/press-release/Amgen-obtains-global-rights-from-Boehringer-Ingelheim-for-investigational-drug-for-multiple-myeloma

Indikation und Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien:

  • Patienten mit dokumentierter Diagnose eines rezidivierenden und/oder refraktären multiplen Myeloms, bei denen die Erkrankung nach mindestens zwei vorangegangenen Therapielinien, einschließlich Proteasomeninhibitoren[v1]  und Immunmodulatoren, zum Zeitpunkt der Voruntersuchung (Screening) fortgeschritten ist
  • Erkrankung muss zum Zeitpunkt der Voruntersuchung anhand mindestens eines der folgenden Kriterien messbar sein:
    • M-Protein im Serum > 0,5 g/dl gemessen mittels Serumproteinelektrophorese
    • Ausscheidung von M-Protein im Urin > 200 mg/24 Stunden
    • Bestimmung freier Leichtketten (FLC) im Serum > 10 mg/dl, sofern Serum-FLC-Verhältnis auffällig ist
  • Krankheitsrezidiv oder –progression, wofür nach Beurteilung des Prüfarztes zum Zeitpunkt der Voruntersuchung eine Behandlung angezeigt ist
  • ECOG (Index zur Abstufung der Lebensqualität von Patienten mit Krebserkrankungen) von 0, 1 oder 2

Ausschlusskriterien:

  • Plasmazell-Leukämie
  • Rezidiv des multiplen Myeloms außerhalb des Knochenmarks
  • Bekannte Beteiligung des zentralen Nervensystems
  • Vorangegangene allogene Stammzelltransplantation oder Organtransplantation
  • Autologe Knochenmarkstransplantation, die weniger als 90 Tage vor Behandlungsbeginn zurückliegt

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.
 

Birma I

Encorafenib (LGX818) in Kombination mit Binimetinib (MEK162) bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem Myelom und BRAFV600E oder BRAFV600K Mutation

Organisatorische Daten:

Prüfplancode: CLGX818ADE01T
ISRCTN:  
EudraCT 2014-004597-42
Clinicaltrials.gov: NCT02834364
DRKS:  
Sponsor: Uni Klinik Heidelberg / Array Analytik
Studienphase: Phase 2
Status: Rekrutierung läuft, geplant bis 3/2018

Ziel:                                                                                                                        

Dies ist die erste GMMG-Studie (German-Speaking Myeloma Multicenter Group) mit einem personalisierten Therapieansatz. In der BIRMA-I-Studie wird der therapeutische Nutzen einer Behandlung mit RAF-Kinase-Inhibitoren in Kombination mit einer gleichzeitigen Hemmung der MEK-Kinase (Encorafenib und Binimetinib) bei Patienten mit refraktärem oder rezidiviertem Multiplen Myelom ab dem 2. Progress und einer BRAFV600-Mutation untersucht. Insgesamt sind 15 Patienten an 5 Prüfzentren vorgesehen. Die Patienten müssen dazu eine frische oder eingefrorene Tumorprobe haben, um die BRAF V600 Mutation zu bestätigen.

Hintergrund:

Encorafinib hemmt gezielt das überaktive Protein BRAF, das den Krebs besonders aggressiv macht. Veränderungen in der Erbinformation (Gen-Mutationen) des Proteins BRAF treten bei verschiedenen Krebsarten gehäuft auf. In Folge der Mutation ist BRAF überaktiv und gibt dauerhaft Signale zur Zellteilung. Die Krebszellen mit dieser Veränderung vermehren sich schnell und bilden Absiedlungen in anderen Organen. Beim Multiplen Myelom kommt die BRAF-Mutation bei vier Prozent der Patienten vor. Der MEK- Kinase-Inhibitor Binimetinib verstärkt die Wirkung von Encorafinib.

Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien: 

  • Patienten mit rezidiviertem oder refraktären Multiplen Myelom, die bereits 2 oder mehr Therapieregime erhalten haben 
  • Messbare Krankheitsaktivität, definiert wie folgt: Quantifizierbares monoklonales Protein (M-Protein) bestimmt durch eine der folgenden drei Messungen:
  • Serum M-Protein (≥ 0,5 g/dL)
  • Urin (≥ 0,2 g/24 Stunden)
  • Bestimmung der freien Leichtketten (FLC) im Serum: Konzentration der betroffenen freien Leichtkette > 100 mg/l bei abnormer sFLCRatio
  • WHO Performance Status 0-3 (WHO=3 nur zulässig, wenn durch das Myelom und nicht durch Komorbidität eine Begleiterkrankung bedingt)
  • Adäquate kardiale Funktion:
  • Linksventrikuläre kardiale Auswurffraktion ≥ 50% festgestellt in der Echokardiographie (ECHO)
  • QTc Intervall ≤ 480 ms

Ausschlusskriterien:

  • Vorhergehende Behandlung mit MEK- und/oder RAF-Inhibitoren
  • Systemische AL Amyloidose (ausgenommen AL Amyloidose der Haut und/oder des Knochenmarks)

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

Daratumumab/Pomalidomid/Dexamethason im Vergleich zu Pomalidomid/Dexamethason (EMN14, Apollo)

Eine Phase-3-Studie zum Vergleich von Pomalidomid und Dexamethason mit oder ohne Daratumumab (subkutan) bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem Multiplem Myelom, die mindestens eine vorherige Therapielinie mit Lenalidomid in Verbindung mit einem Proteasom-Inhibitor erhalten haben: die APOLLO-Studie

Organisatorische Daten:

Prüfplancode: EMN14/54767414MMY3013
ISRCTN:  
EudraCT: 2017-001618-27
Clinicaltrials.gov: NCT03180736
DRKS:  
Sponsor: Janssen/EMN
Studienphase: Phase 3
Status: Rekrutierung läuft, geplant bis 7/2023

Ziel:

Ziel der Studie ist die Ermittlung des progressionsfreien Überlebens bei Patienten, deren Erkrankung nach einer vorherigen Antimyelombehandlung fortgeschritten ist.

Hintergrund:

Dies ist eine multizentrische, randomisierte, offene Phase-3-Studie, in der Daratumumab, Pomalidomid und niedrig dosiertes Dexamethason (DaraPomDex) mit Pomalidomid und niedrig dosiertem Dexamethason (PomDex) bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem Multiplem Myelom verglichen werden, die mindestens 1 vorheriges Behandlungsschema sowohl mit Lenalidomid als auch mit einem Proteasom-Inhibitor erhalten haben und deren Krankheit fortgeschritten ist. Die Patienten erhalten per Zufallsverteilung entweder DaraPomDex oder PomDex.

Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien:

  • Erkrankung muss anhand mindestens eines der folgenden Kriterien messbar sein:
    • IgG Multiples Myelom: M-Protein im Serum ≥ 1,0 g/dl oder M-Protein im Urin ≥ 200 mg/24 Stunden; oder
    • IgA, IgD, IgE, IgM Multiples Myelom: M-Protein im Serum ≥ 0,5 g/dl oder M-Protein im Urin ≥ 200 mg/24 Stunden; oder
    • Leichtkettiges Multiples Myelom, für Patienten ohne messbare Krankheit im Serum oder Urin: freie Leichtketten im Serum (FLC) ≥ 10 mg/dl und auffälliges Serum-FLC-Verhältnis.
  • Die Patienten müssen eine vorherige Antimyelombehandlung mit einem Proteasom-Inhibitor in Verbindung mit Lenalidomid erhalten und darauf angesprochen haben (d.h. mit einer partiellen Remission oder einem besserem Ansprechen, wie vom Prüfers gemäß der Definition der geänderten IMWG-Kriterien festgestellt).
  • Die Krankheitsprogression muss dokumentiert sein und auf dem vom Prüfer gemäß den geänderten IMWG-Kriterien festgestellten Ansprechen auf das oder nach dem letzten Schema beruhen.

Ausschlußkriterien:

  • Frühere Therapie mit einem monoklonalen Anti-CD38-Antikörper.
  • Frühere Gabe von Pomalidomid.
  • Antimyelombehandlung innerhalb von mindestens 2 Wochen vor der Randomisierung. Die einzige Ausnahme ist eine notfallmäßige kurze Kortikosteroiden (entsprechend 40 mg/Tag für maximal 4 Tage) für die palliative Behandlung vor Zyklus 1, Tag 1 (C1D1).
  • Vorherige allogene Stammzelltransplantation oder autologe Stammzelltransplantation (ASCT) innerhalb von 12 Wochen vor C1D1.

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

DSMM XVII

Elotuzumab (E) in Kombination mit Carfilzomib, Lenalidomid und Dexamethason (E-KRd) im Vergleich zu KRd allein vor und nach autologer Stammzelltransplantation bei neu diagnostiziertem Multiplen Myelom sowie nachfolgender Erhaltungstherapie mit Elotuzumab und Lenalidomid im Vergleich zu Lenalidomid-Monotherapie

Organisatorische Daten:

Prüfplancode: DSMM_XVII
ISRCTN:  
EudraCT: 2017-001616-11
Clinicaltrials.gov:  
DRKS:  
Sponsor: Universitätsklinikum Würzburg
Studienphase: Phase 3
Status: Rekrutierung läuft, geplant bis ...

Ziel:

Die Studie vergleicht das Ausmaß der MRD-Negativität (MRD = minimale Resterkrankung) bei Patienten mit neu diagnostiziertem multiplem Myelom (gemäß den Kriterien der International Myeloma Working Group [IMWG]) und sehr guter partieller Remission oder besserem Ansprechen nach zwei verschiedenen Induktionsverfahren vor und nach autologer Stammzelltransplantation (ASZT) sowie das progressionsfreie Überleben nach der Erhaltungstherapie.

Der Begriff „MRD-Negativität“ bedeutet, dass bei einem Patienten selbst mit hochempfindlichen Tests nach einer Therapie keinerlei Krebszellen mehr zu finden sind. Der MRD-Status zeigt also die Wirksamkeit der Therapie an. (Quelle: https://www.trillium.de/zeitschriften/trillium-krebsmedizin/archiv-trillium-krebsmedizin/trillium-krebsmedizin-ausgaben-2016/heft-52016/bedeutung-der-minimalen-resterkrankung-beim-multiplen-myelom.html)

Patienten werden einer von zwei Gruppen zugeteilt und erhalten folgende Behandlungen:

  • Vierfachkombination mit Elotuzumab, Carfilzomib, Lenalidomid und Dexamethason (E-KRd, 3 +3 Zyklen vor und 4 Zyklen nach autologer Stammzelltransplantation) und danach Elotuzumab und Lenalidomid in der Erhaltungsphase
    oder
  • Dreifachkombination mit Carfilzomib, Lenalidomid und Dexamethason (KRd, 3 + 3 Zyklen vor und 4 Zyklen nach autologer Stammzelltransplantation) und danach  Lenalidomid allein in der Erhaltungsphase.

 

Quelle: Deutsche Studiengruppe Multiples Myelom, DSMM, am Universitätsklinikum Würzburg, Med. Klinik + Poliklinik II

Hintergrund:

Der Antikörper Elotuzumab (Empliciti®) ist in Kombination mit Revlimid (Lenalidomid®) und Dexamethason als Zweitlinientherapie zugelassen. Die Zulassung stützt sich auf die Ergebnisse der Phase-3-Studie Eloquent-2, die eine positive Wirkung sowohl auf die progressionsfreie Überlebenszeit als auch auf das Gesamtüberleben ergeben haben. Das IQWiG*) bezweifelt einen Zusatznutzen von Elotuzumab (Link), sodass weitere Untersuchungen notwendig sind.

In der DSMM XVII-Studie wird zusätzlich zu Elotuzumab, Lenalidomid und Dexamethason auch Carfilzomib (KyprolisÒ) als Kombinationspartner eingesetzt, das als gut verträglich gilt. So wird zum Beispiel die Rate der Polyneuropathien durch Carfilzomib gegenüber einer Zweifachkombination nicht erhöht. Carfilzomib ist in der Europäischen Union für Erwachsene mit multiplem Myelom, die zuvor mindestens eine Therapie erhalten haben, in Kombination mit Revlimid (LenalidomidÒ und Dexamethason (D) ab dem ersten Rezidiv zugelassen. Jetzt wird es bei neu diagnostizierten Patienten getestet.

 *) IQWiG: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. Wird in Deutschland vom gemeinsamen Bundesausschuss (GB-A) beauftragt den (Zusatz-) Nutzen neuer Wirkstoffe sowie die entsprechenden (Zusatz-) Kosten zu prüfen.

Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien:

  • Geeignet für die autologe Stammzelltransplantation
  • Der Patient darf zuvor keine systemische Therapie zur Behandlung des Multiplen Myeloms erhalten haben (nur Dexamethason in einer Gesamtdosis von 320 mg, Plasmapherese/Dialyse ohne begleitende Chemotherapie, lokale Bestrahlung von Knochenläsionen und chirurgische Eingriffe als Vorbehandlung zulässig)
  • Neu diagnostiziertes Multiples Myelom gemäß den aktualisierten IMWG Kriterien:
    • Klonale Plasmazellen im Knochenmark ≥ 10% oder durch Biopsie bewiesenes extramedulläres Plasmazytom/ Plasmozytom des Knochens und eines oder mehrere der folgenden Myelom-definierenden Ereignisse:
      • Nachweis einer Endorganschädigung, die auf die zugrunde liegende proliferative Erkrankung der Plasmazellen zurückgeführt werden kann, im Besonderen:
      • Hyperkalzämie: Calcium im Serum > 0,25 mmol/l (> 1 mg/dl) höher als die obere Grenze des Normalwertes oder > 2,75 mmol/l (> 11 mg/dl)
      • Niereninsuffizienz: Kreatinin-Clearance < 40 ml pro Minute oder Kreatinin im Serum > 177 μmol/l (> 2 mg/dl)
      • Anämie: Hämoglobinwert von > 2 g/dl unter der unteren Grenze des Normalwertes, oder ein Hämoglobinwert < 10 g/dl
      • Knochenläsionen: eine oder mehrere osteolytische Läsion auf der Röntgenaufnahme des Skeletts, in der Computertomographie (CT) oder im PET-CT
  • Einer oder mehrere der folgenden Marker für Malignität:
    • Infiltrationsgrad der klonalen Plasmazellen im Knochenmark ≥ 60%
    • Das Verhältnis der betroffenen zu den nicht betroffenen feien Leichtketten ist ≥ 100, vorausgesetzt, dass der absolute Wert der betroffenen Leichtkette wenigstens 100 mg/l beträgt.
    • Eine oder mehrere fokale Läsionen mit einem Durchmesser von wenigstens 5 mm Größe oder größer im MRT

Ausschlußkriterien

  • POEMS-Syndrom (Polyneuropathie, Organomegalie, Endokrinopathie, monoklonales Protein und Hautveränderungen)
  • Waldenströms Makroglobulinämie oder IgM-Myelom
  • Plasmazell-Leukämie (> 2,0 x 109/l zirkulierende Plasmazellen nach Standard-Differenzialblutbild)
  • Schwangere oder stillende Frauen, Frauen, die schwanger werden könnten und Männer, die nicht bereit sind, den Lenalidomid-Schwangerschaftspräventionsplan einzuhalten

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

GSK2857916 bei R/RMM nach Nichtansprechen auf die Vorbehandlung mit einem Anti-CD38- Antikörper (DREAMM 2)

Offene, randomisierte, zweiarmige Studie der Phase 2 zur Untersuchung der Wirksamkeit und Sicherheit von zwei Dosen des Antikörper-Wirkstoff-Konjugats GSK2857916 bei Teilnehmern mit Multiplem Myelom, die bereits drei oder mehr Therapielinien erhalten haben, refraktär gegenüber einem Proteasom-Inhibitor und einer immunmodulatorischen Substanz sind und nicht auf eine Anti-CD38-Antikörper angesprochen haben.

Organisatorische Daten:

Prüfplancode: DREAMM 2, GSK205678
ISRCTN:  
EudraCT: 2017-004810-25
Clinicaltrials.go NCT03525678
DRKS:  
Sponsor: GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG
Studienphase: Phase 2
Status: Rekrutierung läuft, geplant bis 30. Juni 2020

Ziel:

In dieser Studie soll die klinische Wirksamkeit und Sicherheit von zwei Dosen von GSK2857916 bei Teilnehmern mit rezidiviertem/refraktärem Multiplen Myelom (RRMM) bewertet werden.

Hintergrund:

GSK2857916 ist ein in der klinischen Prüfung befindlicher konjugierter Antikörper, der gegen das Oberflächenantigen BCMA (engl. B cell maturation antigen) gerichtet ist. In einer Phase-I-Studie (DREAMM 1-Studie) bei sehr stark vortherapierten Patienten zeigte sich eine vielversprechende Ansprechrate von 60 % (21/35 Patienten) für die Monotherapie. (https://www.myelom-deutschland.de/wp-content/uploads/2018/04/2018-03-15-Studien-beim-Multiplen-Myelom.pdf)

Der Wirkstoff wird im Rahmen des sogenannten PRIME (Priority Medicines)-Schemas entwickelt. (https://adcreview.com/news/gsk2857916-demonstrates-60-response-rate-heavily-pre-treated-relapsed-refractory-multiple-myeloma-patients/)

Mit diesem Programm ermöglicht die Europäische Arzneimittelagentur EMA Herstellern die beschleunigte Zulassung von Arzneimitteln, wenn das betreffende Mittel einen bedeutenden Vorteil gegenüber bereits verfügbaren Therapien verspricht oder Hilfe für Patienten mit einer Erkrankung bietet, für die es bislang keine Behandlungsoption gibt.

Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien:

  • ECOG (Index zur Abstufung der Lebensqualität von Patienten mit Krebserkrankungen) von 0, 1 oder 2
  • Histologisch oder zytologisch bestätigte Diagnose eines MM gemäß den Kriterien der International Myeloma Working Group (IMWG). Der Patient hat eine vorausgegangene Stammzelltransplantation erhalten oder ist nicht für eine Transplantation geeignet und hat auf mindestens 3 vorangegangene Linien zur Behandlung des Myeloms, einschließlich Monotherapie oder Kombinationstherapie mit einem Anti-CD38-Antikörper (z. B. Daratumumab), nicht angesprochen und ist refraktär gegenüber Immunmodulatoren (IMiD) (d. h. Lenalidomid oder Pomalidomid) und gegenüber einem Proteasom-Inhibitor (d. h. Bortezomib, Ixazomib oder Carfilzomib).
  • Patienten mit einer autologen Stammzelltransplantation in der Vorgeschichte sind für die Teilnahme geeignet, sofern die Transplantation mehr als 100 Tag vor dem Einschluss in die Studie zurückliegt und keine aktive Infektion besteht
  • Erkrankung muss zum Zeitpunkt der Voruntersuchung anhand mindestens eines der folgenden Kriterien messbar sein:
    • M-Protein im Serum ≥ 0,5 g/dl (≥ 5 g/l)
    • Ausscheidung von M-Protein im Urin > 200 mg/24 Stunden
    • Bestimmung freier Leichtketten (FLC) im Serum > 10 mg/dl, (≥ 100 mg/l) und einem auffälligen Serum-FLC-Verhältnis (< 0,26 oder > 1,65)

Ausschlußkriterien

  • Systemische Anti-Myelom-Therapie in den letzten 14 Tagen oder Plasmapherese innerhalb von 7 Tagen vor der ersten Verabreichung der Studienmedikation
  • POEMS-Syndrom, aktive Plasmazellleukämie zum Zeitpunkt der Voruntersuchung
  • Vorausgegangene allogene Stammzelltransplantation
  • Derzeitige Erkrankung des Hornhautepithels ausgenommen leichte Keratitis punctata

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

Ergänzende Informationen

In der DREAMM 2-Studie erhalten die Teilnehmer gefrorenes GSK2857916 als Monotherapie in einer Dosis von entweder 2,5 mg/kg oder 3,4 mg/kg intravenös einmal alle drei Wochen bis zur Krankheitsprogression oder bis zum Auftreten von inakzeptablen Nebenwirkungen.

MP0250 (MiRRoR)

Eine Phase-2-Studie mit MP0250 plus Bortezomib + Dexamethason bei Patienten mit multiplem Myelom.

Organisatorische Daten:

Prüfplancode: MP0250-CP201
ISRCTN:  
EudraCT: 2016-002771-10
Clinicaltrials.gov: NCT03136653
DRKS:  
Sponsor: Molecular Partners AG
Studienphase: Phase 2
Status Rekrutierung läuft, geplant bis Okt 2018

Ziel:

Der Zweck dieser Studie ist, die Wirkung, Sicherheit, Tolerabilität, die pharmakokinetische (PK), immungenetische und biologische Aktivität von MP0250 in der Kombination mit Bortezomib + Dexamethason bei Patienten mit Multiplem Myelom zu prüfen, die resistent gegen Bortezomib sind und mindestens zwei vorangegangene Therapien einschl. Bortezomib und einem immunmodulatorischen (IMiD) Wirkstoff erhalten haben.

Hintergrund:

MP0250 ist eine auf DARPin-basierte Substanz mit günstigen pharmakokinetischen Eigenschaften, einer hohen Wirksamkeit und guten Bindungseigenschaften, die auf den endothelialen Gefäßwachstumsfaktor (VEGF) und den Leberzellwachstumsfaktor (HGF) zielt. HGF und VEGF werden in einer Vielfalt von Krebszellen überexprimiert und sind mit einer vermehrten Zellproliferation, Wanderung und Adhäsion verbunden. Der gegen VEGF/HGF-gerichtete DARPin MP0250 neutralisiert die Wirkung von sowohl HGF als auch VEGF, verhindert eine HGF- und VEGF-vermittelte Signalübermittlung und hemmt somit das Wachstum von HGF/VEGF-Tumorzellen. Zudem verhindert die hemmende Wirkung auf die HGF-Signalübermittlung auch die Osteolyse.

Indikation und Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien:

  • Patienten mit multiplem Myelom, die mindestens 2 Vortherapien gehabt haben (einschließlich Bortezomib und einem IMID), kein Ansprechen gezeigt haben (z.B. stabile Erkrankung), auf ihre letzte Therapie mit einem Progress reagiert haben oder innerhalb von 60 Tagen nach ihrer letzten Therapie einen Progress hatten
  • Messbare Erkrankung
  • ECOG Performance Status von 1 oder 0 ((Index zur Abstufung der Lebensqualität von Patienten mit Krebserkrankungen)
  • Adäquate Leberfunktion
  • Neutrophilenzahl ≥ 1000/mm3 beim Screening
  • Hämoglobin ≥ 8,0 g/dl beim Screening
  • Plättchenzahl ≥ 50 000/mm3 beim Screening
  • Creatiniclearance ≥ 50ml/min, basierend auf der Cockroft und Gault Formel
  • Serumalbumin ≥ 30 g/l

Ausschlusskriterien:

  • Patienten mit folgenden Erkrankungen: Monoklonale Gammopathie unklarer Signifikanz (MGUS), die nicht zu den Immunglobulinsubtypen (Ig)M gehören, Leichtketten MGUS, solitäres Plasmozytom (allein oder mit minimaler Knochenmarksbeteiligung, systemische Leichtkettenamyloidose, Morbus Waldenström.
  • Periphere Neuropathie Grad 2 oder höher beim Screening
  • Aktive kongestive Herzinsuffizienz
  • Unkontrollierter Bluthochdruck
  • Schlaganfall oder Ischämie innerhalb von 6 Monaten vor Screening

 Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

Pomalidomid, Ixazomib, Dexamethason +/- Cyclophosphamid - Intensivierung (DSMM XV)

Pomalidomid, Ixazomib und Dexamethason (PId) mit und ohne Intensivierung durch Cyclophosphamid (PICd) – Phase-II-Studie bei refraktärem oder rezidiviertem multiplen Myelom

Organisatorische Daten:

Prüfplancode: DSMM XV
ISRCTN:  
EudraCT: 2014-001757-16
Clinicaltrials.gov:  
DRKS:  
Sponsor: GWT-TUD GmbH
Studienphase: Phase 2
Status: Rekrutierung läuft, geplant bis 2020

Ziel:

Patienten mit Rückfall nach Vorbehandlung mit Lenalidomid (Revlimid) und Bortezomib (Velcade) erhalten eine hocheffiziente und nur als Tabletten einzunehmende Therapie, welche das neueste immunmodulatorisches Medikament (IMiD) Pomalidomid und den neuesten Proteasom-Inhibitor Ixazomib enthält. Es handelt sich also um eine Kombination von Pomalidomid, Ixazomib, niedrig dosiertem Dexamethason und bei suboptimalen Ansprechen zusätzlich Cyclophosphamid.

  • Primäres Ziel:
    Beurteilung der klinischen Aktivität von einmal täglich appliziertem Pomalidomid in Kombination mit oralem Ixazomib und Dexamethason (PId)
  • Sekundäres Ziel:
    Beurteilung der Sicherheit und Machbarkeit von PId sowie der Wirksamkeit, Sicherheit und Machbarkeit von PId intensiviert durch niedrig dosiertes Cyclophosphamid (PICd)

Hintergrund:

Pomalidomid (Imnovid) ist der neueste Vertreter der IMiDs (immunmodulatorische Medikamente), der von der europäischen Arzneimittelagentur (EMA) eine Zulassung in der Tumortherapie erhalten hat (Stand Nov. 2018). Die oral einzunehmende Substanz ist in der Europäischen Union und in den USA für eine Kombinationstherapie mit Dexamethason bei erwachsenen Patientinnen und Patienten mit einem rezidivierten / refraktären Multiplen Myelom zugelassen, die mindestens zwei vorausgegangene Therapien, darunter Lenalidomid und Bortezomib, erhalten haben und bei der letzten Therapie ein Fortschreiten der Erkrankung aufwiesen.

Ixazomib (Ninlaro) ist der erste orale Proteasom-Inhibitor, der seit Januar 2017 in Deutschland verfügbar ist.

Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):

Einschlusskriterien:

  • Patienten mit rezidiviertem oder refraktären, histologisch bestätigtem Multiplen Myelom
  • Patienten mit mindestens zwei, aber nicht mehr als vier vorausgegangenen Antimyelom-Therapieregimen einschließlich solcher mit Lenalidomid und Bortezomib. Patienten müssen auf die zuletzt verabreichte Therapie eine Krankheitsprogression entwickelt haben.
  • Vortherapien müssen Lenalidomid und Bortezomib beinhaltet haben: Mindestens zwei aufeinanderfolgende Zyklen mit Lenalidomid und Bortezomib (alleine oder in Kombination) und adäquate vorherige Exposition mit Alkylanzien. Dieses entweder als Teil einer Stammzelltransplantation oder in Form von mindestens 6 aufeinanderfolgende Zyklen einer Alkylanzien-basierten Therapie.

Ausschlußkriterien

  • Gleichzeitige andere Chemo-oder Radiotherapie (außer lokale Bestrahlung der vorbestehenden Osteolysen)
  • Behandlung mit einem anderem Prüfpräparat während der letzten 60 Tage vor der ersten Einnahme von Pomalidomid und Ixazomib
  • Vorherige Pomalidomid-basierte Therapie
  • Vorherige Ixazomib-basierte Therapie
  • Bei Baseline periphere Neuropathie > Grad 1 bei klinischer Untersuchung (innerhalb von 14 Tagen vor Studieneinschluss)

Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

Zusätzliche Information

Sitz der Deutschen Studiengruppe Multiples Myelom (DSMM)

Onkologische Gemeinschaftspraxis Dr. Schlag / Dr. Schöttker, Stiftung Juliushospital Würzburg

Juliuspromenade 19, 97070 Würzburg
0931-393-0